Zeitungsartikel

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • Findix

    #1

    Zeitungsartikel

    Warum kann man gegen Dummheit nicht vorgehen?
    Gegen das Verdrehen von Tatsachen?
    Gegen Leute, die wissentlich Dinge falsch darstellen um eine Masse Leser zu deinformieren?
    Das Märchen von dem Fundzusammenhang zerstörenden, ewig gierigen Dummgräbern und Laienbuddlern?
    Der Kram liegt immernoch in der Erde, weil niemand bis heute da gebuddelt hat, denn im Ämtchen hinterm Öfchen iss nu mal wärmer als draußen auf dem Acker. Aber dann soll doch bitte niemand seine Pfründe schmelzen sehen, nur weil der typische Sondengänger auf 100 Gänge vielleicht mal eine Münze findet.

    Kürzlich sagte ein Förster zu mir, daß "das mit dem Metallsuchgerät ja auch nicht so legal irgendwie sei!"

    Auf mein Nachfragen "weshalb" wußte er das nicht so genau aber etwas illegal, weil kurios kam ihm das sowieso an.

    UND GEANU DAS IST ES, WAS DURCH DIESE UND ÄHNLICHE ARTIKEL TRANSPORTIERT WIRD!

    Das bleibt hängen. Der irgendwie kriminelle Buddler. Klar fragt keiner nach Gesetzesgrundlagen, Kommentierungen und Ähnlichem.
    Seltsame Menschen. Finden wahrscheinlich täglich irgendwelche Schätze.
    Ach was reg ich mich auf.

    Verbohrte!

    Findix der Findnix (aber ist auch ein krimineller Raubgräber)
  • Cowboy

    #2
    Ganz meine Meinung.Die Leute wissen immer alles
    ganz genau.Vor allem,daß Sondengehen verboten ist.
    Muß ja verboten sein,denn ein anständiger Bürger
    macht sowas ja nicht.

    Kommentar

    • Harry

      #3
      Man kann deswegen nicht dagegen vorgehen, weil es nicht um den Fact des "Sondengehens" geht, sondern dies mittlerweile lediglich als Synonym für bestimmtes Verhalten gewertet wird. Das mag sich im ersten Moment seltsam anhören... aber:

      Die einzigen, die die Stirn haben seit Jahren (Jahrzehnten) anderer Meinung zu sein wie manche Denkmal - Behörden sind Sondengänger. Alles andere lässt sich in gewohnt lässiger Manier abwedeln, aber so offene Kritik bis hin zur Tatsache das diese Sondengänger noch obendrein Recht hatten mit ihrer Voraussage über den "Tresor Boden" und dann auch noch vor Gericht Recht bekommen, sowas kratzt am Selbstbewusstsein.
      Aber das schrieb ich schon im Theissforum...

      Das Zustandekommen bei solchen Artikel ist immer gleich: Ein Ehrenamtlicher (der nebenbei im Gespräch diesen Sondengängern klarmachte das dies SEIN Claim sei) echauffiert sich ob der bösen Raubgräber, und muss das ganze entsprechend ausschmücken weil er sonst keinen Journalisten finden würde der was schreibt... der schreibt nur wenn es wirklich eine Story ist, und ein paar Leute die erlaubtermassen über ein Feld latschen sind keine... aber RAUBgräber hört sich schon ganz anders an...

      Anderes Beispiel: Herr Laufer versuchte beim HR Interesse für seine Grabung zu wecken... grosses Gähnen, lediglich die Frage ob denn auch was GEFUNDEN WORDEN SEI.

      Gleichzeitig wird der Allgemeinheit klargemacht, an was diese Interesse zu haben hat, nämlich an wissenschaftlichen Befunden. Nur das das völlig an der Realität vorübergeht interessiert scheinbar nicht.Besucherrekorde werden nur dann erreicht wenn FUNDE präsentiert werden. Je mehr und je schöner, desto grösseres Interesse. DAS ist Realität. Und wer bringt da wohl die meisten, so man denn endlich Gelegenheit bekäme ÜBERALL problemlos diese Funde zu melden?

