Die ganze Sache müsste erkundet werden solange es noch geht, mit Hilfe aller offizieller Stellen. Meine Erfahrung ist Informationen fließen nur wenn mann Beziehungen hat. So muckelt jeder so vor sich hin und vieleicht entscheidende Informationen gehen verloren weil jeder die Ehre haben möchte etwas entdeckt zu haben. Wenn ich mit den politischen Größen von Badenstedt,Davenstedt,Ahlem darüber gesprochen habe so etwas mal offiziell mit unserer Unterstützung zu untersuchen, hatte ich immer das Gefühl das das wegen der Zwangsarbeitervergangenheit der Anlagen ein heisses Eisen ist wo keiner ranwollte. Sollte ich doch was erreichen, schließen wir uns zusammen und erkunden die Geschichte. Gruss RED
Ahlem/Limmer
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U-Anlagen Ahlem/Limmer
Die ganze Sache müsste erkundet werden solange es noch geht, mit Hilfe aller offizieller Stellen. Meine Erfahrung ist Informationen fließen nur wenn mann Beziehungen hat. So muckelt jeder so vor sich hin und vieleicht entscheidende Informationen gehen verloren weil jeder die Ehre haben möchte etwas entdeckt zu haben. Wenn ich mit den politischen Größen von Badenstedt,Davenstedt,Ahlem darüber gesprochen habe so etwas mal offiziell mit unserer Unterstützung zu untersuchen, hatte ich immer das Gefühl das das wegen der Zwangsarbeitervergangenheit der Anlagen ein heisses Eisen ist wo keiner ranwollte. Sollte ich doch was erreichen, schließen wir uns zusammen und erkunden die Geschichte. Gruss RED -
Dann lasst uns doch tatsächlich mal einen "Ortstermin" machen. Vielleicht könnte man die Conti miteinbeziehen. Ich komme dann mal rübergeradelt. Der eine oder andere Brückentag lässt sich do bestimmt finden....
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...und das macht dann welchen Sinn?
Dass das Grünzeugs wieder alles verdeckt, und man so gar nichts sieht? Das Zecken und Stechviehzeugs einem das Leben schwer macht?
Gegen jede Form von Wetter kann man sich anziehen. *anmerk*
Die beste Jahreszeit ist "jetzt" (!!!).
Aber nur mal so am Rande. Was erwartet Ihr dort vor Ort?
Entdecken wird man dort mit Sicherheit nichts mehr. Vergesst das am besten ganz schnell wieder. *grins* Also Wasser und Wasser und jede Menge Sand.
Aber so ein Sonntagsspaziergang ist gesund. *denk*
Und der rewe Getränkemarkt hat bis 22 Uhr 6 Tage die Woche geöffnet. Nebenan gibt es auch Kaffee zum aufwärmen.
Wenn man über das Objekt was rausfinden möchte, dann sollte der Weg nach London oder nach Freiburg führen, und man sollte dort mal nach Akten suchen.
Vor Ort sieht es ehr schlecht aus.
Ich muss ja nur aus dem Fenster schauen. *grins*
Wenn jemand Geld übrig hat, dann wäre ich mit ein paar Signaturen behilflich.
Ansonsten.. dann schon ehr die Reste der Conti ansehen. Das dann noch interessant. Aber hier? *kopfschüttel*
Ach doch.. also der Pascha Imbiss ist noch recht lecker!
-NL-
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Machen wir wegen der Conti doch einfach mal Nägli mit Köpfli!
Traditionsbesuch: Continental AG, ehem. Werk Limmer!
Foto- und Besichtigungstour
Vorschlag: Sonntag, 28.12.2008 10.00 Uhr
Max. 10 Personen (2x 5 !!!).
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^^ genau! *Danke*
Sieben? Bisher haben sich 3 oder 4 Leute bei mir per PN gemeldet. Hmpf?
Oelfuss..? Was eigentlich mit dem Mann der tollen Bilder? Eigentlich wäre es doch mal wieder an der Zeit? *denk*Kommentar
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Stollen in Ahlem
Ich beschäftige mich jetzt schon eine Weile (wie auch an den Beiträgen hier im Forum zu entnehmen ist) mit den ehem. Naturasphaltgruben/Stollen in Ahlem. Stichwort: "Döbel I/II/III". Und in letzter Zeit gibt es hier und da auch mal neue Informationen.
