Vorschlag für Sondengänger und Tauchers...

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  • gerhi
    Lehnsmann


    • 07.04.2004
    • 42
    • Ostholstein
    • Augen&Ohren&Flossen

    #1

    Vorschlag für Sondengänger und Tauchers...

    So Ihr Schatzsucher wie wärs denn damit......
    Der alte u.a.Seefliegerflugplatz Großenbrode ist frei zugänglich.... liegt ca. 100-155,05m von der Ostsee entfernt.
    Man könnte also suchen bis der Arzt kommt und tauchen auch - die Tauchbasis für uns H2O Heinis liegt neben der Landebahn.....
    Auch Kneipen gibt es und Sandstrand und Campingplätze.... etc.

    Ich habe keine Ahnung was man da noch finden kann.....

    Neugierig, wenns also zuckt.... mailt mal....

    Gruß gerhi
    Zuletzt geändert von gerhi; 06.05.2004, 16:25.
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  • gerhi
    Lehnsmann


    • 07.04.2004
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    #2
    Seefliegerhorst Großenbrode
    Der Seefliegerhorst Großenbrode wurde in 5jähriger Bauzeit in den Jahren von 1937 bis 1942 erbaut. Durch den neugeschaffenen Binnensee und die abschließende Mole zur Ostsee hin, wurden für die startenden und landenden Wasserflugzeuge ideale Bedingungen geschaffen.
    Neben diesen Wasserlandeflächen verfügte der Seefliegerhorst auch über zwei sich kreuzende Start- und Landebahnen von je 1280 m Länge, auf denen sämtliche damals im Einsatz befindliche Flugzeuge gefahrlos starten und landen konnten.

    Die gesamten Baumaßnahmen waren etwa im Juni 1942 abgeschlossen.

    Bereits am 01.08.1938 wurde die Seefliegerhorstkommandantur (Ld/S) C in Großenbrode aufgestellt; zum 01.04.1939 wurde sie in die Seefl.H.Kdtr. (LD/S) B umgewandelt.
    Ab dem 15.06.1939 wurde die Lufttorpedoschule der Luftwaffe mit einer Lehrgruppe eingerichtet; erster Kommandeur ist Oberstleutnat Wilhelm Cranz.
    Ab dem 15.10.1941 wird in Großenbrode das K.S.G. 2 (Kampfschulgeschwader 2) mit zwei Lehrgruppen aufgestellt; erster Kommodore ist Oberst Karl Stockmann. Da die Aufstellung des KSG 2 bereits zum 07.11.1941 abgeschlossen ist, kann das Geschwader bereits am 23.11.1941 nach Grosetto in Italien verlegt werden.
    Am 15.03.1942 wird die „Lufttorpedoschule der Luftwaffe“ in „Flieger Waffentechnische Schule 3“ (Fl.Waff.T.S. 3) umbenannt. Diese Bezeichnung wird dann bis Kriegsende beibehalten. Kommandeur der Schule wird Oberstleutnant Fritz Schacke.
    Auf dem Seefleigerhorst Großenbrode war während des 2. Weltkrieges kein ständiger Einsatzverband stationiert. Der Seefliegerhorst diente mit all seinen Einrichtungen der
    • Aus- und Weiterbildung der Besatzungen im Lufttorpedo-(LT-)Wurf (bis November 1941)
    • Aus- und Weiterbildung des Bodenpersonals für die Luftminen-(LM) und Lufttorpedo-(LT-) Züge
    • Umschulung von Besatzungen auf andere, neue Flugzeugmuster
    • Umrüstung verschiedener Flugzeugtypen
    • Wiederauffüllung und Erholung einzelner Staffeln und Gruppen
    • Neuaufstellung von Einsatzstaffeln
    Mit der Verschärfung des alliierten Luftkrieges gegen das Deutsche Reich, gerade auch bei Nacht, erlangte der Seefliegerhorst eine neue, zusätzliche Bedeutung. Da er nachflugfähig ausgestattet war und ständig einsatzbereit gehalten wurde, diente er den Nachtjagd-Maschinen der 2. Jagddivision als sogenannter Einfall-Horst.




