Moin!

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  • Hirseprinz
    Anwärter


    • 25.05.2010
    • 19
    • NRW

    #1

    Moin!

    Hallo zusammen!

    Ich bin 40 Jahre alt, komme aus dem Bergischen Land und bin besonders an der fliegerei im WW2 interessiert. Nachdem mir mein Vermieter (der Augenzeuge des Absturzes war) sagte das hier gleich hinter dem Haus eine P38 zerschellte, wollte ich mehr über die Geschichte erfahren. Bisher habe ich mich zu dem Thema nur über Internetrecherche Versucht und bin auch darüber über euer Forum gestolpert.
    Naja seit dem ruht meine Recherche etwas da es hier so viel zu lesen und stöbern gibt. Bin echt begeistert von euren Funden und den Geschichten dazu!

    ..muß jetzt erstmal weiter lesen. Wenn ich dann durch bin, werde ich noch nen Beitrag zur besagten P38 einstellen.

    Gruß aus dem Bergischen Land!

    Hirseprinz
  • der_bünghauser
    Heerführer


    • 02.10.2007
    • 2983
    • Gummersbach
    • Instinkt

    #2
    Hallo & Herzlich Willkommen hier im Forum. Wo genau war denn der Absturtz der P38? Komme auch aus dem Bergischen Land.
    Gruß
    Julian
    Suche Porzellan aus der Manufaktur Spitzer Dieringhausen. Fotos & Postkarten aus Dieringhausen, Gummersbach & Umgebung bis in die 1980er Jahre. Und Postkarten aus dem 1 WK.

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    • Hirseprinz
      Anwärter


      • 25.05.2010
      • 19
      • NRW

      #3
      Der Abschuß durch FW190 war wohl im August, September oder Oktober 1944 in Birrenbachshöhe (Much).
      Es gab 2 Abschüsse von P38 hier in der näheren Umgebung. Eine hier und die andere bei Neunkirchen. Die Maschine in Neunkirchen wurde bereits einer FS zugewiesen und der Pilot ist bekannt. Lag in Neunkirchen auf dem Friedhof und wurde vor einigen Jahren exhumiert und nach Amerika überführt. Über die Maschine hier ist nur wenig bis garnichts zu finden. Vermutlich (soweit die Aussagen in der Literatur die ich bisher fand) handelt es sich um eine Maschine der 367FG die im Oktober 1944 drei Maschinen hier in der Gegend verloren haben. Was mich allerdings sehr stutzig macht: Laut Augenzeugen war der Pilot Schwarzer! Wenn das Stimmt, muß die Maschine ein Begleitjäger der Tuskegee Airmen aus Italien gewesen sein. Denn bei der 367FG flogen keine Farbigen!
      Die Tuskegee Eskortierten Bomberschwärme aus B24 von Italien z.B. bis ins Ruhrgebiet.
      Mir kommt die Erzählung auch nicht wie ein Abschuß vor. Angeblich flog die FW190 noch beschädigt einige Km weiter bis auch sie runterging. Für mich gibt es daher folgende Erklärung.
      Die P38 begleitet die Bomber. Die Focke greift die Bomber an, die P38 drängt die Focke ab und setzt einige Treffer. Jeder halbwegs erfahrene Pilot in der Focke drückt an bzw. geht in einen Abschwung. Wenn der P38 Jockey nun der Focke hinterherstürzt, kommt die P38 in einen Highspeedstall und die Höhenruder der P38 werden quasi Funktionslos. Die Maschine wird immer schneller und schlägt irgendwann auf. Laut Augenzeugen schlug die Maschine mit unglaublicher Wucht auf. Teile, u.a. ein Zusatztank flogen noch ca. 160 Meter weit durch die Luft und schlugen in einer Scheune ein die daraufhin in Brand geriet....

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      • moskito
        Heerführer


        • 15.04.2008
        • 1300
        • Nordfriesland
        • Aktuell: XP Pro-Abgelegt MD 3009,ACE150/250,Discovery3300, Tesoro Vaquero 2 Germania

        #4
        Herzlich Willkommen im Forum und einen Gruß aus Hess.Oldendorf
        Gruß vom Ulli
        Carpe diem

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        • Alfred
          Heerführer

          • 23.07.2003
          • 3840
          • Hannover/Laatzen
          • Augen, Nase, Tastsinn

          #5
          Herzlich willkommen hier im Forum!

