Glückauf! oder Glück Auf!

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  • Hajo
    Heerführer

    • 29.09.2003
    • 3112
    • NRW
    • C-Scope 1220 B

    #16
    Zitat von masterTHief
    Hallo Hajo,

    herzlichen Dank für die Aufklärung, Du warst mir eine große Hilfe.
    Das "Letzte Glück Auf" werde ich mir merken.
    Meine bisherige Auffassung gründete sich auf
    "Gerhard Heilfurth, Bergmann und Bergbau in der deutschsprachigen Sagenüberlieferung Mitteleuropas, Band I, Quellen, N. G. Elwert Verlag 1967"
    Kann sein, daß dort mittlerweile überholte Traditionen zu finden sind.
    Super-Werk für den Bergbau-Begeisterten, sehr empfehlenswert.

    Gruß

    masterTHief
    @ MTH.
    Danke für diese Info. Du schreibst etwas von überholten Traditionen,na ja,ich denke mal,daß fast alle alten Traditionen immer mehr von der Heutigen Zeit "überholt" werden..

    Dem Omega-Team möchte ich noch mitteilen,daß ich solch eine Diskussion eigentlich garnicht "lostrampeln" wollte,vielmehr habe ich einfach nur das wiedergegeben,was ich in meinem Bergmannsleben so kennengelernt habe....

    Trotzdem war es auch sehr interessant für mich,einmal die Meinung von Leuten zu lesen,die sich echt mit dem von mir angefangenen Thema beschäftigt haben und mir,der eigentlich der Deutschen Sprache einigermaßen mächtig ist, gezeigt haben,daß es in der Deutschen Sprache doch noch so einiges gibt,was der Uli noch nicht weiß !

    Glückauf

    Uli
    Wenn ich nur darf,wenn ich soll,aber nie kann wenn ich will,dann mag ich auch nicht,wenn ich muß....

    Kommentar

    • alterbergbau
      Landesfürst

      • 28.06.2003
      • 756
      • Bochum
      • Nase, Augen, Hirn

      #17
      Sagen die Müller nicht sogar "Glück Zu" ?
      Untertage darf nicht untergehen!

      Kommentar

      • wolfgang.sch
        Geselle


        • 12.04.2005
        • 51
        • Wernigerode

        #18
        Glück auf!

        Glück auf, masterTHief.
        Kapl hat ja in seinem ersten Beitrag schon alles gesagt. Doch nun zu deiner Frage bezügl. dem Gang zur letzten Ruhestätte:
        Wir halten es schon immer so und auch jetzt, mehr als zehn Jahre nach der Schließung unserer Grube: Wenn wir einen vertorbenen Kumpel zum Grab tragen, schreiben wir auf die Kranzschleife "... ein letztes Glück auf! von..." usw.
        Vielleicht ist es auch gar nicht so wichtig, welche Form der (nach deutscher Rechtschreibung) zulässigen Schreibweisen angewendet wird.
        Ich finde es eher ganz wichtig, dass sich Bergleute oder mit dem Bergbau verbundene Freunde immer mit Glück auf! begrüßen oder verabschieden. Das ist eine schöne Tradition. Bei unseren Exkursionen habe ich schon erlebt, dass es manchen Teilnehmern offensichtlich schwer über die Lippen kommt, das Glück auf!
        Wolfgang.
        Glück auf!

        Kommentar

        • Quertaucher
          Landesfürst


          • 29.06.2004
          • 832
          • Sachsen-Anhalt

          #19
          Glück auf!

          also kapl mich würde interessieren, wo Du diese handschriftliche Notiz, die immerhin 4 Jahre vor Goethes Tod geschrieben sein müßte, herhast.

