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2augen1nase 02.01.2018 00:45

VEB Budenkombinat
 
So ihr Lieben....

es wird Zeit euch mal mein neues Dauerprojekt vorzustellen.... nachdem ich jetzt schon an verschiedenen Stellen davon geschrieben habe :rolleyes:


Da es sich momentan noch um eine Brache handelt, marode ist UND es sich fast auch um eine Industrieruine handelt, macht es Sinn das erstmal hier einzustellen. Für spezielle Fragen zum Bau werde ich dann entweder noch nen zweiten Thread in entsprechendem Forum erstellen oder diesen irgendwann zu gegebenem Zeitpunkt mal verschieben lassen.

Erstmal zur "leidvollen" Vorgeschichte. Wie ihr ja wisst ist meine aktuelle Werkstatt baulich eine Katastrophe. Die Dächer waren hier ja schon häufiger Thema. Nun ist es so, dass das Gebäude zwar meinem Vermieter gehört, das grundstück war allerdings von der Bahn gepachtet. Die Bahn beschloss vor einiger Zeit den Verkauf des Areals und die Stadt machte mit der Bahn vorab einen Plan für das Gebiet - stadtplanerisch sind Bahngrundstücke weiße Flecken, da es sich um ein sehr großes Gebiet handelte war dies wohl nötig. Ursprünglich hieß der Arbeitstitel "gewerbe und Wohnen" - geworden ist daraus ein zukünftiges Wohngebiet. Wir hätten hier nur eine Überlebenschance gehabt, wenn wir unsere Grundstücke hätten kaufen können, unsere Gebote wurden aber von der Bahn abgelehnt und so ging das gesamte Areal an eine große Planungsgesellschaft. Wie lange wir dort noch bleiben können bekommen wir Anfang diesen Jahres mitgeteilt.

Ich war schon vor ca. 1,5 Jahren an dem jetzigen Grundstück dran und hätte auch weniger dafür bezahlt als ich jetzt dafür bezahlt habe, aber aufgrund der umfangreichen Umbauarbeiten die dort nötig sind habe ich etwas gezögert.

Ein anderer jungscher Typ kam, kaufte das Objekt und machte außer ein ganz klein wenig Grünschnitt NICHTS. Zufällig lernte ich ihn mal kennen als er dort war und er erzählte was von Teilabbrüchen und da einige Gebäude in GÄNZE aus dem hiesigen Naturstein gebaut sind, gab ich ihm meine Nummer und sagte ihm er solle sich melden, denn die Steine hätte ich ihm abgekauft.

Er rief mich also Mitte des Jahres an und meinte, er wolle ALLE Gebäude dort abreissen weil er sich die Sanierung nicht vorstellen könne usw. Ich fragte ihn (auch weil meine Werkstattsituation akut bedrohlich wurde) ob er das Areal auch ganz verkaufen würde. Einige Wochen später meldete er sich, ich schob die Bauvoranfrage an und bekam nach 4 Monaten dann den positiven Vorbescheid. Es dauerte dann noch einige Wochen und letzten Donnerstag habe ich den Kaufvertrag unterschrieben.

Ich bin gespannt ob das alles wirklich wird und ob ich in meiner alten Werkstatt noch genügend Zeit habe um nicht in eine halbe Ruine ziehen zu müssen. Ich fahre also mehr oder weniger volles Risiko. Drückt mir also bitte die Daumen, dass ich das alles hinbekomme und nicht zwischendurch komplett absterbe:eek:rolleyes:


So, das also zur Vorgeschichte, alles weitere dann in den nächsten Postings....:D

U.R. 02.01.2018 00:53

:clap + :yeap:yeap:yeap +:Proscht

2augen1nase 02.01.2018 00:57

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Ja, der Titel des Threads ist natürlich frei erfunden, hier saß nie ein VEB Betrieb und erst Recht kein Kombinat.

Allerdings ist die Bude aus Bauforschersicht höchst interessant. Zahlreiche Umbauten, Erweiterungsbauten, kleine Anbauten und zahlreiche Überformungen sind erkennbar, einige Dinge zeige ich Stück für Stück.

Es geht erstmal los mit einigen Aussenansichten. Prinzipiell ist das Grundstück zur Hauptstraße hin mit einem villenartigen Wohnhaus, einem Ursprungsbau mit späterer Aufstockung und einem Treppenhaus zwischen beiden Gebäuden bebaut. Dahinter steht auf voller Länge ein Hinterhaus, hinter dem villenartigen Wohnhaus bildet sich durch den Ursprungbau und das Hinterhaus ein kleiner Hof.

An das Hinterhaus angebaut ist nach hinten eine Werkhalle sowie überdachte Lagerflächen, ein Hühnerstall und seitlich befindet sich noch eine "Durchgangsgarage". Hinter der Werkhalle wurde mal ein Fasslager angebaut. :rolleyes:

Eines noch: Ich habe nicht von allem Bilder. Da ich mich da aber nach und nach durchwurschtele, werdet ihr schon irgendwann mal einen Überblick haben :D

oliver.bohm 02.01.2018 01:10

Meinen Glückwunsch zum eigenem Projekt ..!:clap

Ich bin schon gespannt auf weitere Fotos...

Hast du ein ungefähres Baujahr der Bauten?

Oder was dort produziert wurde?

2augen1nase 02.01.2018 01:17

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So. Nun gibt es noch einige wenige Einblicke in das Innere.

Vorab ein bisschen was zur Bauweise / Gestaltung.

Aktuell blicken wir von außen auf ein mit Putz in der ursrpünglichen Gestaltung überformtes Gebäude. Durch die Treppengiebel und die einfachen Profilierungen sieht es für mich immer ein wenig "neoromanisch" aus, insgesamt wirkt es recht düster, trostlos und "gewaltig". Unter dem Putz treten allerdings natursteinsichtige Fassaden zum Vorschein, die Fenstergewände sind aufwendiger profiliert, Gesimse und Fensterbänke wurden größtenteils abgeschlagen. Insgesamt habe ich im Schnitt 4 cm Aussenputz auf der Bude.

Nach meinem jetzigen Erkenntnisstand ist das EG des Hauses rechts vom Treppenhaus (das mit dem abgetreppten Giebel) der Ursprungsbau. Erkennbar ist das an zugemauerten Fenstern in Richtung Treppenhaus. Das Geschoß darüber ist sehr niedrig, simpel ausgeführt und erinnert bei der Ausgestaltung an die 20er Jahre.

