Zweck Bunkeranlage Coburg

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  • BOBO
    Heerführer


    • 04.07.2001
    • 4829
    • Coburg
    • Nokta SimpleX+

    #1

    Zweck Bunkeranlage Coburg

    Hallo Leute, habe da mal ne Frage nach dem Verwendungszweck!

    Für was kann diese Anlage gewesen sein.

    1. Die Rote Markierung zeigt gemauerte Teile aus Zeigelsteine.
    2. Die zwei Punkte in den Stollen, sind Luftschächte ca. 25 cm Durchmesser gerade nach oben.
    3. Die Grüne Markierung ist ein Stahlträger (wahrscheinlich Laufschiene von Krananlage)
    4. Die Gänge sind ca. 3x3 m blank in den Fels geschlagen.
    5. Der Raum mit dem Kran ist ca. 4m hoch.
    6. Die Stollen haben alle, wie Regenrinnen auf dem Boden. Pro Stollen ein Kanal, welche vorne zusammen laufen.
    7. In der Decke des Raumes ist eine Luge von ca. 1x1 m.
    8. Es finden sich keine Hinweise einer elektrischen Anlage.
    9. Der gemauerte Teil muß noch auf getarnte Zugänge zu anderen Stollen geprüft werden. Da die Anlage im Vestungsberg liegt. Es gibt in diesem Berg noch Fluchttunnel aus dem Mittelalter.

    Die Anlage liegt neben einem großen Kreuz (Denkmal der Soldaten aus dem WKI) bei Cortendorf/Coburg. Genau Lage gebe ich noch nicht bekannt. Die Anlage ist auch gegen Betreten gesichert.

    MfG BOBO
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    MfG BOBO

    Das menschliche Haar wächst mit 4,6 Yoctometer pro Femtosekunde
  • BOBO
    Heerführer


    • 04.07.2001
    • 4829
    • Coburg
    • Nokta SimpleX+

    #2
    Soviele Hit´s

    Hat denn niemand eine Idee für was diese Anlage war? Verzeichnet ist diese anscheinend auch nicht in einem Archiv. Ein reiner Luftschutzbunker fällt ja auch flach, da ja ein Kran existiert hat.

    Kann mir jemand sagen, ob vielleicht auch Anzeichen für eine Verwendung im WK-I besteht?

    Kann es aber auch sein, daß es eine alter kleiner Sandsteinabbau ist? Aber wieso die Regenrinnen dann? Und warum so klein - und für was dann der Kran? Und nicht im Archiv zu finden?!?!?!?!?

    MfG BOBO

    Mal eine kleine Antwort wäre ganz net, dann überwinde ich mich auch mal ein paar Bilder online zu stellen.
    MfG BOBO

    Das menschliche Haar wächst mit 4,6 Yoctometer pro Femtosekunde

    Kommentar

    • bsch

      #3
      Hi Bobo,
      will nur mal spekulieren, da mir aus dieser Gegend wenig bekannt
      ist : Könnte eine vorbereitete Anlage für eine U-Verlagerung
      sein. Dafür sprechen meiner Meinung nach die kurzen Seiten-
      räume (für Lagerregale zB) und der mögliche zentrale
      Produktionsraum.

      Gruß
      bsch :

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      • BOBO
        Heerführer


        • 04.07.2001
        • 4829
        • Coburg
        • Nokta SimpleX+

        #4
        Wenn das so wäre

        Wenn das so wäre, dann könnte es die Bunkeranlage für die Fa. Waldrich gewesen sein.

        Die Firma bestreitet aber alles zu der damaligen Zeit.

        Archivmaterial spricht von einer noch zu bauenden Anlage für die Firmen Waldrich und Kapp. Beides wird im Kürengrund vermutet.
        Für die Firma Kapp würde viel sprechen, da sie dort liegt; aber wieso den Bunker der Fa. Waldrich genau auf die gegenüberliegende Seite der Stadt bauen, wenn es doch gleich hinter der Firma im Anschluß im Berg möglich wäre? Genau dort liegt auch der Bunker, den ich hier meine.
        Auch gibt es vor dem Kürengrund, Richtung Stadtmitte noch zwei von außen erkennbare Anlagen. Die Eingänge hierzu fehlen aber, wer würde mal eine Ortsbegehung mitmachen?

