Hat ein Archäologe die Unterwelt der Maya entdeckt?

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  • ogrikaze
    Moderator

    • 31.10.2005
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    #1

    Hat ein Archäologe die Unterwelt der Maya entdeckt?

    Auf der Straße ins Jenseits
    Von Angelika Franz
    Hat ein Archäologe die Unterwelt der Maya entdeckt? Mit einem Tauchteam stieß er auf ein gruseliges Höhlensystem, das teilweise unter Wasser liegt.
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    Finstere Gestalten hausten in der Unterwelt der Maya. Ihre Namen waren Programm: "Eins-Tod" trieb dort ebenso sein Unwesen wie sein grimmiger Kollege "Sieben-Tod". Zu den zwölf dunklen Herren gehörten laut dem "Popol Vuh", dem heiligen Buch, auch "Hervorbringer des Eiters", "Knochenstab" und "Blut ist seine Klaue".

    Wer starb, musste an diesen "Ort der Angst" ("Xibalba") hinabsteigen. Dort wurde er so lange von den Herren der Unterwelt gedemütigt und geprüft, bis es diesen gefiel, ihn wieder freizulassen. Nur Selbstmörder, Geopferte und Frauen, die das Kindbett nicht überlebten, hatten Glück: Sie durften direkt zu den Göttern reisen. Alle anderen mussten nach ihrem Ableben dem Totenhund folgen, der sie den langen, gefährlichen Weg in die Tiefen von Xibalba führte.
    Hat der Archäologe Guillermo de Anda von der Universität Yucatán den Eingang zur Hölle wiedergefunden? Als einer der ersten Lebenden seit vielen Jahrhunderten ist der Ausgräber in die Höhlen der Unterwelt Yucatáns vorgestoßen und hat dort jetzt genau solche gruseligen Schreckenskammern entdeckt, wie sie im "Popol Vuh" detailliert beschrieben sind.
    Wo normalen Menschen das Blut in den Adern gefrieren würde, lebt Anda so richtig auf. Er ist Inhaber des weltweit einzigen Lehrstuhls für Archäologie mit dem Schwerpunkt Höhlentauchen. Die Unterwelt Yucatáns ist gleichsam sein Heimatrevier: Die Halbinsel ist durchsetzt mit sogenannten Cenoten, schachtartigen Einsturzlöchern in den Decken von Kalksteinhöhlen. Manche der Höhlen reichen hinab bis zum Grundwasserspiegel, oder sie füllen sich durch die Öffnung mit Regenwasser. Da Yucatán kaum von nennenswerten Flüssen durchzogen ist, waren die Cenoten zu Zeiten der Maya überlebenswichtig.

    Doch sie schöpften aus den Cenoten nicht nur Trinkwasser. Sie warfen in diese tiefen Löcher zugleich die Opfergaben für ihre Götter: Tote - aber auch Lebende. Über 120 menschliche Skelette wurden allein in der größten Cenote der Stadt Chichén Itzá gefunden. "Etwa 80 Prozent davon waren die Überreste von Kindern, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht erreicht hatten", sagt Anda.
    Den Einstieg nach Xibalba hat der Forscher nun in den Tiefen Yucatáns .........
    mehr mit Fotostrecke hier: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,592059,00.html
    Gruß Sven

    Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum.
    Eventuell vorhandene Rechtschreibfehler sind beabsichtigt und dienen der Unterhaltung.

  • chabbs
    Heerführer


    • 18.07.2007
    • 12180
    • ...

    #2
    Ja, hab ich auch im Spiegel gelesen...sehr spannende Sache. Vielleicht etwas vage die These, aber diese Höhlensystem finde ich sowas von interessant. Wenn ich bloß tauchen könnte....und mich dann noch in diese Selbstmordlöcher wagen würde... ein Traum!


    Danke für den Bericht!

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    • aquila
      Heerführer


      • 20.06.2007
      • 4522
      • Büttenwarder

      #3
      Sie warfen in diese tiefen Löcher zugleich die Opfergaben für ihre Götter: Tote - aber auch Lebende.

      Woran erkennt man bei Skeletten, ob ihre einstigen Eigentümer tot oder lebendig waren, als sie auf den Grund der Löcher sanken?

