Alter von Funden bestimmen ?

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  • Adebar
    Ritter


    • 19.08.2002
    • 540
    • Irgendwo
    • XP Dēus, XP GMaxx2 abgelegt: White's 6000DiProSl, Beachcomber 60

    #1

    Alter von Funden bestimmen ?

    Hallo Leute !

    Habe da mal ein paar Fragen zum Thema Alter von Funden bestimmen. Angenommen, man hat z.B. einen Orden o. ein Abzeichen und ist sich beispielsweise unsicher, ob es evtl. eine Kopie ist.

    Kann man aufgrund von Metallzusammensetzungen herausfinden wann der betreffende Gegenstand gefertigt wurde ? Wenn ja, wer macht so etwas, was kostet so etwas und wie viel Material wird für eine derartige Prüfung benötigt ?

    Wie ist das bei Farbresten, sagen wir mal an einem Stahlhelm. Lack enthält doch sicher irgendwelche organische Zusätze, die mit der C- 14 Methode überprüft werden könnten. Hier Fragen wie oben, wer, was, wie viel ?

    Wie genau sind solche Meßmethoden bei neuzeitlichen Funden ?

    Danke für Eure Antworten, Gruß, Adebar
    Si Dēus pro nobis, quis contra nos?

    Funde, wollt ihr ewig liegen?
  • Mtoto

    #2
    Gaschromatograph

    Hi ,
    also alle Stoffe die sich verflüssigen lassen ( in Flüssigkeit .....welche bekannt ist " Alkohol e.t.c. ) lassen sich über einen Gaschromatograph bestimmen . Pro probe ca. 60 Eur je nach Aufwand.
    Mit dem Ergebnis anhand von Tabellen ( bei Orden , Helmen e.t.c. dürften die Zusammensetzungen bekannt sein wenn nicht eine Probe mit einem bekannten Orginal machen und diesen Wert als Richtwert nehmen. )
    C 14 denke ich ist teuer , hast du eine Uni in der Nähe ( Studenten brauchen Kohle und machen dir sicher mal ne Bestimmung für kleines Geld )

    Liebe Grüße
    Mtot

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    • grafas
      Bürger

      • 22.04.2002
      • 185
      • Sachsen-Anhalt

      #3
      Hallo Adebar,
      einfach mal bei den Unis (techn. oder physik. Bereich) anrufen!
      In den Unis hat man Zeit und ist für solche Sachen offen (arbeite
      selbst an einer), wenn man etwas Glück hat.
      In Zürich (ETH) soll es da einen Apparat geben, der ohne Materialprobe arbeitet. Es gibt auf jeden Fall moderne Techniken.
      Alles Gute, Matthias!

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      • Adebar
        Ritter


        • 19.08.2002
        • 540
        • Irgendwo
        • XP Dēus, XP GMaxx2 abgelegt: White's 6000DiProSl, Beachcomber 60

        #4
        :

        Hallo !

        Erst einmal vielen Dank für die Ansätze die Ihr da gegeben habt. Jetzt noch einmal ganz kurz:

        Erstens (speziell Mtoto): Stichwort Gaschromatograph. Wer bietet so etwas an, wenn man keine direkten Beziehungen zu einer Uni hat ? Und, kann man auch ohne ein Vergleichsstück, das Alter eines Farbkleckses herausbekommen, wenn bspw. ein zeitgenössisch erscheinender Farbfleck auf einem Gegenstand der ansonsten nicht lackiert ist, vorhanden ist ? (will heißen, der Farbklecks ist ohne Absicht, hoffentlich vom damaligen Besitzer, auf das zu überprüfende Stück gelangt und soll nun als Hilfe bei der Altersbestimmung dienen).

        Zweitens (speziell Grafas): Wir werden uns in Kürze ja eh’ im Harz treffen (denke ich). Ich bringe den betreffenden Gegenstand dann mal mit – wenn Du einen Draht zur Uni hast, siehst Du selbst Möglichkeiten so eine Probe jemandem "auf’s Auge" zu drücken ?

        Hat sonst noch einer Beziehungen, Adressen Tips usw. ?

        Danke an alle Helfenden. Gruß, Adebar
        Si Dēus pro nobis, quis contra nos?

        Funde, wollt ihr ewig liegen?

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        • Mtoto

          #5
          Morgen

          Hi ,
          habe nen Kollegen der in der Gaschromatographie arbeitet .......ich frage mal nach..........mit Farben wäre ich vorsichtig , weil seit den letzten Jahren es möglich ist , Farben nach alten Mischungen anzusetzen und es so zu einem gleichen Erscheinungbild kommen kann.
          Alte Farben haben oft noch Schwermetalle in ihrer Rezeptur und diese kann man über ( leider ) zerstörende Verfahren bestimmen.


          Liebe Grüße

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          • Adebar
            Ritter


            • 19.08.2002
            • 540
            • Irgendwo
            • XP Dēus, XP GMaxx2 abgelegt: White's 6000DiProSl, Beachcomber 60

            #6
            Hallo Mtoto !

            Na, das klingt doch schon mal sehr vielversprechend. Das der Lack(rest) dabei verloren geht ist völlig unwichtig. Der betreffende Lackspritzer kam ja nicht mit Absicht auf das zu prüfende Stück.

            Danke schon mal für Deine Umstände. Gruß, Dierk
            Si Dēus pro nobis, quis contra nos?

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            • Rotti
              Heerführer

              • 16.09.2000
              • 1832
              • Im finstren Bayern / M
              • Minelab Relic Hawk, Whites DFX /E , White´s XLT

              #7
              Leider ist....

              .-.. die C-14 Methode nur auf etwa 50 Jahre genau...
              Eignet sich somit schwerlich für Bestimmung oft gefälschter WK-2 Relikte.
              Und is noch dazu teuer!
              Schadeschadeschade!

              So´n Apparat gehörte auf jede Börse:

              Teil rein, 2 Euro rein, 1 Minute warten, unten kommen Expertise und Prüfstück raus. Das wäre das Ende der polnischen Volkswirtschaft!
              Und wenn der ganze Schnee verbrennt-
              die Asche bleibt uns doch!

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