PC-Tauchgang zu geheimnisvollen Schiffswracks
Von Jens Lubbadeh
Zeitzeugen auf dem Meeresgrund: Oft warten Schiffwracks Jahrhunderte darauf, ihre Geheimnisse preis zu geben. Ihre Erkundung bleibt jedoch meist Spezialisten vorbehalten. Das dürfte sich bald ändern: Eine Gratis-Software soll jedem die Chance zum Trip in die Tiefe geben.
Langsam gleitet der Tauchroboter aus dem Transportschiff ins Meer. Die Wasseroberfläche glitzert im Sonnenlicht. Der Tiefenmesser beginnt zu zählen - einen Meter, zwei Meter, drei Meter, bis schließlich bei 36 Metern der Meeresboden erreicht ist. Der Tauchort: Ein Gebiet vor der kleinen Insel Pianosa westlich vor Italien, zwischen toskanischer Küste und der Insel Elba gelegen.
SIMULATION: UNTERWASSER-ARCHÄOLOGIE ALS TROCKENÜBUNG
Der Roboter gleitet über den Meeresboden. Im Kegellicht der beiden Scheinwerfer sind Steine zu sehen, Steine und Sand, sonst nichts. Plötzlich eine Unebenheit - irgendetwas liegt im Sand. Beim Herangleiten sieht man: Es sind Amphoren. Viele Amphoren, überall verstreut. Der Roboter gleitet über sie hinweg. Langsam formieren sich in der Dunkelheit hinter dem Amphorenfeld Umrisse. Ein Wrack, Reste eines römischen Schiffs, das seit fast 2000 Jahren hier unten liegt. Entdeckt wurde es im Jahr 1989.
Normalerweise bekommen solche Szenen nur Unterwasser-Archäologen zu sehen. Und das meist auch nur an ihrem Monitor, der an die Kamera des Tauchroboters gekoppelt ist. Doch diesmal handelt es sich nicht um einen echten Tauchgang, sondern um eine Computersimulation (siehe Video), programmiert von Paul Chapman von der britischen University of Hull. Grafisch ist sie auf dem Niveau heutiger Computerspiele.
Die Wracks sollen auch virtuell konserviert werden .............





Mir gefällt Bild 3 am Besten, da kommen die Sichtweiten so schön rüber, perfekt wärs gewesen, wenn der Taucher im Vordergrund noch etwas ausgeleuchtet wär
Zwar keine Hammerhaie, aber Hochseeweisspitzen.

da geb ich Dir recht, gibt nix schlimmeres. Aber das war bestimmt der Weg zum Boot

Kommentar