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Fotographisch

 

Da zum Zeichnen von Bildern unter der Erde meistens wenig Zeit ist, werden nachfolgend die verschiedenen Möglichkeiten der Fotografie beschrieben.

Sofern es die konventionelle Fotografie betrifft, bevorzuge ich lichtstarke Farbnegativfilme mit 800 bis 1000 ASA. Gerade bei den Kompaktkameras mir ihren schwachen Blitzgeräten gewährleistet dies eine gute Belichtung der Bilder. Ist man hingegen mit der SLR-Kamera und Stabblitz unterwegs, ist ein 200 bis 400 ASA Film eigentlich ausreichend.

Sollte es im Stollen immer feuchter und zum Teil auch schlammiger werden, packe ich die teuren Geräte ein und fotografiere mit der kleinen, handlichen Kompaktkamera. Der Verlust bzw. die Beschädigung dieses Gerätes ist leichter zu verschmerzen, als bei den großen Brüdern.

 

Vorab:

... es folgen Texte, die aus dem Jahr 2000 sind. Wie schnell die Technik (und vor allem die Preise) sich entwickeln kann, sieht man heute wohl.
Mittlerweile ziehe auch ich mit ner DSLR los. Man kann halt gleich sehen, was man "fabriziert" hat.
An den Grundlagen der Fotografie, der Beleuchtungstechnik, hat sich jedoch nichts geändert. Dafür war das Lernen an und mit der Analog-Fotografie eher hilfreich ...

 

 

1.  Digitalkamera

Mittlerweile sind die Kameras mit genügend lichtstarken Objektiven ausgestattet, damit der Höhleneinsatz nicht nur ausreichend im Bild festgehalten werden kann, nein, sie sind der normalen SLR-Ausrüstung langsam überlegen.

Nachdem selbst Zoom-Funktionen nutzbar sind und Infrarot-Strahler Blitzlichter (fast) überflüssig machen, spricht einiges für diese neue Technik.

Einzig der Preis und die evtl. Anfälligkeit der Kameras gegen die tiefen Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit lassen den einen oder anderen noch an dieser Technik zweifeln.

Die eindeutigen Vorteile der Digitalfotografie liegen in der hohen Speicherfähigkeit und der einfachen Archivierung und Weiterverarbeitung am PC.

Nicht gerade unvorteilhaft ist die Möglichkeit, gleich nach dem Abdrücken das Bildergebnis begutachten zu können. Unliebsame Überraschungen, wie bei Fehlschüssen mit der Kleinbildkamera beim Abholen der Bilder, entfallen.

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Abgebildetes Modell ist eines der ersten, steinalt und untauglich fürs Dunkle.


Preise

:

für brauchbare Modelle ab 450,-- EUR, nach oben offen ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2.  Spiegelreflexkamera, die erste

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In Verbindung mit einem Stabblitz (Leitzahl 45) können auch in größeren unterirdischen Räumen gut belichtete bzw. ausgeleuchtete Bilder erstellt werden. Ein Zoom-Objektiv ermöglicht auch das heranholen eines nicht direkt erreichbaren Detailpunktes.

Das ganze Teil aufgebaut ist jedoch recht unhandlich und sperrig.

Preis

:

??? => Baujahr 1983 ...

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Spiegelreflexkamera, die zweite

Da Blitzlichtbilder teilw. sehr hart ausgeleuchtet sind, meist dazu auch noch starke Schatten haben bzw. bei Großraumaufnahmen im vorderen Bereich über-, im hinteren Bereich unterbelichtet sind, gibts auch die Alternative der Langzeitbelichtung.

Hierzu wird eine (noch) ältere SLR-Kamera herangezogen, die über einfache manuelle Blenden- und Belichtungseinstellungen sowie einen Drahtauslöser verfügt.

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Die Kamera wird auf ein Stativ montiert, auf den abzulichtenden Bereich ausgerichtet und bei kleiner Blende (Tiefenschärfe) und mittels arretiertem Drahtauslöser der Verschluss geöffnet.

Die Ausleuchtung erfolgt mit mittelstarkem Handscheinwerfer (6V/10W), der mit gleichmäßiger Geschwindigkeit, von einer Seite beginnend über die gesamte Fläche des abzulichtenden Motivs geschwenkt wird.
Bei entsprechend größeren Räumen kommt auch schon mal der 12V/55W-Scheinwerfer zum Einsatz. Insbesondere bei Leuchtweiten von mehr als 50 m birgt dieser dann Vorteile.
Eine Kombinierte Ausleuchtung mittels kleinem Scheinwerfer für nahe Bereiche, und großem Scheinwerfer für entferntere Bereiche ist ebenso möglich.

Die Belichtungsdauer für ein Bild bewegt sich bei dieser Vorgehensweise zwischen 20 Sekunden bis 5 Minuten.

Mit diesem System wird eine gleichmäßige und warme Belichtung der Bilder erwirkt.
(Fachleute behaupten, die Bilder wären rotstichig ... - dieser Effekt wäre aber durch ein geeignetes Bildbearbeitungsprogramm behebbar.)

Preis

:

??? => Baujahr 1980 ... (je oller, je doller ...)

 

 

 

 

 

 

 

 

4.  Olympus Mju II

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Meine Standardkamera fürs Unterirdische, mit der ich 80 % aller Bilder mache. Hervorragend das lichtstarke Objektiv mit der Blende 2,4 !
Macht 1-A Bilder und ist mit einer Hand komplett zu bedienen.

Mit der 3 Volt Spezialbatterie (ca. 8,-- EUR) lassen sich mühelos 13 (und mehr) 36-er Filme belichten - natürlich alle Bilder mit Blitz!

Preis

:

ab ca. 99,-- EUR

 

Quelle

:

ProMarkt (für dieses Modell seit 2 Jahren (1999) der günstigste Bieter)

 

 

 

 

 

 

5.  Unterwasseraufnahmen

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Foto: Peter

Diese Kamera wird hauptsächlich für Aufnahmen genutzt, bei denen sie einfach nur durch die Wasseroberfläche gehalten wird. Seltener für Aufnahmen in größerer Tiefe als 2 Metern.

Das durch die Wasseroberfläche schieben der Kamera sei es vom Boot aus, oder beim Laufen mit Wathosen ermöglicht klare, saubere Aufnahmen vom Grund oder von Relikten, die nicht durch Reflexionen von Wellen oder Schmutz auf der Wasseroberfläche beeinträchtigt werden.

Zu beachten ist, dass der eingebaute Blitz bestenfalls für UW-Aufnahmen bei Tageslicht in der Karibik geeignet ist, nicht aber für Aufnahmen in absoluter Dunkelheit. Es muß also für zusätzliche Ausleuchtung gesorgt werden. (Meist geschieht dies durch die Helmlampe, oder aber durch einen speziellen Unterwasserscheinwerfer)

... auf rechtem Bild ist zu erkennen, daß es ab und an auch mal komplett ins Wasser geht. Dann ist ein Zusatzblitz unerlässlich.
Für eine solche Komplettausrüstung ist im Tauchladen allerdings auch eine saftige Kaution zu hinterlegen.
(Wer dem Verleiher dabei aber allzu deutlich sagt, WOHIN man das teure Stück schleppen will, dem kann es passieren, daß entweder die Kaution noch höher ausfällt - oder aber schlimmstenfalls aus der Ausleihe gar nichts wird ...)

Preis

:

ca. 12,50 EUR pro Tag  (Leihen ist billiger als kaufen ...)
allerdings: 400,-- Kaution ...

 

Quelle

:

Tauchladen

 

 

 

 


 

 
SDE Pressespiegel