Erlebnissbericht - mein 2. BIWAK

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  • Cowboybasti
    Heerführer


    • 07.04.2006
    • 2209
    • Süd-Niedersachsen
    • Tesoro Vaquero 2 Germania, XP Gmaxx-II

    #1

    Erlebnissbericht - mein 2. BIWAK

    Tach auch

    einige haben es ja nun auf dem sommertreffen schon mitbekommen das BIWAKs beim bund absolut nicht mein fall sind.
    nun ja, von dienstag bis donnerstags wars wider so weit. 3 tage lang biwak. die hölle dachte ich , so wars auch , nur das ich diesmal absolut keine blasen an den füßen hatte!
    Dienstag morgen um 4.30 aufgestanden und donnerstag um 23uhr wider ins schöne echte bett . insgesamt nur 3,5 stunden geschlafen und müde waren wir ale mann kanns sich nicht vorstellen .
    insgesamt bin ich in den 3 tagen 3 mal gefallen . 2 mal haben mich sone terroristen ausm hinterhalt einfach erschossen , ein mal wurde ich nur angeschossen und über die halbe wiese gezogen (aua, tat das weh das ziehen). tja und dann kams. wir marschierten so auf streifengang mit 13 mann , 6 mann waren schon drüber und dann hats gepiept. ich guckte zwischen meine füße und sah nen draht der sich an mich herangeschlichen hatte und sich verfangen hatte. das piepen war das signal , normalerweise häte es geknallt und so riss ich in dem moment ganze 12 kameraden mit in den tot . war ne wunderschöne sprengfalle.
    abends dann un halb3 morgens*g ne gefechtsübung. wir auf ner wiese richtung waldrand hochgekrochen und plötzlich nur noch ballerei .
    mg und gewehr von vorne , aus schützenläöchern vom waldrand aus. wir uns in 2 gruppen aufgeteilt und hintereinander zurückgezogen . plötzlich schrie einer auf und war getroffen , den dann gepackt und auf die schulter geschm,issen und zurückgezogen in den nächsten wald.in deckung. lauter leuchtkörper am himmel . weiße, grüne und rote. die luft total vernebelt und plötzlich die pfeifpatrone, ABC-Alarm . dann unter beschuss in diese scheiß masken + ponchos rein und weiter gefeuert .
    so lange, bis unsere 30 schuss alle waren . dann wars zu ende.
    gesagt wurde uns das man mit uns keinen krieg gewinnen kann da es nicht so erfolgte wie es hätte sein soll . spaß hats trotzdem gemacht und immerhin solen wir es ja noch lernen*g

    brandwache am feuer abends, ne wunderschöne sache. die ausbilder lagen schopn alle im schlafsack und haben gepennt und wir mussten wach bleiben . klar natürlich , das sich keiner dran gehalten hatt . so bald es ging, ob bei feuerwache, wachposten im schützenloch oder n moment aufm dixiklo , es wurde gepennt so viel und oft es nur ging. sogar im stehen .
    das war nämlich so , wir hatten diese checkpointausbildung, und so kam es das ich nen wachposten hatte um fahrzeuge anzuhalten , außerhalb des stacheldrates. an der anderen seite wurde schon kräftig gekämpft und mir vielen dann die augen zu . is klar , man hat stöpsel in den ohren , hört fast nix mehr und is müde. is dann einfach perfekt. da der leutnant zuguckte ging es nich anderst , man hat sich konzentriert und im stehen versucht, beim schlafen nicht umzufallen . als ich die augen nach ner zeit wider öffnete, lag am waldrand einer 8und hat mich abgeknallt. ja, und dann gings los dass ich über die wiese gezogen wurde. toll , schmerzen vom ziehen und stress beim saubermachen der kleidung durch den dreck .
    dann , gestern als wir wider ina kaserne waren , waffen geputzt und ständig hörte man das irgendwas runtergefallen war und manchmal n anschiss. das waren dann imer momente, wo einer eingeschlafen is (im stehen ) und erwischt wurde.
    anschließend ins mannschaftsheim und 2 bier getrunken , dann schwindelig ins bett . heute dann standortgottesdienst und die offiziere und feldwebel und so kamenm nicht mehr nach mit dem wecken der eingeschlafenen rekruten in der kirche. war n anblick für die götter.

    endlich hab ichs geschafft und muss diese sache nicht mehr durchziehen . bin echt froh das es vorbei is. man sagt ja auch , krieg ist die hölle!

