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2augen1nase 17.02.2018 01:21

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.... und weil es so schön ist nochmal "nacksches" Dach und Erdhaufen....:dance


(und der Erdhaufen wirkt auf dem Bild leider so mächtig klein... glaubt einem kein Mensch was da oben für Massen drauf waren, zumal ich den Dreck der Garage über die Attika nach vorne direkt geschippt habe...)

2augen1nase 17.02.2018 01:30

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Zwischendurch ergab es sich dann mal Material zu meiner Baustelle zu transportieren - ich muss ja langsam umziehen, dazu aber später vielleicht mehr.

Bei der Gelegenheit haben wir dann auch mal ein paar Bauzaunfelder geholt die ich dann nach einer Bauzaunfuss-Besorg-Aktion auch erfolgreich aufstellen konnte. Mittlerweile sind sogar die Schellen vollzählig:D

Damit ich den Bauzaun später nicht nochmal abbauen muss, habe ich vor dem Aufstellen auch mal den Grünstreifen "gereinigt" - also das aufliegende Laub-Müll-Gemisch abgezogen und neben den Container gepackt - auf der Fläche kamen da auch nochmal gut und gerne 2m3 zusammen (wenn´s reicht) und nur aus dem Haufen habe ich geschlagene 3 !!! Schubkarren Müll aussortiert.... Vorwiegend Verpackungskram, aber es kamen auch jede Menge Flaschen aller Größen, Damenbinden, Windeln, Socken und eine Personenwaage zum Vorschein. Ausserdem in Plastesäckchen eingepackte und aufgetaute Tiefkühlware (Schade, dass es keine Geruchsoption hier gibt, das hätte euch gefetzt:D) und sogar ein Glas Oliven - die sahen sogar noch gut aus...:uii

Mal im Ernst: der Müll wird größtenteils aus den parkenden Autos stammen oder von den Autofahrern die das schlichtweg aus dem Fenster feuern. Auch wenn ich nicht glaube, dass hier im Forum solche Schweine unterwegs sind: Ich habe 5!!! Stunden den Rotz aussortiert - also denkt nächstes Mal dran, der Kram verrottet nicht... :uii Übrigens: Die nächste Bushaltestelle nebst öffentlichem Mülleimer ist keine 60m entfernt....:neenee

Sorgnix 17.02.2018 01:34

Glückwunsch! :yeap

innenliegende Kehle ist zwar Sch... - aber nun ist sie ja sauber.
Regelmäßig kontrollieren.

Die Leiter scheint´s ja überlebt zu haben. ;)


... und das Pflaster vor den Garagen sieht SCHÖN aus! :yeap

Da schmeckt das Feierabendbier ... :Proscht ;)


Gruß
Jörg

2augen1nase 17.02.2018 01:43

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So... und gestern wurde der prallvolle Erde/Laub Container geholt und ich habe eeeeeendlich meinen 20m3 Container bekommen für den ganzen Müll aus dem Haus...

Den habe ich gleich zu 3/4 gefüllt - ich hatte ja schon gut vorbereitet - auf dem Bild ist allerdings ein frühes Stadium zu sehen... Was da alles drin steckt verschweige ich lieber, ich sage nur: der Ekelkram ist weg.

Dieses WE steht dann der Rest an, es gibt noch zahlreiche Bodenbeläge zu entfernen und dort reinzupacken und da mein Aufruf bei FB von meinen Freunden entweder übersehen oder wohl eher ignoriert wurde sage ich das auch hier nochmal:

Über ne helfende Hand würde ich mich sehr freuen dieses WE - nicht nur wegen der Hilfe, vor allem auch wegen der Gesellschaft. Macht zu zweit oder zu dritt einfach mehr Spaß :D

So kurzfristig rechne ich zwar nicht mit Hilfe, aber wer weiß, vielleicht hat der Grubenmolch ja spontan Lust und Zeit auf ne "Urbex-Tour" ? :uii

Für Montag ist dann der Holz A4 Container geordert, da wandern dann alle Spanplatten, lackierten Hölzer usw. rein. Auch das will ich dieses WE vorbereiten. Im EG auf der linken Hausseite habe ich bereits alle Böden entfernt, im 1.OG links liegt nur noch in einem Raum Linoleum und die andere Haushälfte ist (fast) noch komplett zu machen - wobei das eigentlich gut von der Hand geht, ist jetzt keine Schwerstarbeit...:brav:


Tja und nun noch zu meinem Umzug:

Wir haben diese Woche erfahren, dass wir unser aktuelles Firmengelände binnen 1 1/2 Jahren beräumen müssen... das ist natürlich eine völlig andere Angabe als die, die uns vor dem Verkauf zugesichert wurde (da war die Rede von 3-4 Jahren, vielleicht 5) - aber es nützt ja nix. In der kurzen Zeit werde ich da wohl nicht mehr schaffen, als die eine Werkhalle halbwegs nutzbar zu machen, so gesehen: Jede helfende Hand ist willkommen, aktuell kann ich dort aber weder Klo noch fließend Wasser noch Snacks bieten - dafür gibts aber ne Tanke um die Ecke und BoWuBrö / Kaffee usw. wird auf jeden Fall gesponsort!:brav:

Ich gelobige da aber Besserung, bis aber die ganzen "richtigen" Arbeiten losgehen können muss ich erstmal beräumt haben, sonst kommt kein Vermesser, dann gibts keinen Plan und niemanden der dazu was entwerfen kann usw.... ein eeeelend langer Rattenschwanz...

Ich melde mich wieder - irgendwann... :uii


Liebe Grüße!

2augen1nase 17.02.2018 01:46

Achso... es gibt noch Neuigkeiten zu den Erbauern:

Es handelt sich um die Gebrüder Dost. Diese waren wohl "Steinsetzermeister", einer aus der Familie war ein Architekt und ein Teil der Familie betrieb im Umland eine Baufirma. Die Gebrüder Dost betrieben einen Steinbruch in der Nähe - so gesehen bin ich als Steinmetz wohl der richtige Nachfolger an der Stelle und es klären sich für mich auch viele Dinge - wie zum Beispiel das Hinterhaus, welches komplett aus Naturstein errichtet wurde...

