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Alt 25.12.2015, 13:26   #51
U.R.
Heerführer

 
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Detektor: der gesiebte Sinn ;-)
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Frohes Fest Mädels/Jungends


Tja, wenn ich da so zurück denke,................, eigentlich haben in meiner Kindheit, die ein paar Jahre nach dem Krieg stattfand, ehr die "Natürlichen" Gegenstände mein dasein geprägt.
Kaputte Kinderwagen wurden zu Seifenkisten modifiziert, Krankenfahrstühle, wegen der vielen Kriegsversehrten vorhanden, damals wahre Monster, zu "Rennkisten" umgebaut.
Geld für Geschenke war in dieser Zeit sowiso rar. Ruinen waren unsere Spielstätten.

Die Leute hatten noch mit Wohnungssuche(komisch ist heute nicht anders) zu tun, jeder der ein wenig Platz hatte, musste ein Zimmer abgeben, da gab es ja auch noch die Kriegsheimkehrer in Massen.
Erst in den sechziger Jahren kam dann so schleichend(für mich), aber mit Wumm, der Wohlstand für die Menschen.
Es wurde gebaut wie verrückt, wirklich wie verrückt. Überall entstanden neue Häuser, die Luft roch wirklich nach Kalkmörtel und Holz. Man Leute, was gab es damals eine Menge an Maurern und Zimmerleuten usw..
Diese Massen an Häusern, dass war doch besser als jeder Sandkasten.
Ne, Bauzäune waren seltenst vorhanden. Kontrolle war so gut wie gar nicht vorhanden auf den Baustellen, die Bauarbeiter/Architekten/ Unternehmer, einfach alle, hatten an den Wochenenden gar keine Zeit, sie haben in der Regel ihr eigenes Haus hoch gezogen, oder schon das Nächste.

Schwarzarbeit wurde nicht bekämpft, warum auch, es wurde dringendst Wohnraum gebraucht.
Und sie haben alle still gehalten. Wirklich alle, auch die Behörden.
Somit konnten wir als Kinder ungestört durch die riesigen Rohbauten streifen.
Und wir Kinder, hatten dadurch die Möglichkeit uns mit dem Baugerät zu beschäftigen. So kam es das ich als 10 Jähriger auch schon mal die Aussicht aus einer Krankanzel genießen durfte oder über die Baustelle mit einem Japaner ratterte. Ein Japaner war ein kleines Baufahrzeug mit drei oder vier Rädern, vorne eine Ladefläche oder Schütte, hinten einen Motor mit Sitz. Fließbänder gab es auch auf vielen Baustellen, Motor an, auf das Band geklettert, hochgefahren und von oben einen Köpper in den darunter liegenden Sandhaufen.
Das waren unsere ersten Spielzeuge und Spielstätten

Erst gab es einen Nachbarn in der Straße mit einem Auto, dann ging es Schlag auf Schlag.

Wir haben uns als Kinder riesig gefreut wenn es einen Brummkreisel oder einen Stabilbaukasten gab.
Ich bekam meinen ersten Trix-Metallbaukasten, damit konnte man auch Dinge bauen, die nicht im Bauplan standen. Somit musste meine Mutter einen ordentlichen Schreck einstecken als sie uns eines morgens zur Schule weckte. Ich hatte die Türklinke mit der Gardine elektrisch verbunden.
Einen Schalter an der Türklinke, einen Draht zum Getriebemotor an der Gardine, und schon bewegte sich die Gardine wenn man die Tür öffnete.
Das tat diese auch und Mutter hatte vor Schreck , selbst gerade aufgestanden, die Hand vor dem Mund und trat auch einen Schritt zurück.

Trix-Metallbaukasten das wars : http://www.ebay.de/itm/Master-Trix-M...-/351609083861
Es gab aber auch noch Mercedes Baukästen, tja, dafür hatte es aber nicht gereicht.

Übrigends, Fort Laramie gehörte irgendwann auch zu meinem Spiele-Repertoire: http://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-a...377792-23-5238

Somit sind wir wieder bei dem Thread-Ersteller gelandet.
Gruß U.R. und Frohes Fest
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Der sicherste Weg Geld zu verbrennen ist,......Kohle davon zu kaufen!

Geändert von U.R. (25.12.2015 um 13:40 Uhr).
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