Kalibergwerk Rudolph

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • Kanzler
    Bürger


    • 23.10.2004
    • 136

    #1

    Kalibergwerk Rudolph

    Hallo
    Nicht mein Gebiet, daher brauche ich mal versierte Hilfe.
    Bei Schreyahn/Wustrow (Wendland) befindet sich der Rest der Kali Grube Rudolph. Wir vermuten, das dort ein verschwundenes Mädel "deponiert" sein könnte. Daher wäre es gut, wenn jemand näheres zu den verschütteten/offenen Stollen hätte. Bzw. einen Plan/Luftbild um es abzugleichen. Wenn einer die Reststollen schon mal besichtigt hat, wäre er als "Führer" herzlich willkommen. Infos bitte mit Pn.... eine gute Zeit... Kanzler
  • Obersteiger
    Ritter

    • 17.10.2000
    • 342
    • Harz

    #2
    Bei der Grube handelte es sich um eine Schachtanlage des Kalibergwerkes Teutonia / Wendland, stillgelegt im Jahre 1926 und verfüllt bis 1931. Ab 1950 ging der Schacht zu Bruch, das Gelände sackte ab und es bildete sich ein Teich. Mit Google Earth ist dieser Teich neben einer Halde SE des Dorfes zu sehen. Ehemalige Betriebsgebäude sind auch nicht mehr vorhanden.

    Kommentar

    • Porta 21
      Geselle


      • 09.03.2005
      • 70
      • Porta Watfalica / NRW

      #3
      Vielleicht hilft dir das hier auch noch weiter Pläne habe ich leider nicht aber Matthias 45 kommt glaube ich aus der Gegend wenn ich mich nicht irre falls ja sorry.

      Auf der Suche nach dem „weißen Gold“ (Kalisalz) wurden im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts verschiedene Bohrgesellschaften durch Probebohrungen auf die Gegend um Wustrow aufmerksam. In den Tiefen von 360 bis 460 m stieß man auf das ersehnte Salz.1898 schlossen daraufhin die Orte Schreyahn und Lensian einen Kalisalzvertrag mit einem Gutsbesitzer aus der Harzgegend ab. Die Bergbaugesellschaft Teutonia AG aus Hannover übernahm 1905 die Verträge und begann die Abteufungsarbeiten für den Hauptförderschacht „Rudolph“ . 1906 entstand parallel der Aufbau der Industrieanlagen, einer Chlorkalium- einer Sulfat- und einer Bromfabrik mit zwölf Dampfkesseln und einer 5 km langen firmeneigenen Kalibahnstrecke bis zum Wustrower Staatsbahnhof zum Abtransport der geförderten Salze. Schon 1908 wurde mit der Förderung begonnen. 1913 bis 1915 kamen die Schachtanlagen „Wendland“ und 1911 – 1917 „Hildegard“ hinzu. Große Schwierigkeiten machte das Eindringen von Wasser und man musste 25 km lange Abwasserleitungen bis hin zur Elbe bauen. Als Fluchwege und für die bessere Belüftung der Stollen sollten die Schächte untertage miteinander verbunden werden.
      Die Gegend erlebte einen großen Aufschwung und viele Hunderte von Arbeitern waren in den Werken tätig. Bergleute und angelernte Landarbeiter aus ganz Deutschland und Europa. Der industrielle Wohlstand versprach ein besseres Leben. Gefördert und hergestellt wurden Mineraldünger, Grundstoffe für die chem. Industrie sowie Speise-, Bade- und Viehsalz. 1926 mussten die Anlagen plötzlich geschlossen werden. Der Absatz war zu schlecht und die Konzentrationen der geförderten Kalisalze zu gering. Außerdem gab es einige geologische Probleme, welche zu hohe Kosten verursachten. Die Schächte wurden schließlich geflutet, abgedeckt und die Tagesanlagen gesprengt und dem Erdboden gleichgemacht. Heute zeugen nur noch wenige Dinge von den damaligen Industrieanlagen und den weitreichenden Auswirkungen.
      (Quelle geocaching.com)

      Glückauf Chris
      Wer sich mit Hunden schlafen legt muss sich nicht wundern wenn er mit Flöhen aufwacht, Orson Wells

      Kommentar

      • Matthias45
        Heerführer


        • 28.10.2004
        • 4300
        • Damme, Niedersachsen
        • MD3009, Der Schrottfinder..

        #4
        Zitat von Porta 21
        Vielleicht hilft dir das hier auch noch weiter Pläne habe ich leider nicht aber Matthias 45 kommt glaube ich aus der Gegend wenn ich mich nicht irre falls ja sorry.

