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Alt 05.01.2019, 01:21   #401
2augen1nase
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So... gestern war ich in dem anderen Depot und habe - weil ich gerade Platz im Auto habe- mal die vor einigen Monaten "eingesackte" Haustür eines Abbruchhauses mitgenommen.

Ich hatte das ja bereits angesprochen, dass ich da eventuell was passendes habe.

Nun, zum neogotischen Wohnhaus passen zumindest die Fenstergitter mit den Kleeblattbögen und die schön verzierten, mächtigen Riegel auf der Rückseite der Tür. Die Fenster bringen Licht ins dunkle Treppenhaus.

Auch die Höhe passt gut: die Tür is 2-3cm höher als die lichte Höhe meines Eingangs hergibt. Nur mit der Breite haut es leider massiv nicht hin - da muss ich mir ernsthaft was überlegen. Die derzeitige lichte Weite des Hauseingangs beträgt 1.13m und die Breite der geborgenen Türblätter ergibt ca. 1.48m. Die lichte Weite HINTER dem Eingangsgewände beträgt ca. 1.33 - also links und rechts ca. 10cm Luft für den Rahmen.

Zum besseren Verständnis erstmal ein Bild des Eingangsgewändes von Innen. Auch hier ist es ausgiebig verziert, die Tür schlug früher direkt am Stein an. Aus Wärmeschutzgründen und weil die alten Bänder rosten und das Gewände kaputt machen, möchte ich diese Lösung aber nicht mehr.

Die anderen Bilder zeigen die Haustür und einige Details, unter dem Anstrich kommt zum Beispiel die alte Bierlasur zu Tage. Die Nägel finde ich auch klasse, leider fehlt einer...

Von Innen / hinten ist die Tür leider nicht sehr spektakulär, aber da kann man ja vielleicht noch was machen - oder nutzen um die Tür aufzudoppeln...

Übrigens:

Der Chef der hiesigen Denkmalpflege hat mir beim Einladen geholfen und mich zu der Tür beglückwünscht - die kleinen Rosetten hatten es ihm seeeehr angetan Ich glaube er fand es fast ein wenig traurig, dass die schöne Tür nicht im Fundus der Denkmalpflege lag

Wie dem auch sei: Die Haustür drängelt nicht und wird ein "Nebenbei + Lust + Laune + Lückenfüller" - Projekt. Ich denke ich werde erstmal die alten Lackschichten abnehmen und alles genau vermessen und erstmal einen richtigen Plan machen bevor ich da rangehe. Wie gesagt, über Tipps für eine eventuelle Aufdoppelung oder Dichtungen / Fälze usw. bin ich sehr dankbar. Falls also jemand Erfahrung damit hat...?
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Alt 21.01.2019, 17:24   #402
2augen1nase
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Eis und Schnee...

... zwingen zu einer Pause - zumindest vor Ort.

Neulich habe ich zwar mal einen großen Haufen Astholz kleingemacht und natürlich muss ich mich um Winterdienst kümmern und ab und an mal nach dem rechten sehen - Trotzdem... so richtig voran geht nix, ist halt Winter.

Zeit also sich Arbeit zu suchen die ich auch nicht unmittelbar vor Ort erledigen kann.

Vor einigen Monaten habe ich schon - angespornt vom erfolgreichen Einbau des Portals am Hinterhaus - einige Werkstücke zurechtgesägt und Schablonen erstellt, bin aber noch nicht wirklich dazu gekommen die Stücke zu bearbeiten.

Die Idee ist halt, möglichst viel Material vorzubereiten, einfach auch um den Lagerplatz in meiner derzeitigen Firma zu durchforsten und Material was seit Jahren liegt einer Verwendung zuzuführen.

Im Anhang also Bilder vom Wochenende. Die eine Palette zeigt zwei Gewände (Ansicht nach unten gedreht) für das Hinterhaus, sowie zwei profilierte Fensterbänke, die ich aber erst vor Ort nach dem Einbau fertig profilieren kann.

Außerdem habe ich kürzlich einen Sandsteinblock aufgeschnitten um kleine Pylone herzustellen. Diese sind für den Dachstuhl des Hinterhauses gedacht. Dort steht der derzeitig eingefügte Unterzug auf Stützen die auf den Deckenbalken stehen und da ich ja mit dem Gedanken spiele die Decke gegen eine aus Beton auszutauschen, will ich diese Pylone einbauen.

