Steinzeit-Artefakte finden und deuten

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  • Biblio
    antwortet
    'Metalle der Steinzeit'

    'Metalle' der Steinzeit waren natürlich nicht die heutigen Werkstoffe wie Eisen oder Kupfer, sondern die weit verbreiteten und überall auffindbaren Feuersteine oder Silices (Silex)

    Dazu eine umfangreiche Arbeit von J. Fries-Knoblach aus dem Jahre 2001:



    Glückauf!

    Biblio

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  • Biblio
    antwortet
    Montanarchäologie in der Obersteiermark

    Bei Ausgrabungsarbeiten, u. a. auch im Rahmen des Autobahnbaus, sind Belege aus Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit gefunden worden.
    Im Paltental gelang der Nachweis einer bronzezeitlichen Kupfererzverhüttung.

    Ausführliche Informationen zu diesem Bereich finden sich hier:


    Glückauf!

    Biblio

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  • Biblio
    antwortet
    Hi,

    das Stück scheint aus Quarz (Chalcedon) zu sein, Mohs-Härte 7 ?
    oder noch besser wäre der Archäologie-Stützpunkt in Goslar.
    Hier die Adresse:


    Glückauf!

    Biblio

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  • Mathildis
    antwortet
    mein erster Artefakt?

    Hallo, habe ich hier einen Artefakt? Wenn ja, woraus besteht er?
    Wurde im Südharz gefunden.
    Danke und Grüße, Mathildis
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  • Zappo
    antwortet
    Nochn Link:



    Gruß Zappo

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  • Biblio
    antwortet
    Kupfer von Helgoland

    Auf der Insel Helgoland sind die Sandstein-Schichten mir Kupfermineralien (ged. Kupfer, Cuprit und Malachit) durchzogen. Diese Auffällikeiten müssten eigentlich in der Vorzeit den Menschen bekannt gewesen sein. Leider fehlen dafür Funde, einige Hügelgräber sind zwar bekannt, durch die Ereignisse des letzten Weltkrieges sind mögliche Hinweise zerstört worden.

    Bei Tauchgängen im Bereich der Insel sind sog. Kupferscheiben gefunden worden. Der nachfolgende Bericht versucht die vielen Meinungen zu kanalisieren.



    Glückauf!

    Biblio

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  • Biblio
    antwortet
    Grubenunglück in römischem Goldbergwerksbezirk Portugal

    Eine der vielen Baustellen in der Montanarchäologie:
    Tres Minas in Nordportugal. Interessanter Bericht der Archäologin vor Ort.

    Eigentlich sollte jetzt etwas über Bergbau der Kupferzeit kommen, aber ein Nachweis für Bergbau in dieser Epoche ist für Deutschland noch nicht gefunden!
    Für England, Irland, Frankreich, Italien usw. sind Spuren vorhanden bzw. Grabungsergebisse veröffentlicht.



    Glückauf!

    Biblio

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  • Biblio
    antwortet
    Zum Abschluss des Themas "Steinartefakte" noch 2 Hinweise auf Veröffentlich- ungen das Spezialgebiet der Ur- und Frühgeschichte betreffend, jeweils in aktuellen Auflagen:

    1) Floss, Harald: Steinzeitartefakte - Vom Altpaläolithikum bis in die Neuzeit, Tübingen: 2013, 2. Aufl., 986 S., ISBN 978-3-935751-16-2
    Info: www.kernsverlag.com/de/steinartefakte

    2) Hahn, Joachim: Erkennen und Bestimmen von Stein- und Knochenartefakten: Einführung in die Artefaktenmorphologie, Tübingen, Inst. für Urgeschichte: 1993, 2. Aufl., 397 S., ISBN 3-921618-32-2

    Glückauf!

    Biblio

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  • Sorgnix
    antwortet
    und warum machst Du nicht gleich ein eigentständiges Thema draus???

    J.

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  • Biblio
    antwortet
    Kupferzeit

    Hallo,

    da hier mit Steinzeit-Artefate wohl alles gesagt ist, scheint die Frage nach einer Erweiterung des Themas z. B. auf die Kupferzeit berechtigt zu sein.
    Da es in Deutschland keine Lagerstätten mit ged. Kupfer gibt, mussten sich die Altforderen mit kupferhaltigen Mineralien beschäftigen. Kupfer erschmelzen, Weiterverarbeiten und damit auch Handeln.

    Lassen wir mal den Admin. zu Wort kommen und dann die Marschrichtung festlegen.

    Glückauf!

    Biblio

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  • Biblio
    antwortet
    Feuerstein-Bergwerk entdeckt

    Im Mansfelder Revier ist ein umfangreiches Steinzeit-Bergwerk entdeckt worden: Hier weitere Informationen:

    6000 Jahre alt und bis zu 40 Hektar groß ist ein Bergwerk, das Archäologen jetzt im Mansfelder Land entdeckt haben. Hier wurde Feuerstein gefördert, der strategische Werkstoff der Steinzeit.


    Glückauf!

