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Alt 26.05.2020, 12:21   #1
Reiner_Bay
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Zitat:
Zitat von Zappo Beitrag anzeigen
Zum "Schweben" - ich weiß, daß das Meerwasser geschichtet ist - mit unterschiedlcher Temperatur und Salzgehalt - also Dichte. Auf ne dichtere Schicht kann man ein Boot rein theoretisch auch "drauflegen".

Aber ob das so gemacht wurde oder gemeint war - keine Ahnung.

Gruß Zappo
Ich stelle mir vor allein die Trimmung im Schwebezustand zu halten dürfte schwer sein.
Die Mannschaft darf sich nicht bewegen und furzen darf auch keiner.
__________________

Machen ist wie wollen, nur krasser.
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Alt 26.05.2020, 12:51   #2
Zappo
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Zitat:
Zitat von Reiner_Bay Beitrag anzeigen
Ich stelle mir vor allein die Trimmung im Schwebezustand zu halten dürfte schwer sein.
Die Mannschaft darf sich nicht bewegen und furzen darf auch keiner.
Bei zwei Meeresschichtungen, bei der die eine eine ziemlich dichtere Beschaffenheit hat als die obere, ist das wohl weit eher möglich (oder vielleicht auch nur da) das zu treffen als in homogenem Wasser.

Dann sinkt das Boot soweit in die dichtere Ebene ein, bis es eben "schwebt" - d.h. auf einer Höhe schwimmt. Wieter unten würde es aufgetrieben, fürs Steigen nach weiter oben hat es zu wenig Auftrieb.

Aber wie gesagt, ob das reell zu vollführen ist, hab ich keine Ahnung. Obwohl ich mich vage erinnere, in dem Roman "das Boot" genau das gelesen zu haben.

Gruß Zappo
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Alt 26.05.2020, 14:36   #3
U.R.
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Moin,


.....versucht mal einen Luftballon, mit einer Gasmischung, genau in 2m Höhe zu halten.............


Das ist in etwa die Ausgangslage eines Ubootes unter Wasser.

Die Mannschaft durfte sich bei einfacher Tauchfahrt "Bewegen", aber, nur mit Erlaubnis. Beispiel, Ruf aus dem Bugraum: " Ein Mann auf Toilette", der jeweilige Cheffe in der Zentrale hat dann die "Waage" durch Gewichtsumpumpen (Wasser) den Gewichtsunterschied wieder hergestellt.
Hat der Mann sein Klo verlassen wollen, musste er wieder erst Fragen : " Matrose Meier von Klo zum Bugraum". (z.B.) Und auch hier wurde Nachreguliert. Nicht die Pippi, sondern der Matrose

Lacht nicht, auch das war wichtig.
Jeden Tag wurden Vorräte verbraucht dazu gehörte auch Essen und Trinken, deshalb musste peinlichst auf die "Gewichtsabnahme des Bootes (Trimmung) geachtet werden.


Anders bei Schleichfahrt, da durfte trotz der Dringlichkeit, z.B. Pinkeln zu müssen, niemand seinen Platz verlassen. Dafür musste dann eine leere Erbsendose,oder eben die "Bilge" herhalten. Der Geruch wer entsprechend im Boot.

Im Tauchzustand sind die Dieselmotoren aus , dafür die E-Motoren an, die über Kupplungen mit den Dieselmotoren verbunden waren. Sie konnten also getrennt werden. Im Aufgetauchten Zustand wurden die E-Motoren zugeschaltet, dienten sie nun als Dynamo und luden die Batterien auf. Dies musste sofort nach jeder Tauchfahrt gemacht werden, damit im Ernstfall einer Alarmtauchung die Batterien immer voll waren.
Man stelle sich vor die Batterie-Ladeanzeige zeigt bei einem Angriff auf 1/3 Ladekapazität, oh je, das arme Uboot.


Die Unterschiedliche Wasserdichte(verschiedene Ebenen im Wasser) bewirkte das die Sonargeräte ein Uboot in einer anderen "Wasserdichte"(Ebene) nur sehr schwer orten konnte, dafür war dann noch das Horchgerät(Gruppenhorchgerät) zuständig, hier wurden auf Geräusche aus dem Uboot geachtet und geortet.

So, nun zum Schwebezustand.
Schleichfahrt, dabei sind alle nicht notwendigen Geräte auf "Aus", um sowenig wie möglich Energie zu verbrauchen, man wusste ja nie wie lange so eine Verfolgung durch ein Kriegsschiff dauerte. Auch alle zu entbehrenden Mannschaften mussten Zwangsweise in die Betten und durften eigentlich nichts mehr machen als Atmen. Auch hier um Atemluft zu sparen.

Die Geschwindigkeit des Bootes bei Schleichfahrt war in der Regel 2kn, und konnte noch nach "Schraubenumdrehungen " durch den E- Heizer Feinreguliert werden.

Ohne "Vortrieb" war das Boot nicht auf "Höhe" zu halten. Weder nach Oben noch nach Unten. Das hat also nichts mit den verschiedenen "Wasserebenen" zu tun.
So, und nun ohne E-Motoren, das war ein Trick, darf aber nur kurzfristig gemacht werden, unter Kontrolle des Tiefenmessers und der Trimmung. Das Boot durfte ja nicht Kopf- oder Hecklastig werden, dann kam alles ins Rutschen, und das verursachte nicht nur Lärm, sondern die Männer konnten sich nicht mehr halten und kamen auch ins Rutschen . Somit konnten sie das Boot nun nicht mehr Steuern und es war dann eigentlich um das Boot geschehen.
Das ging also auch, war aber mit einem hohem Risiko behaftet.


Hier noch mal was für die "Landratten"....

https://www.boot24.com/lexikon/nautisches/?letter=s


Und hier mal für die U-Fans die Tauchvorschrift:

http://www.uboatarchive.net/Diving/D...ionsGerman.htm




__________________
Der sicherste Weg Geld zu verbrennen ist,......Kohle davon zu kaufen!

Geändert von U.R. (26.05.2020 um 15:03 Uhr).
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