Noch heute sieht man entsprechende obertägige Vertiefungen bzw. Abdrücke im Waldboden. Bei der ersten Stelle handelte es sich um ein Deutsches Flugzeug, da ich dort die Skala und den Mbar-Ring des Höhenmessers gefunden habe.
Um was für ein Flugzeugtyp es sich gehandelt haben könnte, keine Ahnung. Ich kann mir vorstellen, das dort ein Flugschüler verunglückt ist, da auf diesem Platz schon vom 1.10. 1935 bis zum 31.03.1938 unter dem Leiter Greifenberger ausgebildet wurde.
Vom 01.04. 1938 bis 1939? wurde die Flugzeuführerschule E (AB) genannt.
Am 16.01. 1940 erfolgte die Aufstellung der Jagdfliegerschule 4 in Fürth-Atzenhof mit zunächst 3 Schulstaffeln. Von diesen nutzte die 1./ Jfs 4 den Fliegerhorst ab dem 01.06.40 zur Durchführung der Ausbildung, nachdem diese vorher in Buchschwabach gelegen hatte.
Im Januar 1941 wurde neu die 4./Jagdfliegerschule 4 unter Olt. Wilhelm Moritz aufgestellt.
Am 20.03.1943 wurde die JFS 4 in das Schul-Jagdgeschwader 104 mit zunächst einer Ausbildungsgruppe umgegliedert. Es wurde dann zum 1./JG 104.
Soweit einige Auszüge zur Deutschen Belegung des Platzes.
Es gab in dieser Zeit bestimmt nicht nur einen Verlust, sondern bestimmt mehrere. Nur ist es sehr schwierig, einen Absturz einer bestimmten Zeit und einem Namen zuzuordnen, da die Dokumentationen dazu entweder nicht mehr existieren oder in einem Archiv X liegen.
Einfacher dürfte sich der Verlust der US-Maschine aufklären lassen. Da ich an dem Trichterrand der Aufschlagstelle diese Brustschnalle der Fallschirmvergurtung gefunden habe, hat der Pilot den Absturz nicht überlebt.
Am 15.05.45 verlegte das HQ 354th Fighter Group mit den unterstellten Staffeln 353rd Fighter Squadron, die 355th und 356th mit P-51 Mustang von Ansbach-Katterbach auf den jetzt mit R-29 bezeichneten Platz, wo sie bis Februar 1946 blieben.
Also war die abgestürzte Maschine definitiv ein P-51 Mustang!
Weitere Entdeckungen waren Wälle im Wald, die von Bulldozer-Tätigkeiten seit dem 16.04.45 durch Einheiten des 819th Engineer Aviation Battalion herrührten, die den Platz für die Nutzung durch amerikanische Einheiten vorbereiteten.
Da wurde alles zusammengeschoben, Flugzeugreste, Heizkörper, alles was im Weg war. Sucher haben das Gelände ziemlich umgegraben.
Weiter im Wald wurde mir ein Splitterschutzwall gezeigt, den ich aber später nicht mehr wiederfand.
Im "Klosterwald" gegenüber der Autobahn soll ein britischer Bomber abgestürzt sein,
das konnte ich bisher nicht nachweisen. Das könnte zwischen 1943 und 45 passiert sein.


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