hamburch: stollen unter'm volkspark?

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  • Spatenfritze
    Lehnsmann


    • 31.10.2006
    • 29
    • hamburch an die elbe

    #1

    hamburch: stollen unter'm volkspark?

    moin gemeinde,

    bin lange angemeldet aber lese mehr als ich schreibe,
    hab trotzdem mal was zu erzählen,also :
    ich bin gross geworden im hamburger westen,genauer gesacht
    in bahrenfeld,ziemlich nahe der trabrennbahn.
    im volkspark - der gleich angrenzt - habe nich nur ich sondern auch
    meine eltern und co ihre kindheit verbracht und genau da wirds interessant :

    vattern erzählte mir vor n paar tagen das es kurz nach kriegsende 2 ihm bekannte unfälle mit munition gab,war ja noch seine kindheit und ein so n ding traf leider einen meiner onkel,arm war wohl ab,hab ihn nie kennengelernt ..

    machen wir es kurz,es gab anscheinend ne firma namens stolzenberg
    die damals dort gerwerkelt hat und sprengmittel herstellte,
    angeblich hat man nach dem kriege auf feuerwerk umgesattelt.
    nix genaueres im netz gefunden,is auch schon lange her ..

    und genau auf dem areal wo diese firma war soll das damals mit den unfällen passiert sein und angeblich ( ! ) sollen damals ne menge überflüssige krachmacher in nem stollen eingelagert worden sein,
    beginnend ab der ecke schnackenburgallee und ende wo heute der imbiss "picknick" in etwa is,da gibts sehr wohl ne stelle im gelände die bebaut is aber verwildert .
    das ding is,mein vadder hat 1979 in der gegend angefangen zu arbeiten und erzählte mir das die schnackenburgallee ein gutes jahr ständig gesperrt war beidseitig weil die kampfmitelräumer unnerwegs waren,den aushub hat otto dörner erledigt ( hat ihn wohl auch reich gemacht )
    stande ebenfals in den zeitungen damals,die haben massenweise vergrabene
    sprengmittel gefunden,angeblich auch giftgas aber das zähle ich mal zu den legenden .
    der kern der sache is nunmal.,es scheint nen stollen zu geben,angefangen ab ca ecke vorhornweg / schnackenburgallee und kommt irgendwo im volkspark raus,nähe imbiss picknick.
    klar,kann gerede und legende sein aber vielleicht mal irgend jemand davon
    gehört,sich mit stolzenberg beschäftigt oder
    kennt den volkspark besser als ich . ?

    jede geschichte isses wert mal nen ohr zu riskieren,oder ?

    würd mich freuen wenn jemand was weiss oder sagen kann/will

    grüzie

    der spatenfritze
  • curious
    Heerführer


    • 25.04.2004
    • 3859
    • Köln
    • tesoro/ebinger

    #2
    Nachrichten aus Hamburg und der Welt. News aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur. Alles, was echte Hamburger wissen müssen!


    Also ich würde mich nicht wundern, wenn du nach einem Besuch in solch einem Stollen ein drttes Auge auf der Stirn bekommst...
    Gruß Alex

    Selbst eine kaputte Uhr geht zweimal am Tag richtig.
    Woddy Allen
    यहां तक कि एक टूटी हुई घड़ी ठीक दो बार एक दिन है. वुडी एलेन

    Kommentar

    • Spatenfritze
      Lehnsmann


      • 31.10.2006
      • 29
      • hamburch an die elbe

      #3
      vielen dank für den hinweis,
      der bericht war mir nich bekannt aber sagt
      ja doch ne menge aus.
      dann war die giftgas und chemikalien-legende ja doch
      nich so weit her geholt.

      bleibt nur noch der angebliche stollen . . . .