Laut Stadtarchiv gibt es seit 1867 einen Eintrag in das Brandkataster, womöglich handelt es sich da um das Baujahr.

Einsehen kann ich die Unterlagen allerdings erst ab dem 20.2. - und das werde ich auf jeeeeden Fall machen - und euch berichten!


Liebe Grüße!:dance

Sorgnix 17.02.2018 01:49

Zitat:

Zitat von 2augen1nase (Beitrag 929464)
... und da mein Aufruf bei FB von meinen Freunden entweder übersehen oder wohl eher ignoriert wurde sage ich das auch hier nochmal:

:clap

Es soll ja Leute geben, die boykottieren den Verein "FB" ... ;)
Folglich können sie auch von nix was wissen ... :rolleyes:

J.

2augen1nase 17.02.2018 01:53

Naja, die meisten meiner mich direkt umgebenden Freunde boykottieren das nicht, so gesehen war das der erste Anlauf...

Sven ist schon verplant und ich erwarte ja auch gar nicht dass jemand spontan Zeit hat und vor allem auch Bock auf so ne Aktion hat...

Nützt ja aber alles nix, fragen kostet nix und es wird sicher auch nächstes WE noch genuuuug Arbeit geben... Ich bin halt jetzt extrem unter Zeitdruck und muss die Bude beräumen damit der Vermesser loslegen kann... Hängt im Moment alles daran...

Grubenmolch 17.02.2018 13:30

Hi Till.
Lust zu ner „Urbextour“ hab ich jeder Zeit. Aber nu haste schon mit der Beräumung angefangen....
Daher ist das Objekt nicht mehr authentisch und damit uninteressant! 😂


Z.Z bin ich leider die ganze Woche (inklusive WE!) arbeitsmäßig unteRwegs...
Tut mir leid! Aber nochmals Respekt vor deinem Projekt!

Gruß Grubenmolch.

2augen1nase 17.02.2018 21:27

Respekt räumt mir ne die Bude aus, aber danke :bussl

So richtig für Urbex geeignet ist das Objekt auch nicht, zwar schön verschachtelt, aber generell ziemlich leer. Der Müll der dort lag war jedenfalls nicht sehr viel ansehnlicher als das jetzt halbwegs beräumte Objekt...


Ja... ich habe heute so ziemlich alle Fussbodenbeläge entfernt, zum Vorschein kamen im gesamten EG vergammelte und zerbröselte Spanplatten - nochmals bedauere ich es sehr, dass es kein "Geruchsinternet" gibt - das hätte dem Thread eine passende Würze gegeben...:rolleyes:


Tja, nützt nix, der Boden muss auch raus, am besten gleich samt der alten Schüttung bis auf die OK der Kappengewölbe. Wusste ich zwar vorher schon dass ich da irgendwann mal ran muss, aber jetzt hat alles endgültig nachgegeben - und das Zeug gammelt.


Ne Gipsdecke hab ich heute auch noch entfernt, dann war es zu dunkel um noch Bilder zu machen. Voll ist der Container noch nicht, scheinbar haben die Bodenbeläge den Müll darunter immer weiter komprimiert...

Wenn irgendwer nen Tipp hat zu fähigen und bezahlbaren "Entkernern" - bitte per PN an mich... muss echt sehen, dass ich da langsam mal Fahrt aufnehme, alleine wird es in der kurzen Zeit nicht gehen...:rolleyes::eek:(

Ikognito 17.02.2018 23:47

Vlt wär das ne Idee? :D

https://www.youtube.com/watch?v=ZGIIjpkAwuU

2augen1nase 18.02.2018 19:01

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Nix gegen unsere fleißigen osteuropäischen Mitbewerber - aber solche "Konsorten" will ich dort nicht haben - da habe ich andernorts sehr schlechte Erfahrungen gesammelt.

Heute hab ich den Container nahezu voll gemacht - zum Schluss wirklich nur noch die allergrößten Sachen die ich direkt packen konnte, Feinreinigung kommt dann noch irgendwann später, hauptsache die erste Fuhre ist erstmal weg.

Vom Dachboden kam noch jede Menge Bodenbelag - und da musste ich mich schon echt überwinden... Im Badezimmer kam ne schöne Gussbadewanne zum Vorschein, die werde ich gleich umnutzen für meine Firma - richtig stabiles Teil :freu... Leider auch hundeschwer, alleine bekomme ich die Wanne nicht ins EG.

Tja und bissl Hausschwamm habe ich scheinbar auch gefunden - zumindest irgend ein holzzerstörender Pilz. Da die Decke in dem Bereich ohnehin ausgetauscht werden muss, hab ich das gelassen genommen. Scheinbar lief in der Decke das Abflussrohr der Wanne - da brauch man sich natürlich nicht wundern. :rolleyes:

Mal sehen, eventuell bekomme ich demnächst Unterstützung. Im EG kam ja unter dem Belag eine rauhe Menge halb verrotteter Spanplatten zum Vorschein, die will ich schnellstmöglich raus haben.

Im Turmzimmer wurde unter dem PVC Belag aus Linoleumresten der Untergrund wohl begradigt oder so, das Linoleum war in jedem Raum anders, so schön wie auf dem Bild zu sehen aber nirgends - davon hab ich auch ein Stückchen aufgehoben :yeap

Sorgnix 18.02.2018 19:18

:rolleyes:

:grbl

... nach solchen Arbeitstagen ist man doch froh, wenn man so ne Wanne hat ... :D ;)

Du müßtest Sie nur anschließen und füllen ... ;)


leichtnachfühlend
Gruß
Jörg

Zappo 18.02.2018 19:29

WO ist das eigentlich - so ungefähr? Oder hab ich das überlesen?

