*Bimssteinfelsen, Porticello*
Der Ablauf für den nächsten Morgen war klar, Tauchen mit meiner Freundin (nicht so tief) an der Tonne!
9.58 Uhr (hat sich doch etwas hingezogen; ich durfte zwei! Ausrüstungen schleppen) ...dann abtauchen, gleiche Strecke. Auf 61,3m abgefangen; meine Freundin einige wenige Meter über mir und "multilevel" sauber ausgetaucht. Super TG! Gibt viel zu sehen!
In der anschließenden Oberflächenpause dann wieder hin zur Padi-Bude; Viele Flaschen waren jetzt nicht mehr voll! Bunkern!
Der große Blonde hoffte nun doch darauf, dass wir Umsatz machten! Nix! Bitte Butzen voll!
Gut dass ich ne kleine Sackkarre mit hatte (Platz für D15), der Parkplatz war recht weit von der TB entfernt. Und bergauf/bergrunter gings auch.
Wie immer bei solchen Buden waren dann letztendlich nach dem Abkühlen die Flaschen mit knapp 190 bar gefüllt! Mist!
*TP Acquacalda*
Während des Füllens noch ein Schwätzchen mit der Dame .. so erhielt ich noch den Tipp, dass es nun lediglich hier a.d. Insel nur noch eine Möglichkeit des Einstieges anderorts gab.
Das ist der "Sandstrand" von Acquacalda, nördlich der Insel.
Dort nachmittags angelangt, fand ich raue See vor. Aber egal .. meine Freundin war sichtlich erfreut, wiedereinmal am Strand bei Wind und Wetter zu lungern, denn es galt diesmal erheblich weiter rauszuschwimmen und das auch bei wühliger See. Gott sei Dank hatte sie ein recht spannendes Buch dabei! ;-)
Linker Hand die in die offene See ragende Be-/Entladebrücke, rechter Hand das Cap. Zuvor besorgte ich mir auf der Insel noch eine kombinierte Auto-/Schiffahrtskarte (nein, ich Schreibe Schiffahrt nicht! mit 3 ef ) mit dienlichen Tiefenlinien. Hier sollte danach wohl bei ca. 50m rudi sein, so in erreichbarer Nähe.
Es war kein Spaß rauszuschwimmen, aber ich wurde belohnt.
Erst abfallender Sandboden, dann Riff bis auf ca. 50m. Ich orientierte mich wegen linker Hand Sandstrand Unterwasser östlich Richtung Riff. Dort dann schönes Gruselriff mit Einbuchtungen, Überhängen und nettem aber wenigem Bewuchs, keine Korallen.
50,6m , ..mehr war hier so in dem Gebiet nicht drin, der Boden fällt seewärts zwar noch ab, jedoch gibt es dort wenig bis nix zu sehen und der Weg auf 60m ist lang.
Auf 17,5m hält ein riesiger Patentanker eine von den 2 Tonnen, welche auch hier flaches Wasser ankündigen. Sehr hübsch!
Ich empfehle gleich von Land aus 30° Peilung aufzunehmen und so nord-östlich cap-seitig zu schwimmen, Richtung Tonnen. Es sind deutlich die besseren Spot`s.
Ein TG lohnt hier für gute "Oberflächenschwimmer" allemal.
Am Strand abzutauchen und dorthin zu tauchen vergeudet viel Luft und Grundzeit.
*Noch`mal Bimssteinfelsen*
Am nächsten Morgen dann ein TG mit meiner Freundin an der Tonne wie Tags zuvor, allerdings auf über 70m. Ich hätte gern die 80 geschrieben und das Plateau angefasst, schien mir aber wegen meiner Freundin als zu riskant.
Mittags fuhr uns die Speed-Fähre wieder zurück, gegen 14.00 kamen wir in Messina an.
*Wrack Frachter "Rigoletto"*
Südlich vom Leuchtturm von Messina, nahe dem schönen alten gemauerten Schornstein sind ähnlich der "Amerique" zwei! Frachter gescheitert, nur:
ragen beide teilweise aus dem Wasser und sind so eigentlich von jedermann zu finden.
Als Anfahrtshilfe einfach Richtung Anleger der "Bluvia" (Fähre nach Salerno) reisen, bei der "Iveco"-Vertretung vorbei bis hin zum Beton/Zementwerk (grünes Tor). Dort dann höflich fragen, denn es ist immerhin Betriebsgelände! Kurz die Heckklappe öffnen und das Tauchgerödel zeigen .. das ist dann letztendlich die Eintrittskarte für das Befahren des Geländes.
;-))
Linker Hand (nördlich) sind die beiden Frachter zu sehen, beide liegen einige wenige Schwimmzüge von einander entfernt, aber doch ein Stück Fußmarsch entfernt von der Parkmöglichkeit. Einer schaut zu 50% aus dem Wasser (gutes Anfänger-Wrack) der andere nur noch mit dem teilweise eingebrochenem Bug.
Letzterer ist nun der eigentliche Spot. Es herrscht hier kaum Strömung. Ein relativ einfacher TG, letztendlich auch noch für Beginner geeignet. Die "Rigoletto" ist mit einer Ladung Autos gestrandet und gesunken. Sie ist schön bewachsen. Man kann getrost die Laderäume mit den noch vorhandenen Autos durchtauchen. Jedoch ist äußerste Vorsicht geboten, der Frachter ist
nun durch die Korrosion sehr geschwächt. Im vorderen Bereich schwankt ein riesen-langer Träger, bereit zum baldigen abbrechen! VORSICHT!
Die Schraube, das Ruder befindet sich auf 36m, das Wasser ist hier mit 15°C rel. kalt, aber sehr klar.
Der Schornstein steht noch, die Aufbauten jedoch sind rel. eingebrochen .. komische .. wenn, dann ist es meist andersherum! ;-/
* Fortsetzung folgt *
(c) 2004 Rene Heese
