Burgruine auf dem Desenberg bei Warburg

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  • golfi77
    Lehnsmann


    • 23.06.2004
    • 26
    • NRW, aus dem Herzen des Ruhrpotts ;-)
    • leider noch keiner

    #1

    Burgruine auf dem Desenberg bei Warburg

    Hallo Leute...
    Ich hatte am We das Glück mich mal ein der Gegend von Warburg herumtreiben zu können und konnte meine Freundin letztlich überreden sich die eine oder andere Ruine anzusehen.
    so sind wir zu späterer Stunde noch auf den Desenberg gekraxelt - meine Güte ist der steil...
    Das Gemäuer und der Berg sind wirklich äußerst interessant. Schon allein aufgrund der Geschichte. Leider ist von der Burg nur noch wenig übrig. Ein paar Mauern, eine kleine "Brücke" und der Rundturm.

    Äußerst auffällig ist jedoch der Berg. Der ist spitz wie ein Zuckerhut und die Ruine direkt obendrauf. Sehr markant. Ich habe mich - entegegen meiner moppernden Freundin dann mal etwas genauer umgesehen.

    Der Boden zwischen den Gemäuern ist äußerst uneben. Ich schätze bei ihrem Zerfall sind die meisten Mauern nach innen eingestürzt. Was nicht von den anliegenden Bauern weggeschleppt wurde, wird dort den Grund bilden - mittlerweile mit Erde und Gras überdeckt.
    Mir kam die Anlage zunächst viel zu klein für eine Festungsanlage vor, zumal auf der Spitze kaum Platz für Hauptburg und Vorburg war - da bekam sicher keine ein Pferd hinauf! Und die Vorburg am Fuß des Hügels?! Nein, ich glaube kaum das man den Berg ummauert hat. Ich habe also in der Dämmerung (21.15h) noch etwas gesucht - und ein paar Meter unterhalb der Anlage noch eine kleine Ebene auf dem Berg gefunden. Da stehen nun ein paar krumme Bäume und ich glaube 'ne Bank... Hier sind auch noch Mauerreste und man sieht am Boden deutliche rechteckige Vertiefungen - für mich eindeutige Zeichen von Gebäuden und somit der Vorburg. Passt auch - die erwähnte "Brücke" zeigt in dieser Richtung. Ich nehme an, hier war auch der Zugang zu Hauptburg ein paar Meter höher.

    Die Ruine ist immer noch im Privatbesitz der rechtmäßigen Erbin. Frau Margarete Gräfin von Spiegel. Das Gelände ist frei zugänglich und ein recht steiler Naturtreppenpfad führt nach oben.

    Die Burg war Schauplatz einer ganzen Menge von Schlachten und Belagerungen. Ich hätte eigentlich nicht schlecht Lust mir die Sache noch einmal ganz genau anzusehen.

    Schön wäre es, wenn man dort einmal sondeln könnt, oder noch besser - die Grundmauern der Vorburg freilegen könnte. Evtl. Fundstücke soltlen dann aber wirklich ins Museum... Wenn da nicht schon mal gebuddelt wurde...

    Hat sich schon 'mal jemand mit der Burg beschäftigt? Leider habe ich keine Fotos machen können

    Gruß,

    Golfi
  • Matthias45
    Heerführer


    • 28.10.2004
    • 4300
    • Damme, Niedersachsen
    • MD3009, Der Schrottfinder..

    #2
    Mal eben 3dimensional über die Karte geflogen bin..
    So siehts da in etwa aus...
    Angehängte Dateien
    Glück Auf!
    Matthias

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    • Eifelgeist
      Ehren-Moderator
      Heerführer

      • 13.03.2001
      • 2593
      • Beute-„Rheinland-Pfälzer“

      #3
      Desenberg

      Infos gibt es hier:

      Burgenwelt - Mit über 6200 detailierten Beschreibungen das umfangreichste deutschsprachige Webverzeichnis zu Burgen, Festungen, Stadtbefestigungen und anderen Wehrbauten aus 65 Staaten! - Eine Webseite von und für Liebhaber mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Wehrbauten mit Zenhtausenden von Bildern und Grafiken.


