Sondeln an Stellen wo eigentlich keiner Sondelt

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  • BillyLoomies
    Einwanderer


    • 30.04.2013
    • 8
    • Bayern

    #1

    Sondeln an Stellen wo eigentlich keiner Sondelt

    Hallo Freunde,

    wie seht ihr denn das.

    Normalerweise läuft es doch so. Man bekommt was mit, wo mal eine Römer, Kelten oder was auch immer Siedlung war und Sondelt dort.
    Oder man weiß, hier war mal eine Kriegshandlung und dann sondelt man dort.

    Ich hätte jetzt allerdings ein Gelände durch das weder direkt eine Römerstraße verlief noch irgendeine verzeichnete Kriegshandlung stattgefunden hat.

    Soll ich es mal wagen und einfach drauflos spazieren?

    Meine Theorie ist nämlich, dass gerade zu Römerzeiten bzw. Mittelalter die "Wilden" überall im Wald waren.

    Bin über Eure Meinung gespannt.

    Noch eine Anmerkung.
    In ca. 1 Kilometer Entfernung war wohl schonmal eine Burg, eine Römerstraße und Weltkriegsgeschehen...


    P.S. Und ich weiß natürlich dass ich mich vorher schlau machen muss, ob man hier Sondeln darf oder nicht ;-)
    Zuletzt geändert von BillyLoomies; 09.09.2013, 15:05.
  • der_bünghauser
    Heerführer


    • 02.10.2007
    • 2983
    • Gummersbach
    • Instinkt

    #2
    Also mal vorab ist es glaube ich nicht immer schlau gleich dort zu suchen wo es offensichtlich ist das dort mal eine alte Siedlung war. Das kann auch mal richtig probleme geben wenn man sich auf Bodndenkmälern befindet.
    Und sagen wir mal so woran erkännt man Stellen wo sonst eig. nie einer Sondelt?
    Ich glaube nicht das es da richtlinien gibt wo sich alle dran halten. Klar viele erkundigen sich vorher über das Gelände was abgesucht wird aber denke es gibt auch viele die einfach mal drauf los ziehen.

    Ich selber gehe meist immer Spontan irgend wo auf gut Glück suchen.
    Suche Porzellan aus der Manufaktur Spitzer Dieringhausen. Fotos & Postkarten aus Dieringhausen, Gummersbach & Umgebung bis in die 1980er Jahre. Und Postkarten aus dem 1 WK.

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    • BillyLoomies
      Einwanderer


      • 30.04.2013
      • 8
      • Bayern

      #3
      Stimmt, da hast Du recht.
      Ich war eben bislang immer nur dort unterwegs wo ich wusste, "hier ist mal was passiert" natürlich mit dem ein oder anderem Suchergebnis.

      Nun werde ich mal in ein Waldgebiet stapfen in dem wahrscheinlich noch nie jemand gesucht hat.
      Ob sich da in der Vorzeit jemand rumgetrieben hat und auch noch was verloren hat, wird sich zeigen.

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      • Shakerz
        Moderator

        • 30.09.2005
        • 3750
        • Oberpfalz/Bayern
        • Rutus Optima, Quest Q40 + Cors Strike, Whites TREASURE Pro, XP ADX 150 Pro, Teknetics Delta 4000 u. Omega 8000, Deteknix Xpointer, Garrett ProPointer

        #4
        Der_Bünghauser hat da schon recht. Wie will man Flächen erkennen, wo sonst keiner sondelt? Weil sie so verwachsen sind? So steil? So weit abgelegen? Keine Grabungslöcher? Sicherlich erhöht eine Stelle, an der zu vergangenen Zeiten reger Verkehr war, die Fundaussichten. Muss aber nicht sein. Ich hatte auch schon viele Plätze, an denen nachweislich was los war, aber bei der Suche nichts zu Tage getreten ist. Einfach blindlinks ins Gelände rennen halte ich nun auch nicht für allzu sinnvoll. Wenn du eigene Wege gehen möchtest, musst du versuchen, unbekannte "Zivilisationsflächen" zu finden. Recherchen im Gelände anstellen. Eigene Theorien anstellen. Diese dann nachprüfen u. evtl. einen Treffer Landen. Ich hatte zwar bei "Blindflügen" im Gelände auch schon drei richtig gute Funde, aber die Pleiten überwiegen trotzdem.

        Gruß

        S.
        Suche Heiligenanhänger aller Art. Bitte alles anbieten. Danke.

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        • Schwaub
          Ratsherr


          • 22.05.2012
          • 214
          • Bayern

          #5
          Man kann auch aus Zufall neue Siedlungsstellen etc. finden, die bisher garnicht bekannt waren. Sowas passiert eben nur bei "Blindflügen".
          Diese sollten dann allerdings gemeldet und nicht geplündert werden.