Das Treppenhaus wurde wohl mit dem villenartigen Wohnhaus zusammen gebaut und im neogotischen Stil ausgeführt. Dieses Gebäude weist die eben beschriebenen Gesimse und Natursteinfassaden auf. Im Inneren zeigt sich die Gestaltung vor allem im EG beider Gebäude und im Treppenhaus. Hier finden sich mit Blendmasswerken verzierte Steinsäulen (die später mal mit Holz verkleidet wurden, Reste sieht man davon noch) und auch Türgewände aus Stein. Generell sind alle Türgewände im EG aus Stein und auch alle Gewände vom Treppenhaus zu den Wohnstuben sind aus Stein - nur eben nicht alle so schön verziert.

Der Eingangsbereich weist ebenfalls neogotisch profilierte Türgewände auf, ursprünglich war die Dachkonstruktion sichtbar und lag auf schön gestalteten Steinkonsolen auf. Später wurde mal eine Zwischendecke eingezogen, das Holzständerwerk wurde verlattet und geputzt, am Übergang findet sich noch der Rest vom Deckenstuck (Karniesprofil)

Interessant ist, dass sich überall im Haus noch Reste der alten Bemalung finden. Ein Bild zeigt den Rest einer Deckenbemalung im Treppenhaus. Vor allem im neogotischen Teil finden sich in jedem Raum unter den Tapeten Reste solcher Bemalungen. Wie umfangreich die tatsächlich sind, kann ich jetzt noch nicht sagen, ich werde aber definitiv einen Kollegen heranholen der mir zeigt wie man das fachgerecht freilegt. Die Befunde will ich auf jeden Fall sichern.

Ich habe neulich mal mit meiner D90 einige Videosequenzen gedreht, leider ist die Qualität nicht so super geworden. Ich würde das alles eigentlich ganz gerne mit Video auch ein wenig festhalten und zeigen. Das hätte vor allem den Vorteil, dass man einen viel besseren Überblick hinbekommt. Aber vorab müsst ihr mit den miesen Handyfotos erstmal leben :D

2augen1nase 02.01.2018 01:27

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Jetzt nochmal einen kleinen Einblick in die Hintergebäude.

Bild 1 zeigt das 1. OG des Hinterhauses. Das Hinterhaus hat komplett eine Natursteinsichtige Fassade (aktuell verputzt). Im Innenbereich erkennt man hier sehr schön die groben Rückseiten der Steine.

Bild 2 zeigt die einzig nützliche Werkhalle - die aber nur ca. 50m2 hat. Man blickt in Richtung Kaltlager. Diese Werkhalle, Kaltlager und Hühnerstall sind rückseitig an das Hinterhaus angebaut.

Bild 3 zeigt den Lagerschuppen.

Bild 4 zeigt noch ein schönes Detail. Die untere Grundstücksecke ist mit diesem Aufbau verziert. Früher war das wohl mal eine Terrasse, es ist ein Teil der Gartengestaltung und zeigt ganz deutlich, dass sich unter dem Putz des villenartigen Wohnhauses sicherlich noch eine ganze Menge verbirgt.

Bisher hatte ich noch keine Gelegenheit alte Bauakten einzusehen - sofern diese überhaupt noch vorhanden sind. Hinter dem "Ensemble" ist direkt angrenzend ein alter Steinbruch und ich dachte immer das Gebäude hat im Ursprung damit etwas zu tun. Bisher gibt es aber nur gesicherte Erkenntnisse zur jüngeren Geschichte. Zumindest bis kurz nach der Wende war hier wohl ein Betrieb ansässig, der Hydrophobierung, Öle, Lacke usw. verkauft / produziert hat - wohl aber alles auf natürlicher Basis. Neulich hat mich jemand besucht der dort mal gearbeitet hat, er hatte nur sehr wenig Zeit. Er versprach mir aber mich wieder zu besuchen und mir zu erzählen was die da genau gemacht haben.

oliver.bohm 02.01.2018 01:39

Schicke Details...
Da kannst Du dich richtig austoben..

Kommt dein Vermieter mit der Steinsäge mit rein...?

Sind Bodenaltlasten auf dem Grundstück eingetragen?

2augen1nase 02.01.2018 01:41

Mit was ich aktuell kämpfe...
 
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Ich habe schon etwas länger den Schlüssel und seitdem der Vorbescheid positiv beschieden wurde habe ich dort in unregelmäßigen Abständen ein bisschen was gemacht.

Zuerst mussten eine ganze Menge Bäume gefällt werden. Den Kleinkram habe ich jetzt weg und einen Teil auch schon zerhäckselt und gestapelt. Der Rest kommt die nächsten Tage durch einen Baumfäller runter. Da das Grundstück nicht ganz so tief ist die die Bäume hoch sind, muss er alle Bäume mit dem Seil abtragen.

Gefällt wird prinzipiell alles was genehmigungsfrei zulässig ist und unmittelbar eine Gefahr für Gebäude oder Menschen darstellt. Alle Rhododendren bleiben, eine Eibe bleibt, eine etwas größere Buche bleibt und natürlich alle großen rückwärtigen Bäume, da ich für die erstens eine Genehmigung bräuchte, zweitens sichern die mir den Hang und drittens: die sind auch echt schön. Klar, eine so große Eiche braucht aufwendige Pflege und wirft sicher auch viel Laub ab - aber im Sommer unter solch einem geschichtsträchtigen Baum verweilen zu können ist doch geil - oder? :rolleyes::D Außerdem: wenn es mal richtig kriselt: der Stamm ist wohl laut einem Bekannten von mir 15-20.000€ wert. Man sollte drüber nachdenken den Tresor rundherum zu bauen :clap

Bei Regenwetter und Sonntags wenn ich keinen Krach machen kann, räume ich halt weg was ich wegräumen kann und entmülle das Haus. JEDER Raum dort ist zugemüllt. Die Tapeten müssen runter, die Bodenbeläge raus und ich muss sehen wie ich das Stück für Stück dann auch entsorgt bekomme.

