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Alt 04.06.2007, 21:29   #1
Bingo
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Wifo und Raketenproduktion im Kohnstein

Bei der Besichtigung der neuen Dora-Ausstellung mit Sorgnix bin ich auf das anliegend beigefügte Dokument vom 11.09.1943 gestoßen. Hieraus ergibt sich, dass die Wifo (= Wirtschaftliche Forschungsgesellshaft) vom OKH den Generalauftrag zur Herstellung von Einzelteilen für 900 A4-Rakete erhalten hatte. Daneben sollten weitere 1.500 Raketen montiert werden, von denen jeweils 300 an Zeppelin und Rax abgegeben werden sollten.

Ich dachte bislang immer, dass der Auftrag unmittelbar an die Mittelwerk GmbH gegangen sei. Hat jemand weitere Kenntnisse?
Angehängte Grafiken
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Alt 04.06.2007, 23:25   #2
Henry
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Hmmmm ? das ist doch nicht wirklich neu !??

@Frank


Am 25.8. war als U-Verlagerung für F1 noch Höhlen bei Saarbrücken im Gespräch,
um der Mittelwerk GmbH einem Generalauftrag zu erteilen, muss diese erst einmal als
Firma firmieren ! Ich rate mal einfach und gehe davon aus das zu diesem Zeitpunkt die MW GmbH noch gar nicht gab !

Auf Seite 2. ( von 6 ) dieser Aktennotiz vom 11.9 unter Punkt 5. „Fertigungsplanung“ steht z.B. :“ Die Fertigungspläne für die einzelnen Baugruppen des Gerätes werden bei den Leitfirmen angefertigt. Die Fertigungspläne für die Montage bei der Wifo ( Einrichtungspläne ) werden von der Gruppe Sawatzki bei der Wifo hergestellt !

Bei Pukt 10 ( Seite 4 geht es um den Abtransport der Maschinen aus F1 zu den
„ Mittelwerken“, da mit sind aber alle A4 Verlagerungsfirmen in den „Mittelraum“ gemeint !

Erst am 1.10.43 wurde ein Generalauftrag an das Mittelwerk besprochen( Dornberger, Kammler, Kunze, Kettler ) . Dieser sollte am 6.10 da sein , lag aber am 13.10 noch nicht vor.
Am 19.10 wurde dieser dann ausgestellt und am 21.10. von der Mittelwerk GmbH in empfang genommen. Anzunehmen ist, das die Mittelwerk GmbH als Tochter der Wifo gegründet wurde .

Gruß Henry

PS: du müsstest eigentlich von mir seit langem diese Aktennotiz vollständig habe !!
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Thomas Kliebenschedel

Geändert von Henry (04.06.2007 um 23:34 Uhr).
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Alt 05.06.2007, 09:41   #3
Bingo
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Meinstest du etwa auf der zugeschickten CD?

Die habe ich verzammelt. Ich weiß nicht, wo die hin gekommen ist. Könntest du mir die zietierten Seiten nochmals per mail zuschicken?

Das Postfach ist groß genug.

Gruß
Bingo
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Alt 19.09.2007, 22:26   #4
Henry
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[quote=Henry;319620]Anzunehmen ist, das die Mittelwerk GmbH als Tochter der Wifo gegründet wurde . QUOTE]


Ist nun eigentlich bekannt, wann und wo die Fertigung im Wifo Stollen ( Kohnstein) als „Mittelwerk GmbH“ firmierte ? Wer waren die Gesellschafter ??? Oftmals wird auch von der Mittelwerke GmbH, Berlin- Charlottenburg, Bismarkstr.112, in den Dokumenten geschrieben, richtig heißt es auf jeden Fall „Mittelwerk“ ohne „e“. Die Adresse Berlin- Charlottenburg, Bismarkstr.112 ist identisch mit dem Sitz des Sonderausschuss A4 Dir. Degenkolb.
Diese Firma bekam bekanntlich am 19.10.1943 vom OKH den Generalauftrag für die Fertigung von 12000 A4 b.z.w. 900 Geräte im Monat.
Dann gibt es noch die Adressen :

Mittelwerk GmbH
Büro Sawatzki ( Das war im Kohnstein , Niedersachswerfen )
Und dann noch : „Mittelwerk GmbH, Halle / Saale“

Irgendwie scheint die Mittelwerk GmbH eine Firma des Sonderausschuss A4 oder ähnliches zu sein und b.z.w. oder ein Ableger der Wifo . Dafür spricht jedenfalls das Sawatzki ursprünglich für die Wifo die A4 Fertigung organisieren sollte !
Wäre also denkbar das ein Gesellschafter der Mittelwerk GmbH die Wifo war !??
Mich würde nun echt interessieren wo die Firma eingetragen war und wer die Gesellschafter waren !?

