Germanische Gusszapfen aus Blei
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Ja die Bücher sind wirklich sehr interessant und aufschlussreich. Ich habe mir auch schon einige Bücher aus dieser Reihe bestellt. Kann ich nur empfehlen
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Tolle Sache, Respekt!Kurios das sich immer genau die sich auf „gesunden“ und „Verstand“ berufen, weder das eine noch das andere ihr eigen nennen dürfen.Kommentar
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So ein Gusskönig ist nach meinem Verständnis, der im Schmelztiegel verbleibende Gussrest. Dieser ist doch meist flach und nicht kegelig.
Unabhängig davon wird es den bei jedem gegossenen Metall geben.
Ich meine da mittig ein durchgehendes Loch zu erkennen. Die Bilder
sind etwas dunkel.Kommentar
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Interessante Sache , schön darüber auch mal was gehört bzw gelesen zu haben .Gewinner Fotowettbewerb September 2014
Aller Anfang ist schwer , sagte der Spitzbube -da stahl er zuerst einen Amboss .Kommentar
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Kommentar
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Das Wort "Gusskönig" kannte ich bis eben gar nichtSo ein Gusskönig ist nach meinem Verständnis, der im Schmelztiegel verbleibende Gussrest. Dieser ist doch meist flach und nicht kegelig.
Unabhängig davon wird es den bei jedem gegossenen Metall geben.
Ich meine da mittig ein durchgehendes Loch zu erkennen. Die Bilder
sind etwas dunkel.
Also: Ein sog. Gusskönig entsteht, wenn in einem Tiegel loses Material, z.B. einzelne Bronzestückchen, aufgeschmolzen wird und zu einem Teil wird.
Der Gusskönig ist somit kein Rest- oder Abfallprodukt, sondern gezielt so hergestellt.
Ein Gusskönig kann, wenn man die Form der in der frühen-/mittleren Kaiserzeit verwendeten Tiegel betrachtet, durchaus kegelförmig sein.
Die Tiegel waren meist zapfenförmig mit nach unten dicker werdenden Boden. Auf der Innenseite der Tiegel verjüngt sich die Form.
Aber: Das kann nur funktionieren, wenn man die Schmelze im Tiegel erkalten lässt.
Sinnvoller wäre es, den Tiegel in eine Form zu entleren, da die erstarrte Schmelze im Tiegel festsitzt und man den Tiegel zertören müsste, um an das Gussstück zu gelangen.
Versucht man das erststarrte Metall wieder zu erhitzen, gibt es im unteren Bereich des Tiegels einen Überdruck, da sich der obere Bereich nicht oder nur sehr sehr langsam verflüssigt. Der Druck im Tiegel steigt und es erinnert bald alles an einen nicht funktionierenden Schnellkochtopf...
Der im Tiegel verbleibende Gussrest ist i.d.R. nicht flach oder kegelförmig, sondern erinnert mehr an eine ungleichmäßige Folie, die an der Tiegelwandung haftet (Beim Guss erkalten Material und Tiegel und der meist stark verschlackte Gussrest klebt an der Tiegelseite, über die gogossen wurde. Zum Vergleich kippt mal Wasser nur zu einer Seite aus einem Glas).
Gusszapfen sind eigentlich immer kegelförmig, jedoch sind sie komplett etwas anderes als die sog. "Gusskönige": Sie entstehen beim Füllen der Form und sind ein Materialreservoir, jedoch keinesfalls das Endprodukt.
Ich möchte abschließend in die Diskussionsrunde werfen, dass Blei seit der Bronzezeit auch als Matritze oder Modell für den Guss in verlorener Form verwendet wurde. Somit hätten wir noch eine weitere Möglichkeit für die reichlichen Bleifunde auf unseren Äckern.
M.M.n. ist eine Erklärung für die vielen Bleifunde, dass im Prinzip jeder ohne weitreichendes Fachwissen Blei aufschmelzen und daraus Dinge herstellen kann. Bei anderen Metallen setzen allein die wesentlich höheren Temperaturen und das Fließverhalten Fachwissen zwingend voraus. Um das Bild ein bisschen abzurunden: Es sind meist nur sehr einfache Gegenstände, die aus Blei gefertigt sind (Wirtel etc.).Zuletzt geändert von fleischsalat; 19.11.2017, 08:37.Willen braucht man. Und Zigaretten!Kommentar
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Tolle Beschreibung
Ja ich habe auch den Eindruck, dass Blei auf jedem größeren Gehöft verhüttet wurde. Ich habe neben den Gusszapfen, auch Gussreste und immer wieder Schlacken als Beifund gemacht. Werde das hier nach und nach mal posten.
Hier nochmal zwei Bilder aus unserer heimischen Museumsausstellung (auf dem Ersten kann man vielleicht besser lesen)
Von den zylindrischen Objekten mitte/links, habe ich auch zwei gefunden. Die seht ihr auf dem dritten Bild. Ich habe die Gewichte noch nicht gewogen, habe leider keine Waage. Das Größere ist aber mit seinen 4cm Durchmesser schon ziemlich schwer.Kommentar
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Das liegt am nahegelegenen Sauerland, da wurde das Erz für die Metallherstellung geborgen. Soest ist ja mit Eisen und Salz reich geworden.Kommentar





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