          Der Herr Geheimrat war zwar kein Bergmann, aber an geologischen wie bergbauulichen Sachverhalten sehr interessiert. Daß er geheimer "Berg" -Rat war, ist mir nicht bekannt. Allerdings sollte er im Auftrag seines Fürsten Karl August die Ilmenauer Gruben wieder reanimieren, weshalb er 1777 neben anderen Begleitumständen erstmals in den Harz kam. (Ein letztlich untaugleicher Versuch, die Ilmenauer Gruben betreffend). Dafür zog es ihn noch häufiger in den Harz. Die Landschaft und die Mysthik des Brockens hatten es ihm augenscheinlich angetan.
          Unter falschem Namen (Maler Weber) "spionierte" er in den Gruben u.a. im Rammelsberg (Goslar), wo er sich das "Feuersetzen" zeigen ließ oder in St. Andreasberg.
          Nebenbei war er mineralogisch interessiert, sammelte erhebliche Gesteinsmengen und führte ein "Geognostisches Tagebuch". Mir ist bisher unklar, wie er diese ganzen Teile mitnahm, zumal er ja oft "Bei ingrimmigem (Winter)- Wetter zu Fuß oder per Pferd unterwegs war, zudem auf holprigen "Straßen" oder oft im unwegsamen Gelände, wie z.B. im damals noch touristisch unerschlossenen Bodetal bei Thale.

          Ich möchte hier nicht zu ausführlich werden und mich entschuldigen, daß ich etwas vom Thema abgekommen bin...

          Wer sich für mehr interessiert, dem sei einschlägige Literatur empfohlen z.B. die Bücher von Rolf Denecke über Goethes Harzreisen oder auch zum Einstieg die jährlich erscheinende Zeitung "Goethe im Harz" (kostenlos aber nicht umsonst), deren Hauptaugenmerk allerdings auf touristischer Ebene liegt.
          Einige von Euch haben sie ja schon und ansonsten lohnt das Nachfragen in den Touristinfos im Harz.

          In diesem Falle möchte ich als Nichtbergmann auch einmal mit dem für mich etwas ungewohnten Gruß schließen:

          Glück auf!
          Zuletzt geändert von Quertaucher; 04.03.2006, 22:13.
          Ein Taucher, der nicht taucht, taucht nix, oder er darf nicht

          Kommentar

          • kapl
            Landesfürst

            • 30.08.2002
            • 719
            • NRW. Ruhrstadt Essen. Kulturhaupstadt 2010

            #20
            Zitat von Quertaucher
            Glück auf!

            also kapl mich würde interessieren, wo Du diese handschriftliche Notiz, die immerhin 4 Jahre vor Goethes Tod geschrieben sein müßte, herhast.


            Glück auf!
            Habe nachgefragt, hier die Antwort!


            Diese eigenhändige Niederschrift
            "Glück auf!"
            vom 5. Januar 1928 befindet sich in der
            Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung
            Im Goethe-Museum Düsseldorf.

            Aus welchem Anlaß sie niedergeschrieben worden ist, weiß ich auch nicht.
            Im Goethe Briefrepertorium ist festgehalten, daß er öfter den Ausdruck Glück auf verwandt hat, immer in dieser Schriftform.
            (vorerst) nur noch lesend. Schreibend? Woanders! Wo? pn!

            Kommentar

            • Alfred
              Heerführer

              • 23.07.2003
              • 3840
              • Hannover/Laatzen
              • Augen, Nase, Tastsinn

              #21
              Zitat von wolfgang.sch
              Bei unseren Exkursionen habe ich schon erlebt, dass es manchen Teilnehmern offensichtlich schwer über die Lippen kommt, das Glück auf!
              Das kommt sicher daher, so wie ich es selbst frueher auch empfunden habe, das es den Leuten erstmal peinlich ist, sich einer Grussfloskel zu bedienen, die eigentlich einem sehr speziellen Kreis vorbehalten ist, zu dem man selbst nicht wirklich gehoert!
              Ich musste mich auch erst diverse Male in solcher Umgebung aufhalten, bis die Hemmungen fielen. Besonders krass ist es natuergemaess im aktiven Bergbau. Ich war vorletztes Jahr in der Auguste Viktoria Zeche, da wirst Du von hunderten Bergleuten so gegruesst
              Schoen´ Gruss

              I would never want to be a member of a group whose symbol was a
              guy nailed to two pieces of wood. ~ George Carlin ~

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              • Deistergeist
                Moderator

                • 24.11.2002
                • 19698
                • Barsinghausen am Deister

                #22
                Man hätte auch ein Tonband laufen lassen können....

                MfG Thomas(der mit dem Gruss keine Probleme hat, da alte Bergmannsfamilie)
                "The Man Who Saved the World" -S. J. Petrow-

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