Gruß Zappo

Sir Quickly 18.02.2018 19:41

Ich tippe mal stark auf Chemnitz.

2augen1nase 18.02.2018 19:46

Ja, in Chemnitz... zum Glück in der Nähe meiner Wohnung - in der ich eine wunderbare Plastewanne habe, die bereits gefüllt ist und nach rotem Mohn duftet :yeap

Bin mal gespannt ob ich das alles schaffe... 1 1/2 Jahre sind ne verdammt kurze Zeit... hab ich alleine für meine Wohnungssanierung gebraucht...

Na mal sehen...:rolleyes:

2augen1nase 20.02.2018 22:45

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Ich kämpfe weiter...

Anbei mal ein Bild als Beispiel für das gesamte EG...

Völlig durchmorschter Holzboden auf Steinen mit einer Lage feinst gammeliger DDR Spanplatten (was damals schon nicht zulässig war...)


Der Haufen ist schon weg, es war dann aber zu dunkel zum Knipsen.

Freitag wird das gesamte A4-Holz abgeholt und der neue Container wird dann mit A3 gefüllt.... Da hab ich zu tun - ohne Ende.

Im Anschluss will ich die Gewölbe ausschachten und mit Leichtbeton ausbetonieren... Liapor oder sowas. Dann hab ich da wenigstens mal etwas Ruhe drin...:uii

ODAS 21.02.2018 09:16

Wahnsinn, da hätte ich wohl schon keine Lust mehr ;)

Lucius 21.02.2018 09:46

Holz soll auch brennen...erzählt man sich...Gibt neben Volumenreduzierung auch behagliches Raumklima.

Ich meine doch einen Kachelofen gesehen zu haben. Und die Schornsteinköppe sind eh tot.

Um schlauen Kommentaren zuvorzukommen: Es geht da weniger um Heizwerte als um Müllumsetzung in thermische Energie.:brav:

Rat-Balu 21.02.2018 09:55

Thermische Verwertung nennt man das :D

Sorgnix 21.02.2018 09:57

Da ist eine Feuertonne/Ölfaß draußen weitaus effektiver ... :rolleyes:
Und sogar auf dem Hinterhof zulässig ...
so lange es nicht so komische, tiefschwarze Rauchwolken gibt ... :D

Gewölbe??
Liapor??
Fundamente??
... da würde mich ein Bild interessieren.
(erinnere Dich mal an die Bilder seinerzeit zum Lokschuppen, wo ich div. Bilder von meiner Lederfabrik beisteuerte. )

Gruß
Jörg
(kurz angebunden)

Lucius 21.02.2018 10:06

Zitat:

Zitat von Sorgnix (Beitrag 929822)
so lange es nicht so komische, tiefschwarze Rauchwolken gibt ... :D

:D Die Nächte sind weiterhin dunkel...

Und im Ofen hat man noch den Vorteil der warmen Bude.
Auf meiner aktuellen Baustelle...nein lassen wir das. Ich will mich nicht selbst anzeigen...:D

Ist da Keller drunter, weil du von Gewölben schriebst? Weil, wenn vernünftig gebaut, sooo schlecht ist ein Fußboden auf Balken nicht. Auf jeden Fall fußwärmer als Beton.

CNC-Webbi 21.02.2018 10:31

Ist ja auch eine Frage der Auflast, wenn man auf das alte Gewölbe Beton draufkippt. Wenn da Steinmässig im Keller alles auch so "morsch" ist
wie auf den letzen Bildern. Die "Alten" haben sich doch bestimmt was dabei gedacht mit der Holzbalkendecke. :)

Bei allem aber meinen Respekt für Deinen Mut, ich hätte mich nie an sowas rangetraut. :yeap

2augen1nase 21.02.2018 19:25

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Danke für euren Zuspruch... Mit Mut hat das wohl gar nicht so viel zu tun, ich habe ja nicht wirklich eine andere Wahl - jetzt wo klar ist, dass ich in 1 1/2 Jahren dort reingezogen sein muss sowieso nicht mehr...:uii

Zum Thema verheizen:

Ja, das wäre eine Möglichkeit. Allerdings sehr zeitaufwendig und das Holz ist so dermaßen bröckelig, das macht wirklich keinen Sinn mehr.

Heute hab ich Unterstützung von meinem Arbeitskollegen bekommen, wenigstens mal zwei drei Stunden, das hat aber schon echt geholfen.

Wir haben alle Spanplatten entfernt, wobei auf der einen Seite keine Spanplatten sondern Holzestrich verbaut war (siehe dunkles Bild mit Berg in der Ecke). Morgen noch in einem Raum im 1.OG HDF Platten entfernen und dann ist auch vorerst das gesamte Holz A4 raus und entsorgt. Der 7m3 ist fast voll, reicht gerade zu.


Zu den Gewölben melde ich mich gleich nochmal.

Hier erstmal noch ein paar Bilder...:yeap

2augen1nase 21.02.2018 19:53

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Zu den Gewölben:

Leider habe ich da keine Fotos gemacht - bin ja noch am Freilegen. Kommt aber, versprochen!

Anbei mal ein Bild vom Gewölbe des Hinterhauses (Decke zum 1.OG). Auffällig ist hier, dass die Steine flach gelegt wurden - und ich meine das wäre in meinem Keller auch so. Allerdings war zumindest der eine Teil des Gewölbes den ich mal freigekehrt hatte anders gebaut, also von oben. Da liegen die Steine nämlich auf der Längsseite (quasi hochkant). Nun kann das daran liegen, dass der Raum den ich bisher freigelegt habe ja späteren Datums ist und die dann vielleicht anders gebaut haben - oder aber es sind zwei Schichten übereinander, was ich mir aber kaum vorstellen kann bei den kurzen Spannweiten.