          Im Endeffekt kannst du überall, alles finden oder auch mal garnichts.
          Und ansonsten sind Felder nahe des alten Ortkerns immer am fundreichsten.

          Gruß
          Schwaub

          Kommentar

          • Preussengold
            Berufs-Querulant
            • 30.09.2012
            • 3577
            • Preussen

            #6
            Nach auffälligen Flurnamen suchen. Hier in der nähe habe ich kürzlich einen "Geldberg" genannten Hügel gefunden,der ist demnächst fällig!
            Der Widerstand gegen Hitler wird von Tag zu Tag größer. Johannes Gross 2014

            Kommentar

            • thorson
              Geselle


              • 04.08.2009
              • 99
              • Berlin
              • Discovery 3300

              #7
              Wie Preussengold schon sagte, nach auffälligen Namen in der Gegend suchen. Und dann schaust Du Dir Deine Gegend mal dahingehend an naxh Stellen, wo Du sofort sagen würdest, daß Du da gesiedelt hättest. Aber auch schauen, ob da eventuell ein Bodendenkmal eingetragen ist. Wenn nicht, kannst Du mit Erlaubnis suchen, und wenn Du dann wirklich etwas findest . . . Hast Du Glück gehabt.

              Thorson
              Die wahren Freunde erkennt man erst in der Not

              Kommentar

              • chabbs
                Heerführer


                • 18.07.2007
                • 12180
                • ...

                #8
                Zitat von BillyLoomies
                Meine Theorie ist nämlich, dass gerade zu Römerzeiten bzw. Mittelalter die "Wilden" überall im Wald waren.


                Diese Theorie solltest Du schleunigst noch mal überdenken.

                Welche "Wilden"?
                Was wollten die im Wald?
                Was sollen die da verloren haben?
                War der Wald schon immer Wald?
                Warum waren die Menschen vor und nach der Römerzeit nicht im Wald?

                Kommentar

                • spike
                  Heerführer


                  • 15.02.2009
                  • 2013
                  • Oberfranken/Bayern
                  • Bounty Hunter Lone Star

                  #9
                  Er meint sicher Räuber und ääähhhh...sowas.....
                  Also, Fundaufteilung Feld und Wald ist bei mir:
                  99 zu 1.
                  Gibt im Gehölz schon nette Fleckchen, aber es sind in der Regel Glücksfunde,
                  wo du 6 Stunden für einen Fund läufst.
                  Und ich hab schon viele "verdächtige" Stellen versucht.
                  Handelsstrassen, Rückzugswege ect.
                  Gut,Hufeisen finde ich meistens nur im Wald, liegt aber daran, dass ich aus Langeweile alles ausgrabe.

                  Grüße-
                  Nur weil du nicht Paranoid bist, heisst das nicht, dass dich niemand verfolgt...
                  Suche EKM: -74-Res.Flak-Abt. 432 3. Battr. !!!

                  Kommentar

                  • sirente63
                    Banned
                    • 13.11.2005
                    • 5348

                    #10
                    Hallo,
                    am Acker ist die Suche am bequemsten.Vielversprechende Plätze die ständig regelrecht abgegrasst werden,geben kaum oder nix mehr her.
                    Das nennt man dann nur noch Nachsuche.


                    Hier in dem verlinkten Viedeo erzählt ein Sondengeher wie Er einen Bauer um erlaubnis fragte um sondeln zu dürfen.Der Landwirt erzählte Ihn das
                    ein paar Tage vorher ein paar Sondengeher den Acker abgesucht hätten,und diese Sucher "Nichts" auf sein Feld gefunden haben.
                    Der Sondlerkollege lies sich nicht abbringen,und bat den Landwirt nochmals um Genehmigung dort sondeln zu dürfen.Der Bauer lenkte ein und erlaubte den Mann auf seinen Feld zu sondeln.

                    Sein Optimismus und seine hartnäckigkeit übertraffen seine kühnsten Träume......

                    Sollte man unbedingt bis zum Ende alles ansehen!
                    Zuletzt geändert von sirente63; 22.09.2013, 11:20.

                    Kommentar

                    • Shakerz
                      Moderator

                      • 30.09.2005
                      • 3750
                      • Oberpfalz/Bayern
                      • Rutus Optima, Quest Q40 + Cors Strike, Whites TREASURE Pro, XP ADX 150 Pro, Teknetics Delta 4000 u. Omega 8000, Deteknix Xpointer, Garrett ProPointer

                      #11
                      Kenn ich den Bericht. Das war schon der Wahnsinn. Die Teile waren ja auf etwas größerer Fläche im Umkreis von paar Metern verstreut. Da fragt man sich, wie man da drüber laufen kann. Hatten die Vorgänger soviel Pech, dass sie gerade an dem Fleck immer vorbeigegangen sind. Oder haben sie das Goldsignal als Abziehlasche interpretiert?
                      Suche Heiligenanhänger aller Art. Bitte alles anbieten. Danke.

