Tarnkappenbomber, -jäger

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  • Becki
    Landesfürst

    • 28.08.2000
    • 757
    • Bayern

    #1

    Tarnkappenbomber, -jäger

    Hallo Leutz,...

    ich suche infos über Tarnkappenbomber, -jäger wer kennst Links zu diesem Thema? Oder weiss wo ich sonst noch Infos herbekomme.

    Danke für Euere Hilfe!
    MFG
    G&GF
    Becki
    ............Ready for Exploring!!!

    WARUM??????????????????????????

    P.S: Wer Rechtschreibvehler vinded darf sie behalden
  • ronson

    #2
    Stealth - Unsichtbare Flugzeuge



    Einleitung

    »Stealth« ist ein gutes angelsächsiche Wort, das von derselben Wurzel abstammt wie das Verb »steal« im Sinne von »sich heranstehlen um einen Widersacher zu überraschen«. Wenn gute Augen und Ohren die einzig verfügbaren Sensoren sind, pirscht man sich am besten durch Tarnung und gedämpfte Schritte (»... ich werde den ersten Legionär auspeitschen lassen, der auf einen Zweig tritt oder dessen Rüstung klappert ...«) an den Feind heran. Die Ninja Krieger im mittelalterlichen Japan waren Meister des Stealth. Sie nutzten den Schutz der Nacht, schwarze Kleidung und lautlose Methoden, um in Burgen einzudringen und Wachen zu töten. Damit erwarben sich sich den Ruf mystischer Unsichtbarkeit. Unterseeboote nutzten die Weltmeere, um ihre Bewegungen zu verbergen, und kein noch so hochtechnisierter Sensor hat es bis zum heutigen Tag geschafft, die Ozeane transparent zu machen.

    Technisches

    Für ein Flugzeug stellen Radar und Infrarotsensoren die größte Bedrohung dar. Lassen sie uns zunächst einmal das Radar in Augenschein nehmen. Das Akronym RADAR wurde erstmals während des zweiten Weltkriegs in die militärische Terminologie aufgenommen. Der Begriff steht für »Radio Detection and Ranging«, und diese Technik steigerte signifikant die Fähigkeit von landgestützten Warneinrichtungen, Schiffen oder Flugzeugen, feindliche Einheiten zu entdecken. ein Sender erzeugt Schwingungen elektromagnetischer Energie, die über Schaltkreise auf die Antenne übertragen werden. Die Antenne wandelt die Schwingungen in einen gebündelten Strahl (Keule) um, der über die Antenne gesteuert werden kann. Liegt ein Ziel in Reichweite der Radarkeule, wird ein größer Teil der Energie absorbiert, ein kleiner Teil zur Radarantenne reflektiert. Die Schaltkreise nehmen die zurückkehrenden Schwingungen über die Antenne auf und leiten sie an einen Empfänger weiter, der das Signal verstärkt und die wichtigen taktischen Informationen herausfiltert (Zielpeilung und -Entfernung). Diese Informationen werden auf einem Bildschirm dargestellt, wo ein Beobachter dann die Position des Ziels feststellen, dessen Kurs einschätzen und taktische Erwägungen anstellen kann. Ein großes Objekt, das eine erhebliche Menge Energie auf die Antenne zurückstrahlt, erscheint als großes, helles Echozeichen (»Blip«) auf dem Bildschirm. Umgekehrt reflektiert ein kleines Objekt nur geringe Mengen Energie und erscheint dementsprechend nur als kleiner Punkt oder überhaupt nicht.

    Geschichte

    Zwei Stealth-Technologien können das Radar überlisten: Formgebung, um den »Radarquerschnitt« (RCS, Radar Cross Section) des Objekts zu reduzieren, und die Beschichtung des Objekts mit Radar absorbierenden Materialien (RAM). Im Zweiten Weltkrieg, als das Radar noch in den Kinderschuhen steckte, experimentierten beide Seiten mit diesen Techniken. Die Deutschen waren zumindest Teileweise erfolgreich. Um 1943 trugen sie zwei unterschiedliche Absorber-Beschichtungen mit den Bezeichnungen Jaumann und Wesch auf die Schnorchelmasten ihrer U-Boote auf, um die Erfassung durch Flugzeugradar zu erschweren. Obwohl diese RAMs den Bereich der Radarerfassung von etwa 8 nautschen Meilen/14,8 km auf eine nautische Meile/1,825 km reduzierten, bestand das Problem weiterhin, da sich die Beschichtungen bei längeren Tauchgängen unter Einfluss des Seewassers von den Schnorchelmasten ablösten. Währenddessen testete die LUFTWAFFE unterschiedliche Rumpfformen, die das Radar unwirksam machen sollten. 1943 entwarfen zwei deutsche Brüder namens Horten ein Nurflügel-Flugzeug, das von einem Turboprop angetrieben wurde und in seiner Erscheinungsform dem B2 Bomber der USAF recht ähnlich sieht. Schwanzoberflächen und scharfkantige Übergänge zwischen Tragflügeln und Flugzeugrumpf vergrößern das Radarecho eines Flugzeugs. Daher ist ein Nurflügel-Flugzeug die ideale Stealth-Formgebung, und zudem ist es eine sehr Leistungsfähige Konstruktion. Ein Prototyp unter der Bezeichnung Ho IX V-2 flog erstmals im Jahr 1944, verunglückte aber 1945 nach einem Testflug. Da die Alliierten an beiden Fronten vorrückten wurde das Programm gestoppt. Die bemerkenswerten Arbeiten an der Herabsetzung der Radarsignatur unterschiedlicher Flugzeuge, die deutsche Ingenieure Anfang bis Mitte der 40er Jahre leisteten, konnten lange Zeit an keinem einsatzfähigen Flugzeug reproduziert werden. Das blieb so, bis 1958 die Skunk Works von Lockheed mit der Arbeit an der A12 begannen, die u einem Vorläufer der späteren SR-71 Blackbird werden sollte.

