Wer kennt sich mit Messinggiessen aus ?

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  • DAff
    Heerführer

    • 14.12.2000
    • 1907
    • irgendwo im Land Brandenburg
    • XP Reaktor , Ebinger

    #16
    Manno !


    DAff

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    • Henry
      Landesfürst

      • 02.07.2001
      • 855
      • Friedrichshafen

      #17
      O je !
      Wigbold

      Also das Schmelzen in einem Stahl-Tiegel lass mal lieber , auch in einem Tiegel aus Edelstahl !

      Ich erkläre das mahl allgemein, viele Metalle haben die Eigenschaft andere zu lösen wie Zucker im Kaffee ! Zink und Alu lösen Eisen in kürzester Zeit, obwohl deren Schmelzpunkt wesentlich niedriger als bei Eisen liegen .
      Ich habe noch nie in einem Edelstahl-Tiegel etwas eingeschmolzen, aber ausprobieren möchte ich das auch nicht unbedient !

      Das mit den Oxiden ist so, das diese in der Schmelze Schwimmen und ausgewaschen werden sollten, Sie können Klumpen bilden die unangenehme Folgen mit sich bringen .

      Nun das soll aber nicht unser Problem sein .
      Ich glaube das die Herstellung der Form das eigentliche Problem ist !
      Deine Erklärung ist leider etwas dünn , hast du kein Bild dieser Platte ?
      Wenn es sich dabei um einen Guss handelt, kann ich dir sofort sagen wie das Ding hergestellt wurde und ob du im Stande bist das nach zu machen .

      30 x 50 cm und 0,5 bis 1 cm Wandung ? Da reiche 1,5 Kg Messing nicht !

      Gruß Henry
      [
      Thomas Kliebenschedel

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      • C-4
        Heerführer

        • 01.08.2002
        • 2106
        • D

        #18
        Hier ist mal ein Messingteil, (dürfte gedienten Zonenbürgern noch in Erinnerung sein ), das schwarz gefärbt wurde. Die Höhen kann man dann ja noch abwetzen, macht einen Antik-Eindruck.
        Angehängte Dateien

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        • Wigbold
          Heerführer

          • 25.11.2000
          • 3670
          • 76829 Landau / Pfalz
          • OGF - L + W

          #19
          @ Henry: Ich schau mal, ob ich mal ein gutes Foto hinkriege. Ist halt ne schwarze Gußstahlplatte, , auf dem Foto, das ich gemacht hatte, war halt nur schwarz zu erkennen, kein Motiv...

          @ C-4 : Ja, das kommt hin. Wie geht das ?

          Interessierterweise, Wigbold
          Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen.
          Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben, zu leben.

          Mark Twain



          ... weiter neue Wege gehen !

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          • C-4
            Heerführer

            • 01.08.2002
            • 2106
            • D

            #20
            Original geschrieben von Wigbold


            @ C-4 : Ja, das kommt hin. Wie geht das ?

            Interessierterweise, Wigbold
            Gibt mehrere Methoden, bei den von dir genannten Maßen müßte sich noch ein Tauchbad realisieren lassen, das Teil muß dann etwa 10-12 Stunden drin bleiben.Bei mehreren größeren Teilen können sich die Kosten für die ben. Chemikalien allerdings schnell in einem Bereich von 150-200 Eu's bewegen. Es gibt aber auch noch ein anderes Verfahren, das etwas aufwendiger ist, aber mit billigeren Chemikalien auskommt.

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            • Wigbold
              Heerführer

              • 25.11.2000
              • 3670
              • 76829 Landau / Pfalz
              • OGF - L + W

              #21
              Bilders

              So, Henry.

              Statt jetzt 40 km zu fahren, um ein Foto machen zu können, hab ich mal im Netz gemopst.

              Dies hier ist ein Beispiel, das man durch einfaches Abformen in Formsand herstellen könnte.

              Keine Hinterschneidung, keine Wölbung. Einfach.




              Dieses Bild hingegen zeigt die Problematik recht gut, wenn auch in meinem Fall keine Durchbrüche vorhanden sind, sondern die Platte hinten geschlossen ist. Aber hier sieht man sehr schön die Hinterschneidungen. Das heißt, eine wiederverwendbare Form muß elastisch sein, sonst kann ich nicht ausformen.




              So, Leute. Fragen sind gestellt, Beispiele habt Ihr auch, denn macht mal.
              Da bin ich mal gespannt.

              Lauschenderweise, Wigbold
              Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen.
              Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben, zu leben.

              Mark Twain



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              • Henry
                Landesfürst

                • 02.07.2001
                • 855
                • Friedrichshafen

                #22
                Nein nicht Elastisch !