      Kommentar

      • curious
        Heerführer


        • 25.04.2004
        • 3859
        • Köln
        • tesoro/ebinger

        #4
        Ich habe hier noch was zu einer Anfrage der Grünen Fraktion zum Thema Altlasten gefunden. Gutachten dürften Anfang der 90er erstellt worden sein, fraglich, ob da die Keller übersehen wurden, nach diesem Skandal.
        Gruß Alex

        Selbst eine kaputte Uhr geht zweimal am Tag richtig.
        Woddy Allen
        यहां तक कि एक टूटी हुई घड़ी ठीक दो बार एक दिन है. वुडी एलेन

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        • herr auer
          Geselle


          • 06.03.2007
          • 83
          • Hamburg

          #5
          Stollen ???

          Moin Moin !
          Da kann ich vielleicht noch aus eigener Erinnerung etwas beitragen:

          Hugo Stolzenberg war die rechte Hand von Prof. Faber oder Haber,
          dem "Vater der deutschen Gaswaffe". Nach dem Ersten Weltkrieg und auch
          nach dem Zweiten Weltkrieg galt Stolzenberg als DER Ansprechpartner zum
          Thema Giftgase. Selbst die Bundeswehr entsorgte wiedergefundene Altbestände
          bei Stolzenberg und seinen Mannen. Irgendwann ist dann der Stolzenberg
          gestorben und sein ehemaliger Geschäftsführer führte diese Firma als einzelne
          Person weiter - eigentlich war er nur eine Art Hausmeister.
          Die Firma gab es nur noch auf dem Papier - ohne jegliches operatives Geschäft !
          Sämtliche Behörden wußten oder ahnten schon was dort lag -
          es gab aber genügend andere Baustellen, eine weitere wäre politisch nicht
          zu verantworten gewesen. Der Müllberg in Georgswerder und Boehringer
          haben die Hamburger (und Politiker) nämlich ordentlich in Atem gehalten.

          Die Firmengebäude sahen aus wie Plattenhäuser bzw. Baracken in einem Lager.
          Eine Holzkonstruktion auf einer Betonplatte.
          Solche Gebäude wurden traditionell in Feuchtgebieten errichtet.
          Vielleicht wurde das benachbarte Flüßchen mit Namen Schießplatzgraben
          als Stollen angesehen. Der verläuft nämlich unter der Hauptstrasse hindurch
          und wurde im Jahre 1979 mit mehreren Rollen Nato-Draht gesichert.
          Die hatten damals große Angst, daß die RAF sich dort eventuell über Nacht
          mit wirkungsvollen Dingen eindecken könnte und deshalb wurde das gesamte
          ehemalige Firmengelände nahezu hermetisch abgeriegelt.

          Ansonsten wurde ja das gesamte Gelände um 2,5 m abgegraben,
          eventuelle Keller des Firmengebäudes wären sicherlich mit abgegraben worden.

          Gruß aus HH
          Hamburg von unten : unter-hamburg e.V.

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          • Spatenfritze
            Lehnsmann


            • 31.10.2006
            • 29
            • hamburch an die elbe

            #6
            na hallo,
            das deckt sich verdammt mit den angaben von vaddern
            aber er versicherte mir das die damals den stollen gefunden,
            leergeräumt und zubetoniert haben,
            also vor guten 30 jahren.
            wo ein-,bzw ausgang lagen weiss er und schrieb ich bereits
            aber das is nich bestätigt solange es keiner SICHER weiss,oder ?

            habe übrigens in keinster weise interesse da reinzugehen,interessiert
            mich halt nur,hab dort als kind gespielt,war in beiden schulen nebenan und habe an den plätzen
            rumgeknutscht.
            und heute,wo mich einiges unter der erde interessiert möchte ich es einfach nur
            wissen,neugierde halt.

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            • herr auer
              Geselle


              • 06.03.2007
              • 83
              • Hamburg

              #7
              ...

              HeHeHe, kann ich wohl verstehen !
              Mich hatte die Neugier ja auch dort hingezogen -
              Trotz oder vermutlich wegen der starken Sicherheitsmaßnahmen....