    Auch Teile der Minensuchgruppe MAUSI wurden auf dem Seefliegerhorst Großenbrode stationiert, um von hier aus die Zwangsschiffahrtswege in der Kieler und der Lübecker Bucht von gegnerischen Magnetminen zu räumen. Erst gegen Ende des Krieges, nachdem sich die Alliierten die uneingeschrängte Luftüberlegenheit über dem damaligen Reichsgebiet erkämpft hatten, gewannen auch Ziele wie der Fliegerhorst Großenbrode an Bedeutung. So erlebte die Bevölkerung von Großenbrode in den Jahren 1944 / 1945 noch drei alliierte Luftangriffe, deren primäres Ziel allerdings der Seefliegerhorst war:
    25.08.44
    Der am 25. August 1944, gegen 12:30 Uhr, erfolgte Tag-Angriff durch die USAAF richtet keine größeren Schäden an, da die überwiegende Zahl der abgeworfene Bomben (insgesamt 27,5 t) weder den Flugplatz noch das Dorf selbst trafen. Trotzdem waren aus den Reihen der Großenbroder Bevölkerung zwei Todesopfer zu beklagen.
    26.04.45
    Gegen Ende des Krieges, am 26. April 1945, um 22:45 Uhr, erfolgte ein Nacht-Angriff der RAF auf den Flugplatz, der in erster Linie wohl die hier in großer Zahl – mehr als 100 Stück – gelandeten bzw. abgestellten Flugzeuge zum Ziel haben sollte. Dem Bomberverband vorausfliegende „Pfadfinder“ – Maschinen markierten das Ziel mit sogenanten „Christbäumen“. Der in dieser Nacht sehr starke Südwind trieb diese Markierungen jedoch über das Dorf, wo dann auch die Bomber ihre tödliche Last, bestehend aus 28,6 t Sprengbomben, 0,7 t Brandbomben und 11 Luftminen, abwarfen. Neben erheblichen Zerstörungen im Bereich der Höfe Aue waren mindestens 12 Todesopfer zu beklagen. Bei den am nächsten Morgen beginenden Aufräumungsarbeiten explodierten noch mehrere, vermutlich mit Zeitzündern versehene Bomben.
    03.05.45
    Buchstäblich in den letzten Tagen des Krieges, nämlich am 03. Mai 1945, gegen etwa 21:00 Uhr, griffen nochmals 24 Jagdflugzeuge der RAF, aus Faßberg kommend, mit Bordwaffen den Flugplatz an. Es entwickelte sich ein erbitterter Luftkampf, in dessen Verlauf – englischen Angaben zufolge – eine große Anzahl deutscher Jagdflugzeuge abgeschossen und viele andere am Boden stehende Maschinen zerstört worden. Von den Angreifern erreichten nur 13 Maschinen, zum Teil schwer beschädigt, wieder ihren Absprungflugplatz Faßberg.

    hätte ich doch beinahe vergessen......
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    • gerhi
      Lehnsmann


      • 07.04.2004
      • 42
      • Ostholstein
      • Augen&Ohren&Flossen

      #3
      Wissenswertes....

      Großenbrode: Seehunde



      und diese Maschinen waren wohl auch hier stationiert:

      HE 111



      Mfg....
      Zuletzt geändert von gerhi; 06.05.2004, 17:00.
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      • A-F
        Einwanderer


        • 14.04.2004
        • 2

        #4
        Schon nicht schlecht, aber die Tauchbasis die im Container lebt hatte letztes Jahr keinen leistungsfähigen Kompressor, für 3 12er Flaschen brauchte er 2 Stunden !! und die Wasserabscheidung ist auch nicht das Optimum gewesen.

        Zudem sind die Bootstauchgänge von der Basis auch überteuert und bei Strömung nicht zu empfehlen.

        Im alten Großenbroderfährhafen gibt es noch einen Bootsführer, der humane Preise hat, leider fehlt mir die Tel. Nr. aber er wohnt im ersten Haus links hinter der Absperrung.

        mfg

        A-F
        Zuletzt geändert von A-F; 06.05.2004, 18:27.

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        • LeFrog
          Einwanderer


          • 01.05.2004
          • 7
          • Schleswig-Holstein

          #5
          Nicht mal der Tod ist umsonst!

          Moin Ihr.

          Vielleicht liegt es bei Großenbrode an der direkten Nähe zu Heiligenhafen - soweit ich mich erinnern kann ist dort grundsätzlich alles überteuert!

          Da fällt mir gerade ein, gibt es hier auch Froschmänner oder ähnliches, die sich mit Fundstücken - älterer Zeit als ab 1939 beschäftigen, Drittes Reich ist zwar auch ganz nett, aber ich dachte so ab 17. Jahrhundert aufwärts?

          MfG ... LeFrog

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          • HHRadi
            Bürger

            • 26.03.2001
            • 131
            • Hamburg
            • U-Sounder I /Whites6000/C-Scope

            #6
            @ Gerhi:Hut ab!
            Sauber recherchiert und klasse aufbereitet! Danke! SO macht SDE Spaß.
            Ich hätte auch mal Lust, dort zu tauchen...
            Gruß HHRadi
            Ein Taucher, der nich taucht, taucht nix...