Dummerweise ist das Dach über dem Treppenhaus (Pultdach) sehr kaputt und dadurch die komplette hintere Wand abgesoffen und marode. Das Treppenhaus war anfangs aufgrund des Bauschutts kaum begehbar, von draußen drückte ebenfalls der Schutt ins EG. Mittlerweile ist der Schutt draußen auf einem großen Haufen und das Treppenhaus wenigstens begehbar.

Generell will ich erstmal alles ausräumen, das Grundstück drumherum in den Griff bekommen (Gefahrenabwehr betreiben) und dann will ich den Vermesser durchschicken und mich um den ganzen anderen Kram kümmern. Das Dach muss dieses Jahr eigentlich noch werden, ich weiß aber nicht ob ich hierfür eine Baugenehmigun brauche. Wenn ja, dann brauche ich erstmal die Vermessung und Planung für den Rest. Achso... Planung.... Ach ja.... :rolleyes: Ich glaube das erzähle ich euch wann anders - Rom wurd ja auch nicht an einem Tag erbaut....:D

2augen1nase 02.01.2018 01:44

@Oli:

Altlastenverdachtsfläche ja, aber ohne Befund. Die waren vor dem Verkauf da und haben nachgeschaut, aber nichts feststellen können. Es riecht nichts, es gibt nirgends seltsame Flecken und Ablagerungen sind mir auch nicht aufgefallen - außer eben MÜLL OHNE ENDE.... Hab hier mind. 50 Autoreifen rumfliegen und m3-weise Baumischabfall (150€ / to - das wird richtig weh tun...:( )

Steinsäge passt (noch) nicht rein. Aber das geht jetzt zu sehr in die Planung und was ich damit vor habe - nicht mehr jetzt, ich will ins Bett...

Irgendwann demnächst mal, es wird ja früh dunkel...:D




EDIT: Baujahr ist mir unbekannt. Ich schätze es wird so um 1850 / 1860 dort losgegangen sein, eventuell gar früher. So richtig jung sind die Bauten nicht, das merkt man auch an der Machart. Wie gesagt, die Archivanfrage ist raus, ich bin aber auch erst seit ein paar Tagen Eigentümer.... IMMER MIT DER RUHE!!!:brav:

2augen1nase 02.01.2018 01:52

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Das ist übrigens die Hälfte des bisher geschredderten Kleinzeugs und der Haufen Kleinholz von den kleineren Bäumchen die ich bisher weggemacht habe....:eek

Holz hab ich für die nächsten Jahre wohl genug... :D

oliver.bohm 02.01.2018 01:54

Das scheint je mitten in einem Wohngebiet zu liegen..?

Und dort dürft ihr später arbeiten??

Steinbruch....? Kannst Du dort noch abbauen?

2augen1nase 02.01.2018 01:59

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Laut Vorbescheid sollte auf dem Gelände auch ein Brunnen sein. Eigentlich verwunderte mich das, denn direkt angrenzend ist ja der Steinbruch der erheblich tiefer liegt.

Trotzdem habe ich von Anfang an den offenen und vermeintlichen Brunnenschacht gesehen. Nachdem ich neulich da aus Versehen fast eingebrochen bin habe ich gestern mal mit der Hacke rundherum freigemacht - und nicht schlecht gestaunt, als sich der vermeintliche Brunnen als Zisterne herausgestellt hat (Klärgrube liegt woanders).

Habe beim Umweltamt nochmal nachgehakt wo die die Info mit dem Brunnen her haben - nicht dass doch noch einer existiert und ich den unter dem Gestrüpp noch nicht bemerkt habe...

2augen1nase 02.01.2018 02:12

Ach Oli..... du nötigst mich gerade :D


Das Grundstück ist komplett ein Mischgebiet. Ich darf dort arbeiten, allerdings nur unter gewissen Voraussetzungen. Die Wohngebäude sind allesamt schon recht weit weg.

Trotzdem habe ich schon Auflagen die sich gewaschen haben - vor allem Lärmschutzmäßig muss ich einiges dort leisten. Baugenehmigung gibts nur mit Lärmschutzgutachten usw. Ich muss da also schon einen großen Aufwand treiben. Das Wohngebiet ist übrigens weniger problematisch, aber das führt jetzt auch zu sehr ins Detail - ich will nicht alles preisgeben, eigentlich zeige ich hier schon viel zu viel, bin mal gespannt wann die ersten Vandalen und "Schatzjäger" einfallen...


In meinem Gewerk wird schon danach geschaut was ich genau mache. Normalerweise gelte ich als "störendes Gewerbe". Allerdings gibt es Ausnahmeregelungen wenn gewisse Voraussetzungen herrschen. Da ich ohnehin maximal 30% in der Werkstatt arbeite werden die Nachbarn wohl eh kaum was von mir mitbekommen.

Die meisten Gebäude sind ja recht massiv gebaut und durch diese ganzen Anbauten schützen die einen Gebäude ja die anderen.

Schlussendlich - so viel verrate ich jetzt doch noch - wird ein Gebäude abgerissen und an dessen Stelle eine neue Werkhalle entstehen. Aber eben dann auch in massivster Ausführung, zwecks Lärmdämmung. Mal sehen wie sich das alles dort entwickelt - ich hab nur ein Konzept in der Tasche. Kaum Geld, wenig Zeitressourcen und einen Stall voll dringlichster Aufgaben dort.

Es wird eine Gratwanderung und richtig hart werden, dessen bin ich mir sicher. Es besteht auch wirklich die Möglichkeit dass ich mit dem Ding komplett den Bach runtergehe - aber eine andere Wahl habe ich nicht. So hart können einen eben die stadtplanerischen Entscheidungen treffen. In meiner Gegenwart darf sich kein Politiker mehr wundern warum es kaum noch Mittelstand gibt, ich hab ja gar nicht die Möglichkeit zu wachsen als Handwerker. Ständig neue Hiobsbotschaften...