Am vergangenen Sonntag den 7. März 2010 besuchte ich zusammen mit Vereinskollegen und Freunden das Heimatmuseum Ahlem. Dort hängt an einer Wand ein altes Foto, das den Stollen etwa um 1900/1910 zeigt. Okay, das hat erstmal nicht viel mit den 1940er Jahren zutun.
Und irgendwo doch..
Über die Geschichte des Asphaltabbaus (Unter-/Übertage) in Hannover Ahlem möchte ich nicht näher eingehen, da es auch das Arbeitsgebiet des Heimatmuseums Ahlem ist.
In einer schriftlichen Arbeit des Heimatmuseums Ahlem heisst es u.a.: "(...) wurde die Förderung im Tiefbau nach Errichtung einer Kraftanlage im Jahre 1900 begonnen, d.h. Stollen (...) wurden vorangetrieben und der für das Asphaltbergwerk typische Pfeilerbruchbau eingeführt."
In diesem Text ist auch davon die Rede, das bereits damals das Grundwasser ständig abgepummt werden musste. Etwa während des ersten Weltkriegs wurde dann der Untertagebau eingestellt. Mit dem Hinweis, das wenn man die Pumpen abstellte, die Stollen bis zum Mundloch voll Wasser liefen. Übertage wurde an verschiedenen Stellen in Ahlem noch bis ca. 1926 Naturasphalt abgebaut. Zwischen 1926 bis in den zweiten Weltkrieg rein passierte in Ahlem nichts mehr.
Etwa ab 1943 nachdem die Alliierten fast ungestört nach Deutschland einflogen, und ihre tödliche Fracht über den Deutschen Industriestandorten (bzw. Städten) abwarfen, kam die Idee auf, die Produktionsstätten Untertage zu verlegen. Im Gau Südhannover-Braunschweig, Raum Hannover wurden auch die Naturasphaltgruben/-stollen geprüft, und in die Liste des Reichsministers R.u.K. aufgenommen.
Im Decknamenverzeichnis von Hans-Walter Wickert finden sich folgende Einträge:
Seite 81 - Objekt 49
Objekt: Asphaltstollen Ahlem I (bei Hannover Limmer)
Fläche: 9000 qm
Firma: Continental Gummiwerke AG, Hannover
Produkt: Gummireifen
Bemerkung: Gesperrt 13.07. (1944?)
Stand: 16.10.1944
Seite 81 - Objekt 50
Objekt: Asphaltstollen Ahlem II (-> Hannoversche Baugesellschaft)
Fläche: 8000 qm
Firma: Maschinenfabrik Niedersachsen (Wülfel), Hannover (MNH)
Produkt: Seitenverlegepanzer
Bemerkung: Gesperrt: 31.08. (1944?) / Sichergestellt: 26.10. (1944?)
Stand: 16.10.1944
Seite 81 - Objekt 51
Objekt: 1 Höhle Hannover Ahlem (Ahlem III)
Fläche: 3000 qm
Firma: Conti angeboten, WIFO angeboten.
Stand: 16.10.1944
Seite 8 + 119
Quelle: Alphabetisches Decknamenverzeichnis unterirdischer Bauten
nach dem Stand vom 15.01.1945 ausgefertigt vom
Reichsminister R.u.K., Amt Bau-OT, AG Technik.
Deckname Döbel / Objekt "Asphaltgrube Ahlem/n?" / Nr. 199
Seite 129
Deckname Kugelfisch / Objekt "Limmer" / Nr. 1109
-> Eintrag vom 08.01.1945
Hauptquelle
Hans-Walter Wickert (Herausgeber)
Titel: "Decknamenverzeichnis deutscher unterirdischer Bauten, Ubootbunker, Ölanlagen, chemische Anlagen, WIFO Anlagen", Verlag Druckerei J. Schulte, ISBN 3-9803271-4-0
In einem Aufsatz über die Asphaltstollen wird die Gesamtfläche der Stollen wie folgt angegeben: für den Stollen Ahlem I 9250 qm bzw. für den Stollen Ahlem II 6000 qm. Diese Zahlen sind abweichend von der offiziellen Liste, die im Buch ("Hauptquelle") genannt werden.
Und auch in diesem Beitrag fällt auf, das die Angaben für die Tiefe der Stollen stark schwankt. In dem Aufsatz ist die Rede von 30-40 m.
