Wie würdet Ihr vorgehen?

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  • Chronist
    Ritter


    • 24.03.2013
    • 380
    • Herzogthum Nassau
    • ACE 250 mit Doppel D Spule + PinPointer Pro

    #1

    Wie würdet Ihr vorgehen?

    Hallo,

    Im Amtsblatt der Regierung in Wiesbaden vom 18. Oktober 1869 habe ich gelesen, dass unter Beweisung der §§ 35 und 36 des Berggesetzes die Beleihungsurkunde für das Bergwerk Berthazeche und der Zeche Fritz u.a. in unserer Gemarkung erteilt wurde.

    Die Schürfrechte für die beiden Zechen wurden dem Berginspektor Carl Ludwig Münster aus Limburg, zur Gewinnung von im Felde vorhandenen Eisenerze, erteilt.

    Die Berthazeche lag im Grenzbereich von Strinz-Margarethä, Strinz-Trinitatis und Hennethal und hatte eine Fläche von 499.411 Quatratlachten.

    Die Zeche Fritz lag im Grenzbereich von Strinz-Margarethä und Hennethal und hatte eine Fläche von 499.500 Quatratlachtern. Auch dort wurde Eisenerz gefördert.

    Ich würde gerne mehr über diese Zechen erfahren (Lage etc.).

    Wie gehe ich da am Besten vor? Welche Behörde spreche ich an, um mehr aus alten Unterlagen zu erfahren? Bin für Ideen dankbar.
    Viele Grüße
    Chronist

    NICHT-Gewinner des Fotowettbewerbs Juli, August, September, Oktober 2013
    ... aber ich gebe nicht auf
  • Deistergeist
    Moderator

    • 24.11.2002
    • 19698
    • Barsinghausen am Deister

    #2
    Wurde wirklich gefördert, oder blieb es bei der Planung?
    Zuerst die alten Landkarten studieren. Dann noch neue Karten auf Halden, Bodenvertiefungen etc. überprüfen.
    Habt ihr Bergbauvereine in eurem Gebiet?

    Glückauf!
    "The Man Who Saved the World" -S. J. Petrow-

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    • Wolfo
      Oberbootsmann
      Heerführer


      • 02.11.2006
      • 1466
      • Heiðabýr
      • Oculus

      #3
      Ortsbegehung, danach Archive!

      Aktiver Bergbau hat immer Spuren hinterlassen, Mutungen gab es hingegen zahllose...


      Kein Berg zu tief!

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      • Wolfo
        Oberbootsmann
        Heerführer


        • 02.11.2006
        • 1466
        • Heiðabýr
        • Oculus

        #4
        Doppelpost, da ich nicht mehr editieren kann


        Vielleicht noch ein paar Hinweise zur Lokalität, dass Luftbild verrät oftmals schon einiges:Google Maps

        Mehr als Archive und Behörden hilft einen im ersten Schritt meist die örtliche Bevölkerung, einfach mal die Bürgermeister anrufen und nach Ortschronisten fragen...auf diese Weise erfährt man zwar vielleicht nicht unbedingt historisch korrekte Fakten, aber idR. zumindest brauchbare Ortsangaben.


        Hier ist auch eine Quelle zum Altbergbau in Strinz/Hennethal:
        Beschäftigungen der Berlinischen Gesellschaft naturforschender Freunde, Band 5


        Moderne Ortsgeschichte, Bergbau Seite 5f.
        Strinz-Trinitatis


        Die restliche Suche überlasse ich dir, selbst genauere Ortsangaben lassen sich finden
        Google.books hilft immer...ein wenig mit den historischen Ämtern und Hohheitsgebiete spielen...
        Zuletzt geändert von Wolfo; 09.09.2013, 10:05.


        Kein Berg zu tief!

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        • Biblio
          Landesfürst


          • 03.08.2011
          • 625
          • Ba-Wü

          #5
          Wenn der Ortschronist von Strinz-Margarethä nach Hinweisen zur Zeche Berta und Fritz sucht, hat WOLFO Hinweise aus dem 17. Jh. ausgegraben. Prima, war für mich als 'Revierferner' sehr interessant und hat mich zu weiteren Nach- forschungen angeregt.

          Bisher hatten wir Nachrichten über Bergbauversuche auf Blei/Silber/Kupfer in der dortigen Region. Im 19. Jh. ging Bergbau im im Taunus auf Eisen um. Da wollte Carl Ludwig Münster auch dabei sein und mutete Erzfelder.

          Wenn man die Revierbeschreibung Wiesbaden-Diez, dieses Revier unterstand dem OBA Bonn, entnehmen kann, fand in Strinz und Umgebung kein Abbau statt.
          Dies müsste eigentlich der Ortschronist anhand umfangreicher Begehungen fest- stellen.

          Köhler schreibt in seinem Handbuch "Die Eisenerzvorräte des Deutschen Reiches, Berlin: 1910, S. 472, dass im ehemaligen Kurfürstentum Hessen eine große Anzahl bergrechtlich verliehener Eisenerzfelder liegen, nur wenige kommen zur Verwertung in Frage. Fehlende Nachrichten über Aufschlüsse und Analysen lassen den praktischen Wert nicht beurteilen, der weitaus größte Teil ist wertlos. Die große Zahl der hessischen Verleihungen erklärt sich daraus, daß in der Auslegung des Begriffes Eisenerz früher viel Nachsicht seitens der Behörden geübt wurde.

          Akten des OBA Bonn wurden im 2. WK fast vollständig vernichtet, das Bergamtsgebäude vollkommen zerstört.

          Endgültige Klarheit gibt die GK 25 Blatt 5714 Kettenbach, bzw. Nachfragen beim Heimat und Geschichtverein Hohenstein, evtl. auch das Kreiarchiv in Bad Schwalbach.

          Glückauf!

          Biblio

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          • Chronist
            Ritter


            • 24.03.2013
            • 380
            • Herzogthum Nassau
            • ACE 250 mit Doppel D Spule + PinPointer Pro

            #6
            Danke schon mal für eure Unterstüzung. Ich bleibe dran
            Viele Grüße
            Chronist

            NICHT-Gewinner des Fotowettbewerbs Juli, August, September, Oktober 2013
            ... aber ich gebe nicht auf

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