SDE und Harzergruben on Tour

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  • Wimmi
    Heerführer

    • 17.01.2002
    • 1456
    • 51°36'39" N ..... 10°12'55" O

    #1

    SDE und Harzergruben on Tour

    Hallo zusammen,
    kaum ist das erste Wochenende des Jahres herangerückt, schon waren wir wieder auf Tour. Heute mal in Minibesetzung mit Melanie, Lucas, Harry und mir.

    Es ging uns darum, anhand alter Karten, die wir vorher georeferenziert hatten, deren Daten auch zu überprüfen.

    Erstes Ziel : Ein Stollen im Raum St. Andreasberg.




    Fehler unserer alten Kartendaten und des echten Stollenmundlochs : weniger als 10m


    Weiteres folgt!

    Glück Auf
    Der Wimmi

    Litterarum radices amaras esse, fructus iucundiores

    Das Wissen hat bittere Wurzeln, aber seine Früchte sind umso süßer

    (Diomedes 1, 310, 3.K.)
  • Sorgnix
    Admin

    • 30.05.2000
    • 26227
    • Pöhlde - (=> Süd-Nds.)
    • Große Nase, Augen, Ohren, Merlin, Whites XLT, Tesoro, Nokta Impact, Rutus, Minelab XTerra, OGF-L, UW 720C, Mariscope Spy, Chasing M2 Pro ...

    #2
    Wie jetzt??

    Original geschrieben von Wimmi

    Weiteres folgt!
    :

    Koordinaten oder Bilder??

    gespannterweise,
    nächtesmalwiederzeithab (... nehm )
    Jörg
    Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hat
    zu tun mit der Blödheit ihrer Bewunderer ...

    (Heiner Geißler)

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    • Wimmi
      Heerführer

      • 17.01.2002
      • 1456
      • 51°36'39" N ..... 10°12'55" O

      #3
      Also an den Bildern bin ich dran, dachte dass Harry auch etwas schreibt.

      Zu den Koordinaten des Stollens : 51,4°N 10.3°O
      Ein bischen suchen ist halt angesagt
      Der Wimmi

      Litterarum radices amaras esse, fructus iucundiores

      Das Wissen hat bittere Wurzeln, aber seine Früchte sind umso süßer

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      • Wimmi
        Heerführer

        • 17.01.2002
        • 1456
        • 51°36'39" N ..... 10°12'55" O

        #4
        Und hier dann mal ein Blick in einen Stolln der nebeneinander liegenden Gruben Gideon, Wennsglückt und Theuerdank. Die erste Betriebsperiode ging von 1693 – 1760 mit einer Teufe von 295m. In den Jahren 1787 – 1812 wurde der Abbau erneut aufgenommen und der Schacht auf 355m abgeteuft und an den Sieberstollen angeschlossen. Die hier installierte wasserkraftgetriebene Pumpenkunst diente der Wasserhaltung der tiefen Baue im Osten des Beerberger Reviers.




        Glück Auf
        Euer
        Der Wimmi

        Litterarum radices amaras esse, fructus iucundiores

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        • Wimmi
          Heerführer

          • 17.01.2002
          • 1456
          • 51°36'39" N ..... 10°12'55" O

          #5
          Recht schön ist auch der Blick in einen tonnlägigen Schacht in St. Andreasberg. Leider ist es mir nicht gelungen, den Museumführer hineinzuschmeißen Der arrogante Kerl hätte es verdient .





          Jetzt aber erst mal genug mit Bildern
          Der Wimmi

          Litterarum radices amaras esse, fructus iucundiores

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          • Obersteiger
            Ritter

            • 17.10.2000
            • 342
            • Harz

            #6
            Zu den Koordinaten des Stollens : 51,4°N 10.3°O Ein bischen suchen ist halt angesagt
            Ich würde mal auf Grünhirscher Stollen tippen ... kenne das Mdl. aber nicht

            Glück Auf!

            Achim

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            • Wimmi
              Heerführer

              • 17.01.2002
              • 1456
              • 51°36'39" N ..... 10°12'55" O

              #7
              Hallo Achim!
              Erst mal auch Dir ein frohes neues !

              Nee, der grüne Hirschlerstollen war es nicht. Haben davon auch kein Foto machen können, da oberhalb des Stollenmundloches ein wahrer Sturzbach aus dem Gestein gekommen ist und somit der Abstieg zum Mundloch durch Eis versperrt war.

              Dieser Stollen liegt im Sperrluttertal südlicher. Du kannst ihn auf der Karte finden, welche Du mir mal geschickt hattest.

