Schleuderkugeldepot Im Jahr 2002 wurde beim Freilegen des Planums im neu angelegten Schnitt XI auf etwa einem halben Quadratmeter Fläche eine Konzentration von insgesamt rund 40 Kugeln aus oxidierend gebranntem Ton mit einem einheitlichen Durchmesser von 5 cm gefunden. Sie waren offenbar in einem Vorratsgefäß aufbewahrt gewesen, von dem sich große Fragmente unter und zwischen den Tonkugeln fanden. Der Deponierungsort dürfte im Freien gelegen haben, er kann aber mit einem östlich benachbarten, stark durch mittelalterliche Gruben gestörten verbrannten Haus in Zusammenhang gestanden haben. Bei den Kugeln dürfte es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um Schleudergeschosse handeln, die zur Jagd, aber auch als Abwehr- und Angriffswaffe gedient haben können. Der Fund ist zugleich eine mögliche Erklärung für die auch in Uivar gemachte Beobachtung, dass im lithischen Material der Vin?a-Kultur Pfeilspitzen völlig fehlen (vgl. Beitrag A. Tillmann). Wahrscheinlich hat hier die Schleuder Pfeil und Bogen als Fernwaffe ersetzt [27] . http://wwwalt.uni-wuerzburg.de/vfg/Uivar/Uivar_Text_Funde.htm