Hülsenreste und Geschosse von einem alten Schießplatz

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  • Alpenkraxler
    Ratsherr


    • 09.08.2010
    • 289
    • Nürnberg

    #1

    Hülsenreste und Geschosse von einem alten Schießplatz

    Heute Morgen war ich in einem Wald unterwegs, wo früher ein Schießplatz war, der sowohl von der Wehrmacht als auch später von den Amis genutzt wurde. Ich habe nur 4 Teile mitgenommen, obwohl ich viel mehr Signale hatte.

    Ich habe diese Hülsenreste gefunden, die offensichtlich von der Wehrmacht stammen. Wahrscheinlich 1939 gefertigt, sieht mir nach 2-cm Munition von ner Flak-Vierling aus. Interessant ist, das die Hülsen aus Stahlblech und nicht aus Messing waren.

    Ich habe noch viele gleiche Hülsenreste gefunden, aber die waren sehr stark deformiert, wie von einer Flugzeugabsturzstelle. Die müssen auf die hammermäßig drauf rumgekloppt haben, vielleicht hat man da auch Feuer gemacht.....

    Hoffe, ihr erkennt gut, was da auf den Hülsenböden steht und wie das zu interpretieren ist.... IMG_20260308_094938.jpg IMG_20260308_094626_1.jpg IMG_20260308_094655.jpg IMG_20260308_094709.jpg
  • Zardoz
    Heerführer


    • 27.02.2004
    • 4173
    • Hasufurth
    • 6.Sinn

    #2
    2cm Hülse ist korrekt.
    P181 = Hersteller = Hugo Schneider AG
    39 = Herstellungsjahr 1939
    Es wurden Messing- und Stahlhülsen verwendet. Die Stahlhülsen sind entweder aus kupferplattiertem Stahl gefertigt und galvanisch nachverkupfert oder aus Stahl gefertigt und mit einem eingebrannten Lacküberzug versehen.

    Das Zündhütchen 92/36, aus Messing, enthält einen Zündsatz (Zündsatz 71/84) aus Knallqueck-silber, Kaliumchlorat, Schwefelantimon und Glaspulver.

    Ist eine tolle Idee Hülsen, mit NICHT abgeschlagenen Zündhütchen, mit nach Hause zu nehmen
    Wenn dir deine Finger lieb sind, solltest du das unterlassen

    Gruß
    Zardoz
    Das Dilemma der Menschheit ist, dass die Idioten so selbstsicher und die Intelligenten so voller Zweifel sind. (Oscar Wilde)

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    • Zardoz
      Heerführer


      • 27.02.2004
      • 4173
      • Hasufurth
      • 6.Sinn

      #3
      Oben der Hersteller.
      Unten Herstellungsjahr.
      Rechts der Stempel vom Waffenamt (WaA22 = Hugo Schneider AG., Leipzig)
      Angehängte Dateien
      Zuletzt geändert von Zardoz; 08.03.2026, 12:46.
      Das Dilemma der Menschheit ist, dass die Idioten so selbstsicher und die Intelligenten so voller Zweifel sind. (Oscar Wilde)

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      • oliver.bohm
        Moderator

        • 20.11.2007
        • 8480
        • Hannover
        • SBL 10

        #4
        Es kann auch sein, das man dort Wehrmachtsmunition gesprengt hat.
        Durch die Sprengung können die Sicherungselemente von Zündern durch die Beschleunigung ausgelöst werden, und offensichtlich nicht verschossene (Führungsbänder nicht eingeschnitten) Sprenggeschosse trotzdem nicht Handhabungssicher sein..

        Als Hinweis am Rande...
        Gruß Olli

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        • Alpenkraxler
          Ratsherr


          • 09.08.2010
          • 289
          • Nürnberg

          #5
          Danke für eure Hinweise! Ich bin mir sicher, das es so war, also das dort Munition gesprengt wurde. Denn an den Hülsenböden erkennt man auch keine Körnung vom Schlagbolzen!
          Wenn die Hülsen nur so verloren gingen, wäre die Stahlblechhülsen wesentlich besser erhalten geblieben, auch weil der Wald ein Eichenwald mit dunklem Boden war.

          Mir kommt es so vor, das die Hülsen mal großer Hitze ausgesetzt waren, die Erhaltumgszustände sprechen auf jeden Fall dafür.
          Es ist übrigens das erste Mal, das ich 2- cm Hülsen gefunden habe, bisher waren es nur Projektile und das an einer Absturzststelle einer FW 200 in einem Wald.

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