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            • Hajo
              Heerführer

              • 29.09.2003
              • 3112
              • NRW
              • C-Scope 1220 B

              #7
              soso,tauchen möchte er dort..
              mhhh,ein guter alter Arbeitskollege,hat im alten Fährhafen (Großenbroder-Fähre)seinen umgebauten,alten Krabbenkutter liegen.
              Funk,GPS,Echolot,alles an Bord.
              Ich glaube,er vermietet seinen Kutter auch für Angelausflüge,getaucht haben schon einige Leute von seinem Kutter aus.
              5 Mann können auf dem Boot zur Not übernachten,mit Sicherheit 4 .
              Vor Jahren hat er 35 DM/Person genommen,da war der Diesel noch billiger...
              Gruß
              Uli
              Wenn ich nur darf,wenn ich soll,aber nie kann wenn ich will,dann mag ich auch nicht,wenn ich muß....

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              • gerhi
                Lehnsmann


                • 07.04.2004
                • 42
                • Ostholstein
                • Augen&Ohren&Flossen

                #8
                ich versuch das zu organisieren..... JUNI o JULY !!!

                Es gibt noch Einen im alten Fährhafen unter der Brücke.
                Ich habe letzte Woche mit ihm gesprochen, Peter heißt er....!
                Er hat ein Boot will 25,-€ pro Nase haben.... und fährt uns den ganzen Tag,--- ich denke mal , wenn sein Boot mit 5 Tauchers voll ist
                läßt er bestimmt noch mit sich reden.

                Ja zur Basis ich wollte nur was nettes schreiben!!

                hatte auch mal Luft geholt bei Ihm...

                nite

                Gerhi
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                • gerhi
                  Lehnsmann


                  • 07.04.2004
                  • 42
                  • Ostholstein
                  • Augen&Ohren&Flossen

                  #9
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                  • SheepThought
                    Landesfürst

                    • 24.05.2002
                    • 727
                    • 37186 Moringen
                    • Whites Eagle Spectrum, Ebinger 720

                    #10
                    Zitat von LeFrog
                    Moin Ihr.

                    Vielleicht liegt es bei Großenbrode an der direkten Nähe zu Heiligenhafen - soweit ich mich erinnern kann ist dort grundsätzlich alles überteuert!

                    Da fällt mir gerade ein, gibt es hier auch Froschmänner oder ähnliches, die sich mit Fundstücken - älterer Zeit als ab 1939 beschäftigen, Drittes Reich ist zwar auch ganz nett, aber ich dachte so ab 17. Jahrhundert aufwärts?

                    MfG ... LeFrog
                    Moin zusamm!

                    Interessensgebiet angehängt.
                    Ist das Ergebnis von 4 Tauchgängen an der Stelle einer Seeschlacht aus dem 2. punischen Kriesg, also noch etwas älter...

                    Vorne rechts Bruchstück eines Ankerstocks.

                    Bye

                    Derk
                    Angehängte Dateien
                    Ich suche nicht, ich finde! (P.Picasso)

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                    • gerhi
                      Lehnsmann


                      • 07.04.2004
                      • 42
                      • Ostholstein
                      • Augen&Ohren&Flossen

                      #11
                      He das sieht interessant aus......!!!


                      Interessensgebiet angehängt.
                      Ist das Ergebnis von 4 Tauchgängen an der Stelle einer Seeschlacht aus dem 2. punischen Kriesg, also noch etwas älter...

                      Vorne rechts Bruchstück eines Ankerstocks.

                      Danke >>>>> an Derk

                      Ich habe alle Artefakte & Sachen beim Tauchen da belassen wo ich sie fand,bzw sah
                      auf der Ecke wurden soweit ich weiß seit 1978 Untersuchungen gemacht...

                      An einer anderen Stelle wurde u.a. eine Bronzekanone gefunden.
                      Auch ein Schiff liegt noch da, alledings im Sand....

                      Ich selbst habe einen Einbaum gefunden und Flintwerkzeuge auf einem Platz...

                      In welchem Forumsteil seid ihr ????

                      Gruß
                      divers can get into everything

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                      • SheepThought
                        Landesfürst

                        • 24.05.2002
                        • 727
                        • 37186 Moringen
                        • Whites Eagle Spectrum, Ebinger 720

                        #12
                        Moin zusamm!

                        Wir sind im gleichen Forumsteil wie die anderen Taucher - alles eine grosse Familie

                        Tja, und an der Stelle sind die Untersuchungen seit mehr als 15 Jahren abgeschlossen. Und da entnehme ich dann für das irgendwann entstehende örtliche Museum, da ich mich an diesem Ort zur Ruhe setzen werde, kommt es also nicht aus dem regionalen Kontext heraus und wird entsprechend geschätzt, was bei den wenigen anderen im Ort vorhandenen Scherben nicht unbedingt der Fall ist, die stehen irgendwo in einer Bar am Tresen und werden von den Flaschen hin und hergeschubst.

                        Bye

                        Derk
                        Ich suche nicht, ich finde! (P.Picasso)

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