Über dem Gewölbe des Hinterhauses spannt allerdings eine "richtige" Holzbalkendecke (ohne Verbindung zum Gewölbe), wohingegen über meinem Keller die Balken zwar auch recht dick waren für Lagerhölzer - aber die waren allesamt auf Steinen aufgelagert und nicht in der Wand eingebunden.

Der Grund für den Beton ist einfach:

Erstens handelt es sich um einen Leichtbeton, er ist quasi gefüllt mit Blähtonkugeln und bringt erheblich weniger Gewicht auf die Gewölbe als normaler Beton.

Zweitens möchte ich zum Keller hin eine Wärmedämmung haben und normale ungebundene Schüttungen sind ab 10cm Schütthöhe einfach nicht mehr kontrollierbar (was das Senkungsverhalten angeht) - davon abgesehen wird auf losen Schüttungen meist Trockenestrich eingebaut - und solchen Murks will ich vermeiden dort - ich halte einfach nicht viel von Plattenmaterial.

Drittens: Mit einer gebundenen Schüttung bzw mit Leichtbeton kann ich ganz hervorragend die Rohdeckenhöhe aufbauen die ich haben will und darauf kann ich dann einen ganz herkömmlichen Zementestrich verbauen - was ja auch wiederum Vorteile in der Belastbarkeit bringt (wenn ich da mit meinen Tresoren drüberrolle zum Beispiel :uii )

Meinen Statiker habe ich dazu befragt und der sagte mir ungesehen: Das funktioniert, genau so habe er das auch in seinem Haus gemacht. Er meinte auch, es wäre völlig unnötig nochmal Schlitze in die Wände zu machen worin sich der beton quasi als "zweite Rohdecke" drin verankert - sowas ginge mit Normalbeton + Bewehrung, dann hätte das Ziegelgewölbe nur noch die Funktion der "verlorenen Schalung". Diese Variante bringt mir allerdings keine Wärmedämmung und wird auch unnötig aufwendig und teuer.


Da ich ja nicht nur einen Werkraum brauche, sondern auch Lagerfläche für den ganzen anderen Kram (Leitern, Gerüste, Böcke usw. usf.) will ich das jetzt mit angehen. Vorher will ich allerdings nochmal die Gutachterin durchjagen wegen evtl. Schwammbefall, denn im Nachgang käme man ja nicht mehr ran. Habe zwar nichts gefunden was darauf hindeuten würde, das hat ja aber nix zu heißen.


So! Nun zu meinen Fragen:

Laut Statiker ist es unnötig eine Dichtbahn auf das Gewölbe aufzubringen, im Prospekt der Firma Liapor ist so eine Lage aber eindeutig zu sehen. Im Netz las ich, dass eine Abdichtung eher auf der Rohdecke, also unter dem Estrich erfolgt. Wie macht man es nun richtig?

Wäre das Liapor Zeug saugfähig (was es als gesintertes Material glaube ich nicht ist) so würde es ja Sinn machen drunter und drüber abzudichten damit die Dämmung trocken bleibt - sie verliert ja sonst ihren Nutzen.

Andererseits geht ja dann der Beton mit dem Gewölbe keine Verbindung ein....


Der Keller ist übrigens nicht überaus feucht, normale Kellerfeuchte, das hab ich schon sehr viel schlimmer erleben dürfen. Bei mir im Haus sind nicht mal die Kellerwände großartig kaputt, so gesehen dürfte das Mauerwerk auch nicht völlig abgesoffen sein. Ich denke das liegt auch an dem Untergrund, gebaut ist das Haus ja auf Fels. Ob direkt auf den Fels gegründet wurde weiß ich nicht, allerdings kommt wohl nach ca. 80cm Tiefe (laut Bodengutachten aus den 80er Jahren) die Aufwitterungsschicht des Berges zum Vorschein - kann man sich vielleicht wie plattigen Schotter vorstellen. Ich denke da wird sich Wasser nicht wirklich gut halten und da ich auf dem Berg wohne wird da auch nirgends was drücken.

Auch die Stahlträger sind noch gut in Schuss, ich habe bisher nirgends Aufblätterungen gesehen - was eigentlich fast schon unüblich ist. Unterstützt sind die Träger mit einfachen Steinsäulen. Wenn ich mit der Lampe mal wieder unten bin, mache ich mal bessere Bilder.

Statisch mache ich mir da eigentlich keine Sorgen. Schlussendlich ruht der Leichtbeton ja am Ende mehr oder weniger auf den Trägern (die Hauptlast). Ich denke dass maximal im Bereich der Kappen mit Rissen zu rechnen ist, da ich hier wahrscheinlich keine allzu große Überdeckung hinbekommen werde.

Ich lege erstmal weiter frei und halte euch auf dem Laufenden.


Morgen soll ich meinen Häcksler bekommen und Freitag wird der Container getauscht. Übers WE will ich also häckseln und alles an A3 Holz raushauen und nach erneutem Containertausch dann die Gewölbe freimachen. Betonieren geht eh erst ab frühestens Ende März - abhängig davon wie lange es noch so kalt bleibt wie es aktuell ist...

So. Genug jetzt, schon wieder ein Roman geworden hier...:lol

CNC-Webbi 21.02.2018 19:54

Deine Doku mit den Fotos ist wirklich klasse.
Da kann man so richtig mitfühlen. :clap

Wenn alles fertig ist, wird das ein tolles Projekt mit den vorher
und nachher Bildern.
Das schaut man sich dann richtig gern an, wenns geschafft ist.

Halte durch und bleibe vor allem gesund!
Immer schön vorsichtig in der Ruine bewegen. :neenee

Zappo 21.02.2018 22:49

Nun ja, Gewicht. Ich kenn das so, daß auf dem Gewölbe eine Sandschüttung liegt, in der dann die Kanthölzer für die Dielung liegen.

Und von der Sandschüttung soviel abgetragen wird, daß man da Bodenaufbau und Betonbodenplatte reinkriegt - natürlich sollte über dem Scheitel noch "ein wenig" Sand liegen. Dann ist der Beton da, wo früher der Sand war - und da ist der Gewichtsunterschied nicht besonders hoch.