Gruß Henry
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Thomas Kliebenschedel
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Alt 19.09.2007, 22:50   #5
jlandgr
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Zitat:
Zitat von Henry Beitrag anzeigen
Irgendwie scheint die Mittelwerk GmbH eine Firma des Sonderausschuss A4 oder ähnliches zu sein und b.z.w. oder ein Ableger der Wifo . Dafür spricht jedenfalls das Sawatzki ursprünglich für die Wifo die A4 Fertigung organisieren sollte !
Wäre also denkbar das ein Gesellschafter der Mittelwerk GmbH die Wifo war !??
Mich würde nun echt interessieren wo die Firma eingetragen war und wer die Gesellschafter waren !?
Gruß Henry
Laut der Doktorarbeit "ENGINEERING CONSENT: PEENEMUENDE,
NATIONAL SOCIALISM, AND THE V-2 MISSILE, 1924-1945", 451 Seiten, viel Spaß und Muße beim Lesen unter https://drum.umd.edu/dspace/bitstrea...i-umd-2357.pdf
war Alleingesellschafter der Mittelwerk GmbH die Rüstungskontor GmbH (da steht auch mehr interessantes, kopiere ich hier nicht alles, einfach mal reinschauen )
Zur Rüstungskontor GmbH liegen mir hier R2 (Reichsfinanzministerium, müsste mal schauen) Unterlagen vor, mal sehen, ob da auch schon die Mittelwerk GmbH erwähnt wird, ansonsten mal in den in der Doktorarbeit angegebenen Beständen, "Vermerk über Besprechung im Reichsministerium für Rüstung und Kriegsprodiktion, Generalreferat Wirtschaft und Finanzen, betr. Mittelwerk GmbH., am 21.9.43, R121/405, BAL; Protokolle der Mittelwerk-Gesellschaftsversammlungen am 24.9.1943, R 121/544, BAL" schauen

Auch sonst klingt "R 121" interessant, *auf meine Liste setz*
"R 121 Industriebeteiligungsgesellschaft mbH 1935-1965 Im Januar 1951 unter der Bezeichnung Industrieverwaltungsgesellschaft mbH gegründete bundeseigene GmbH zur Liqidation der Beteiligungen des Reiches und Preußens an unmittelbar oder mittelbar im Bundeseigentum befindlichen früheren Reichsgesellschaften, v.a. der sogenannten „Speergesellschaften“: Rohstoffhandelgesellschaft mbH (ROGES), Rüstungskontor GmbH, Industriekontor GmbH und Rowak-Handelsgesellschaft mbH; im September 1951 Umbenennung in Industriebeteiligungsgesellschaft mbH; nach Abschluss der Abwicklungsaufgaben Ende 1963 Tätigkeit eingestellt."