          Ein interessanter Bericht.
          Aber das die P38 so leicht in einen Highspeed Stall geraten konnte, wusste ich auch noch nicht. Das waere ja ein maechtiges Handicap gewesen. Sie waere dann quasi nicht sturzflugtauglich, ergo untauglich als Jaeger gewesen, was sie meines Wissens aber nach nicht war. Das das so allgemeingueltig stimmt, kann ich noch nicht so recht glauben...
          Schoen´ Gruss

          I would never want to be a member of a group whose symbol was a
          guy nailed to two pieces of wood. ~ George Carlin ~

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          • hemiotti
            Heerführer


            • 14.02.2009
            • 2817
            • Berlin Lichtenberg
            • Teknetics Omega 8000 & Garrett PP

            #6
            willkommen hier
            bin auf weitere infos gespannt
            no Risk no Fund

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            • elcapitan
              Heerführer


              • 09.03.2009
              • 2480
              • Freies Germanien

              #7
              Na dann ! Herzlich Willkommen !

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              • Alfred
                Heerführer

                • 23.07.2003
                • 3840
                • Hannover/Laatzen
                • Augen, Nase, Tastsinn

                #8
                Gehoert jetzt war eher in ein anderes Forum, aber da Du es hier schonmal angefangen hast:
                Ein wenig gegoogele hat ergeben, das es wohl wirklich einige tote Piloten bei Testfluegen der ersten P38 aufgrund von Kompressibilitaetsproblemen bei sehr hohen Geschwindigkeiten gab.
                Allerdings heisst es auch, das dieses Problem u.a. durch Aenderung der Aerodynamik, bei den Serienmodellen, bzw. spaeteren Weiterentwicklungen zunehmend beseitigt wurde.
                Schoen´ Gruss

                I would never want to be a member of a group whose symbol was a
                guy nailed to two pieces of wood. ~ George Carlin ~

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                • Hirseprinz
                  Anwärter


                  • 25.05.2010
                  • 19
                  • NRW

                  #9
                  Die Lightning neigte zum Highspeed Kompressibility Stall. Da die Maschine die Höhenruder auf gleicher Höhe wie die Tragflächen hatte kam es bei Geschwindigkeiten über 0,68 Mach zu dem Effekt das die Höhenruder nicht mehr ansprachen. Bei höheren Geschwindigkeiten neigen Flugzeuge dazu sich etwas anders zu verhalten als man glaubt. Daher hat es ja auch lange gedauert bis man Überschallflüge durchführen konnte. Einfach formuliert, ändert sich der Schwerpunkt der Maschine nach vorne je schneller sie wird. Grade im Sturzflug der Lightning bedeutete das das sie immer steiler fiel und damit noch schneller wurde. Die Piloten wurden darauf trainiert die Maschine durch abschalten eines Motors und hochdrehen des zweiten, zum drehen zu zwingen um Geschwindigkeit ab zu bauen. Das klappt aber nur wenn die Maschine nicht voll beladen ist. Die Hier abgestürzte Maschine hatte noch die Zusatztanks unter.....

                  Spätere, also auch die Hier abgestürzte verfügten aber genau aus diesem Grunde über Sturzbremsen. Ob diese aber bei hohen Geschwindigkeiten überhaupt noch betätigt werden können bin ich überfragt. Normalerweise werden nämlich die Sturzbremsen vor dem Sturz ausgefahren......

                  Zum allgemeinen Verständnis: Die deutschen Jäger waren im Sturz wesentlich schneller und stabiler. Daher war das "Wegstürzen" quasi erste Wahl. Wenn der Pilot der P38 seine und die Geschwindigkeit der Focke unterschätzt hat, ist der ratz fatz bei 700km/h und im Highspeed Stall... Die Focke fängt noch locker bei 800km/h ab. Der passiert da nix.
                  Zuletzt geändert von Hirseprinz; 31.05.2010, 19:22.

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