Wieviel Bodenaufbauhöhe hast Du denn zur Verfügung?

Ich hau da normalerweise ne (eher dünne) Bodenplatte rein, kratz vorher an den aufgehenden Wänden die Fugen ein bisschen aus - falls die nicht eh schon rausgebröselt sind - und schon verzahnt sich die neue Bodenplatte auch mit der Aussenwand. Und dann kommt stinknormal Dämmung und Estrich drauf.

Die Folie kommt unter die Bodenplatte, damit die Brühe nicht in den Sand läuft. Und gegen Dampf oder Feuchte kannst Du unter dem Estrich noch was einlegen. Und an den Rändern hochziehen.

Für MICH hab ich das auch schon einfach so gemacht, daß ich den Sand abziehe und verdichte, darauf Styrodurplatten auslege und NUR nen Estrich einbringe. Ist aber "quick and dirty" und spottet jeder Vorschrift.

Gruß Zappo

2augen1nase 24.02.2018 18:38

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Sodele...

Am Donnerstag kam - pünktlich zum wahrscheinlich kältesten Wochenende des Jahres und mit einem Monat Verspätung - endlich diese auf Bild 1 zu sehende ominöse Kiste...:D

Darin enthalten, den auf Bild 2 zu sehenden Häcksler. Ich habe seit Donneratsg also ganz gut was weggehäckselt und zumindest die großen Haufen von der Baumfällaktion sind nun komplett wech - siehe den großen Haufen auf Bild 3.

Ich hab da über Kleinanzeigen eine junge Frau kennengelernt die das Häckselgut für Ihre Hühnerfreigehege nutzt - und die war jetzt schon zum dritten Mal da den Kram abholen.

Nun ist aber erstmal gut...


Anbei noch ein Bild von den halb freigelgten Gewölbekappen im "Zimmer der Frau" :uii

2augen1nase 25.02.2018 18:06

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Hi... Trotz Minusgrade war ich heute dort und hab wenigstens ein klein bisschen was gemacht. Hauptsächlich im Garten die Sonne genossen und dann noch in dem älteren Teil des Hauses aus Neugier mal die Gewölbekappen ein wenig freigelegt.

Eigentlich wollte ich wissen ob ich "Holz" und Lehm einigermaßen mit einem Durchwurfgitter und einer Siebschaufel trennen kann - das funktioniert aber nur bedingt. Ich denke um einen weiteren Baumischabfallcontainer für 155€ / to komme ich wohl nicht herum :suspekt:

Dennoch bestätigt sich meine Vermutung: Im älteren Teil des Hauses sind die Gewölbe mit flach liegenden Steinen gemauert - trotzdem machen die von der Stabilität her keinen schlechten Eindruck und ich denke ich werde das auch dort mit der zementgebundenen Liaporschüttung einfach ausprobieren - wird schon halten. Der verwendete Mörtel ist jedenfalls noch ziemlich straff...

CNC-Webbi 25.02.2018 18:42

Mit dem Mörtel hast Du Glück, in vielen Buden aus der Gründerzeit
rieselt zwischen den Ziegeln großteils nur noch Sand aus dem Gemäuer.

Zappo 25.02.2018 18:50

Ich kann mir das mit dem Liapor noch nicht vorstellen.

Das ganze Gewölbe freilegen und dann Liaporbeton* drauf? Ein bisschen viel, würde ich sagen. Also bei MEINEN :) Gewölben ist am Rand schon 60 bis 80 cm Sandschüttung, bis die Ziegel kommen.

Und warum soll Liaporbeton billiger sein als normaler?

Den Wärmedämmunterschieden würde ich in realo nicht allzuviel Vertrauen entgegenbringen. Solltest Du nen Schwimmenden Estrich reinmachen - was evtl. bei Deiner Nutzung nicht sinnig ist, weiß ich nicht) ist jeder Zentimeter Dämmung unter dem Estrich zigmal wichtiger.

Mir ist durchaus bewusst, daß man (incl. mir) gerne macht, tut und rät, was man schon immer einigermaßen erfolgreich gemacht hat - aber mir fehlen da noch ein wenig mehr Angaben als "alles freiräumen und Liapor drauf".

gruß Zappo

*wenn, dann als Schüttung. Ist DAS gemeint? Beim ersten Mal war von Liapor-BETON die Rede.

2augen1nase 25.02.2018 23:02

Zum Mörtel:

Ich glaube, so viel Glück habe ich da gar nicht, ich kann mir nicht vorstellen, dass der Mörtel im Mauerwerk genauso straff ist. Ich nehme an, die haben da für die Gewölbe einfach nur eine kräftigere Mischung gemacht und gut. Habe das schon häufiger festgestellt, dass die sich damals die Mörtelmischungen einfach so gemacht haben wie sie sie gerade gebraucht haben... Aber trotzdem ist es ja gut, gerade die Gewölbe müssen ja noch n bissl halten.


Zu dem Liapor Schüttungsthema:

Gelesen habe ich davon mal in einem anderen Fachforum und fand, das hörte sich gut an. Dort war die Rede von Leichtbeton mitz Liaporzuschlag oder so ähnlich. Mittlerweile habe ich aber mal mit einem Vertreter der Firma gesprochen und der meinte, es ist eine "gebundene Schüttung" und damit kein Beton. Die Perlen werden lediglich mit einer Art Zementschlämme ummantelt und dann eingebracht, dadurch ist die Schüttung dann fest und man hat nicht das große Problem mit den unterschiedlichen Aufbauhöhen.

Estrich "schwimmt" übrigens immer. Entweder auf einer Abdichtung oder eben auf anderen Unterlegbahnen. Mir ist jedenfalls kein Estrich bekannt, der ohne Trennlage direkt auf die Rohdecke gegossen wird - eventuell ist das bei Gussasphalt so, das weiß ich nicht. Bei herkömmlichem Zementestrich kenne ich das nur so und bei Heizestrichen sowieso.