Die Hälfte des Hinterhauses hat unter der Holzdecke noch eine Kappendecke. Alle zwei Felder wurden Räume abgeteilt, sind also die Stahlträger mit einer Wand untermauert. Auf diese Wände sollen die Pylone dann zum Stehen kommen.

Der Block gab leider nicht mehr als eine Höhe von 50cm her, daher werde ich noch eine herumliegende Tranche zu passenden Unterteilen aufschneiden, so dass ich am Ende auf knappe 68cm komme - dann sieht das auch ganz nett aus.

Üblich ist sowas im Innenbereich natürlich nicht, sowas kennt man eher von Scheunen, die nach außen erweitert wurden und wo die Balken nicht im erdberührten Bereich zum Stehen kommen sollen. Aber es sieht ganz nett aus, ich habe das Material eh da und es ist dank der simplen Profilierung auch keine ewig aufhaltende Tätigkeit sowas herzustellen.

Der Block hatte übrigens eine erstaunlich bunte Maserung, das gefällt mir schon wirklich sehr gut.



Anbei auch eine winterliche Aufnahme bei fast 40cm Schnee - mittlerweile ist der ja wieder komplett weg
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Alt 17.02.2019, 23:12   #403
2augen1nase
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Es wird mal wieder Zeit für ein kleines Update.

Im Haus selbst ist nicht so viel passiert. Ich habe kürzlich die Steinplatten aus dem einen Raum der Villa ausgebaut und heute die letzten Platten rausgestellt - mit einer Ausnahme, die ist mir einfach zu schwer.
Durch das gute Wetter können die ein wenig austrocknen, dann werden sie auch leichter. Ich habe noch angefangen den Boden auszusieben, um den ganzen Schutt rauszubekommen, musste aber wegen des vollen Schuttcontainers da erstmal die Arbeit einstellen.

In der Werkstatt ist etwas mehr passiert.

Kürzlich konnte ich auf einer anderen Baustelle ebenfalls Bodenplatten aus Porphyr bergen und die Bruchstücke habe ich gleich zu Platten aufgeschnitten (als Ersatzstücke für die Fassaden) und aus den größeren Platten habe ich das Material für das neue Gesims fürs Hinterhaus zuschneiden können. Die Metallschablonen für die Profilierungen habe ich auch schon angefertigt - nur zum Kloppen kam ich bisher noch nicht.

Die 4 Pylone für das Dachgebälk des Hinterhauses sind mittlerweile ebenfalls fertig und haben noch "Untersetzer" aus Sandstein bekommen, auf dem Foto sind allerdings nur zwei davon zu sehen, die anderen waren da noch "in der Mache".

Zwischenzeitlich hatte ich noch diverse Termine und parallel räume ich in der Firma herum, da ja die Beräumung bald bevorsteht.

Mit anderen Worten: Ich habe alle Hände voll zu tun, bin aber ganz gut drauf und habe auch das Gefühl ganz gut voran zu kommen. Hoffentlich geht das so weiter. Das Wetter könnte jedenfalls so bleiben, das ist gerade echt wunderbar mal wieder ein wenig Sonne abzubekommen - den Garten freuts auch und die Körner für die Vögel haben schon gekeimt und sind gerade am Wurzeln
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Alt 18.02.2019, 10:28   #404
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... ich glaub´, ich weiß jetzt, warum einige dann doch lieber Briefmarken sammeln als Steine ...




Bild 3 hat in mir Erinnerungen wachgerufen.
Ähnliche Postamente, allerdings in Form eines Pyramidenstumpfs, hab ich mir mal
ich Kalksandsteinwerk bei Straßburg mit der Lasersäge aus Großblöcken zuschneiden lassen.
Das waren dann die Füße für mein Designerbett ...


Sah gut aus, kam gut an ...
Aber wie das mit Design immer so ist - jede Menge Flächen, wo sich Staub sammelt ...

Bilder hab ich - so glaube ich zumindest - nicht mehr davon.
Wenn, dann analog in irgendnem Karton ...




Gruß
Jörg
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Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hat
zu tun mit der Blödheit ihrer Bewunderer ...

(Heiner Geißler)
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Alt 18.02.2019, 19:43   #405
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Zitat:
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... ich glaub´, ich weiß jetzt, warum einige dann doch lieber Briefmarken sammeln als Steine ...