                Ein Beispiel was man zuhause in der Garage noch machen kann !
                Bei diesem Teil handelt es sich um einen Faschings-Orden zum 50 Jährigen bestehen
                Der Narrengruppe Seegockel . Ich habe den Orden für diesen Verein vor 2 Jahren nach einer Zeichnung eines vor etlichen Jahren verstorbenen Professors, entworfen .
                Die Auflage betrug 180 Stück und wurden im Sandguss gefertigt. Dabei handelte es sich um
                Eine zweiteilige Form in dem wegen der Hinterschneidungen drei „ Fliegende Ballen „ hatte.
                ( lose Formteile die separat gefertigt werden und man dann in die Form einsetzt ) .
                Das verwendete Metall war eine Zink-Legierung die vom Schrotthändler gekauft wurde.
                Der Schmelzpunkt dieser Legierung ist bei ca.420 °C und gegossen wurde bei ca.550 ° bis 600° C .

                Gruß Henry
                Angehängte Dateien
                [
                Thomas Kliebenschedel

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                • Henry
                  Landesfürst

                  • 02.07.2001
                  • 855
                  • Friedrichshafen

                  #23
                  Na dann rann an den Fernkurs für Gießer Profis!

                  Auf der angehängten Zeichnung habe ich in Primitivster Form deine Ofenplatten im Schnitt dargestellt. Zeichnung 1 und 2.
                  Bei 2 habe ich die Durchbrüche markiert. Das „ T „ zeigt die Formteilung an .
                  Da nun jeder verstehen soll um was es geht, erläutere ich erst einmal den begriff „Hinterschneidung „!
                  Bild 3 zeigt einen Körper dessen rechte Seite einen Winkel von 90° zu Teilungsebene hat.
                  So ein Teil ist schwer aus der Form zu ziehen, daher legt man eine sogenannte „ Formschräge an , Bild 3 links , + 3° also 93° !
                  Auf Bild 4 haben wir eine Scheinbare Hinterschneidung mit – 20 b.z.w. 23° zur Formschräge !
                  Allerdings kann man das beheben in dem man die Teilungsebene bis zum beginn der Hinterschneidung anhebt ( Gestrichelte Linie )
                  Bild 5 zeigt eine Echte Hinterschneidung, da müssen wir einen „ Ballen „ Formen,
                  der bei dem herausnehmen des „ Models „ b.z.w. der Form , am Modell haften Bleibt
                  und später in die Form geklebt wird.

                  Nun Wigbold

                  Wie ist deine Hinterschneidung geartet ?
                  Ps: beidem zweiten Relief kann ich keine Hinterschneidung erkennen !
                  Angehängte Dateien
                  Zuletzt geändert von Henry; 04.02.2003, 17:40.
                  [
                  Thomas Kliebenschedel

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                  • Wigbold
                    Heerführer

                    • 25.11.2000
                    • 3670
                    • 76829 Landau / Pfalz
                    • OGF - L + W

                    #24
                    Hallo Henry,

                    der Aufbau der Platte an und für sich nach Fig. 1. Keine Durchbrüche vorhanden, hinten hohl.

                    Die Motive sind soweit herausgehoben, daß Hinterschneidungen nach Fig. 4 entstehen. Auf beiden Seiten. Im Bereich bis ca 80 °, wie bei Deinem Beispiel.

                    Präzisierenderweise, Wigbold
                    Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen.
                    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben, zu leben.

                    Mark Twain



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                    • Henry
                      Landesfürst

                      • 02.07.2001
                      • 855
                      • Friedrichshafen

                      #25
                      Das einfachste in solch einem Fall, ist das abändern der Vorlage .
                      Das heißt, sofern es der Optik nicht schadet füllt man die Hinterschneidungen mit Plastilin und pliert diese Stellen mit Graphit . Alternahtief macht man das mit Polyesterspachtel .
                      Es währe immer noch ratsam die Ofenplatte auf den Scanner zu legen um einen brauchbaren Eindruck des Originals zu bekommen !
                      Am besten du markierst die Stellen mit den Hinterschneidungen!

                      Gruß Henry
                      [
                      Thomas Kliebenschedel

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                      • Wigbold
                        Heerführer

                        • 25.11.2000
                        • 3670
                        • 76829 Landau / Pfalz
                        • OGF - L + W

                        #26
                        Also irgendwie drehen wir uns hier im Kreis....