Eingebaut werden soll also eine gebundene Schüttung und darauf hätte ich eigentlich ganz gerne einen Heizestrich - einfach weil ich megaschlechte Erfahrungen gesammelt habe mit Fusskälte im EG wegen dem darunterliegenden Keller. Ob ich mir das am Ende leisten kann, wird man sehen.

Fakt ist, bei den Räumen handelt es sich um das Erdgeschoß der Villa - dort wird also wahrscheinlich keine Werkstattnutzung kommen. Wobei ich derzeit schon überlege im EG eventuell eine Modellierwerkstatt und einen Präsentationsraum unterzubringen. Das liegt allerdings alles noch in extrem weit entfernter Zukunft. In der Frist von 1,5 Jahren bekomme ich wahrscheinlich nur die hintere 50m2 große Werkhalle in eine halbwegs funktionierende Nutzung, da war die Überlegung das EG der Villa als Lagerraum zu nutzen - ich muss ja irgendwo hin mit meinem ganzen Kram (Gerüste, Böcke, Restauriermörtel, Chemikalien usw usf) und kann mir nicht den zukünftigen Arbeitsraum komplett zustellen.

Das ist übrigens auch der Grund weswegen ich aktuell an der Stelle arbeite. Erstens will ich den Dreck rausbekommen, zweitens will ich halbwegs gut erreichbare Lagerfläche schaffen - brauche ich ja schon zum Bau.

Bei mir sind die Auffüllhöhen übrigens sehr überschaubar. Gemessen habe ich zwar noch nicht, aber von Stich zu Auflager sind es geschätzt ca. 25-30cm - da wird es mit Heizestrich und Belag am Ende sogar knapp werden, wenn ich die Kappen mind. 3 cm überdecken will (was mir so empfohlen wurde).

Von der Wärmedämmung her gibt das Material sicher nicht so viel her wie andere Schüttungen, dafür baue ich aber keinen Sondermüll ein und das ist es mir am Ende dann auch wert. Ich glaube auch nicht, dass so viel Heizenergie in der Unterkonstruktion verschwinden wird - selbst wenn, dann ist das ja auch nur als zusätzlicher Wärmespeicher zu sehen und hält mir zudem die Bauteile auf Temperatur und schützt sie damit.

Trotzdem: Wenn wer eine bessere Idee hat (auf ölologisch vertretbarer Basis) - immer heraus damit! Noch ist ja alles offen.:uii

Sorgnix 26.02.2018 23:24

:grbl

mal kurz angebundenerweise:

Du hast da zwei VERSCHIEDENE statische Systeme in Sachen "Kappendecke" ...

bei den hochkant vermauerten Steinen ist auch das Gewölbemauerwerk TRAGEND.
Es nimmt auch in Feldmitte größere Lasten auf, leitet sie zur Seite in die Stahlträger ab.
Diese leiten dann seitlich zu und in die Mauerwerksauflager ab.


Bei den FLACH vermauerten Steinen dienen die Kappen eigentlich nur dem "Verschluß" der Felder ...
... damit niemand durchfällt ...
Vorsicht! die Lasten wurden da von den Fußbodenbrettern in die Kanthölzer, die auf den
Stahlträgern liegen, abgeleitet. Das heißt, die Kappen tragen NICHT unbedingt viel ...


Es ist keine gute Idee, da jetzt das Lastabtragungssystem zu ändern, die Balken zu
entfernen und das ganze mit nem "Leichtbeton" zu überdecken.
... da rauscht Du irgendwann in Feldmitte mal durch .... :eek

Bei den Kappen mit den hochkant vermauerten Steinen, die ja auch "richtige" Bögen bilden,
funktioniert das eher, das mit dem Gedanken "Leichtbeton".


Wobei ich ehrlichgesagt aber nicht verstehe, was dieser Aufwand soll ... :rolleyes:
Druckfest wäre auch die alte Schüttung gewesen.
Da eine Estrichplatte drauf - und gut.

Bei den "Flachgewölben" hilft dann entweder nur die Neueerrichtung nach Art der "alten"
Konstruktion mit Balken und Dielen quer - oder Du nimmst diese (nun abgeräumte) Rohkonstruktion,
und nutzt sie als "Schalung" für eine statisch dimensionierte Betondecke.
Die Auflager im seitlichen Mauerwerk müssen nicht durchlaufend als Schlitz eingestemmt werden.
da reichen auch Einzelauflager, im Raster von 1 m ...


WäDä??
... wenn, dann kommt die UNTER die Decke ...
(Deckendämmung von unten ist ja auch Förderfähig - schwimmende Estriche weniger ...)
Wenn es was nutzen soll.
Aber bei dem Bodenaufbau ist das Speichervolumen eh groß.
Dann kommt es eben auf die Nutzung an. Vor allem des Kellers.
Geschlossene Fenster wirken ab und an auch schon ...

"Fußkälte" kriegt man zur Not auch mit dem Bodenbelag weg ...
Holz, Teppich, Marmor - weniger Fliesen, Granit etc. ...


das mal am Rande ;)
Gruß
Jörg

Sorgnix 26.02.2018 23:41

Zitat:

Zitat von 2augen1nase (Beitrag 930074)
Estrich "schwimmt" übrigens immer. Entweder auf einer Abdichtung oder eben auf anderen Unterlegbahnen. Mir ist jedenfalls kein Estrich bekannt, der ohne Trennlage direkt auf die Rohdecke gegossen wird - eventuell ist das bei Gussasphalt so, das weiß ich nicht. Bei herkömmlichem Zementestrich kenne ich das nur so und bei Heizestrichen sowieso.

Nun, man nennt ihn auch VERBUNDestrich ...
Und den gab es "früher" - und heute noch viel mehr.
Eine "Trennlage", Gleitfolie oder sonstawas funktioniert auch nur zweidimensional,
auf dem Papier gemalt. In der Praxis nie. Weil der Untergrund eben nie spiegelglatt ist ...