    übernächste woche dann den 20 kilometermarsch , rekrutenbesichtigung , und ich glaube da werden wir dann das letzte mal wärend der AGA gefi.....!
    der wird hart. und dann wirds ruhiger.
    wollt euch einfach mal erzählen wies war und hoffe ihr könt es euch wenigstens n bisschen bildlich vorstellen .

    Gruß , Basti
    Mitglied und Mitbegründer des - D.F.L.V. -
  • Crysagon
    Moderator

    • 21.06.2005
    • 5669
    • "Throtmanni" So fast as Düörpm

    #2
    Hach wie vermisse ich diese Zeit....

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    • malat
      Landesfürst


      • 26.09.2006
      • 958
      • Litauen/ Jetzt Essen

      #3
      Ich auch ....habe die Grundausbildung geliebt .....beim Rak Batallion Pfullendorf ...vor allen ...meinen Ausbilder Loetto ......( das war so ein Leuteschinder sag ich euch ) aber es hat Spass gemacht.....

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      • seewolf
        Heerführer


        • 06.12.2005
        • 4969
        • Schöneweide
        • Ebinger Uvex 710,Metromag 880 Schiebestangenfinder Minelab XS-2 PRO & Whites IDX PRO

        #4
        Das sind doch Erlebnisse,die man nicht vergißt.
        Gruß andreas
        S.S.S.S

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        • Siebken
          Heerführer


          • 12.01.2005
          • 6470
          • Nicht von dieser Welt.
          • XP Deus

          #5
          man erinnert sich immer nur an die schönen Sachen
          "Man muss etwas machen, um selbst keine Schuld zu haben. Dazu brauchen wir einen harten Geist und ein weiches Herz. Wir haben alle unsere Maßstäbe in uns selbst, nur suchen wir sie zu wenig."
          Sophie Scholl/Jacques Maritain

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          • Huskie
            Landesfürst

            • 18.01.2003
            • 627
            • Benterode / Niedersachsen

            #6
            Hach war die Grundi 1984 herrlich.......
            .....und dann erst die Waldkampfbahn in Schwarzenborn
            Ich vermisse diese Zeit.
            Gruß
            vom Huskie
            ----------------------------------------------------

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            • HarryG († 2009)
              Moderator

              Heerführer

              • 10.12.2000
              • 2566
              • Bad Sachsa, Niedersachsen (Südharz)
              • Meine Augen

              #7
              Haben wir alle hinter uns.
              Ich erinnere mich gerne daran. Gerade das Marschieren (20 km oder mehr) hatte mir nie was ausgemacht, da ich von klein an immer mit meinem Vater viel wandern ging.
              Beim Marschieren sah ich immer zu, auf einer höhe mit dem Ausbilder zu sein. Das gefiel im nicht immer und so musste ich ab und an ein bis zwei zusätzliche Rucksäche meiner fußkranken Kameraden schleppen.
              Ich war dann zwar auch kaputt, aber mir hat es Spaß gemacht.

              Was einen nicht kaputt macht, macht einen nur noch härter.
              Glück Auf!
              Harry

              Nur die Harten kommen in den Garten!
              Und ich bin der Gärtner

              Harry hat uns am 4.2.2009
              nach schwerer Krankheit für immer verlassen.
              In stillem Gedenken,
              das SDE-Team

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