    Biblio

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  • Biblio
    antwortet
    Ötzi und Silex

    Silex gehörte bekannterweise zu Ötzis Ausrüstung. Nun dreht sich die Frage um die Herkunft dieser Teile.
    D. h. man forschte nach Silex-Vorkommen, die bereits zu Lebzeiten des 'Eismannes' bekannt und ausgebeutet wurden. Vergleiche mit bekannten Lagerstätten und dem mitgeführten Material legten nahe, dass die Feuersteine aus den Provinzen Trient und Verona stammen könnten.

    Am Südrand der Alpen gibt es umfangreiche Silexlagerstätten wie z.B. bei Cerendo in den Lessinischen Bergen (Monti Lessini) auf ca. 800 M Seehöhe.

    Dass Feuerstein auch zu späteren Zeiten ein wichtiges Handelsgut war, bestätigt die Lieferung von 1 Mio Flintsteinen 1775 an das österreichische Heer.
    Dieses Material kam aus der Umgebung von Avio an der Etsch (Monte Baldo)

    Quelle: Binsteiner, A.: Silexlagerstätten aus den Provinzen Trient und Verona und die Feuersteingruben des 'Mannes im Eis'.
    in: Der Anschnitt, Jg. 46, Nr. 6, Bochum: 1994, S. 207-209

    Glückauf!

    Biblio

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  • Biblio
    antwortet
    Artefakte - Fundorte

    Zuerst der Begriff "Silex" etwas präzisiert:

    Silex ist ein in der Archäologie gängiger Oberbegriff für kristalline, aus Kieselsäure (SiO2) bestehende Gesteine, in der Geologie wird für diese Gesteine allgemein der Bergriff "Hornstein" verwendet. Zu den Silexvarietäten gehören Feuerstein (kreisezeitlicher Hornstein) und Radiolarit (Kieselskelette von Radiolarien). Diese Kieselgesteine weisen die gleichen Eigenschaften auf. Es handelt sich um dichte, scharfkantig brechende, mit muscheligem Bruch und wachsartig bis glasartigem Glanz, je nach Beimengung verschiedene Farbtöne (weiss bis grau, rötlich, grün, braun, gelb bis schwarz) erscheinende Gesteine. aus ihnen lassen sich durch bestimmte Schlagtechniken Geräte und Werkzege anfertigen.

    Silexartefakte finden sich dort, wo der prähistorische Mensch siedelte oder sich auf Rast- bzw. Lagerplätzen aufgehalten hat.

    Das Rohmaterial hat er sich überwiegend aus seiner näheren Umgebung, durch Handel/Tausch oder durch Bergbau (!) beschafft.

    Die klassischen steinzeitlichen Bergbaue liegen in Holland/Belgien oder im Bereich des Alpenbogens (Mauer bei Wien).

    Seit wenigen Jahren ist die "Archäologie" bemüht weitere alpine Silexgewin- nungsstellen zu erforschen und hat dabei erfolgreich den Abbau im Bereich der Allgäuer und Lechtaler Alpen nachweisen können. Selbst eine Bergkristallfundstelle konnten als steinzeitlicher Abbau in den Tiroler Alpen lokalisiert werden (Rofangebirge)

    Dazu einige Hinweise auf relevante Veröffentlichungen:

    Leitner, W.: Vor 9'600 Jahren: Spuren vom ersten Tiroler Steinsucher, in: LAPIS, Jg. 29, H. 9, München: 2004, S. 37-40

    Hauptmann, A.: Feuerstein, Hornstein, Flint, Chert, Silex - eine Begriffsbe- stimmung, in: G. Weisgerber: 5'000 Jahre Feuersteinbergbau. Die Suche nach dem Stahl der Steinzeit. Veröffentlichung des Deutschen Bergbaumuseums Bochum, Nr. 22; Bochum: 1980, S. 7-11

    Leitner, W.: Steinzeitlicher Bergbau auf Radiolarit im Kleinwalsertal/Vorarlberg
    (Östereich) Archäologische Ausgrabungen; in: Archäologisches Korrespondenzblatt, Bd. 38, Mainz: 2008, S. 175-183

    Glückauf!

    Biblio

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  • hochwald
    antwortet
    @ siegmund:

    Die Klinge die Du hier zeigst, ist ein Traum!

    Ein wunderschönes Belegstück!

    Danke fürs zeigen!

    Gruß!
    Robert

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  • Jo Hammer
    antwortet
    Steinzeit auf den kanarischen Inseln.

    Als Laie ist es nicht leicht steinzeitliche Funde einzuschätzen. Schon vor vielen Jahren fand ich auf der Atlantikinsel Fuerteventura eigentümlich geformte Steine, die teilweise deutliche Bearbeitungsspuren (Rillenumrandungen,etc) aufweisen. Meiner Meinung nach handelt es sich um naturnahe Darstellungen aus dem Mythensystem der vorspanischen steinzeitlichen Bevölkerung Fuerteventuras (Mahos/Guanchen).
    Einige dieser Steine sind auf meinen Internetseite [URL="http://www.atlantura.com" zu sehen.
    Ich bin sehr an eurer Meinung interessiert.
    Zuletzt geändert von Jo Hammer; 05.06.2011, 13:10.

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