Mir erklärt sich das nicht. Ich finde Steine sammeln super - sofern man was draus macht. Die Mineraliensammler kann ich auch nicht verstehen, sinnlose Steine

Ich sammele das Material vor allem deshalb, weil es nicht mehr abgebaut wird und ich es ja für die Sanierung brauche, daher kaufe ich auch allerhand zu und versuche möglichst vieles bei Abbruchbaustellen zu bergen - Bilder habe ich ja letzten Sommer schon gezeigt.

Hier noch eines von den großen Platten die ich aus v.g. Bauvorhaben geborgen habe. Alle mit der Hand aus dem Haus geschleppt und dann mit der Sackkarre den Berg runtergerollt, ins Auto gehievt und in der Firma aus dem Auto raus auf Paletten - sowas ist dann auch mal durchaus meine Wochenendbeschäftigung, meist alleine...
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Alt 20.02.2019, 10:45   #406
djkiwi_de
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Hallo,

ein Frage hätte ich mal. Ist das Porphyr aus dem ehemaligen Ratssteinbruch in Chemnitz Hilbersdorf im Zeisigwald?

Neu bekäme man das Zeug ja noch aus dem Rochlitzer Porphyr Steibruch, oder sieht der anders aus?
djkiwi_de ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2019, 18:32   #407
2augen1nase
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Nein, da liegst du völlig falsch.

Porphyr bezeichnet keine Gesteinart sondern eine Gefügeart - d.h. es gibt sehr zahlreiche und extrem unterschiedliche Porphyrarten in der Welt.

Auch Porphyrtuff gibt es in verschiedensten Varianten, alleine hier in der Gegend wäre das wohl neben dem Rochlitzer und dem Zeisigwaldtuff noch der Leukersdorfer - es gibt aber noch mehr. Es gab im Stadtgebiet von Chemnitz viele verschiedene Steinbrüche, zumindest die Porphyrtuffe ähneln sich aber weitestgehend. Es gab noch den Kristalltuff, eine besondere Varietät und der Kapellenberger (von dem man mutmaßt dass hier die sehr roten Varietäten herkommen - am Roten Turm sind diese viel verbaut). Viele Steinbruchlagen sind heute aber nicht mehr bekannt. Kristalltuff findet sich vor allem in Ebersdorf an der Stiftskirche, aber auch zum Teil in der Schlosskirche.

Übrigens vermutet man auch in der Nähe vom Tietz einen alten Bruch, daher bin ich mal gespannt was bei den aktuellen Bauvorhaben dort zu Tage kommt.

An und für sich ist das eine Wissenschaft für sich und ich bin da auch nur ein Stück weit reingewachsen.

Der Rochlitzer Porphyr unterscheidet sich jedenfalls erheblich in der Farbe / Struktur / Textur und hat je nach Varietät erhebliche Abweichungen in den Gesteinseigenschaften, weshalb er für Austauscharbeiten eigentlich nicht geeignet ist. Er wird aber mangels Steinbruch dennoch auch dafür genutzt - siehe vor kurzem abgeschlossene Sanierung der Nordfassade an der Schlosskirche. Dort hätte man übrigens auf die Verwendung von Rochlitzer verzichten können, wenn man die Ausschreibung ordentlich abgearbeitet hätte und vor allem ein hier ansässiges Unternehmen beauftragt hätte - aber das steht auf einem anderen Blatt.

Da die Steinbrüche nie richtig untersucht wurden, kann auch nicht genau gesagt werden woher die Stücke genau kommen. Laut Frieder Jentsch liegen die sehr unterschiedlichen Varietäten zum Teil direkt nebeneinander, ich vermute allerdings dennoch, dass es schon steinbruchspezifische Eigenheiten gab. So wäre zumindest auch zu erklären, warum an Gebäuden unterschiedlicher Zeitstellungen auch unterschiedliche Varietäten verbaut wurden.

Ich vermute, dass die bei mir geborgenen Platten eher aus dem eigenen Bruch des Herrn Dost stammen, habe aber auch schon Stücke am Haus entdeckt, die eher für den Bruch des Herrn Weber sprechen - wobei das eine Vermutung ist, da die Villa Weber ja vom Prinzip her aus zwei Varietäten gebaut wurde. Da Weber direkt gegenüber seinen Steinbruch betrieben hat, wird das Material auch von dort stammen, daher ordne ich diese Varietäten auch seinem Bruch zu.

