Ich möchte hier eine riesige politische Diskussion rund um den Atommüll vermeiden. Vielmehr soll gezeigt werden, wie eine Besucher-Befahrung in diesem alten Bergwerk abläuft. Nähere Infos offizieller Art kann man hier bekommen: http://www.dbe.de/konrad_1.0.htm
Bei der Anmeldung erfährt man, dass die Wartezeit bis zum Befahrungstermin etwa 1 Jahr (oder inzwischen auch länger) beträgt. Ist man schließlich an der Reihe, können Gruppen mit maximal 22 Personen dort anreisen. Die ganze Veranstaltung dauert etwa 4 Stunden und ist, abgesehen von der An- und Abreise, für die Teilnehmer völlig kostenlos. Man wird komplett eingekleidet, inklusive Unterwäsche, Strümpfe, Grubenschuhe, Schlaz usw. Jeder Teilnehmer bekommt einen Gruben-Selbstretter und ein Geleucht ausgeliehen.
Nach kurzer Einweisung geht es mit dem Förderkorb in etwa 1200 Meter Tiefe hinab. Unten herrschen Temperaturen von 30 bis 32 Grad Celsius. Zwei offene Gruben-LKW's warten auf die Gruppe. Es heißt nun aufsitzen und eine viele Kilometer lange Fahrt beginnt. An interessanten Stellen wird angehalten und erklärt. Es gibt dort unter Tage eine Strecken-Vortriebsmaschine in Warteposition, mit der einmal die Kammern für den angelieferten Atommüll aufgefahren werden sollen. Oder man sieht die Reparaturwerkstätten oder auch die "Straßenkehrmaschine", die die riesigen Strecken ständig feucht hält.
Schließlich ist die Rundfahrt beendet und man wird mit dem Förderkorb wieder 1200 Meter nach oben transportiert. Es folgt noch ein Rundgang übers Betriebsgelände und ins Maschinenhaus. Dort sind noch historische Maschinen am Werkeln und man sieht das Seil, mit dem man soeben aus der Tiefe geholt worden ist.
Den Abschluß bildet noch eine Diskussion über Sinn und Irrsinn der Atomenergie und ihres Abfalles. Dann wird man am uniformierten Werkschutz vorbei nach draußen entlassen und kann die Heimreise antreten.
Hier sind ein paar Bilder von dort.
1. Das Gerüst vom Förderturm
2. Die Rundfahrt beginnt
3. und 4. Erläuterungen unter Tage
5. Stalagtiten aus Salz








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