              Glück Auf
              Der Wimmi

              Litterarum radices amaras esse, fructus iucundiores

              Das Wissen hat bittere Wurzeln, aber seine Früchte sind umso süßer

              (Diomedes 1, 310, 3.K.)

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              • GammaRayBrst
                Ritter

                • 19.12.2002
                • 593
                • Absurdistan

                #8
                Es ging uns darum, anhand alter Karten, die wir vorher georeferenziert hatten, deren Daten auch zu überprüfen.
                darf ich fragen wie ihr das macht?

                GRB

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                • HarryG († 2009)
                  Moderator

                  Heerführer

                  • 10.12.2000
                  • 2566
                  • Bad Sachsa, Niedersachsen (Südharz)
                  • Meine Augen

                  #9
                  Ja ja das war er nicht. Das ist der Hirschler nach einer Wassertour. Lang ist,s her......

                  Das mit den Georefernzieren kann Willm besser erklären. Ich bekomm es aber auch schon hin. Bei dem Lehrer....

                  Glück auf Harry
                  Angehängte Dateien
                  Glück Auf!
                  Harry

                  Nur die Harten kommen in den Garten!
                  Und ich bin der Gärtner

                  Harry hat uns am 4.2.2009
                  nach schwerer Krankheit für immer verlassen.
                  In stillem Gedenken,
                  das SDE-Team

                  Kommentar

                  • GammaRayBrst
                    Ritter

                    • 19.12.2002
                    • 593
                    • Absurdistan

                    #10
                    @HarryG

                    ist ja kein Wunder wenn sie alle die Augen verbunden hatten
                    Da ist man schnell mal im Gesenk verschwunden.

                    GRB

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                    • HarryG († 2009)
                      Moderator

                      Heerführer

                      • 10.12.2000
                      • 2566
                      • Bad Sachsa, Niedersachsen (Südharz)
                      • Meine Augen

                      #11
                      Ähmmm.....
                      Der dritte von links bin ich.
                      Das Bild ist fast 30 Jahre alt.
                      Da nicht jeder erkannt werden will, mußte ich die Gesichter schwärzen.
                      Solche Touren halten jung.
                      By Harry
                      Glück Auf!
                      Harry

                      Nur die Harten kommen in den Garten!
                      Und ich bin der Gärtner

                      Harry hat uns am 4.2.2009
                      nach schwerer Krankheit für immer verlassen.
                      In stillem Gedenken,
                      das SDE-Team

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                      • Wimmi
                        Heerführer

                        • 17.01.2002
                        • 1456
                        • 51°36'39" N ..... 10°12'55" O

                        #12
                        Original geschrieben von GammaRayBrst
                        darf ich fragen wie ihr das macht?

                        GRB
                        Na, dann will ich mal probieren etwas Licht ins Dunkel der Kartenarbeit zu bringen :

                        Georeferenzzierung alter Karten anhand heute noch bekannter markanter Punkte in einem Terrain.

                        Im Gegensatz zu der heute allgemein verwendeten Mercatorprojektion wurde alte Karten, d.h. Karten, die in einer Periode von ca. 1750 – 1880 entstanden sind, als lineare Projektion durchgeführt. Weiterhin ist bei diesen Karten zu bedenken, dass diese nicht wie heute üblich, auf den geografischen Nordpol ausgerichtet sind, sondern auf den magnetischen Nordpol.
                        Daher ist es von Wichtigkeit, die magnetische Variation des entsprechenden Ortes zu der Zeit der Kartenaufnahme zu kennen. Anderenfalls tritt ein Nordweisungsfehler auf, der bei einem entsprechend großen Maßstab Fehler im einige 100-Meterbereich ergibt.

                        Sehr problematisch zeigt sich hingegen die Georeferenzzierung von mittelalterlichen Kartenwerken. Da diese häufig eine perspektivische Landansicht von sich geben, ist es fast unmöglich, Positionen auf einen Suchort von unter 1000 m² zu bringen. Selbst markante Punkte im Areal sind hier dann weniger hilfreich.

                        Befassen wir uns mit der Referenzzierung von Karten der Periode 1750 – 1880 bieten sich bei gescannten Karten Programme wie OziExplorer an. Diese sind in der Lage, Karten entsprechend zu entzerren und somit die Bestimmung von Wegpunkten wieder zu ermöglichen. Hierbei werden mindestens 5 Punkte, bestenfalls in einer Anordnung der 5 auf einem Würfel benötigt. Diese Punkte sollte man allerdings nach den folgenden Kriterien auswählen:

                        - Alte Gebäude die heute noch stehen. Hierzu zählen Burgen und Wachtürme
                        - Steilklippen und andere markante Arealpunkte, sofern sichergestellt ist, dass hier keine (berg)baulichen Arbeiten durchgeführt worden sind.
                        -Ausschließen sollte mal kleine Bachläufe, da diese durch die Wasserwirtschaft und durch Wasserregale in ihrem Verlauf über eine sehr lange Periode verändert wurden. Ebenso verhält es sich mit alten Landwegen , zu nennen wären hier die Rennsteige, die aufgrund Ihrer Ungenauigkeit in der heutigen Positionsbestimmung in der Kartierung nicht als sichere Quelle zu empfehlen sind.