Und gerade ein Gusasphalt, der HAT auf jeden Fall ne Unterlage bzw. Trennlage ... ;)
UND ist "Fußwarm" !! ;)


Was ist eigentlich ein "Heizestrich"?
Ich verstehe da nur "Fußbodenheizung" ...
In der "Industriehalle"?? mit den teilw. hohen Punkt- oder Flächenlasten?
Hätte ich mir nicht nur deshalb vernkiffen ... :rolleyes:


Gruß
Jörg

Frank Enstein 27.02.2018 00:49

Zitat:

Zitat von Sorgnix (Beitrag 930138)
Was ist eigentlich ein "Heizestrich"?

In sowas verkehrts du nicht:dance


@Baulöwe

Was wäre ganz ordinär Lehm und Stroh? Ökologisch, günstig und hat früher schon funktioniert. Nicht unbedingt wenn du da ne 5to Maschine drauf stellst aber für Normalgebauch. Den Lehm gibst schon fertig angerühert, bringen se in Schwerlastpacks.

Ich hab da nicht wirklich die Bauerfahrung mit aber wäre ev ne Überlegung.

Das ist mein Kumpel, der kann dir sicher mehr zu sagen http://www.lehmschwalbe.de/impressum.html

Falls Interesse besteht

2augen1nase 27.02.2018 08:43

@ Jörg:

Ich weiß, ich schreibe Romane und es mag in der Kürze der Zeit vielleicht mal was untergehen, aber ich wiederhole mich irgendwie ständig - vom Gefühl her.

Erstmal danke für den Hinweis mit dem anderen statischen System - so anders wird es nicht sein, aber ich werde dazu definitiv nochmal den Statiker befragen. Von der gefühlten Stabilität her gibt es keinen Untersched zu den anderen Gewölben.

Die Schüttungen sind in den Räumen verschieden. Bei dem großen Raum (flache Gewölbesteine) lag nur lose Schüttung auf den Gewölben, der Lehm war wie in einer normalen Holzbalkendecke auf Fehlböden gelegt. Bei den anderen Räumen würde Lehm / Bauschutt in die Zwickel gestampft.

Zur Wärmedämmung:

Ich lebte 8 Jahre in einer Erdegschoßwohnung mit "altem Bodenaufbau" + Spanplatten + Teppich - und hatte immer kalte Füße. Aus diesem Grund halte ich es einfach für das sinnvollste dort eine Fussbodenheizung einzubauen - auch wenn das am Ende natürlich teurer wird als konventionell.

Unter die Decke werde ich jedenfalls nix pappen - Förderung hin oder her.


Zum Austausch der Füllung usw:

Auch wenn die Gutachterin keinen Hausschwamm gefunden hat - Mycele vom Kellerschwamm sind scheinbar geringfügig vorhanden. Um den Chemieeinsatz zu verringern bzw. gar unnötig zu machen ist es das sinnvollste den Pilzen die "Nahrung" und die "leichten Verkehrswege" zu nehmen - und das sind natürlich die klassisch verbauten Lehm / Stroh Gemische, leichte Schüttungen und Holz.

Mich wundert es eigentlich, dass ich das nem Bauingenieur erklären muss - spätestens bei den Bildern (die ja das Ausmaß der Schäden zeigen).

Generell wurde ich von der Gutachterin darauf hingewiesen, dass es dass es wichtig ist sämtliche betroffene Schüttungen möglichst sauber zu entfernen + die angrenzenden Mauerwerksfugen freizulegen. Erst dann wird geprüft ob eine Schwammsperre überhaupt notwendig ist (die Chemie dazu ist nämlich alles anderes als harmlos).


Ansonsten: Wir reden immer noch vom Erdgeschoß der Villa und hier werde ich weder mit dem Hubwagen tonnenschwere Lasten bewegen, noch mit dem Gabelstapler drin herumheizen. Vorerst wird das ein Lagerraum für meinen ganzen "Spittel" - wie schon mehrfach beschrieben.


Dass eine herkömmliche Fussbodenheizung in einer richtigen Werkstatt nicht funktionieren wird, ist ja logisch, da muss man dann schon anders planen oder eben eine andere Heizung wählen - zum Beispiel Wandheizung. Vermeiden möchte ich jedenfalls alles, was Raumluft in Bewegung bringt - einfach wegen der Staubproblematik. Heizlüfter und konventionelle Heizkörper scheiden da aus - zumindest aktuell. Was ich dann aus finanziellen gründen eventuell mal gezwungen bin zu machen - das steht auf einem anderen Blatt...:rolleyes:

Niklot 27.02.2018 09:04

Zitat:

Zitat von 2augen1nase (Beitrag 930152)
@ Jörg:

Ich weiß, ich schreibe Romane und es mag in der Kürze der Zeit vielleicht mal was untergehen, aber ich wiederhole mich irgendwie ständig - vom Gefühl her.

Erstmal danke für den Hinweis mit dem anderen statischen System - so anders wird es nicht sein, aber ich werde dazu definitiv nochmal den Statiker befragen. Von der gefühlten Stabilität her gibt es keinen Untersched zu den anderen Gewölben.


Gefühlt ist immer so eine Sache, wenn du ein Gewölbe hast in dem die Ziegel hochkant vermauert sind, dann trägt es auch, dafür ist es ausgelegt.
Schau dir mal alte gemauerte Brücken an, die sind in drei bis viel Lagen hochkant gemauert und was donnert da an Lasten drüber...
Das funktioniert eben weil es entsprechend gebaut ist.
Liegen die Ziegel flach in einer leicht gewölbten Deckenlage, dann neigen die auch schon mal dazu, zu schwimmen, zu schwingen und platzen gern auch mal unter dem Spannungsdruck, wenn sie dann bröseln, Glückwunsch!!!