Für mich gabs nur Hop oder Top. Entweder volles Risiko oder Laden dicht machen und sich im Westen was suchen. Zu verlieren habe ich ja nichts wirklich, also probiere ich das jetzt... und wenn´s wirklich schief geht: klar, dann ist das Geheule erstmal groß, aber dann sollte es auch nicht sein. Kann dann immer noch abwandern - sofern ich nicht im Knast lande....:rolleyes:

Sorgnix 02.01.2018 02:42

:rolleyes:

... da hat sich aber einer Arbeit für die nächsten 13 1/2 Jahre angeschafft ... ;)

1.
Eiche??
so zeige er bitte erstmal ein Bild von selbiger ;)
Den aufgerufenen Preis bringt im Höchstfall mal ne Furniereiche.
Aber da muß ALLES passen - was ich bei nem Stadtbaum schon mal von vornherein
ausschließe ... - "Sechser im Lotto" heißt so ein Baum ...
Der m3-Preis für hohe(!) Qualität liegt im Höchstfall bei 500,-- €
Für den nutzbaren Teil des Stammes, eher weniger für die Krone ...
Der Brennholzwert liegt bei 50,-- ...
Und für div. größere Stammdurchmesser muß man erstmal ein Sägewerk finden,
das ein entsprechendes Gatter hat. Die wenigsten können noch dicke
Stämme aufarbeiten ...
... und dann will so ein Baum auch schonend umgelegt werden, wenn er viel
Geld bringen soll. Geht das in der Lage? Kostet ja auch ein wenig. Und das Ding dann vom Grundstück bergen, verladen ...

Wenn Dein Kumpel bereit ist, die Hälfte für den Baum zu geben - gib ihn ihm sofort!
Mehr kannst Du nicht verdienen ... ;)

2.
Bäume fällen.
Stämme ausroden hast Du ja schon angefragt.
Wenn ich die Menge sehe, würde ich der Einfachheit halber alle dicht über dem Boden
abschneiden. Rundum den Stuken vorher vielleicht ein wenig freigraben, dann sägen.
Das mag wg. mir drei Ketten kosten - aber die Dinger sind erstmal weg,
Du kannst übers Gelände fahren ohne hängen zu bleiben.
Um im Boden liegend gammeln die binnen der nächsten 15 Jahre weg - vorher kommst
Du eh nicht an die Außenanlagen ... :rolleyes:
Wenn denn ein Gebäude abgebrochen werden soll, ist ja auch ein Bagger vor Ort.
Der kann die Stubben dann auch leicht ausheben. Svens Rat!

3.
Brunnen?
... wecke keine schlafenden Hunde. Wenn Du den am Ende amtlich versiegeln
sollst, kostet das wieder ...
Es sei denn, Du kriegst ihn als Brauchwasserversorgung durch.

4.
Schutt??
... wenn ich von Zisterne und Klärgrube lese, komme ich da auf dumme Gedanken ... :rolleyes:
So die Gruben nicht für alternative Wasserspeicher genutzt werden sollen, könnte man ja ...
Bei Nacht ... :D - Betonplatte drauf. Gut. ...

5.
die freigelegte Pflasterfläche in Beitrag 8 sieht übrigens sehr schön aus!!
Auf den ersten Bildern wirkte das ja eher wie Urwald - aber so ne Verkehrsfläche
würde sich manch einer wünschen ... :yeap

6.
Efeu.
Weg mit dem Scheiß.
Wie es aussieht, könntest Du Dir ein Gerüst zulegen. So lange wie Du das brauchst,
lohnt wahrscheinlich der Kauf von mind. 200 m2 ...
Sind die Fassaden anfahrbar? Pflaster bis Gebäude??
Dann wäre ja auch ne Scherenbühne was.
... ne Teleskopbühne steht bei mir seltener zur Entsorgung auf der Baustelle rum ...

7.
.... man könnte jetzt gleich zu Dutzenden Kleinbaustellen diskutieren
Ich schlage vor, für jedes wirkliche Thema machst Du einen eigenen Thread auf.


Ich überlege schwer, Dir dafür ein eigenes Forum einzurichten ... :eek ;)
Als Unterforum des Bauforums.


Gruß
Jörg

2augen1nase 02.01.2018 11:11

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Ich habe kein besseres Bild von dem Monstrum, aber auf diesem Bild erkennst du links einen Teil der Eiche.

Ob das Furnierqualität ist kann ich nicht sagen, wohl aber, dass zumindest aktuell bei Eiche gerade die schlechteren Qualitäten extrem gefragt sind - wegen der rustikalen Optik. Aber die Fällung der schönen Eiche steht ohnehin nicht zur Debatte - erstens weil ich sie mag und zweitens weil ich dafür sicherlich keine Genehmigung bekäme.

Bei den Stubben könntest du Recht behalten... aber rausziehen wäre sicherlich auch ne feine Lösung, zumindest bei den kleineren geht das sicherlich recht gut.
An eine Stubbenfräse habe ich ja auch schon gedacht, aber da liegt so viel Müll auf dem Gelände und zwischendrin auch immer mal Steine / alte Betonborde usw. Solange ich nicht weiß was darunter ist, fällt Stubenfräse aus.

Zum Brunnen gibt es eine klare Auflage seitens des Vorbescheides: Entweder in Abstimmung mit dem Amt fachgerecht zurückbauen oder um 30 cm erhöhen und abdeckeln damit kein Dreck ins Grundwasser kommt. Da der vermeintliche Brunnen aber wohl eher eine Zisterne ist, wird das sowieso keine Rolle mehr spielen. Mal sehen was die vom Amt antworten.

Zu den Gruben: Zisterne wird definitiv erhalten, ich bin doch nicht bescheuert und zahle fürs Regenwasser Abwassergebühren und kaufe dann noch teures Brauchwasser für die Werkstatt ein :) Die Klärgrube muss fachgerecht verfüllt werden und da muss ich einen Antrag stellen. Da das Ding bekannt ist, werden die da auch sicherlich danach schauen. Schindluder treibe ich dort nicht, das muss schon sauber laufen mit dem Bau.


Das Pflaster ist scheinbar nur in der Einfahrt vorhanden, zum Haus hin gibt e Gehwegplatten aus Beton und viel mehr habe ich dort noch nicht entdeckt.

Der Bewuchs am und auf dem Haus kommt noch weg. Ich habe das nur noch nicht gekappt, weil das im trockenen Zustand eine richtig schöne Brandlast ist und da ich noch nicht weiß wann ich dazu komme, bleibt das erstmal so wie es ist.

Gerüst haste auch fast recht, nur sind es rechnerisch ca. 250m2 die ich bräuchte. Kaufen möchte ich eines, nur fündig bin ich noch nicht geworden, die Preise schwanken ganz schön... Mit Hubbühne kommt man da zumindest aktuell recht schwer dran. Ich weiß auch nicht ob die für "Waldboden" wirklich so geeignet sind. Das Haus ist nicht so hoch, da käme man auch mit ner großen Leiter noch halbwegs zurecht.