Gruß,
Jérôme

Geändert von jlandgr (19.09.2007 um 23:00 Uhr).
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Alt 19.09.2007, 23:41   #6
jlandgr
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Ah, ja, doch, habe auch in den alten R2-Sachen von 2005 noch einen Verweis auf Beteiligung der Rüstungskontor GmbH an der Mittelwerk GmbH (lt. handschriftlicher Anmerkung womöglich ohne Wissen des Finanzministers) gefunden, zunächst: Gründung Rüstungskontor GmbH: R2/21736 Fiche 1, Blatt 2, RMRuK "Gründung d. Rüstungskontor GmbH" "Geschäfte v. Gesellschaft f. Luftfahrtbedarf geführt" gez. Hettlage, 18.5.42; Blatt 4-9 Satzung d.. Rüstungskontor GmbH; dann ff: "diverse Schriftwechsel, Vermerke etc. bzgl.. Rüstungskontor GmbH: Mittel f. rüstungswirtschaftliche Sonderaufgaben 43, Finanzierung d. Barackenbeschaffung, Rüstungskontor GmbH beschafft selbst, Geld soll aber nicht wie bisher vorher von Konto der Regierungskasse abfließen, sondern nur nach Bedarf (->Dutzende v. Millionen RM; Zinseffekte etc.)"; Blatt 25: Rüstungskontor: Gründung d. Betriebsmittel GmbH; Barackenbeschaffung etc. 14.4.44 ; Blatt 30 Vorläufiger Beteiligungsplan d. Rüstungskontor GmbH 5.8.44 [1 Mio Stammkapital Rüstungskontor, Erhöhung auf 25 Mio RM geplant, 100 % Beteiligung an Mittelwerk GmbH, die auch 1 mio Stammkapital hat]; Blatt 32-39 Geschäftsbericht ü. 1. Geschäftsjahr 4.5.42-31.3.43 (mit Angabe d. Beteiligungen) + Bilanz + GuV 31.3.43 ; B. 40 Speer, "Rüstungskontor GmbH ... folgende Aufgaben ..." 13.7.42 ; und schließlich dann: R2/21736 Fiche 2 , Bl. 46 "Handschriftlich; enthält "dass die Rüstungskontor GmbH sich ohne meine Zustimmung a.d. Mittelwerk GmbH beteiligt hat" 1944
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Alt 20.09.2007, 00:14   #7
jlandgr
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Insgesamt kann man sagen, dass es zwischen RFM und RMRUK ganz erheblich (viele Aktenstücke handschriftlich, evtl. absichtlich ohne Sekretärin? ) geknirscht hat, sowohl, was die beabsichtige Kapitalerhöhung des Rüstungskontors angeht (Kapitalerhöhung wird aus Reichsmitteln versagt, Notiz vom 11.8.44 dass die Erhöhung dann wohl ohne Rückgriff auf Haushaltsmittel erfolgen soll, daher Rückstellung der Bedenken), als auch größere Darlehen ohne vorherige nötige Einschaltung des RFM, als auch, dass über viele GmbH-Tochtergesellschaften das RFM nicht vorher in Kenntnis gesetzt wurde, z.B. Betriebsmittel GmbH, über die erst nachträglich unterrichtet wurde ("Die Gründung hätte nach § 48 Abs (1) RHO meiner Zustimmung bedurft, die aber nicht eingeholt worden ist"), oder auch Mittelwerk GmbH.

Die Rüstungskontor GmbH hat leitende Mitarbeiter wohl aus der "Gesellschaft für Luftfahrtbedarf" (Jan. 1943 Trennung von dieser Gesellschaft) übernommen. Wie es Speer am 13.7.1942 formulierte "Die Gesellschaft hat zum Teil den Apparat einer freiwerdenden anderen Gesellschaft des Reiches übernommen" , Hettlage schreibt am 18.5.42 an RFM in Unterrichtung über Gründung der RK, dass die Geschäfte vorläufig von der Gesellschaft für Luftfahrtbedarf im Auftrag geführt werden und dass der Geschäftsführer und 2 Prokuristen dieser Gesellschaft zu Geschäftsführern (Prokuristen) der RK bestellt worden sind.

Mal symptomatische Sätze für die damalige "Stimmung" hinter den Kulissen zwischen RFM und RMRUK zitiert aus dem längeren Bericht über die haushaltsrechtlichen Probleme/ das Gebaren und Finanzierung der RK von Min. Rat. Franken vom 13.4.44: "Das Geschäftsgebaren der Rüstungskontor GmbH (kurz: RK) und der sie beim RMinf RuK betreuenden Stellen gibt immer mehr Anlaß zu Beanstandungen. Eine Reihe bedenklicher oder mindestens undurchsichtiger Fälle sind bereits im Vermerk v. 29.1.44 - WM 3749-13/44 Ig - aufgeführt worden. Es fällt insbesondere auf, daß über Haushaltsmittel in z.T. sehr erheblicher Höhe verfügt wird, ohne das RFM in der vorgeschriebenen Form zu beteiligen" [usw.]

Hat also mächtig geknirscht, was die Finanzierung angeht ...
Jérôme

Ausserdem ein handschriftlicher Brief von 1944, in dem er mehr als deutlich gemacht wird, wie ärgerlich es sei, dass mehrere Schreiben vom Januar und auch April mit Nachfragen zu den Beteiligungsstrukturen, offenen Fragen (§ 48 etc.) ohne Antwort geblieben sind und er weist nochmal auf die Dringlichkeit der Antwort hin.

Geändert von jlandgr (20.09.2007 um 00:56 Uhr).
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Alt 20.09.2007, 00:33   #8
jlandgr
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Gegenstand des Unternehmens "Rüstungskontor GmbH" ist übrigens schön global definiert, "passt für alles, was man so brauchen könnte", dürfte damals das Motto gewesen sein:

"§3:
(1) Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung rüstungswichtiger Aufgaben.
(2) Die Gesellschaft ist berechtigt, andere Unternehmen zu gründen oder sich an solchen zu beteiligen oder solche zu erwerben und Interessen- und Betriebsgemeinschaften einzugehen."

