bei Langeweile - Nachsuche? - Kriegsarchiv der Waffen-SS

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • Guenther
    Lehnsmann

    • 18.02.2002
    • 25
    • Deutschland

    #1

    bei Langeweile - Nachsuche? - Kriegsarchiv der Waffen-SS

    Das sagt die Homepage des Bundesarchives:

    „Das Schriftgut der Verbände und Einheiten der Waffen-SS wurde von der 1940 gebildeten Kriegsgeschichtlichen Forschungsabteilung der Waffen-SS (1944 in Kriegsarchiv der Waffen-SS umbenannt) in Oranienburg bei Berlin aufgenommen. Außerdem bestand Anfang des Krieges noch die Regel, dass beim Einsatz im Rahmen des Heeres auch das Heeresarchiv Potsdam eine Ausfertigung jedes Kriegstagebuches und der Tätigkeitsberichte der Waffen-SS-Verbände erhalten sollte. So ist es wohl zu erklären, dass von den Formationen der Waffen-SS, die schon in den ersten Kriegsjahren bestanden, eine größere Anzahl von Kriegstagebüchern erhalten geblieben ist. Allerdings tragen diese keine Vermerke, die darauf hindeuten würden, dass die Bände tatsächlich in Potsdam vereinnahmt und - wie die Kriegstagebücher der größeren Heeresverbände - später nach Liegnitz ausgelagert worden wären. Hingegen ist der Großteil der Kriegstagebücher und sonstigen Akten der Waffen-SS, die sich seit Frühjahr 1941 im Kriegsarchiv der Waffen-SS auf Schloß Zasmuky bei Kolin in Böhmen befanden, offenbar bei dem misslungenen Versuch des Abtransports in das Reichsgebiet durch eigene Inbrandsetzung im Mai 1945 verlorengegangen. Eine eidesstattliche Erklärung hierüber hat Otto Weidinger im dritten Band der Divisionsgeschichte "Das Reich". (Division Das Reich. Der Weg der 2. SS-Panzer-Division "Das Reich." Die Geschichte der Stammdivision der Waffen-SS. Bd. 3: 1941-1943, Osnabrück 1973, Seite 521) abgedruckt.
    Teile des Kriegsarchivs müssen indessen auf Schloß Zasmuky zurückgeblieben oder anders erhalten geblieben sein, so dass sie sich noch heute in tschechischem Besitz (im Militärhistorischen Archiv in Prag) befinden.“

    Hier habe ich für die, die es nicht haben eine Kurzfassung dieser eidesstattl. Versicherung:

    Unterzeichner, ein SS Hauptscharführer gibt an, das am 09. Mai 1945 bei dem Dorfe Gottesgab im Erzgebirge ca. 10-12 km östlich von Johanngeorgenstadt sieben Lastwagen. 2 Ford und 5 franz. Beutewagen in Brand gesteckt wurden.
    Diese LKW waren mit Kisten beladen, deren Inhalt Kriegsunterlagen waren. Er gab an, am 9.5.45 über Kaden-Schmiedeberg in das Dorf Gottesgab gekommen zu sein und wollte nach Johanngeorgenstadt.
    Auf einer Wiese am Ortsausgang ca. 200 m unterhalb der Kirche traf er die Kolonne mit den sieben LKW und gesellte sich dazu. Die LKW kamen aus einem Schlosse östlich von Prag und sollten nach Bayern fahren. Diesen Leuten war unbekannt, dass der Krieg zuende ist.
    Da es keine Möglichkeit mehr gab nach Süden durchzukommen wurde alles vernichtet.
    Kurz vor Hof haben sich dann alle getrennt. Die Norddeutschen gingen Richtung Thüringen und Sachsen, die Süddeutschen Richtung Nürnberg.
    ( der volle Wortlaut ist an besagter Stelle abgedruckt )

    seltsam, ich habe das etwas anders gehört:

    Am 1.11. 44 unterstand das Kriegsarchiv der Waffen SS der Amtsgruppe A – Amt III
    des SS FHA.

    Ab 1940 hatte die Waffen SS begonnen sich ein eigenes Archiv zu schaffen. Dieses befand sich in Oranienburg bei Berlin. Hier wurden außer den Stammtafeln der einzelnen aufgestellten Einheiten, Kriegstagebücher, Berichte und alles sonstige Material gesammelt.
    Die Kriegstagebücher wurden bis Januar 1945 ( siehe oben beim Bundesarchiv ) auch zusätzlich an das Heeresarchiv Potsdam abgegeben.
    Ende 1943 ( warum eigentlich auch schon 1941 wie oben gesagt ) wurde wegen der Bombengefahr das Archiv in das Protektorat Böhmen – Mähren verlagert und kam in das besagte Schloss. In einem Seitenflügel des Schlosses wurde das Kriegsarchiv nach Truppenteilen geordnet in Regalen untergebracht. In besonders verschlossenen Zimmern befanden sich in versiegelten Holzkisten, aber auch in Blechkisten, Akten des Sicherheitsdienstes ( SD ) und des Reichssicherheitshauptamtes ( RSHA ).

    Ein Teil der Akten wurden ( wie oben angesprochen ) im Schloss von einem Heereshauptmann, der dort zum Schluß Verwalter war, tschechischen Widerstandskämpfern übergeben.

    Anfang April 1945 ließen Dienststellen des Reichsprotektors Kisten verschwinden.

    Aufgrund eines Hinweises hat man 5 Blechkisten gefunden. Diese waren versiegelt und verlötet und wurden nach Prag geschafft und dort geöffnet und untersucht. In diesen Blechkisten befanden sich Akten der historischen Kommision, SD-Akten, Ermittlungsakten über Mussolini, um nur einige zu nennen. Die Akten waren wohl unbeschädigt durch die Zeit gekommen.

    Diese Kisten lagen in zwei Seen im Böhmerwald. Der eine war der sogenannte
    „........„ der andere der „ ........ „ .

    Für neugierige Taucher würde ich hier eine Nachsuche empfehlen. Vielleicht wurde etwas übersehen.
    (Die Namen der Seen habe ich erstmal weggelassen)

    Übrigens habe ich gerade den Beitrag von diesem erfahrenen Taucher gelesen. Bergungsdienst ?? Kennst du zufällig Bergungstaucher meiner alten Diensstelle der 18. SSta auf dem Dänholm ?? Suche da einen bestimmten, war Obermaat glaube ich und hatte mir mal die neuen Farbunterwasserkameras gezeigt, die gerade in der CSR getestet wurden. Ich weiß leider seinen Namen nicht mehr.
Lädt...