        Glückauf Chris
        Ähh.. Chris..

        Mal ins Profil geschaut?

        49401 Damme.. Nix Wendland.. Nix meine Baustelle..
        Glück Auf!
        Matthias

        Kommentar

        • Porta 21
          Geselle


          • 09.03.2005
          • 70
          • Porta Watfalica / NRW

          #5
          Zitat von Matthias45
          Ähh.. Chris..

          Mal ins Profil geschaut?

          49401 Damme.. Nix Wendland.. Nix meine Baustelle..

          sorry irren ist menschlich oder ????
          Wer sich mit Hunden schlafen legt muss sich nicht wundern wenn er mit Flöhen aufwacht, Orson Wells

          Kommentar

          • Kanzler
            Bürger


            • 23.10.2004
            • 136

            #6
            Hallo
            Danke erst mal. Weiter bringt mich das leider alles aber nicht. Lt. einiger Eingebohrenen soll bis vor 10 J noch was von der alten Strecke begehbar gewesen sein. Wer kennt die Anlage? m.f.G. Kanzler

            Kommentar

            • Obersteiger
              Ritter

              • 17.10.2000
              • 342
              • Harz

              #7
              Wie schon geschrieben war das eine Schachtanlage. Strecken (Stollen) befanden sich erst in einigen hundert Metern Teufe unter dem Deckgebirge.
              Angehängte Dateien

              Kommentar

              • Matthias45
                Heerführer


                • 28.10.2004
                • 4300
                • Damme, Niedersachsen
                • MD3009, Der Schrottfinder..

                #8
                Und da die Jungs da die Pumpen abgestellt haben dürften könnte das ne sehr nasse Angelegenheit werden.
                Glück Auf!
                Matthias

                Kommentar

                • Deistergeist
                  Moderator

                  • 24.11.2002
                  • 19698
                  • Barsinghausen am Deister

                  #9
                  Aus Ziegeln gemauerte Kanäle könnte man eventuell noch finden, hätte dann aber nix mit Bergbau im eigentlichen Sinne zu tun.

                  Ein Beispielbild, auch an einer ehemaligen Schachtanlage aufgenommen:
                  Angehängte Dateien
                  "The Man Who Saved the World" -S. J. Petrow-

                  Kommentar

                  • Momeier
                    Geselle

                    • 28.07.2003
                    • 93
                    • Langenbrettach /Ba-Wü

                    #10
                    Zitat von Deistergeist
                    Aus Ziegeln gemauerte Kanäle könnte man eventuell noch finden, hätte dann aber nix mit Bergbau im eigentlichen Sinne zu tun.

                    Ein Beispielbild, auch an einer ehemaligen Schachtanlage aufgenommen:
                    Lass mich raten, 250m weiter ist eine Esso Tankstelle!?

                    Grüsse Oliver
                    *IGEL* - Interessengemeinschaft zur Erforschung von Luftschutzbauten

                    Kommentar

                    • Deistergeist
                      Moderator

                      • 24.11.2002
                      • 19698
                      • Barsinghausen am Deister

                      #11
                      Die Ähnlichkeit ist da, stimmt. Ist aber nicht in Basche, sondern in deinem ehemaligen Wohnort.
                      "The Man Who Saved the World" -S. J. Petrow-

                      Kommentar

                      • Momeier
                        Geselle

                        • 28.07.2003
                        • 93
                        • Langenbrettach /Ba-Wü

                        #12
                        Wir müssen mal wandern gehen!
                        *IGEL* - Interessengemeinschaft zur Erforschung von Luftschutzbauten

                        Kommentar

                        • Porta 21
                          Geselle


                          • 09.03.2005
                          • 70
                          • Porta Watfalica / NRW

                          #13
                          @Kanzler gibt es denn schon Neuigkeiten wegen dem Mädel?
                          Wer sich mit Hunden schlafen legt muss sich nicht wundern wenn er mit Flöhen aufwacht, Orson Wells

                          Kommentar

                          • Kanzler
                            Bürger


                            • 23.10.2004
                            • 136

                            #14
                            Hallo Porta 21
                            Leider nein, die Spurensuche hat erst einmal die "üblichen Verdächtigen" zu Tage gefördert. Und ein "Abklopfen" ergab keinen zwingenden Tatverdacht. Ein weiterer in Frage kommender nicht sehr großer "Ablageort" muß mit Hund oder Bodenradar überprüft werden. Beides ist im Moment nicht greifbar, daher wird erst einmal weiter Per Telefon recherchiert. (hat evtl. jemand aus der Nördlichen Ecke BR und kann es auch auswerten?) m.f.G. Kanzler

                            Kommentar

                            Lädt...