Nun machste dir soviel Arbeit und dann bauste gleich wieder Probleme mit ein, das denke ich willste vermeiden, dann hör nich nur drauf was Leute sagen die du bezahlst.

2augen1nase 27.02.2018 09:45

Also mit meinem Statiker habe ich zwischenzeitlich telefoniert und ihn zu dem Thema befragt.

Er sieht das so: Die gebundene Schüttung stabilisiert das Gewölbe (so habe ich das auch in einem anderen Fachforum gelesen) und der spätere Estrich verteilt ja dann die Druckkräfte.

Wie gesagt, dass ich auf so einer Decke keinen tonnenschwere Lasten abtragen kann ist mir ja bewusst.

Da dem so ist wie du schreibst, könnte ich alternativ ja auch eine zusätzliche Lage Ziegel darüber mauern - hätte wohl den gleichen Effekt wie eine gebundene Schüttung (Stabilisierung), wäre allerdings erheblich schwerer. Dass eine zusätzliche Schicht Ziegel wohl zu einer höheren Tragfähigkeit führen würde als eine gebundene Schüttung ist wohl klar - brauche ich dort ja aber nicht.

Schlussendlich muss ich doch nur dafür sorgen, dass die Gewölbe sich nicht verdrücken können und so eine Schüttung würde das alles ja miteinander quasi "auskeilen". Theoretisch könnte die Decke dann wirklich nur noch durch Zerbröseln in die Knie gehen, was wiederum nur bei großen plötzlich auftretenden Punktlasten der Fall wäre oder bei einer Überlastung im Gesamten.

Unter dem Gewölbe ist übrigens ein Kühlhaus gemauert, die Träger liegen also im Grunde nur auf 1,5m (max) beim Durchgang frei und sind ansonsten durch Mauern unterstützt. Risse konnte ich in den Gewölben bisher noch nicht entdecken, unten hängt der Verputz auch noch fest dran (außer an einer Stelle die ich mal geöffnet hatte). Große statische Probleme sehe ich hier also nicht...

Du hast natürlich Recht: Probleme will ich in Zukunft schon gerne vermeiden und das ordentlich machen. Da kommt aber alles was organisch ist nicht in Frage - denn wenn diese Konstrukiton wirklich dauerhaft gut wäre, würde das Thema nicht so oft auf den Tisch kommen.:rolleyes:

Man darf nicht vergessen: wir reden hier von einer späteren Nutzlast von üblichen 200kg / m2 in Wohnräumen - und das ist schon richtig viel, wenn man mal drüber nachdenkt.

Lucius 27.02.2018 10:24

:grbl Irgendwie habe ich den Eindruck, du willst eigentlich gar keine andere Meinung hören sondern suchst nur eine Bestätigung für deine von dir beschlossene Vorgehensweise.

Sorgnix 27.02.2018 10:58

Zitat:

Zitat von 2augen1nase (Beitrag 930152)
@ Jörg:


Auch wenn die Gutachterin keinen Hausschwamm gefunden hat - Mycele vom Kellerschwamm sind scheinbar geringfügig vorhanden. Um den Chemieeinsatz zu verringern bzw. gar unnötig zu machen ist es das sinnvollste den Pilzen die "Nahrung" und die "leichten Verkehrswege" zu nehmen - und das sind natürlich die klassisch verbauten Lehm / Stroh Gemische, leichte Schüttungen und Holz.

Mich wundert es eigentlich, dass ich das nem Bauingenieur erklären muss - spätestens bei den Bildern (die ja das Ausmaß der Schäden zeigen).

... die klassische "Nahrung" für Pilze ist im Allgemeinen immer noch FEUCHTIGKEIT!

In Verbindung mit der wachsen die überall. Siehe z.B. Mineralwolle ...

Da könnt Ihr "Schwammsperren" bauen, so viel Ihr wollt ...

Und der "Verkehrsweg" z.B. eines Hausschwamms, der kann auch schon mal direkt durch
eine 30cm Betonwand führen. Da hilft auch kein zusätzlicher Stacheldraht ... ( :iron )
=> nicht an den Symptomen rumdoktern - die Ursachen bekämpfen!
Und die ist "Feuchtigkeit" - nicht Schwammsperre bzw. vermeintliche "Nahrung" ... :rolleyes:


Den Rest verkneif ich mir ;)
Ich hoffe, Deine Gutachterin steht dann auch mit ihrem Namen für ihre Ratschläge.
Wie auch der Statiker.

2augen1nase 27.02.2018 17:50

@ Lucius:

Das ist Quatsch. Ich suche eine Lösung und habe dafür ein paar Parameter vorgegeben - unter anderem: Kein Holz und Dämmung / Heizestrich drauf. Wenn dann einer mit der klassischen Konstruktion um die Ecke kommt und ich das nicht annehme - wer hat sich dann vertan?

@ Sorgnix:

Pilze brauchen AUCH Feuchte - keine Frage. Sie brauchen aber vor allem Holz als Nahrung. Dass der echte Hausschwamm (und sicher auch andere Pilze) auf der Suche nach Nahrung durch das Mauerwerk wächst ist bekannt - er ernährt sich aber nicht davon, sondern zieht allerhöchstens Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk.

Ist aber auch völlig wurscht, denn es ging ja um das Kernproblem welches ich ja bereits gelöst habe. Der PVC Belag der dafür sorgte, dass die geringe Kellerfeuchte nach oben nicht mehr abgegeben werden konnte ist bereits entfernt und alles darunter ist staubtrocken. Der Großteil der Feuchte saß in den Spanplatten und bei der trockenen Kälte ist der Rest auch extrem schnell abgetrocknet - so er überhaupt feucht war.

Und nein, ein Feuchtemessgerät hab ich noch nicht in die Schüttung gehalten - die Erkenntnis rührt von der Notwendigkeit her eine Staubmaske zu tragen.

Ich poste gleich noch was wegen Sven - und dann hab ich die Schnauze auch erstmal voll...


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