      Gruß
      Eifelgeist
      Inschrift auf einem sächsisch-preußischen Grenzstein

      Wer hier vorüber geht, verweile!
      Hier läuft ein unsichtbarer Wall.
      Deutschland zerfällt in viele Teile.
      Das Substantivum heißt: Zerfall.

      Was wir hier stehn gelassen haben,
      das ist ein Grabstein, dass ihr's wisst!
      Hier liegt ein Teil des Hunds begraben,
      auf den ein Volk gekommen ist.


      Erich Kästner: Gesang zwischen den Stühlen (1932)

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      • derpeppy
        Ritter


        • 30.12.2003
        • 429
        • Raum Iserlohn / Menden / Hemer
        • Whites 5900 PRO

        #4
        Wirklich sehr, sehr interessant.
        Liebe Grüße und gut Fund,
        Peppy

        Kommentar

        • Matthias45
          Heerführer


          • 28.10.2004
          • 4300
          • Damme, Niedersachsen
          • MD3009, Der Schrottfinder..

          #5
          Was mich sehr wundert ist dieser spitze Berg auf dem die Ruine Steht.
          Irgendwie passt der da nun garnicht in die Landschaft.. Und für vulkanischen Ursprungs ist er a) viel zu gleichmäßig (siehe LuBi in Post 2) und b) gabs in der region meines Wissens nach keine vulkanische Tätigkeit.
          Bleibt wohl nur Lösung c) das man den aufgeschüttet hat??

          Weiss jemand genaueres?



          Gruß
          matthias
          Glück Auf!
          Matthias

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          • Kunstpro
            Banned
            • 05.02.2005
            • 1999
            • Dortmund / Bielefeld
            • Hab ein Detector gebaut

            #6
            Vulkangestein

            Zitat von Matthias45
            Was mich sehr wundert ist dieser spitze Berg auf dem die Ruine Steht.
            Irgendwie passt der da nun garnicht in die Landschaft.. Und für vulkanischen Ursprungs ist er a) viel zu gleichmäßig (siehe LuBi in Post 2) und b) gabs in der region meines Wissens nach keine vulkanische Tätigkeit.
            Bleibt wohl nur Lösung c) das man den aufgeschüttet hat??

            Weiss jemand genaueres?



            Gruß
            matthias
            Doch, es wird wohl
            Vulkangestein sein.


            Viele Grüße

            Kunstpro
            Wir leben im Zeitalter grenzdebiler Wissenschafts- und Expertengläubigkeit.

            Kommentar

            • Matthias45
              Heerführer


              • 28.10.2004
              • 4300
              • Damme, Niedersachsen
              • MD3009, Der Schrottfinder..

              #7
              Jo.
              Habs eben gelesen..
              Aber sehr weit nörlich für Vulkan..

              Gruß
              Matthias
              Glück Auf!
              Matthias

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              • golfi77
                Lehnsmann


                • 23.06.2004
                • 26
                • NRW, aus dem Herzen des Ruhrpotts ;-)
                • leider noch keiner

                #8
                Nein, es ist weder Vulkangestein, noch aufgeschüttet. Der Desenberg ist eher eine Laune der Natur. Warburg befindet sich genau am äußersten rand eines Gebirgsausläufers und der Desenberg ist im Prinzip das, was die Erosion in den letzten Jahrmillionen übergelassen hat. Eine wirklich imposante Erscheinung der Berg. Für einen Architekten, der eine Wehrburg planen soll, kommt der wie geschaffen
                Ich werde wohl bald mal wieder ein Wochenende in der Nähe verbringen und mir das Ganze dann noch einmal genauer zu Gemüte führen. Vielleicht schaffe ich es ja auch noch, das Grundstück einmal grob auszumessen und eine Skizze der Lage und der Grundmauern anzufertigen. Vor allem die Vorburg dürfte in ihrer Rekonstruktion interessant sein, da hier wirklich nur noch einige Ausschachtungen und Grundmauern vorhanden sind, die man leicht übersieht.

                Greetz,

                Golfi

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