              Die Sache mit dem Stollen kann dann aber nur von der Firma Stolzenberg
              angelegt worden sein. Bergmännische Tätigkeiten sind dort ausgeschloßen -
              dort konnte man früher Torf im Tagebau abbauen ....
              Oder meinte er eventuell die ausgehobenen Gräben auf dem Gelände ?
              Ein großer Teil der Granaten aus dem Ersten Weltkrieg war in Gräben verscharrt -
              vermutlich in alter Tradition
              In Ausgehobenen Zustand sehen die aber immernoch nicht nach einem Stollen aus.

              Ein alter Röhrenbunker oder ähnliches ist auch ausgeschloßen,
              keine meiner Listen gibt Aufschluß über ein Bauwerk in der unmittelbaren Nähe
              des Firmengrundstücks !

              Tja, wie kommen wir da jetzt weiter ...?

              Gruß Ronald
              Hamburg von unten : unter-hamburg e.V.

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              • Spatenfritze
                Lehnsmann


                • 31.10.2006
                • 29
                • hamburch an die elbe

                #8
                gute frage ....

                also gräben sind ausgeschlossen,ebenso der bachlauf ( fangdiekgraben ? )
                es soll tatsächlich ein stollen zum lagern gewesen sein und das ding war anscheinend nichmal kurz,wenn du überlegst vom ehemaligen firmengelände zum "picknick" sind das
                etliche meter,erscheint mir fast schon zu weit .
                könnte es nix sein was im krieg gebaut wurde ?
                zu welchem zweck auch immer ..
                im volkspark an sich sind mir 3 weitere bunker bekannt,definitiv ww2
                warum also nich auch dort etwas vergessenes ?

                nunja,wenn ich irgendwann mal wieder auf der ecke bin werd ichs mir
                auf jeden fall nochmal genauer betrachten.

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                • herr auer
                  Geselle


                  • 06.03.2007
                  • 83
                  • Hamburg

                  #9
                  ...

                  Moin.
                  Sehr merkwürdig ....!
                  Sicherlich könnten die Firmen sich einen Splitterschutzgraben in Eigenleistung
                  angefertigt haben, der könnte dann auch zur Lagerung der brisanten
                  Gegenstände benutzt worden sein.
                  Im Jahre ´58 gab es mal eine sehr akribische Aufnahme aller Bunkerbauwerke
                  aus dem Zweiten Weltkrieg - da wurde an dieser Stelle nichts erwähnt !
                  Oder, die wußten damals auch schon von der brisanten "Füllung" und haben das
                  Bauwerk bewußt ausgeklammert um es nicht dem Zivilschutz der 60er-Jahre zuzuführen !?!
                  Es bleibt spannend !
                  Gruß und schönes Wochenende
                  Hamburg von unten : unter-hamburg e.V.

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                  • alligateuse
                    Einwanderer


                    • 19.04.2006
                    • 8
                    • Hamburg-Lurup
                    • -

                    #10
                    Na, das würde mich auch weiter interessieren. Schließlich arbeite ich gleich um die Ecke und fahre jeden Tag durch den Volkspark am Picknick vorbei.

                    Grüße,
                    Annett

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                    • Spatenfritze
                      Lehnsmann


                      • 31.10.2006
                      • 29
                      • hamburch an die elbe

                      #11
                      moin,

                      das wäre allerdings ne möglichkeit das der stollen wegen seines inhaltes
                      bewusst nich erwähnung fand.
                      war ja nich umsonst nen riesenskandal damals und es würde mich tatsächlich nich
                      weiter wundern wenn jemand seinen ar** retten wollte und so ne "kleinigkeit"
                      verschwiegen hätte,ehrlichkeit war ja noch nie eine tugend der politik.
                      dann machte man das ding vielleicht leer und verschloss ihn,in der hoffnung
                      das er vergessen wird ...

                      war gestern mit vaddern angeln und wir hatten viel zeit zum quatschen,
                      er is sich hunderprozentig sicher das es ein unterirdischer stollen war,
                      kein graben,bodensenke oder ähnliches.