Ob es gleich ein Unterforum sein muss... gib der Sache mal Zeit und lass mal sehen wie sich das entwickelt. Ich bin noch ganz kirre von der Kaufaktion und will mich da gaaaaaanz langsaaaam rantasten.


Übrigens kam heute prompt die Antwort vom Baugenehmigungsamt: Dach Neubau ist nur mit Genehmigung drin. Da das Dach über dem Treppenhaus echt nicht gut aussieht, muss ich mir also erstmal ne andere Variante ausdenken (große LKW Plane oder sowas vielleicht...)

Liebe Grüße!

Frank Enstein 02.01.2018 11:43

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OT, wenn dir mal so ein DDR Werkzeugschrank unterkommt--->meld. Danke

Frank Enstein 02.01.2018 11:46

Für den Holzwert:http://www.edelholzverkauf.de/Kein-A...zeln:_:30.html

2augen1nase 02.01.2018 12:00

Also Axel.... Glaubst du denn im Ernst, wenn ich so einen schönen Schrank fände, dass ich das hier breit treten würde? :uii

Höchstens um Neid zu erwecken - aber so bin ich eigentlich gar nicht gestrickt :uii

Danke für den Link. Die Aussage kam von einem befreundeten Galabaumeister mit Studium, allerdings ohne den Baum live zu sehen. Da der eh stehen bleibt, ist mir der Wert egal, ich freue mich über den Baum - was anderes bleibt mir auch nicht übrig.

Wenn er doch mal fallen müsste, würde ich den ohnehin selbst zu Brettern schneiden lassen und einlagern, da kann man schöne Möbel draus bauen:yeap

Sorgnix 02.01.2018 13:34

... von den netten Werkzeugregalen standen früher z.B. massig in Malachit rum.
Der "Verwalter", der die Anlage dann restlos gefleddeert hat, wollte sie schon nicht rausrücken ...
Am Ende wurden sie wohl auch "verschrottet" ... :spank:
Aber das ist NEBENthema! - mach ein eigenes mit Suchanzeige auf :neenee


Till,
Deine Eiche hat den Wert von Brennholz ... :rolleyes:
Die ersten 5 m vom Stamm vielleicht nicht - aber mit dem Ding sind keine
Reichtümer zu erben. Schätze (!!) ich mal, so aus der Entfernung ;)
"Nackich" würde ich das Grundstück aber eh auch nicht machen :yeap
Ein wenig Schatten muß sein. Optik eh.
(... und Axel LESE mal den Text auf seiner selbst verlinkten Seite ... :clap :D )


Stubbenfräsen - zumindest "richtige" - sind für solche Böden gemacht!
Steine sind nie zu verhindern. Und "große" Sachen sollte man vorher "sehen" ... ;)


Genehmigungsantrag fürs Dach??
Bei "Neubau" sicher!
Da es ja meist mit ner Form- bzw. Ansichtsveränderung einher läuft.
Aber was Du machst, ist doch eine "Instandsetzung"!
Das ist doch eine Frage der Auslegung der Bauordnung.
... oder wollen die glatt einen Bauantrag, wenn Du z.B. alte Tonziegel gegen neue austauscht???
(wenn sie nicht grad Rosa sind und vorher Schwarz waren ...)

Mag ich nicht glauben ... :grbl

Dann wäre ja jede "Notmaßnahme" zur anständigen Dachabdichtung Antragspflichtig ...
... man wird doch noch einen Sparren austauschen dürfen, ein wenig Schalung und Pappe neu machen ...


Gruß
Jörg

Sorgnix 02.01.2018 14:28

Zitat:

Zitat von 2augen1nase (Beitrag 926376)
Übrigens kam heute prompt die Antwort vom Baugenehmigungsamt: Dach Neubau ist nur mit Genehmigung drin. Da das Dach über dem Treppenhaus echt nicht gut aussieht, muss ich mir also erstmal ne andere Variante ausdenken (große LKW Plane oder sowas vielleicht...)
!


:grbl

... wie in meinem letzten Beitrag schon gesagt:
Das ist doch Auslegungssache.
"Neubau" - oder Instandsetzung ... :rolleyes:

Ich hab mir grad mal die => Sächsische Bauordnung rausgekramt.
... das ist scheinbar eine der "längeren" - die wollen ja alles regeln ... :cry

Aber:

=> § 63a -Genehmigungsfreie Vorhaben

(ich schnipsel mal zusammen)

Zitat:


(1)
Keiner Baugenehmigung bedarf die Errichtung und Änderung folgender baulicher Anlagen, anderer Anlagen und Einrichtungen:

...

10.Bauteile
a) unwesentliche bauliche Änderungen an Fassaden und Dächern von Gebäuden, bei denen dadurch
das äußere Erscheinungsbild nicht wesentlich verändert wird,

...
e) Dächer von fertiggestellten Wohngebäuden einschließlich der Dachkonstruktion ohne Änderung der bisherigen äußeren Abmessung,


(4)
Instandsetzungs- und Instandhaltungsarbeiten bedürfen keiner Baugenehmigung. (!!!!)

... folglich sehe ich da jetzt keinen Grund, sich erstmal mit Folien abplagen zu wollen.
Moder raus, Sparren u. Schalung neu, wg. mir gleich gedämmt, und neue Pappe drauf.
Das ist doch klassische Instandhaltung/Instandsetzung.



Dazu noch hat JEDES Gesetz einen Bereich, wo es sich mit sich selbst aushebeln läßt ...

=>

Zitat:

§ 68 Ausnahmen und Befreiungen
(1) Die Bauaufsichtsbehörde kann Ausnahmen von Vorschriften dieses Gesetzes und von Vorschriften aufgrund dieses Gesetzes, die als Sollvorschriften aufgestellt sind oder in denen Ausnahmen vorgesehen sind, gestatten, wenn die Ausnahmen mit den öffentlichen Belangen vereinbar sind und die
festgelegten Voraussetzungen vorliegen.

