Brunnenfund

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  • casi242
    Geselle


    • 25.01.2011
    • 86
    • Niedersachsen
    • Tesoro Tejon

    #1

    Brunnenfund

    Hallo!

    Habe einen alten Brunnen tiefer ausgeschachtet und dabei einen alten Kochpott im Schlamm entdeckt.
    Ca. 30 cm im Durchmessser.

    Die Frage ist nur, wie der zeitlich einzustufen ist.

    Der Brunnen gehörte zu einem alten Bauernhof.
    Der Bauernhof lebte von ca. 1880 bis 1945.
    In der Gegend gab es eine Feste aus dem Jahre 1100-1200.
    Von der Feste ist nichts mehr zu sehen, außer Wald.
    Den Versorgerhof (Junkerhof) gibt es noch.
    Dieser Bauernhof stand in der Nähe.

    Hat man evtl. Reste aus dem Junkerhof verwendet?
    Allerdings fehlen die Jahre 1300-1600. Da gab es hier nix.

    Oder schlicht ein Kessel aus der Landwirtschaft um 1900?

    Da der Kessel ein Loch hat, hat man ihn wohl beim Brunnenbau weggeworfen.
    Oder er ist reingefallen. Das glaube ich aber nicht, weil ich schon durch die alte Filterschicht (Heide/Stroh) hindurchgebuddelt bin. Der wurde bestimmt entsorgt.

    Am Grund liegen viele Backsteine, offenbar eine Bodenbefestigung. Darin lag der Kessel.

    Der Griff und auch der Kessel scheinen nicht aus Eisen zu sein. Unter der Dreckschicht am Bügel sieht man blankes Metall mit feinen Hammerspuren.

    Sja, was für ein Kessel habe ich da?!

    LG

    Casi
    Angehängte Dateien
  • Septimius
    Heerführer


    • 10.01.2009
    • 3990
    • Königreich Bayern

    #2
    Der könnte noch gut ins 18. Jhdt. passen, die drei Füsschen deuten darauf hin, dass die Herdstelle flach gemauert war und man den ins Feuer stellte, irgendwann war halt der Boden durch, damm wurde er entsorgt... oder es war der, aber nur, wenn er nach Zwiebelsuppe riecht :http://www.asterix.com/bd/albs/13de.jpg
    Gruß Septi

    ------------------------------------------------------

    Jahresabschlußfotowettbewerbsgewinner Dezember 2010

    "Tapferkeit und Edelmut vergranten auch den kleinsten Wicht zum Helden!"
    Jebediah Springfield

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    • casi242
      Geselle


      • 25.01.2011
      • 86
      • Niedersachsen
      • Tesoro Tejon

      #3
      Der Kupferkessel wirds wohl nicht sein...

      Ansonsten könntest Du wohl Recht haben.
      Mich wundert nur, dass der Kessel vor dem Brunnenbau da war.
      Der Kessel ist auch ziemlich klein. In den hiesigen Bauerenhöfen gab es m. E. nur große Kessel. Die hingen an eine Art senkrecht stehendes Sägeblatt über dem Feuer, um die Höhe stufenlos zu verstellen.
      Oder sie standen auf einem Dreibein im Feuer.
      Heutzutage werden die Kessel auch gerne als Blumentopf missbraucht.
      Uns wurde vor 30 Jahren eine alte Torfkarre samt Kessel aus dem Vorgarten gestohlen.
      Eine Großfamilie zu versorgen, wäre mit dem kleinen Pott recht schwer gewesen.

      Aber man lernt nie aus...

      LG

      Casi

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      • Andi08/15
        Heerführer

        • 27.06.2003
        • 2048
        • Lkr. RT/Baden-Württemberg
        • Garret ACE250

        #4
        Der Kübel ist sehr schlecht zu datieren, da die sehr lange nahezu unverändert hergestellt wurden, noch bis ins 20Jh. hinein.
        Beifunde wären zur Datierung hilfreich. Gab es zufällig welche, auch wenns vermeintlich nur Schrott war?
        § 307 StGB Herbeiführen einer Explosion durch Kernenergie
        (1) Wer es unternimmt, durch Freisetzen von Kernenergie eine Explosion herbeizuführen und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert zu gefährden, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft.

        ICH MAG KEINE GRÜNE UND ICH MAG FEINSTAUB, WEIL DER WEISS; DAS ER VOR DEM UMWELTZONENSCHILD STEHENBLEIBEN MUSS, AUSSERDEM HAB ICHS GERNE WARM IN MEINEM ÖKOLOGISCH BEDENKLICHEM V8!!!

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        • Erdspiegel
          Heerführer


          • 16.07.2008
          • 7103
          • zwischen Schutt & Scherben
          • Spatengabel,Kartoffelharke,Fisher CZ-6a,XP-Gmaxx II

          #5
          Zitat von casi242
          Der Kupferkessel wirds wohl nicht sein...