                        Ich weiß auch nicht, wann ich Zeit habe, mal zu dem Trödler zu fahren und ein Foto zu schießen. Und auf Verdacht kaufen will ichs nicht. Die wollen ganz schön Schotter, die Jungs. :mad:

                        Also jetzt Vorschlag meinerseits, damit es hier weitergeht:

                        Beschreibe einfach anhand meines 2. Bildes, wie Du es machen würdest.

                        Und meine restlichen Fragen, die ja unabhängig von der Giessform sind, sind ja auch noch offen.

                        Ganzgespannterweise, Wigbold
                        Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen.
                        Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben, zu leben.

                        Mark Twain



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                        • Henry
                          Landesfürst

                          • 02.07.2001
                          • 855
                          • Friedrichshafen

                          #27
                          Ok !
                          Mach ich , muß aber erst ein paar Bildchen mahlen, wird bis Morgen dauern !

                          Gruß Henry
                          [
                          Thomas Kliebenschedel

                          Kommentar

                          • Wigbold
                            Heerführer

                            • 25.11.2000
                            • 3670
                            • 76829 Landau / Pfalz
                            • OGF - L + W

                            #28
                            Hmmm. Hängt ein wenig, ich hol es nochmal rauf.

                            @ Henry: Schon weiter gekommen ?

                            @ Stone : Du wolltest doch auch was dazu sagen, oder ?

                            Nachhakenderweise, Wigbold
                            Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen.
                            Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben, zu leben.

                            Mark Twain



                            ... weiter neue Wege gehen !

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                            • Henry
                              Landesfürst

                              • 02.07.2001
                              • 855
                              • Friedrichshafen

                              #29
                              Also nun die versprochene Erklärung wie man so eine Form macht, allerdings in einfachster Art !

                              Bild 1 zeigt den Schnitt durch die Vorlage


                              Bild 2 Auf der Vorlage wird im Bereich der Hinterschneidung mit dem Formstoff ein
                              „ Ballen modelliert , der so geartet ist das man in abnehmen kann ohne das er ausbricht !


                              Bild 3 Über die Vorlage wird ein Rahmen gelegt und mit Formstoff aufgefüllt. ( Die Füllung selbst ist hier nicht gezeigt, allerdings ist die Richtung in der später der Ballen entnommen werden soll, angezeigt ! )


                              Bild 4 Der Gefüllte Rahmen wird gewendet .


                              Bild 5 Er bekommt einen zweiten Rahmen aufgesetzt, der auch mit Formstoff gefüllt wird.
                              Vor der Füllung wird auf die Untere Formhälfte ein Trennmittel aufgebracht das ein verkleben der Formen verhindert.


                              Bild 6 Der Obere Rahmen wird nach dem füllen wider entfernt.


                              Bild 7 Auf die Untere Formhälfte wird eine Platte gelegt und mit der Form zusammen gewendet.


                              Bild 8 Die Form wird angehoben, so das die Vorlage mit dem Ballen unten liegen bleibt.


                              Bild 9 Der Ballen wird an der Vorlage entnommen.


                              Bild 10 Die Form wird gewendet.


                              Bild 11 Der Ballen wird in die Form geklebt.


                              Bild 12 Die andere Formhälfte wird auf das Unterteil gesetzt.


                              Fertig !

                              Was ich hier nicht angesprochen habe, ist das „ Angussystem“ und die „ Speisung „ des Gusses während der Erstarrung des Metalls .
                              Die Rahmen sind sogenannte Formkästen die mit Führungen ausgestattet sind.
                              Der Formstoff in diesem Beispiel ist Bentoniet- gebundener Quarzsand mit einem feuchtigkeitsgehallt von ca. 8 % .
                              Das Trennmittel ist Graphit Puder und- oder Talkumpuder .
                              Diese Methode ist die Gängigste im Professionellen Guss und ist auch zuhause anwendbar !

                              Wigbold dürfte bereits einige Kenntnisse in diesem Bereich besitzen, daher spare ich mir einiges an tiefer gehenden Erklärungen. Allerdings kann ich das ganze mit Beispielen des
                              Hausgebrauches erweitern. Z.B. wie so ein selbstgemachter Formkasten aussehen kann,
                              wo man bestimmte Formstoffe im 50 Kg Sack bekommen kann u.s.w.
                              Schmelzofen im Selbstbau ( Minni- Kupolofen für den Bronzeguss ) u.s.w.

                              Gruß Henry
                              Zuletzt geändert von Henry; 10.02.2003, 18:41.
                              [
                              Thomas Kliebenschedel

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                              • Stone

                                #30
                                @Wigbold

                                Henry beschreibt das sehr schön, kommste klar mit?

                                Stone

                                Kommentar

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