Soweit die Texte.. ich war es Leid und hatte jetzt die Idee ein vorhandenes Foto mal zu nutzen, und die Tiefe der Stollen mit dessen Hilfe zu bestimmen. Zumindestmal als Anhaltspunkt.
Zu diesem Zweck hatte ich Deistergeist mal folgende Frage gestellt:
Frage: Wie hoch (von der Schiene bis zur Oberkante) ist so wohl so ein Muldenwagen bzw. Lore? (Gehen wir von 600 mm Spurbreite aus.)
Antwort: "1 Meter 20, da ziehen wir dann höchstens 10 cm für Gestänge und Schwellen ab...sag ich mal 1 Meter 10 bis 1 Meter 30 im Durchschnitt. Rechne doch mit nem Meter 20."
Wie schon am Anfang dieses Beitrags geschrieben, war ich am 7. März 2010 im Heimatmuseum. Dort habe ich ein Foto (sorry für die Qualität, mit Handy ohne Filter aufgenommen) von einem alten Foto gemacht. Es zeigt etwa einen Bereich zwischen Petit-Couronne-Straße und Heisterbergallee.
Ich habe das Foto mal ein wenig "bearbeitet" und möchte zum Rechnen eben den besagten "Muldenwagen" (Lore) verwenden.
Da wäre erstmal das abgebildete Objekt (+1) schnipp, dann sind etwa 5-6 Kopien davon nötig, um die Oberfläche zu erreichen. Ich entscheide mich für 5! Dazu kommt dann noch 14x eine Kopie des Bildausschnitts die es noch in die Tiefe geht. Macht 5(6)+1+14 = 20(21).
20 x 1,20 = ~ 24,00 m (bzw. +1 = ~ 25,20 m)
Sicher.. das ganze ist sehr ungebau. Aber immerhin mal ein Anhaltspunkt der die Tiefenangabe etwas genauer bestimmt, als es bisher der Fall war.
Aber das kann halt nur als ANHALTSPUNKT dienen.
Achja... und wohl aus den Tagen der Pilzzucht stammen noch folgende Werte: ca. 85% Luftfeuchtigkeit ("ständig sickerte von den Stollenwänden Wasser, das sich in den Vertiefungen sammelte."), die Hauptgänge waren ca. 4,50 m breit und 3,50 m hoch. Die Nebengänge deutlich schmaler.
Soweit.. also das neuste zum Thema Naturasphaltabbau in Hannover Ahlem. Eine schier endlose Geschichte an der ich dran bleibe.
Gruß
WolfKommentar
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Nachtrag: U-Verlagerung Döbel (I, II und III)
Ich hatte es hier: -intern- Beitrag im SDE Forum bereits geschrieben:
In dem Aktenbestand aus Berlin gibt es eine Zeichnung, die grob das Gelände und Lage der Stollen/Grube skizziert. Daraus geht hervor, dass:
Der "Mittelstollen" offenbar Döbel I (Conti), der "Südstollen" offenbar Döbel II (MNH=Maschinenfabrik Niedersachsen) und der Tagebau auch Grube Ahlem (in anderen Publikationen auch Grube Limmer) wohl als Döbel III bezeichnet wurde, und _nicht_ (wie ich das hier in diesem Thread zu Beginn schon mal schrieb) der nicht weiter ausgebaute Nordstollen.
Die Hinweise stammen nicht aus einem feuchten Traum meinerseits, sondern aus einer Akte (BA Berlin, Bestand R3), die mir in Auszügen vorliegt.
Gruß
WolfKommentar
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Könnte man auf dem nächsten Stammtisch mal ansprechen, das Thema.

Glückauf!"The Man Who Saved the World" -S. J. Petrow-Kommentar
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Quelle der Bilder, Heimatmuseum AhlemHallo Schatzsucher, Asphaltgrube Ahlem! Habe ein paar schöne Pläne für euch. Das Haus steht immer noch und als Bezugspunkt zur Orientierung zu gebrauchen. Die Grube muß sich Nähe der heutigen Endstation Ahlem der Stadtbahn, Heisterbergallee-Richard-Lattorfstr.befunden haben.Bild 1, Asphaltfabrik. 2,Grube. 3,Gesamtplan Stollen. 4+5 Vergrößerung von 3. 6,Lageplan der Grube. Es gab Bunkereingänge in die Grube, soll auch Verbindung mit dem Hochbunker bestanden haben, (Zeitzeuge!) Gruss REDKommentar





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