          Ansonsten könntest Du wohl Recht haben.
          Mich wundert nur, dass der Kessel vor dem Brunnenbau da war.
          Der Kessel ist auch ziemlich klein. In den hiesigen Bauerenhöfen gab es m. E. nur große Kessel. Die hingen an eine Art senkrecht stehendes Sägeblatt über dem Feuer, um die Höhe stufenlos zu verstellen.
          Oder sie standen auf einem Dreibein im Feuer.
          Heutzutage werden die Kessel auch gerne als Blumentopf missbraucht.
          Uns wurde vor 30 Jahren eine alte Torfkarre samt Kessel aus dem Vorgarten gestohlen.
          Eine Großfamilie zu versorgen, wäre mit dem kleinen Pott recht schwer gewesen.

          Aber man lernt nie aus...

          LG

          Casi
          Richtig
          Das 'Sägeblatt' hieß Feuersäge.

          Kommentar

          • Zappo
            Heerführer


            • 28.04.2006
            • 2431
            • Baden

            #6
            Zitat von Erdspiegel
            Richtig
            Das 'Sägeblatt' hieß Feuersäge.
            Nur mal am Rande: davon kommt m.W. auch der Spruch: "Wirt, leg mal einen Zahn zu"
            Hat also nix mit Zahnrad zu tun.

            Die Datierung wird schwerfallen - diese Kesselchen mit Füssen gabs sehr lang - ich habe hier eine Grape, die höchtens 100 Jahre alt ist - eher weniger.

            Gruß Zappo

            Kommentar

            • Erdspiegel
              Heerführer


              • 16.07.2008
              • 7103
              • zwischen Schutt & Scherben
              • Spatengabel,Kartoffelharke,Fisher CZ-6a,XP-Gmaxx II

              #7
              Zitat von Zappo
              Nur mal am Rande: davon kommt m.W. auch der Spruch: "Wirt, leg mal einen Zahn zu"
              Hat also nix mit Zahnrad zu tun.

              Die Datierung wird schwerfallen - diese Kesselchen mit Füssen gabs sehr lang - ich habe hier eine Grape, die höchtens 100 Jahre alt ist - eher weniger.

              Gruß Zappo
              'Hordentöpfe' mit Füßen gibt es auch heute noch:



              Zur genaueren Datierung des Brunnenfundes wären Beifunde wie Porzellan-,oder Flaschenscherben interessant.
              Etwas in dieser Richtung vorhanden?

              Kommentar

              • casi242
                Geselle


                • 25.01.2011
                • 86
                • Niedersachsen
                • Tesoro Tejon

                #8
                Sja, da muss man wohl das Alter des Metalles bestimmen lassen...!

                Mit den Beifunden ist das so eine Sache. Ich habe das Ganze faulige Zeug auf einen Haufen gepackt. Das ist alles schwarz wie die Nacht. Wenn das Wasser daraus in den Boden gesickert ist, werde ich mal sieben.

                Z. Zt. sieht man nur kleine Holststücke und Schilfteilchen.

                Vielleicht finde ich noch was. Allerdings wird mir so alleine in 5 m Tiefe in so einem schief geschichteten Brunnen langsam mulmig...

                Kommentar

                • Lucius
                  Heerführer


                  • 04.01.2005
                  • 5898
                  • Annaburg;Sachsen-Anhalt
                  • Viel zu viele

                  #9
                  Zitat von casi242
                  alleine in 5 m Tiefe in so einem schief geschichteten Brunnen ...
                  schmerzfrei...
                  Mein Therapeut hat mir geraten, die Namen der Menschen, die ich hasse, auf kleine Zettel zu schreiben, sie ins Feuer zu werfen und zuzusehen, wie sie verbrennen. Das habe ich getan, und ich muss sagen, jetzt fühle ich mich viel besser.
                  P.S. Was mache ich jetzt mit den Zetteln??

                  Kommentar

                  • casi242
                    Geselle


                    • 25.01.2011
                    • 86
                    • Niedersachsen
                    • Tesoro Tejon

                    #10
                    Zitat von Lucius
                    schmerzfrei...
                    Yup! Ich melde mich dann aus dem Elysium wieder...

                    Kommentar

                    • SilverBlade
                      Bürger


                      • 06.08.2007
                      • 101
                      • Altbayern
                      • Tesoro Tejon

                      #11
                      Hallo casi242,

                      Interresanter Fund. Glückwunsch

                      Zitat von casi242
                      Mit den Beifunden ist das so eine Sache. Ich habe das Ganze faulige Zeug auf einen Haufen gepackt. Das ist alles schwarz wie die Nacht. Wenn das Wasser daraus in den Boden gesickert ist, werde ich mal sieben.
                      Da wäre halt jetzt n Detektor nicht schlecht!!
                      Hast du nicht die Möglichkeit dir ein Leihgerät zu besorgen?

                      Gruß
                      SilverBlade

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                      • casi242
                        Geselle


                        • 25.01.2011
                        • 86
                        • Niedersachsen
                        • Tesoro Tejon

                        #12
                        Zitat von SilverBlade
                        Interresanter Fund. Glückwunsch

                        Da wäre halt jetzt n Detektor nicht schlecht!!
                        Hast du nicht die Möglichkeit dir ein Leihgerät zu besorgen?
                        Danke! Weiss nur noch nicht, ob das wirklich was Interessantes ist.

                        Einen Detektor habe ich, nur findet der keine Tonscherben oder ähnliches. Deshalb wollte ich sieben.

                        Allerdings wäre der Detektor nicht schlecht, um den Bodenaushub nochmal nach kleinen Metallteilen zu filzen .

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