    Und noch ein Link dazu:




    gruß

    ronson

    Kommentar

    • heinzharrald

      #3
      Neben der Horten Ho IX gab es noch einen parralel gebauten Nurflügler die Gotha Go 229. Auch ein Nurflügler der Deutschen -1945 es gab mehrere Prototypen die alle die Amerikaner einkassiert haben. Geflogen sind sie mit den Dingern (den Erkenntnissen) vorerst nicht; Sie hatten kein vertrauen in die deutsche Technik . Später griffen sie das Prinzip wieder auf und es ist wie man sieht sehr erfolgreich.

      Kommentar

      • ice

        #4
        Hallo Becki,

        hier solltest Du etwas über den hier finden :




        hier noch was:



        oder über den Bausatz ?



        Weiterer Link mit Beiträgen zur F117A:


        Vielleicht findest Du was interessantes dabei.

        G & GF
        ice

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        • Fox
          Bürger

          • 08.11.2000
          • 123
          • Hessen

          #5
          Servus...

          Kleine Korrektur:

          Die "Horten IX V-2" und die "Gotha 229 V-2" sind keine Parallelentwicklungen, sondern identisch.

          Die Entwickler - die Gebrüder Horten - benannten Ihre (Entwicklungs-)Modelle alle mit "Ho".
          Die Serienfertigung der "Ho IX V-2" sollte bei den Gothaer Waggonfabriken stattfinden.
          Dort bekam Sie die Bezeichnung "Go 229 V-2".

          Eine "Ho IX", die von den Amerikanern in Friedrichroda gefunden und mitgenommen wurde, steht übrigens heute in einem Museum in Washington.

          So far,
          Fox

          Kommentar

          • Fox
            Bürger

            • 08.11.2000
            • 123
            • Hessen

            #6
            Uuund nochwas:

            Die "Go 229" sollte in zwei Versionen gebaut werden:

            Go 229 V-2 = Jäger
            Go 229 B = Jagdbomber

            So long,
            Fox

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            • fenris

              #7
              Amüsant an den Amerikanischen Tarnkappen-Bombern:
              Diese Dinger fliegen nur, solange der Main Comoputer funktioniert. Wenn dieses Ding siuch verabschiedet, kann auch der beste Pilot nix mehr machen.
              Mein Cousin ist bei der USAF Programmierer (hat mit den AWACS zu tun) - er meinte, daß der stealth-bomber eigentlich von sich aus überhaupt nicht fliegen könnte, hätte er keinen besonders leistungsfähigen Computer an Bord, der dem Piloten das Fliegen abnimmt.

              Anbei ein Foto von der "Gotha 229 V-3" - die (wie es scheint) einzig erhaltene Maschine. Die Flügel sind abmontiert und stehen nebenan, detto das untere Fahrgestell. Sie steht in einem "Museum" in Amerika:
              NASM's Paul E. Garber Restoration, Preservation & Storage Facility, Silver Hill, Maryland.
              Noch eines im nächsten Beitrag von mir.
              PS: Die Hakenkreuz-Kriegsbemalung am Heck scheint nachträglich angebracht worden zu sein.

              Kommentar

              • fenris

                #8
                erstes Bild Go 229 V3

                da is was falsch gelaufen - hier isses.
                Angehängte Dateien
                Zuletzt geändert von Gast; 15.09.2001, 15:26.

                Kommentar

                • fenris

                  #9
                  ???

                  was'n das?
                  Eigentlich hätte das vorherige Bild als nummer zwei kommen sollen. Jetzt hätte ich das zweite angehängt, bekomme aber nur die Fehlermeldung, ich hätte diese Datei schon hochgeladen...:

                  Kommentar

                  • Becki
                    Landesfürst

                    • 28.08.2000
                    • 757
                    • Bayern

                    #10
                    Danke für euere Infos!
                    MFG
                    G&GF
                    Becki
                    ............Ready for Exploring!!!

                    WARUM??????????????????????????

                    P.S: Wer Rechtschreibvehler vinded darf sie behalden

                    Kommentar

                    • tüp

                      #11
                      @ ronson
                      Hast du, bei deinen guten Kenntnissen, etwas über die radarabsorbierende Farbe. Also ob es die überhaupt gab und wenn ja wer und wo die hergestellt hat/wurde?

                      Kommentar

                      • Cowboy

                        #12
                        Bei der sogenannten RADAR-absorbierenden Farbe dürfte es sich nicht um eine besondere chemische Zusammensetzung handeln,sondern ähnlich wie bei den Schnorchelköpfen dt. U-Boote eher um ein besonderes Verfahren der Aufbringung von Farben und Anstrichen auf den Untergrund handeln.Dadurch wird eine teilweise Absorption (Verschluckung) der Radar-Frequenzen ermöglicht.Oder aber es wird eine Extinktion (Auslöschung durch Interferenzerscheinungen erreicht ,das wäre ein sensationell effektives Verfahren.)

                        Kommentar

                        • tüp

                          #13
                          Ich frage deshalb, weil die Amis 45 angeblich so'ne Farbe bei Arnstadt gefunden haben sollen !? :

                          Kommentar

                          • Cowboy

                            #14
                            @ TÜP: Woher hast du diese Information?

                            Kommentar

                            • tüp

                              #15
                              @ cowboy
                              Wenn du "gleiche" Infos hast - weiter per Mail!
                              Wenn nicht - kann ich dir diese Frage nicht beantworten!

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