Burgruine zwischen Vilshofen und Hofkirchen

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  • Alpenkraxler
    Ratsherr


    • 09.08.2010
    • 234
    • Nürnberg

    #1

    Burgruine zwischen Vilshofen und Hofkirchen

    Es ist schon länger her, da entdeckte ich auf einer Wanderung von Vilshofen zur Kriegsgräberstätte Hofkirchen diese Burgruine. Zur Geschichte und zum Namen stand da etwas auf einer Tafel, habe das jedoch vergessen.
    Nicht weit von der Burg geht die Donau vorbei, unterhalb der Ruine eine Straße. Könnte es sich bei der Burg damals auch um eine Zollburg gehandelt haben? Denn Wegezoll und auf einem schiffbaren Fluß von Boots- Frachtführern zu verlangende Passiergebühren wären nicht gerade unerhebliche Einnahmen, egal ob nun legal oder illegal verlangt.... IMG_20241128_104335.jpg IMG_20241128_104347.jpg
  • Zardoz
    Heerführer


    • 27.02.2004
    • 4125
    • Hasufurth
    • 6.Sinn

    #2
    Du meinst wohl diese....

    Die Burgruine Hilgartsberg mit Museum und Burgcafé befindet sich an einem linksseitigen Steilhang zwischen Hofkirchen und Vilshofen a.d.Donau im Passauer Land mit Blick zur Donau.




    In dieser exponierten Lage, sicherlich zur Wegezoll Abgabe genutzt.
    Der "Zehnt" wurde dort entrichtet.
    (Siehe den Wiki Eintrag zur Burg)



    Gruß
    Zardoz

    Das Dilemma der Menschheit ist, dass die Idioten so selbstsicher und die Intelligenten so voller Zweifel sind. (Oscar Wilde)

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    • Alpenkraxler
      Ratsherr


      • 09.08.2010
      • 234
      • Nürnberg

      #3
      Genau die meinte ich! Mit dem Schiffs/bootszoll ist es natürlich schwieriger, denn wie sperrt man einen so breiten Fluß?
      Hat trotzdem so auf dem Rhein auch schon geklappt, das waren aber Raubritter. Die Ströme kann man mit den heutigen begradigten aber nicht vergleichen, es gab in Ihnen Inseln, Felsgruppen und Sand- Kiesbänke, an/auf denen man Sperren o.ä. einbauen konnte.
      Da diese Burg so vielen Adligen Geschlechtern gehört hat, muß diese echt was eingebracht haben, nur von der Zehent-Abgabe konnte von denen nicht wirklich jemand leben.
      Naja, dann war ja noch die Jagd und Fischerey, die nur die Adligen ausführen durften...Mit der Beute war die Tafel jedenfalls gut bestückt....

      Ich glaube, irgendwann ist die Burg abgebrannt. Entweder in der Zeit der Bauernkriege oder im 30-jährigen, vielleicht auch durch Blitzschlag oder Belagerung zerstört.
      Jedenfalls gab's ne schöne Aussicht auf die Donau....Heute gibt's nur die Brücke in Vilshofen, ob es damals bei der Burg noch eine gab?

      Denn auf der Vilshofener Seite verlief der Fernhandelsweg nach Passau und Regensburg, wieder ne Möglichkeit, um noch mehr Geld (Brückenzoll) zu verlangen....

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      • BOBO
        Heerführer


        • 04.07.2001
        • 4731
        • Coburg
        • Nokta SimpleX+

        #4
        Ein wenig OffTopic:
        ... nur von der Zehent-Abgabe konnte von denen nicht wirklich jemand leben.....
        Aber die hatten es noch gut - wir heute allein schon 19% MWST - von den ganzen anderen Steuern möchte man erst gar nicht sprechen
        MfG BOBO

        Das menschliche Haar wächst mit 4,6 Yoctometer pro Femtosekunde

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        • Zardoz
          Heerführer


          • 27.02.2004
          • 4125
          • Hasufurth
          • 6.Sinn

          #5
          Abgebrannt, bzw Teile davon, ist die Burg/Schloss 2 mal.

          "Obwohl die Fugger, die über die genannten Hofmarken die höhere Gerichtsbarkeit ausübten, das Schloss nie selbst bewohnten, bauten sie es nach dem Schlossbrand von 1626 erheblich aus."

          "Im Österreichischen Erbfolgekrieg wurde es am 11. November 1742 von den österreichisch-ungarischen Truppen unter Führung des Oberstleutnant Graf Gorani erobert und abgebrannt. "

          Die Fugger bauten die Ruine nicht wieder auf. 1821 verkaufte Joseph Eligius Graf Fugger zu Glött die Herrschaft an den bayerischen Staat. Die verbliebenen Gebäude gingen 1823 zunächst an einen Wirt und Bauern von Garham, später zum Teil an einen Vilshofener Brauereibesitzer über. 1838 überließen die Besitzer wegen zu hoher Unterhaltungskosten alle Gebäude unentgeltlich dem Staat.

          Bis 1970 war hier die Schule der ehemaligen Gemeinde Hilgartsberg untergebracht. Das Schulgebäude wurde an den Besitzer der Burggastwirtschaft verkauft. Am 18. Dezember 1995 erwarb der Markt Hofkirchen die Burgruine Hilgartsberg vom Freistaat Bayern. Seitdem erhält der Burgförderverein die Anlage und organisiert alljährlich Burgfestspiele und eine Burgweihnacht. "

          Gruß
          Zardoz
          Das Dilemma der Menschheit ist, dass die Idioten so selbstsicher und die Intelligenten so voller Zweifel sind. (Oscar Wilde)

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