...
(3)
2. die Durchführung der Vorschrift im Einzelfall zu einer offenbar nicht beabsichtigten Härte führen würde und die Abweichung mit den öffentlichen Belangen vereinbar ist; eine nicht beabsichtigte Härte liegt auch dann vor, wenn auf andere Weise dem Zweck einer technischen Anforderung in diesem Gesetz oder in Vorschriften aufgrund dieses Gesetzes nachweislich entsprochen wird.
... also "Pleite" bzw. extreme kurzfristige finanzielle Belastung würde ich als "Härte" auslegen ...
Es geht bei der Sicherung des Daches ja auch um Werterhalt und Zeitgewinn.
Zeitgewinn bis zur "richtigen" Sanierung.
... wie lange das am Ende dauert, ist ja auch wieder Auslegungssache ( :D ;) )


... und wenn - für dieses TRH-Dach gesondert gesehen - für eine Baumaßnahme am Ende
die verlangte Planung und Beantragung durch einen Vorlageberechtigten MEHR kostet,
als die eigentliche Sanierungsleistung selbst,
dann empfinde ich das auch als "Hart" ...

Folglich würde ich die gesamte Baumaßnahme erstmal nach solchen nichtgenehmigungsplfichtigen
Arbeiten durchsuchen und diese schön in ner Tabelle auflisten.
Dann kanst Du die nötigsten Arbeiten schon mal beginnen - ohne auf irgendwelche
Genehmigungsprozeduren Rücksicht nehmen zu müssen.
Da kann sich der Planer dann mit den für ihn (und Dich) wichtigen Arbeiten beschäftigten ...


... das hilft auch am Ende bei der Abrechnung mit dem Architekten!
Denn der rechnet gern nach Gesamtbausumme und anrechenbaren Kosten ab ...
Ruck-Zuck will der Kohle für Sachen, für die er nicht erforderlich war bzw. schmückt
sich da am Ende mit fremden Federn ... :eek ;)



Mehr erstmal nicht.
Wäre ja vielleicht was für einen längerfristigen Beratungstermin mit Honorarforderung ... :eek :p


Gruß
Jörg

Niklot 02.01.2018 14:39

Da hat sich aber jemand ein fettes Ei gelegt, da wartet ne Menge Arbeit auf dich, aber wenn man das alles verfolgt hat, dann war es ja absehbar.

Wie du das alles gestalten willst, um es dann wie zu nutzen, das scheint noch nicht klar zu sein, doch auch egal wie welche Entscheidung ausfallen wird, da musste klotzen und nich kleckern damit das was wird mit dem Traum vom eigenen "Objekt".

Ich würde mich dann mal ausloggen hier und anfangen die Ärmel hochzukrempeln, du hast viel zu tun und wenn du das allein in 13,5 Jahren schaffen willst, dann mal los,
alles wird gut!!!

Sorgnix 02.01.2018 14:54

Hier fehlen jetzt einige Beiträge zum Thema "Werkzeugschrank".
Das ist NICHT Themenzugehörig! :nono

Für Werkzeugschränke geht es => HIER weiter! ;)

Danke
Jörg

ogrikaze 02.01.2018 14:57

Also Till, mit dem Bauamt hab ich ja auch meinen Spaß durch:rolleyes: 1 Jahr für eine Baugenehmigung "Umbau eines Einfamilienhauses mit Neuerrichtung einer Dachgaube" Ständig kurz vor Ablauf der Bearbeitungsfrist eine neue Forderung/Auflageroar
Bei uns zumindest sind teilweise echt unfähige Personen am Steuerhebel, einige Sachen würde ich heute anders angehen. Ich wollte aber auch wie Du alles sauber haben....
Eigentlich interessiert die nur Dein "Bestes"...Geld. Und wenn Du vieles in Eigenleistung, bzw. mit Freunden machen willst ( davon gehe ich aus), dann denk schonmal an die BG zwecks mithelfender Personen, die halten da auch schön die Hand auf:cry alles dokumentieren, sonst wirst Du geschätzt....
Respekt für Dein Vorhaben:yeap, dachte nur ich bin bekloppt:lol

Grubenmolch 02.01.2018 19:00

Hallo Till!
 
Ich weiß ja das du ein Fabile für Ruinen und marodes hast... :rolleyes:

Aber muß es gleich sooo marode sein?

Kann ja verstehen das du was eigenes haben möchtest. Und deine jetzige Bleibe wäre auch nicht für die Ewigkeit.

Aber soo ein Objekt?!? Noch neben dem "Beruf" zum Geldverdienen?!?

Hut ab vor deinem Mut! Aber bist ja noch jung. Und hast noch viel Zeit.

Ich drück dir die Daumen fürs Vorhaben! :yeap

Gruß Grubenmolch.

Grubenmolch 02.01.2018 19:03

P.S. Der Fred hier wird ein Bestseller! Und immer dran denken:
WIR WOLLEN BILDER!!!

Gruß Grubenmolch.

DericMV 02.01.2018 19:15

Zitat:

Zitat von Grubenmolch (Beitrag 926414)
P.S. Der Fred hier wird ein Bestseller!
....

Gruß Grubenmolch.

:D Das denke ich auch.

@Jörg, evtl. spendierst Du ihm wirklich eine eigene Unterrubrik.
Da kann er dann seine verschiedenen "Inangriffnahmen" in einzelnen Threads aufführen.
Wird sicherlich interessant das Projekt zu verfolgen und die Flut unterschiedlicher Meinungen wird auch nicht ausbleiben.
Da profitieren Bauherr und Zuschauer.

Die Entscheidung zur Veröffentlichung liegt natürlich bei Till.

@Till, ich bewundere Deinen Elan und Mut. Viel Erfolg ! :yeap

oliver.bohm 02.01.2018 21:54

Zum Thema Eiche:

...wenn die vor 1945 gestanden hat, denke ich da an Splitter und Projektile..

Bei Eiche gut an schwarzen Verfärbungen (Gerbsäure) zu erkennen , allerdings erst beim sägen...

Aber man kann mit dem Detektor rum...


Mein Angebot gilt... von Freitag Abend bis Sonntag , wenn ich Zeit habe..

Forumsarbeitseinsatz..... Schutt raus , Grünzeug weg... Flickarbeiten..