      Gruß Aquila
      Ich sehe verwirrte Menschen.

      Kommentar

      • chabbs
        Heerführer


        • 18.07.2007
        • 12180
        • ...

        #4
        Na gut, es kann schon Hinweise darauf geben- zunächst einmal ob die Skelette Schnittmarken, Brüche etc. aufweisen. Dann- und sehr wichtig- ist noch zu schauen, ob in den Darstellungen der Opferszenen, von denen es zahlreiche gibt, die Leutchen eher lebendig oder tot aussehen, bzw. wie genau geopftert worden ist. Usw. usf. sehr kompliziert..

        Kommentar

        • aquila
          Heerführer


          • 20.06.2007
          • 4522
          • Büttenwarder

          #5
          OK, Schnittmarken an der Wirbelsäule und den Rippen sprechen für einen Tod, der prä mortem beigefügt wurde. Also vor dem Tode oder diesen auslösend.

          Die Opferszenen bieten, meiner Kenntnis nach, keine Hinweise auf einen Wassertod, wohl aber auf eine Opferung durch ein Obsidanmesser oder durch Hinrichtung nach Niederlage bei rituellen Ballspielen.
          Die Schrifthinterlassung ist bis zum heutigen Tage nicht wirklich entschlüsselt.

          Daher denke ich, dass dieser kleine Zusatz mit den lebendig hinabgestürzten Opfern eher einer Effekthascherei zukommt.

          So denke ich und beste Grüße

          Aquila

          PS: Ach ja, Skelette mit Schnittkerbungen sprechen für einen gewaltsamen Tod, aber Skelette ohne solche Kerbungen sprechen noch lange nicht dagegen. Gift, Erstickung, oberflächliche Schnitte und natürlich auch Ertrinken führen ebenfalls zum Tode, mithin spurenlos.

          PPS: Sorry für meine Morbidität - höre seit zwei Stunden Wagner.
          Zuletzt geändert von aquila; 27.11.2008, 21:44.
          Ich sehe verwirrte Menschen.

          Kommentar

          • Reiner_Bay
            Heerführer

            • 24.09.2002
            • 3086
            • Regensburg
            • Whites Spectra V3i

            #6
            Uii ich freue mich schon.
            Ab nächste Woche bin ich für 14 Tage auf der Halbinsel.
            Natürlich werde ich meinen langen Traum, die Mayastätten, auch besichtigen.

            Machen ist wie wollen, nur krasser.

            Kommentar

            • chabbs
              Heerführer


              • 18.07.2007
              • 12180
              • ...

              #7
              Zitat von aquila
              ....

              Daher denke ich, dass dieser kleine Zusatz mit den lebendig hinabgestürzten Opfern eher einer Effekthascherei zukommt.

              So denke ich und beste Grüße

              Aquila

              PS: Ach ja, Skelette mit Schnittkerbungen sprechen für einen gewaltsamen Tod, aber Skelette ohne solche Kerbungen sprechen noch lange nicht dagegen. Gift, Erstickung, oberflächliche Schnitte und natürlich auch Ertrinken führen ebenfalls zum Tode, mithin spurenlos.

              PPS: Sorry für meine Morbidität - höre seit zwei Stunden Wagner.
              Muss Dir in allen Belangen recht geben! Ich denke mal, die Archis haben gesagt: "Wir gehen davon aus, dass ein Teil der Opfer ggf. sogar lebend geopfert worden sein könnte, weil...blabla". Für die Presse ist das dann natürlich: "...schmissen sich die Opfer in einer nebeligen Vollmondnacht lachend in den Abgrund."



              Das ist eben so bei der Presse. Wollte ja auch nur darauf hinweisen, dass es eben verschiedene Theorien dazu geben kann. Und dass es eben Hinweise geben kann.


              LG Chabbs

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              • ogrikaze
                Moderator

                • 31.10.2005
                • 11352
                • Leipzig
                • Aktuell: DEUS, ORX, CZ21, MI 4, Garrett THD, Abgelegt: Blisstool,ACE250, Minelab Excalibur, Minelab Terra 70, Goldmaxx Power, Rutus Solaris

                #8
                Zitat von Reiner_Bay
                Uii ich freue mich schon.
                Ab nächste Woche bin ich für 14 Tagen auf der Halbinsel.
                Natürlich werde ich meinen langen Traum, die Mayastätten, auch besichtigen.
                und lässt uns hier im kalten Deutschland zurück, Du Glücklicher. Ich bin ja wenigstens beruhigt, daß Du noch keinen Tauchschein hast.
                Gruß Sven

                Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum.
                Eventuell vorhandene Rechtschreibfehler sind beabsichtigt und dienen der Unterhaltung.