        MfG BOBO
        MfG BOBO

        Das menschliche Haar wächst mit 4,6 Yoctometer pro Femtosekunde

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        • Isenberg

          #5
          Re: Soviele Hit´s

          Original geschrieben von BOBO
          Kann mir jemand sagen, ob vielleicht auch Anzeichen für eine Verwendung im WK-I besteht?

          Kann es aber auch sein, daß es eine alter kleiner Sandsteinabbau ist?
          Wieso WK I? Da war in Coburg doch wohl weit und breit nix los.

          Sandsteinabbau? Unter Tage? Mit dem Aufwand? Das wäre aber wohl teurer Sandstein geworden.

          Da wird "bsch" (cooler Name übrigens ... B.SCH.) nach meiner Meinung wohl eher in die richtige Richtung vermuten.

          Kommentar

          • BOBO
            Heerführer


            • 04.07.2001
            • 4829
            • Coburg
            • Nokta SimpleX+

            #6
            Übersetzungsfehler

            War auch schon meine Überlegung, ob sich die Ringeldokumente auf Coburg beziehen. Vor allem weil ja "B-SCH" vielleicht auch für Bunker Schindberg gelten könnte.

            Habe aber auch schon gelesen, daß es ein Übersetzungsfehler sein könnte. Orginal hieß es soweit ich weiß "B-III". Erst nach der Übersetzung ins russische, und dann wieder zurück, kam dabei "B-SCH" heraus, da so weit ich mich noch erinnern kann, das russische Zeichen für "SCH" ähnlich der römischen III aussieht.

            MfG BOBO

            P.S. Diese Anlage in Cortendorf steht bisher in keinem Zusammenhang mit dem Schindberg, und ist auch gerade nicht in der Nähe gelegen.
            MfG BOBO

            Das menschliche Haar wächst mit 4,6 Yoctometer pro Femtosekunde

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            • kutscher
              Bürger

              • 03.02.2001
              • 186
              • Bad Liebenstein
              • Pulse Star II

              #7
              Ich denke die Anlage war ursprünglich nicht für Einlagerungen gebaut, dazu erscheint sie zu verwinkelt. Kann man unter die Laufkatze einen LKW stellen, oder wurden einfach Lasten damit angehoben??
              Ein einfacher Stollen hätte für Einlagerungen ausgereicht, ohne Ecken und nebeneinanderlaufender Gänge.
              Gab es dort Altbergbau? Sollte dies nicht der Fall sein, wäre die Gegend gut für einen Transport geeignet.
              Wie ist die Anlage gegen Betreten gesichert- mit Sprengfallen oder mit Gas??
              uwe
              Alles kann - nichts muß

              Kommentar

              • BOBO
                Heerführer


                • 04.07.2001
                • 4829
                • Coburg
                • Nokta SimpleX+

                #8
                Thema weiterführen

                @kutscher

                Ein LKW hätte schon unter den Kran gepaßt, wäre bloß nicht bis dort hin gekommen, da der Eingang zu dieser Anlage zu klein ist.

                Denke auch, daß es für U-Produktion gedacht war. Bergbau auf jeden Fall nicht, wieso denn nur drei kurze Stollen? Sandstein wurde erst im Berg abgebaut, soweit mir bekannt. Sieht nicht danach aus.

                Gesichert ist die Anlage nur durch eine nachträgliche eingebaute Tür, gesichert mit Vorhängeschloß, die alte eigentliche Eingangstür wurde von unbekannten mit einem Bügelschloß gesichert. In dem ersten Vorraum sieht man auch, daß nachträglich Anker in die Wände und Decken eingebracht wurden, um ein Einstürzen zu verhindern. Grund unklar - gibt auch keine Hinweise in einem Archiv unserer Stadt darüber!?!!?

                MfG BOBO

                P.S. Werde in Sachen Coburg jetzt mich auf das Forum-Board von http://www.treasure-hunting-systems.com/ stützen
                MfG BOBO

                Das menschliche Haar wächst mit 4,6 Yoctometer pro Femtosekunde

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                • Neandertaler

                  #9
                  @BOBO

                  Das Objekt in Cortendorf ist meinen Informationen zufolge gar kein Bunker, sondern ein Brauereikeller!