2augen1nase 02.01.2018 22:15

Oha, das schlägt ja ganz schöne Wellen.... Wo soll ich denn jetzt mit dem Antworten anfangen???:cry

Stück für Stück:

Baugenehmigung: Sicherlich gibt es da Schlupflöcher - aber warum soll ich herumlügen, was nützt mir das am Ende? Das Dach iüberm Treppenhaus st aus jetziger Sicht einfach rott - da ist nix mehr mit Balken anschuhen, wobei man ja auch berücksichtigen muss, dass heutzutage ganz andere Belastungen gerechnet werden.
Ich versuche das positiv zu sehen: dann renne ich nicht gleich total nervös herum, sondern mache erstmal ne Plane drüber und sehe weiter. Später wird es dann einen Gesamtplan geben wo man dann Stück für Stück abarbeitet. In der Zwischenzeit spart man sich das Geld zusammen oder besorgt sich vielleicht schon das Material...

Ohnehin kann ich mir gut vorstellen, dass der Statiker bei dem Zustand der Wand ohnehin da oben einen Ringanker sehen will, was größere Umbaumassnahmen dort zur Folge hätte (Gesimse runter, Mauerwerk ertüchtigen, Ringanker betonieren, Gesimse wieder drauf - ein großes Projekt, auch für 20m2 Dachfläche.

Zur Not kann man ja mal probieren das über ne Art Ausnahme laufen zu lassen, ich werde ja sehen wie sich das alles entwickelt - an Arbeit mangelt es ja momentan noch nicht :rolleyes:


@ Sven: Danke nochmal für den Hinweis mit der BG. Ich halte es zwar für unwahrscheinlich, dass bei mir Freunde mitarbeiten werden, trotzdem ist es gut zu wissen dass man das dokumentieren sollte.

@ Rest: nanana! Soooo rott ist das noch lange nicht - da hatte ich ganz andere Projekte in der engeren Wahl. Klar gibts da viel zu tun, aber ich bin ein fleißiger Mensch und irgendwie wird´s schon werden. Ich hab ja eh keine andere Wahl. Es gab keine Alternative - und schon gar keine andere die finanzierbar gewesen wäre...

Ach ja, zum Thema Finanzen, damit das auch gleich geklärt ist:

Meine Hausbank war aufgrund meiner Zahlen bereit mir 200.000€ als Kredit zu geben - allerdings nur für Maschinen und Anlagen ODER ein sofort nutzbares Objekt. Alles andere, auch für viel weniger Geld, wollte Sie nicht finanzieren.

Die andere Bank gab mir quasi eine Freigabe bis 50.000€ - ohne Sicherheiten, nur basierend auf meinen Zahlen und das trotzdem auch zu nem fairen Zins. Auch eine andere Bank konnte da nicht mithalten.

Für das Budenkombinat muss ich die 50.000€ nicht mal ganz ausreizen, so gesehen ist das ein überschaubares Risiko was ich auf jeden Fall finanzieren kann. Trotzdem schränkt es mich natürlich ein, ich zahle zukünftig dann ca. 6000€ pro Jahr zurück - das wird schon ein harter Einschnitt, aber ich weiß ja wofür.

Wie ich den Rest bezahlen werde, davon hab ich noch gar keine Vorstellung. Ich lass das einfach auf mich zukommen und so bescheuert das auch klingt: Ich hab gar keine andere Wahl. :eek

Erst in einigen Jahren werde ich wissen ob das alles richtig und gut war und ob das funktioniert.


Übrigens: Das ist einer der Vorteile des Budenkombinats: Ich kann in sehr kleinen Schritten arbeiten. 50m2 Werkstattdach sollten keine Hürde sein, nochmal einige m2 Nebendächer auch nicht, genauso wie 20m2 Treppenhausdach. Ich kann das Stückchen für Stückchen angehen und ich denke so könnte das schon auch funktionieren.

@ Grubenmolch:

Das mit den Bildern mache ich Stück für Stück sowieso zwecks Dokumentation. Nur eben nicht immer mit der guten Kamera. Wenn der ganze Müll mal raus ist gehe ich aber mal durch, dann lohnt sich das wenigstens so als Zwischenschritt. :-)


Grüße + danke für eueren guten Wünsche!:freu

2augen1nase 02.01.2018 22:18

@ Oli:

Danke für dein Angebot, irgendwann wird das schon mal kommen, dann aber wohl eher eine Art Forentreffen mit Grillen und so...

Von der Tresoraktion bin ich echt geheilt wenn es darum geht mehr als 2 Mann mit Arbeit zu versorgen :freu

Im Keller liegt noch die Heckklappe von einem Auto... VW Passat oder sowas... uralt. Falls du als Karosserieschmied sowas brauchen kannst?:confused

oliver.bohm 02.01.2018 22:24

Mach mal ein Foto von dem Teil...:rolleyes:

Grubenmolch 02.01.2018 22:46

:freu
Zitat Olli:

"Mein Angebot gilt... von Freitag Abend bis Sonntag , wenn ich Zeit habe..

Forumsarbeitseinsatz..... Schutt raus , Grünzeug weg... Flickarbeiten.. "

Da scheint wer nicht ausgelastet zu sein?!? :eek :suspekt:

Ja... hätte doch damals der Ogri N.s Freundinn........ :grbl :iron

@Till: Ich melde mich schon mal fürs Frühjahr NACH Feierabend zum grillen an! :Proscht
Und unterstütz dich bei der Fotodoku! :freu

Spaßbeiträge aus!
Ab jetzt nur noch fachliche Diskussion! :spank:
Meint Grubenmolch.

2augen1nase 02.01.2018 23:01

Einen Kommentar hab ich noch vergessen zu beantworten:

@ Niklot:

Es gibt ein klares Konzept für das Areal, keine Sorge. Ich hatte nur gestern dann auch keine Muße mehr, dass im Detail zu erklären. Hab ich heute auch nicht, daher ganz grob:

- Das Haus rechts vom Treppenhaus soll abgerissen werden
- Anstelle des Wohnhauses wird auf halber länger aber etwas breiter eine neue Werkhalle entstehen (3m Grenzabstand, ungefähr die Breite der Garage
- Vor der Werkhalle entstehen Parkflächen / Lagerflächen / Rangierraum
- Das Hinterhaus wird mit Ausnahme eines Raums (der vom Hinterhof zu begehen ist) komplett einer Werkstattnutzung zugeführt:
EG= Verkehrsfläche zur hinteren Werkhalle, Metallwerkstatt und Kompressorraum / Absauganlage
1.OG: Plastische Werkstatt / Holzwerkstatt
- hintere Werkhalle: Steinmetzwerkstatt
- neue Werkhalle: Brückensäge
- Garage: LkW bzw. Durchfahrt zur Steinmetzwerkstatt
- altes Fasslager: Lagerraum für Mörtel / Gerüst / Leitern / Staplergarage
-Hühnerstall wird abgerissen zugunsten einer möglichen Durchfahrt zum "Trockenlager"
- "Trockenlager" = Lager für fertige Arbeiten / Aufträge
- Villa links neben TH: EG= Büronutzung / Warmlager, 1.OG Wohnnutzung, DG= Turmzimmer als Gästezimmer, Rest entweder Kaltdach oder evtl. auch Wohnnutzung (abhängig vom Zuwachs)