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                • maxe
                  Banned
                  • 08.11.2008
                  • 561
                  • mecklenburg
                  • ace250,Seben

                  #9
                  aber mal wieder ein interessanter bericht, der genügend raum für spekulationen lässt.
                  ich habe eigentlich alle bücher gelesen die erich von däniken geschrieben hat, bis auf das letzte, was kürzlich erst erschienen ist, aber was er so raus fand, das ist schon erstaunlich.
                  die ureinwohner amerikas, ich nenne sie bewusst nicht indianer, kannten sternensysteme, die gerade jetzt erst entdeckt werden.
                  dazu die größen der sterne, bzw planeten, mit entfernungen, umlaufbahnen usw.

                  sie hatten aufzeichnungen mit angaben, wie lang eine reise von erde nach X dauert usw.
                  die zeiten werden wir nicht mehr rekonstruieren können, dafür haben die eroberer sicher zu viel zerstört, allein die stadt mexiko city steht auf einem der größten tempel südamerikas.

                  aber da an den richtigen stellen mal zu sondeln, das wäre sicher spannend
                  Wer so dumm ist wie eine Billardkugel, soll auch so aussehen wie eine Billardkugel, dachte sich Gott und schuf den Skinhead...

                  Kommentar

                  • chabbs
                    Heerführer


                    • 18.07.2007
                    • 12180
                    • ...

                    #10
                    Zitat von maxe
                    aber mal wieder ein interessanter bericht, der genügend raum für spekulationen lässt.
                    ich habe eigentlich alle bücher gelesen die erich von däniken geschrieben hat, bis auf das letzte, was kürzlich erst erschienen ist, aber was er so raus fand, das ist schon erstaunlich.
                    die ureinwohner amerikas, ich nenne sie bewusst nicht indianer, kannten sternensysteme, die gerade jetzt erst entdeckt werden.
                    dazu die größen der sterne, bzw planeten, mit entfernungen, umlaufbahnen usw.

                    sie hatten aufzeichnungen mit angaben, wie lang eine reise von erde nach X dauert usw.
                    die zeiten werden wir nicht mehr rekonstruieren können, dafür haben die eroberer sicher zu viel zerstört, allein die stadt mexiko city steht auf einem der größten tempel südamerikas.

                    aber da an den richtigen stellen mal zu sondeln, das wäre sicher spannend

                    Zu 99% Fehl- und Falschinformationen. Es tut mir leid, das so sagen zu müssen...aber lies mal ordentliche Bücher zu dem Thema. Däniken ist ein Wischiwaschi-Betrüger, den man als wissenschaftliche Referenz nicht mal ansatzweise beachten muss.
                    Habe drei Seminare mitgemacht, in denen wir uns mit Weltbild und der "Lehre" Dänikens auseinander gesetzt haben... Müll Dir den Kopf nicht mit so etwas zu, bitte.

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                    • curious
                      Heerführer


                      • 25.04.2004
                      • 3859
                      • Köln
                      • tesoro/ebinger

                      #11
                      Auch wenn es sich krass anhört, ich muß dem leider zustimmen. Bei ernsthafter Beschäftigung mit dem Thema fällt einem das aber sofort auf.
                      Gruß Alex

                      Selbst eine kaputte Uhr geht zweimal am Tag richtig.
                      Woddy Allen
                      यहां तक कि एक टूटी हुई घड़ी ठीक दो बार एक दिन है. वुडी एलेन

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                      • chabbs
                        Heerführer


                        • 18.07.2007
                        • 12180
                        • ...

                        #12
                        Soll mich der Herr Däniken doch verklagen...das wird ein Prozess.

                        Hat denn trotzdem noch mal jemand weitere Infos zu dem Thema? Vielleicht mit noch mehr Bildern?


                        LG

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