Interessanterweise konnte ich allerdings im Bruch des Herrn Weber auch rein rote Porphyrstücke sehen - und das ist auch mir ein Novum.

Wo der Dost´sche Bruch genau lag, konnte ich bisher nicht herausfinden, es muss aber in der Nähe des Findewirthschen / Ratsbruch gewesen sein. Zumindest gab es bis vor ein paar Jahren im Zeisigwald noch eine Gemarkung "Dost´sche Halden" mit Ausblick und Sitzmöglichkeiten - da das nicht weit von den Teufelsbrücken entfernt ist, wird das also schon aus der Gegend stammen.

Porphyr wurde übrigens auch ausserhalb des Zeisigwaldes abgebaut, es gibt noch ein Vorkommen in bzw. um Flöha, dabei handelt es sich aber der Vermutung nach um einen eher kleinen "Restbestand" im geologischen Sinne.

Da die meisten Brüche mit Müll verkippt wurden, ist heute nicht mehr viel über die alten Brüche bekannt bzw. zu sehen. Vieles wurde übererdet oder mit Haldenmaterial zugekippt und eingeebnet, selbst Scans bringen einen da kaum weiter.

Es ist für mich also quasi essentiell Stücke zu bergen - was auch eine Kuriosität ist. Das ist wie, wenn der Bäcker noch eine Landwirtschaft und eine Mühle betreiben würde um sein Brot backen zu können...
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Alt 22.02.2019, 09:54   #408
djkiwi_de
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Wow, danke für die ausführliche Erklärung. Hätte nicht gedacht, dass es so viele Steinbrüche in und um Chemnitz gab. Aber eigentlich fast klar, weil früher hat man ja oft einfach agefangen in der Nähe zu graben, wenn man Baumaterial gebraucht hat.
djkiwi_de ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2019, 19:04   #409
2augen1nase
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Naja, ganz so auch nicht, aber wir sind natürlich am Fuße des Erzgebirges und generell hier in der Region sehr "steinreich".

Es gibt auch im Umkreis richtig schöne Gesteine, nur leider werden die immer seltener abgebaut oder zu Werksteinen verarbeitet.

Erst kürzlich hat ein Steinbruch in der Lausitz die Werksteinproduktion eingestellt - die machen jetzt nur noch Schotter. Der Grund: zu viele kaufen billig in Polen ein... wirklich schade drum, denn die hatten einen ganz feinkörnigen Lausitzer Granit. Habe ich neben dem Soraer auch auf dem Brühl viel verbaut (Sockel, Treppen)

In Saalburg gibtsMarmore, die den italienischen in nichts nachstehen - meines Wissens nach wurde der sogar im Empire State Bulding verbaut.

Naja... die hiesigen Gesteine werden leider immer weniger. Ist halt billiger in China oder Brasilien Steine von Kindern abbauen / bearbeiten zu lassen, diese um die halbe Welt zu schippern und per LKW durch Europa zu kutschieren als im Steinbruch um die Ecke einzukaufen

Wobei ich felsenfest davon überzeugt bin, dass in Zukunft ganze Gebäude wieder aus Naturstein errichtet werden - einfach weil man erheblich weniger Energie braucht, man kaum CO2 ausstößt und die meisten Natursteine sogar höhere Festigkeiten haben als die heute üblichen Baustoffe.
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Alt 02.04.2019, 23:41   #410
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Aiiiiii....

.... ist das lange her, dass ich was geschrieben habe...

Nun aber mal ein kurzer Abriss der letzten Wochen:

Vornehmlich bin ich den Winter über ja damit beschäftigt gewesen, mein ganzes Bergelager an Steinen durchzusortieren und dabei habe ich auch jede Menge Steine für die Villa aufgeschnitten und auch bearbeitet, wobei da bei den wirklich wichtigen Teilen erst der Anfang gemacht wurde. Die ersten Bilder zeigen die Herstellung eines Profilstücks. Die Gurtgesimse am Hinterhaus wurden ja schändlicherweise abgespitzt und werden mithilfe dieser Vierungen dann wieder vorgeblendet. Da bin ich aber wirklich erst am Anfang - und ich habe noch einige Meter zu kloppen....

Ansonsten habe ich m3-weise Platten geschnitten und zum größten Teil auch scharriert. Die werden sicherlich benötigt, aber ich habe die eher auf Halde prouziert - braucht man immer mal
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