      Kommentar

      • Findix

        #4
        Tote Museen

        Das Präsentieren von Funden ist es nicht allein. Aber Du hast Recht. Die Präsentation. Schau Dir die Museen an. Dort stehen die schönsten, wertvollsten, tollsten Stücke umher. Staub- und berührungssicher hinter Vitrinen.Bestimmt, katalogisiert, abgelegt. Kulturschätze. Nimm einmal Kinder und gehe mit Ihnen ins Museum. Oh weia.
        Nicht nur, daß die Athmosphäre an ein Bestattungsinstitut erinnert und banalste Dinge des früheren Gebrauches immer verwissenschaftlicht und elitär dargeboten werden müssen, nein, das Schlimmste ist, daß es dort TOT ist. TOT.
        Man kann jedes Thema akademisieren. Erst Recht natürlich Bodenfunde und die Geschichte. Aber man muß es deswegen nicht so verfremden und verbarrikadieren, daß der Masse der Menschen ihr Interesse daran erschwert wird.
        Für wen aber Arbeiten unsere Archäologen und von wem werden Sie bezahlt?
        Und wozu bitte benötigen wir eine elitäre Gräberkaste?

        Es fehlt der Zug. Hätten wir eine aktive Archäologenschar, freudig bereit und agil überall in dieser Gegend Funde darzustellen; das Leben unserer Vorfahren der breiten Bevölkerungsschar darzustellen, könnte ich diese Haltung noch verstehen. Aber sie igeln sich ein und wollen unter seinesgleichen bleiben. So mein Eindruck.

        Wie uninteressant, wertlos und schrottreif ist hingegen die Masse der Dinge, die wir herausziehen. Entgegen den wertvollen Funden eines Museums dürfte das doch im Grunde NIEMANDEN interessieren.
        Seltsamerweise aber passiert folgendes: Ich finde im Feld eine alte Bleipatrone. Wert = 0. Das Ding ist jetzt auch noch ein Querschläger und verbeult. Ich zeige das Teil im Familienkreis und alle – ausnahmslos alle – sind interessiert. Wie kam das wohl dahin? Was war da passiert? Hat sie einen getroffen? Von wann ist die? Wer hat die wohl abgeschossen? Tausend Fragen.

        Anhand dessen kann man sich im Grunde leicht ausrechnen, wie erfüllend ein Museumsbesuch z.B. in Mainz sein MÜSSTE. Aber da kommt selbst für mich als geschichtsinteressierten Laien nicht viel rüber und die Kinder erst...na ja....vergessen wir es.

        Ich sehe Archäologie nicht nur als Wissenschaft. Sie muß auch „volksnah“ bleiben. Muß Anregungen zurückgeben können. Ich rede nicht von populärer Darstellung (so wie RTL z.B. dieses Thema vermarkten würde – oh Gott nein), ich rede einfach von zugänglicherer, anregenderer, neugierig machender Darbietung. Dies kann entstehen, wenn ich im Museum nicht den Legionär hinstelle. Einzeln und ziemlich allein. Nein. Er wird im kompletten Umfeld gezeigt. Vielleicht mit anderen beim Bau eines Gebäudes, beim Brennen von Ziegeln mit allem Fundzusammenhang. Er wird durch Erklärung erzeugt. Vielleicht aus einem Lautsprecher, den man anschalten kann dabei. Mit den Hintergrundgeräuschen dabei.
        Wir haben hier hunderte Keltengräber. Warum habe ich noch keinen Längsschnitt im Museum gesehen? Aufgebaut.

        Es sind nicht primär die Kosten. Es ist nicht das Desinteresse der Menschen oder das Thema an sich. Es ist die fehlende Innovation, Offenheit, Ideenvielfalt.
        So lange dies so bleibt, wird ein Museum immer ein toter Ort bleiben. Wenig Ideen, abgehoben. Es fehlt das Pappschild an der Tür: „Eintritt nur für wissenschaftliche Mitarbeiter“.
        Grüße
        Findix

        Kommentar

        Lädt...