Von den 1 Mill Stammkapital bei Gründung 990000 RM durch RMRUK und 10000 RM durch Wehrwirtschaftsführer Schmid-Lossberg. Ein Sitz des RFM im Beirat war nicht vorgesehen, da seitens des RMRUK Bedenken geäussert wurden, dass dann auch alle anderen Ressorts auf einem Sitz bestehen würden, was die Arbeit unnötig behindern/ verlangsamen würde.

Geändert von jlandgr (20.09.2007 um 00:40 Uhr).
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Alt 20.09.2007, 21:10   #9
Henry
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Nicht schlecht Herr Specht !

Nun aber weiter im Text !!:


Aus einer Besprechung vom 11.9,1943 ist zu entnehmen das die Wifo vom OKH einen Generalauftrag für die Fertigung von 900 A4 / Mon. erhalten soll.
Die Postanschrift ist wie bereits benannt: Wifo Niedersachswerfen, z.H. Generaldirektor Wehling Berlin.
Die Adresse der Verwaltung vor Ort ist Wifo Halle/Saale. Es wird schon von „Mittelwerke“ geschrieben, aber noch nicht von einer Mittelwerk GmbH.
Mann könnte annehmen das Vorbesprechungen zur Gründung der Mittelwerk GmbH hier stattfanden : "Vermerk über Besprechung im Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion, Generalreferat Wirtschaft und Finanzen, betr. Mittelwerk
GmbH., am 21.9.43, R121/405, BAL;

Und das könnte zeitlich auch die Gründungsversammlung sein ? :
Protokolle der Mittelwerk-Gesellschaftsversammlungen am 24.9.1943, R 121/544, BAL"

In einer Besprechung vom 1.10.1943 wurde vereinbart das die Mittelwerk GmbH einen Generalauftrag zum 6.10.1943 bekommen sollte.
Die Gründung der Mittelwerk GmbH liegt folglich irgendwo zwischen dem 11.9.1943 und dem 21.9 b.z.w.24.9.1943 ?! Im 24 ? August 43 gibt Dornberger bekannt das am 25.8. eine Besprechung in Berlin statt finden wird. Die Teilefertigung soll in Höhlen verlegt werden. Am 25.8 kommt der Vorschlag damit in Höhlen nach Saarbrücken zu gehen. Am 26.8. wird bei Speer über die Verlagerungsorten diskutiert. Am 27.8 berichtet Dornberger von dieser Besprechung und teilt mit das Fertigung und Entwicklung völlig getrennt werden. Am 28.8. treffen am Kohnstein die ersten KZ Häftlinge für den Ausbau der Wifo Stollen ein .
Von der Idee der U-Verlagerung bis zum ersten Hammerschlag am Kohnstein vergehen gerade mal 4 Tage. Ein Auftragsvergabe für die Montage des A4 wird aber erst 14 Tage später beschlossen. Die Mittelwerk GmbH gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht ?
Das Reichswirtschaftsministerium war alleiniger Gesellschafter der Wifo, folglich ging der erste Auftrag vom Oberkommando der Wehrmacht an eine Firma des RWM
Die Rüstungskontor GmbH war eine Firma des Reichsfinanzministerium ( RFM) und Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion ( RMRUK ) ?
Wie passt das nun alles zusammen ?

Man hat ohne jegliche Vorlaufzeit und Planungsarbeit von einem Tag auf den anderen entschieden die A4 Entmontage und nicht wie von Dornberger am 24 und 25 noch angenommen, die Teilefertigung in einen Stollen im Harz unter zu bringen. Von diesem Stollen wusste Dornberger offensichtlich nichts ?! Ebenso am 26.8 wird die Trennung von Entwicklung und Fertigung beschlossen und 48 Stunden später kloppen bereits KZ Häftlinge am Kohnstein. Wer in diesem Stollen in welcher weise was ums A4 fertigt, kann unmöglich bereits bekannt gewesen sein ? Wurde Dornberger von den Ereignissen überrollt und das ganze war von anderer Stelle bereits schon vorbereitet ?

Gruß Henry
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Alt 20.09.2007, 21:49   #10
Henry
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OK ich hab’s!

Die Mittelwerk GmbH wurde nach Wagner am 21.9 gegründet, man hat sich tatsächlich an diesem Tag darauf geeinigt den Stollenausbau der Wifo zu überlassen u.s.w.
Wagner hat die Teilnehmer der Gründungssitzung aufgezeichnet . Die Signaturen
R121/405, BAL ; R 121/544, BAL ; FE 694A hab ich nun, jetzt muß ich mir nur noch Kopien der benannten Dokumente besorgen um das nach zu prüfen !

Gruß Henry
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Geändert von Henry (20.09.2007 um 22:05 Uhr).
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