                  Viele Grüße

                  Neandertaler

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                  • BOBO
                    Heerführer


                    • 04.07.2001
                    • 4829
                    • Coburg
                    • Nokta SimpleX+

                    #10
                    Brauereikeller

                    @Neandertaler

                    Woher hast Du die Info´s, wenn man fragen darf?

                    Wieso ist dann die Einganstür noch einmal mit einer kleinen Tür gesichert? Außerdem ist die erste Eingangstür gerade mal so groß, daß man vielleicht max. ein 50 l Faß durchreichen könnte.

                    Wenn das so ist, gehört diese Anlage dann zur Scheidmantel? Ist nicht gerade in unmittelbarer Nähe. Und wieso ist gleich davor das Denkmal? Es wurden ja, wie schon bekannt, auch viele Brauereikeller zur Verlagerung im Dritten Reich genutzt.

                    Oder gehört der Keller zum damaligen Hofbräuhaus? Hast Du Info´s, wer der momentane Besitzer ist?

                    MfG BOBO
                    MfG BOBO

                    Das menschliche Haar wächst mit 4,6 Yoctometer pro Femtosekunde

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                    • Neandertaler

                      #11
                      @BOBO

                      Ich war vor etlichen Jahren mal im Rahmen einer offiziellen Begehung in dem Objekt. Damals wurde es als ehemaliger Brauereikeller bezeichnet.
                      Den Grund für die Türen kann ich Dir sagen: die eine müßte relativ neu sein, denn das Objekt ist als Fledermauswinterquartier im Auftrag des zuständigen Landratsamts bzw. der Regierung von Oberfranken verschlossen worden.
                      Deine anderen Fragen kann ich Dir momentan leider auch nicht beantworten.

                      Viele Grüße

                      Neandertaler

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                      • BOBO
                        Heerführer


                        • 04.07.2001
                        • 4829
                        • Coburg
                        • Nokta SimpleX+

                        #12
                        Fledermäuse

                        Da gebe ich dir recht mit den Fledermäusen. Die 1. Tür ist mit Einfluglöcher versehen. In die 2. Tür sind nachträglich Einfluglöcher geflext worden.

                        Bei der ehemaligen Verwendung des Systems kann ich mir schon vorstellen, daß dieses mal nach dem Krieg als Brauereikeller genutzt wurde.

                        Der eigentliche Sinn der Anlage ist jedoch trotzdem unklar. Wie ja schon geschrieben, es gibt durchaus konstruktive Dinge in den Stollen, die auf keinerlei Weise auf einen Brauereikeller hin deuten. Auch die Lage ist nicht in unmittelbarer Nähe zu einer Brauerei.

                        MfG BOBO
                        MfG BOBO

                        Das menschliche Haar wächst mit 4,6 Yoctometer pro Femtosekunde

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                        • Henry Hatt
                          Bürger

                          • 21.06.2003
                          • 151
                          • Bayern
                          • PI, Magnetometer, SideScanSonar, GPR

                          #13
                          Hi Bobo,
                          brauchst du einen Plan zu dieser Kelleranlage?
                          Gruss
                          Henry Hatt
                          KAKTUS e. V. - Kunstraubforschung in Thüringen und Sachsen

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                          • Henry Hatt
                            Bürger

                            • 21.06.2003
                            • 151
                            • Bayern
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                            #14
                            Der Plan zeigt den Zustand am 1.12.1944 und die Keller wurden von der Metallwarenfabrik Louis Siegel, bzw. 5 weiteren Parteien genutzt.
                            Gruss
                            Henry Hatt
                            KAKTUS e. V. - Kunstraubforschung in Thüringen und Sachsen

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                            • BOBO
                              Heerführer


                              • 04.07.2001
                              • 4829
                              • Coburg
                              • Nokta SimpleX+

                              #15
                              Das wäre geil!

                              Wenn Du noch mehr Aktenmaterial von dem Raum Coburg hast, dann würde ich mich sehr freuen, wenn Du mir ein paar Kopien zukommen lassen könntest. Natürlich würde ich für die Unkosten aufkommen. Mehr dazu aber dann per PMail.

                              Ach, habe ich schon erwähnt, dass besagter Keller genau unter der Stelle liegt, die Appel vermutet?
                              MfG BOBO

                              Das menschliche Haar wächst mit 4,6 Yoctometer pro Femtosekunde

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