                        Problematisch zeigt sich auch die Projektion alter Grubenbaue in ein Gelände. Da es keinerlei Aufzeichnungen über die „reale“ topografische Ursprungssituation gibt, stellt sich schnell die Problematik bei nicht mehr vorhandenen Stollenmundlöchern, wo diese anzusetzen sind. Direkt am Wegesrand, also am Fuße des Berghanges oder doch ein paar Meter weiter zurück. Dieses Problem stellt sich daraus, dass Arbeiten auf höheren Sohlen, sehr oft Halden vor den alten Versuchsorten mit sich brachten. Daher ist die Geländemorphologie der damaligen nicht mehr entsprechend.


                        Hoffe etwas Licht ins Dunkel gebracht zu haben ???


                        Glück Auf !
                        Der Wimmi

                        Litterarum radices amaras esse, fructus iucundiores

                        Das Wissen hat bittere Wurzeln, aber seine Früchte sind umso süßer

                        (Diomedes 1, 310, 3.K.)

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                        • GammaRayBrst
                          Ritter

                          • 19.12.2002
                          • 593
                          • Absurdistan

                          #13
                          Hallo Wimmi,

                          Nachdem das Posting gestern verschwunden war heute nochmal.

                          soweit ist das schon klar.

                          "Im Gegensatz zu der heute allgemein verwendeten Mercatorprojektion wurde alte Karten, d.h. Karten, die in einer Periode von ca. 1750 - 1880 entstanden sind, als lineare Projektion durchgeführt."

                          Spielt das eigentlich eine Rolle bei Karten und Rissen die meinetwegen 2km² zeigen?

                          Heutzutage stimmt der magnetische NP fast mit dem geographischen überein, in unserer Region.


                          ich habe die Erfahrung gemacht das Karten ab ca 1770 schon sehr genau sind.
                          Halden Häuser Bingen Wassergräben zt Wege sind auch heute noch erkennbar.
                          Bei Stollnmundlöchern ist es etwas schwierig wiel man nie genau weiß wann das feste Gestein losgeht.

                          Nochwas zu GPS, die Sache ist doch schon vom Prinzip ungenau, zwischen 5m-20m
                          Abweichungen sind von den Satelitenbetreibern schon einprogrammiert.
                          Es ist schon zeitzvoll alte Risse auf heutige Karten zu übertragen aber ich habe festgestellt das auch neuste Karten manchmal recht ungenau sind..
                          Ich arbeite z.B. mit Meßtischblättern von 1:10.000.
                          Ich habe auch schon über eine Anschaffung nachgedacht, werde aber warten bis die europäischen Sateliten im All sind.

                          Glück auf

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                          • GammaRayBrst
                            Ritter

                            • 19.12.2002
                            • 593
                            • Absurdistan

                            #14
                            noch eine Frage,
                            Ihr scannt also die Karten (alt+neu) ein,legt mind 5 bekannte Punkte auf beiden Karten fest, und das Programm erechnet daraus eine Neue. Hab ich das so richtig verstanden?

                            GRB

                            Kommentar

                            • Wimmi
                              Heerführer

                              • 17.01.2002
                              • 1456
                              • 51°36'39" N ..... 10°12'55" O

                              #15
                              Im Prinzip ja,

                              wir scannen die alte Karte und legen mittels z.B. Top50 heutige Punkte als Koordinaten fest. Diese übertragen wir dann auf die alte Karte.

                              Zu GPS:
                              Stimmt teilweise. Die Ungenauigkeit wurde für Mitteleuropa abgeschaltet. Ein EPE von 5m ist möglich, sofern die Ausleuchtung für den Empfänger ausreicht. Weiterhin besteht die Möglichkeit, GPS Rohdaten zu speichern und später diese Daten im RINEX-Format mit einem Korrekturdatensatz zu bearbeiten. Theoretische Geauigkeit 1cm. Gib mal bei Google GPS Postprocessing ein, da wirst Du mit dieser Thematik erschlagen.

                              Glück Auf !
                              Der Wimmi

                              Litterarum radices amaras esse, fructus iucundiores

                              Das Wissen hat bittere Wurzeln, aber seine Früchte sind umso süßer

                              (Diomedes 1, 310, 3.K.)

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