                      nun,da bleibt ne menge platz für spekulationen was dort nun wirklich war

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                      • curious
                        Heerführer


                        • 25.04.2004
                        • 3859
                        • Köln
                        • tesoro/ebinger

                        #12
                        Zitat von Spatenfritze
                        moin,

                        das wäre allerdings ne möglichkeit das der stollen wegen seines inhaltes
                        bewusst nich erwähnung fand.
                        war ja nich umsonst nen riesenskandal damals und es würde mich tatsächlich nich
                        weiter wundern wenn jemand seinen ar** retten wollte und so ne "kleinigkeit"
                        verschwiegen hätte,ehrlichkeit war ja noch nie eine tugend der politik.
                        dann machte man das ding vielleicht leer und verschloss ihn,in der hoffnung
                        das er vergessen wird ...

                        war gestern mit vaddern angeln und wir hatten viel zeit zum quatschen,
                        er is sich hunderprozentig sicher das es ein unterirdischer stollen war,
                        kein graben,bodensenke oder ähnliches.

                        nun,da bleibt ne menge platz für spekulationen was dort nun wirklich war
                        Ich könnte mir denken, das bestimmte Gruppen politisches Interesse an solch einer Entdeckung hätten, auf diese Weise könnte man der Aufklärung Rückenwind verleihen.
                        Gruß Alex

                        Selbst eine kaputte Uhr geht zweimal am Tag richtig.
                        Woddy Allen
                        यहां तक कि एक टूटी हुई घड़ी ठीक दो बार एक दिन है. वुडी एलेन

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                        • herr auer
                          Geselle


                          • 06.03.2007
                          • 83
                          • Hamburg

                          #13
                          ...

                          Moin !
                          Da ist nix mehr !!!
                          Bevor hier jetzt irgendjemand loszieht und versucht seine Giftwaffensammlung
                          zu ergänzen bzw. aufzubauen.
                          Da ist damals der Sensenmann durch das Rathaus gegangen -
                          einige konnten sich ducken, andere nicht.
                          In wochenlanger Arbeit haben die die gesamte Umgebung gesondelt.
                          Sogar der benachbarte Parkplatz vom Volksparkstadion war
                          als Verdachtsfläche eingestuft und lange nicht zu benutzen.
                          Trotzdem wurde dort nichts gefunden !
                          Man vermutete den Mist überall und hat auch genau dort gesucht - überall ....!
                          Luftschutzstollen (nur solche wurden in Hamburg angelegt) lagen selten
                          tiefer als einen halben Meter unter der Erde.
                          Mit einer Förster-Sonde also wunderbar zu erreichen.
                          Ansonsten haben die Gräben ausgehoben gehabt und dort lag alles drin.
                          Beim Ausbuddeln war das gut zu erkennen -
                          einen Meter breit und zwei Meter tief !
                          Nix Stollen, kein Beton und keine bergmännische Bodentätigkeit unterhalb
                          des Grundwasserspiegels !
                          Gruß aus Hamburch
                          Hamburg von unten : unter-hamburg e.V.

                          Kommentar

                          • Spatenfritze
                            Lehnsmann


                            • 31.10.2006
                            • 29
                            • hamburch an die elbe

                            #14
                            na,dann scheint das rätsel wohl auch gelöst

                            werd mit vaddern nochmal schnacken warum er so behaarlich drauf bestand,
                            die hoffnung stirbt zuletzt ? ! ?

                            ne kleine giftgas-sammlung würde meine angelerfolge sicherlich steigern,haha

                            Kommentar

                            • herr auer
                              Geselle


                              • 06.03.2007
                              • 83
                              • Hamburg

                              #15
                              ...


                              Die würde Deine Angelerfolge beenden ...
                              Das Gas hält sich in Ufernähe auf !
                              Die dort ebenfalls gelagerten Zünder hätten Dir aber Erfolg versprochen
                              Petri Heil !
                              Hamburg von unten : unter-hamburg e.V.

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