- Aussenbereich Straßenseite: Ausstellungsfläche / Steinlager
- Aussenbereich neben Eiche: Steinlager / Holzlager
- Aussenbereich Rest: Park mit Terrasse zum schön sitzen.
- Keller Villa: Haustechnik / Pufferspeicher usw.
- Keller (Kriechgang) Hinterhaus: Abdeckelung, Nutzung als Klärgrube für Brückensäge und Abdeckelung mit befahrbarem Boden, aktuell liegen dort nur dicke Steinplatten drüber, die die Last nicht tragen können.

Das erstmal dazu.

Zur Umsetzung:

Ich hege den Wunsch einen richtig guten Neubau dort hinzustellen. Nach alter Tradition errichtet (also aus den Altziegeln vom Abbruch, Kalk, Sand usw) mit richtig dicken Wänden und einer modern gestalteten Fassade - die aber aus den gleichen Materialien bestehen soll wie die Fassade der Villa ( Naturstein, Putzflächen etc.)

Ich habe der Architektin schon gesagt: das soll wettbewerbsfähig sein - im Sinne eines Architekturwettbewerbs.:yeap

Der Rest soll natürlich wieder in den Ursprungszustand versetzt werden - was für sich genommen schon ein Kunststück wird.

@ Jörg:

Aus diesem Grund wird es da keinen Baggerabriss geben. Erstens steckt in dem Haus massig Naturstein und zweitens will ich das brauchbare Baumaterial für die Sanierung und den Neubau wiederverwenden.

Davon abgesehen muss ich vor dem Abbruch erstmal irgendwie die zukünftige Giebelwand anbinden - das wird gar nicht so einfach werden. Da das abzubrechende Haus ja scheinbar als erster Bau stand (zumindest im EG) und die Treppenhausrückwand nur alle paar Schichten mal eingebunden wurde, muss ich mir da ernsthaft Gedanken machen - wobei, vielmehr der Statiker muss sich da Gedanken machen. Zwar binden die Treppenstufen alle ein, aber die Bögen der Treppen entlasten auf die Wand des Anbaus....

Argh, ich gehe schon wieder viel zu sehr ins Detail. Gut jetzt, muss noch Bürokram machen... :give me a

Wollte ja nur sagen: Es gibt eine ganz klare Vorstellung von der zukünftigen Nutzung und das ist die halbe Miete - und wurde auch so im Vorbescheid abgenickt.

2augen1nase 02.01.2018 23:06

@ Uwe: Du kannst jederzeit zum Fotofieren kommen... Solange ich meine Arbeit machen kann....:freu

oliver.bohm 02.01.2018 23:11

Zum Thema Innen/Wandbemalung..

Wenn du deine Kontakte bemühst..:

Ich habe noch schwach erkennbare Reste meiner Flurbemalung.

Vllt. haben sie einen Typ zur Erkennbarmachung .. Anfeuchten hatte nicht viel gebracht..

*OT-Modus aus*

2augen1nase 04.01.2018 20:36

Vorher
 
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Heute war die erste große Baumfällaktion... Der helle Wahnsinn....:eek

2augen1nase 04.01.2018 20:39

Zwischendurch
 
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Dieser Typ ist echt der Wahnsinn, man glaubt kaum wie schnell der so einen Baum wegmacht...:eek

2augen1nase 04.01.2018 20:43

Zwischenergebnis
 
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Der verrückte hat heute 4 größere Bäume runtergefällt und zum Ende des Tages mit mir zusammen nochmal 6 oder 7 kleinen Wildwuchs umgelegt. Der Kleinkram ging nur mit Seil, daher habe ich den noch nicht alleine umgemacht.

Der Holzhaufen stammt von 2 Lärchen und einer Buche. Eine Linde liegt noch in Einzelteilen unter der Tanne... Ich hab jetzt erstmal ne ganze Menge zu beräumen, wird lustig werden... :uii

oliver.bohm 04.01.2018 21:23

Pass auf, das sie dir dein neuen Brennholz nicht klauen...!:)

Da du ja auch einen Kamin hast, wäre das sehr ärgerlich..

2augen1nase 04.01.2018 21:56

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Ich hab gestern und vorgestern einen Teil des Holzes gespalten was ich mir dieses Jahr habe liefern lassen... rausgekommen sind 6 große Kisten voller gespaltenem Holz. Hinzu kommen noch die zehn Kisten die ich schon gemacht habe - und ich habe immer noch in der Firma ca. 1m3 Meterstücke zu spalten und ebenfalls so viel dünnere Bäumchen zu verarbeiten - da will ich mir aber ne Wippsäge für anschaffen...

Abgesehen davon sind die Rollen ochsenschwer, kann mir kaum vorstellen dass die jemand wegnimmt.

In der Fabrik meines Bekannten habe ich auch noch 2 m3 Kleinholz rumliegen... also mein Holzvorrat ist für die nächsten 4-5 Jahre sicherlich gedeckt, vor allem bei so warmen Wintern...:eek:uii

2augen1nase 04.01.2018 22:00

Feuerholz...
 
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...kann man sicherlich nieee genug haben, aber im Moment stehts mir schon zum Halse... :freu

Und: ich hab mir das Zeug ja nicht gerade erbettelt... kam im Tagesgeschäft quasi dazu, außer die bestellten Walzen mit denen ich eigentlich 1-2 Jahre heizen wollte... Ich überlege ob ich meinen Kohleofen doch mal für Holz umbaue (hab da Schamotteplatten zum reinlegen) und den Kachelofen nur noch mit Holz feuere... wobei das ein tüchtiges Geschleppe wird - wovon ich ja im Alltag auch genug habe...:eek:give me a


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