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                      • Schneewolf
                        Heerführer


                        • 18.07.2011
                        • 1192
                        • Süd-Niedersachsen
                        • Tesoro Tejon + Cortes

                        #12
                        Also ich kann mir sehr gut vorstellen das sowas unentdeckt bleibt.

                        Es gibt Sondler die völlig ohne System und ohne Sinn und Verstand auf einem Acker umherlaufen.
                        Hier mal nach links, da mal nach rechts...usw...

                        Was sind denn auf einem sagen wir....12 Hektar-Feld bitte 20qm?

                        Das überläuft man recht shcnell denke ich?

                        Aber da zeigt sich wie sich so manches auszahlt...
                        Wenn man zwei Stunden lang mit einem Mädchen zusammensitzt, meint man, es wäre eine Minute. Sitzt man jedoch eine Minute auf einem heißen Ofen, meint man, es wären zwei Stunden. Das ist Relativität.

                        Albert Einstein

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                        • Schneewolf
                          Heerführer


                          • 18.07.2011
                          • 1192
                          • Süd-Niedersachsen
                          • Tesoro Tejon + Cortes

                          #13
                          Zitat von chabbs
                          Diese Theorie solltest Du schleunigst noch mal überdenken.

                          Welche "Wilden"?
                          Was wollten die im Wald?
                          Was sollen die da verloren haben?
                          War der Wald schon immer Wald?
                          Warum waren die Menschen vor und nach der Römerzeit nicht im Wald?

                          Als Ergänzung zu Chabbs fragen...

                          Welche Wilden?

                          Die "Wilden" waren nicht weniger Menschen wie wir heutzutage, nur eben in einer anderen Zeit und mit einem anderen Wissens- bzw. Fortschrittsstand.
                          Dumm waren die sicher nicht

                          Was wollten die im Wald?

                          Genau das ist der Punkt... Was wollten die da?
                          Ich denke ausser gewissen Standart-Tätigkeiten war im Wald nicht viel von den "Wilden" zu sehen...

                          Was sollen die da verloren haben?

                          Naja, die könnten da schon was verloren haben. Keine Frage. Nur find mal genau die Stelle wo die etwas verloren haben, wenn du nicht mal weißt wo der Wald zu jener Zeit war.

                          War der Wald schon immer Wald?

                          Nein natürlich nicht. Um nicht zu weit auszuholen...Viele Gegenden die heute Wald sind, waren früher beackert (heute erkennbar), heutige Freiflächen eventuell früher Wald. Die Menschen haben den Wald so geformt, das alles so passte wie sie es wollten. Schau dir einen normalen Waldrand an, an den direkte Äcker grenzen. Alles wunderschön gerade und so weiter...
                          Also darauf ist kein Verlass...Wald war vielleicht nicht immer Wald.

                          Warum waren die Menschen vor und nach der Römerzeit nicht im Wald?

                          Gute Frage... Wo Menschen waren, da wirst du früher oder später auch ganz sicher fündig. Das Problem ist nur, herauszufinden wo zu jener Zeit Menschen gelebt haben. Heutige Städte haben oftmals zur Römerzeit garnicht existiert. Städte oder Dörfer die es damals gab, existieren heute nicht mehr.


                          Ich hätte mir das geschreibe sparen können, denn eigentlich weiß fast jeder worauf ich hinaus möchte.
                          Es gibt sicher Stellen, an denen du nur mit viel Geduld und Glück überhaupt etwas finden wirst. Aber es gibt dabei durchaus die Möglichkeit etwas zu entdecken, von dem kein Mensch bisher etwas wusste. Vieles ist nicht überliefert.
                          Und ich kann auch sicher sagen, das Stellen die viele Funde versprechen oftmals mehr Enttäuschung bringen als man denkt.

                          Man kann nur recherchieren und lesen lesen lesen... Es kommt darauf an, sich mögliche Stellen herauszusuchen und anschließend zu testen (auch hier benötigt man oft viel Geduld) ob die Forschungen auch Früchte tragen.

                          Es gibt Stellen im Gelände, welche mich geradezu zum siedeln in jener Zeit genötigt hätten. Aber denke ich genauso wie die Menschen damals?

                          Was war wichtig? Ackerland, eine vernünftige Fläche zum bauen und natürlich Wald und Wasser. Finde ich...


                          Ich würde mich erstmal darauf konzentrieren was bekannt ist.
                          Und ich denke davon gibt es in jeder Ecke genug.
                          Wenn man zwei Stunden lang mit einem Mädchen zusammensitzt, meint man, es wäre eine Minute. Sitzt man jedoch eine Minute auf einem heißen Ofen, meint man, es wären zwei Stunden. Das ist Relativität.

                          Albert Einstein

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