Schüssel?

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  • taucher-tom
    Bürger


    • 20.05.2009
    • 137
    • Landkern
    • 2 Augen, 10 Finger

    #1

    Schüssel?

    Die Frage nach dem Wagenrad wurde ja zu meiner Überraschung schnell geklärt, und ich begebe mich demnächst auf die Suche nach Nummer zwei (und dem Rest vom Panther, der mit grosser Wahrscheinlichkeit ja noch dranhängt!)

    Damit es nicht langweilig wird, hier noch eine andere Anfrage:

    Das Teil liegt zwar schon ein paar Jahre bei mir im Keller rum, aber vielleicht weis ja einer von Euch, um was es sich handelt!
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    Tom
  • ogrikaze
    Moderator

    • 31.10.2005
    • 11352
    • Leipzig
    • Aktuell: DEUS, ORX, CZ21, MI 4, Garrett THD, Abgelegt: Blisstool,ACE250, Minelab Excalibur, Minelab Terra 70, Goldmaxx Power, Rutus Solaris

    #2
    Dürfte sich um einen Milchentrahmer in Sattenform handeln...

    Bevor an Molkereien überhaupt zu denken war, waren die Bäuerinnen und Sennerinnen für die Herstellung der Butter zuständig. Sie füllten zunächst die frisch gemolkene Milch in Satten. So nannte man die flachen Schalen, in denen sich nach kurzer Zeit der Rahm von der Milch trennte u. an der Oberfläche absetzte. Der Rahm wurde abgeschöpft u. in ein Holzfass gefüllt. In dem Holzfass wurde der Rahm mit einem Stößel gestampft, dabei setzte sich das Milchfett von der Flüssigkeit ab. Mit Hilfe eines Leinentuches wurde schließlich auch die restliche Flüssigkeit aus dem Milchfett gepresst. Die reine Butter war fertig.
    Quelle: http://www.jaenickendorf.de/museum/geraete.htm

    Und über den Fabrikanten gibts auch einiges...

    Plein-Wagner, Jakob. - [Geb.:] 27.10.1836. - [Geb.ort:] Tonschneiders, 1886 Entwicklung des Milchentrahmers in Sattenform; der Verkauf v. 1 Mio. Stück (250.000 zu P's Lebzeiten) machte die Firma zu den großen Betrieben im Trierer Land. 1901 Umwandlung der Firma in eine oHG. Herstellung eines dreischaligen Vierkantrohrs für den Schornsteinbau - P befaßte sich zudem mit der Erforschung der römischen Töpferkultur im Speicherer Land, 1876/77 Entdeckung der ersten römischen Töpferöfen im Speicherer Wald, Aufbau einer Sammlung Speicherer Töpfererzeugnisse aus zwei Jahrtausenden, 1890 Auffindung des ersten Brandgrabes aus der Zeit um 100 v. Chr. - P war Mitglied des Kirchenvorstandes und des Gemeinderates Speicher. - Die Firma wird heute unter der Bezeichnung "PLEWA-Werke GmbH" in der Familientradition fortgeführt. - *Heirat: 1860 mit Katharina Wagner. - *Sekundärliteratur: Karl Brach: Töpfermeister Jacob P in Speicher; in: Heimatkalender Bitburg 1961, 79 f. - Bärbel Kerkhoff-Hader: Gruppenverhalten und Individualleistung. Dokumente und Selbstzeugnisse zum Leben des Krugbäckers und Steinzeugfabrikanten Jakob P in Speicher; in: Töpferhandwerk, Rhein. Jahrbuch für Volkskunde 24 (1982) - Siegfried Loeschke: Tonindustrie v. Speicher und Umgebung; in: Trierische Heimatblätter, 1 (1922) 5-13, 138-142, 172-177 und 2 (1923) 11-22. -
    [Quelle:] Heinrich Studentkowski, in: Trierer Biographisches Lexikon


    Schönes Stück und top erhalten. Glückwunsch!
    Gruß Sven

    Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum.
    Eventuell vorhandene Rechtschreibfehler sind beabsichtigt und dienen der Unterhaltung.

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    • taucher-tom
      Bürger


      • 20.05.2009
      • 137
      • Landkern
      • 2 Augen, 10 Finger

      #3
      hi Sven,

      echt top, wo Du die Information wieder ausgegraben hast! Vielen Dank, wenn Du mir jetzt noch das Alter schätzen könntest, dann fahr ich noch bei meiner Schwiegermutter vorbei, der hab ich ein anderes schönes Stück noch zur Verfügung gestellt für die Auslage Ihres Ladens.

      danke Dir!

      Tom
      Tom

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      • ogrikaze
        Moderator

        • 31.10.2005
        • 11352
        • Leipzig
        • Aktuell: DEUS, ORX, CZ21, MI 4, Garrett THD, Abgelegt: Blisstool,ACE250, Minelab Excalibur, Minelab Terra 70, Goldmaxx Power, Rutus Solaris

        #4
        Zitat von taucher-tom
        hi Sven,

        echt top, wo Du die Information wieder ausgegraben hast! Vielen Dank, wenn Du mir jetzt noch das Alter schätzen könntest, dann fahr ich noch bei meiner Schwiegermutter vorbei, der hab ich ein anderes schönes Stück noch zur Verfügung gestellt für die Auslage Ihres Ladens.

        danke Dir!

        Tom
        Naja nach 1886 halt Wenn Du es genau wissen willst frag doch bei den Plewa Werken an. Die müssen doch wissen, in welchen Zeitraum das Ding passt. Schließlich hat der gute Mann ja ne Sammlung über 2000 Jahre Töpfererzeugnisse zusammen getragen. Da wird er wohl ne Ecke für seine Fabrikate reserviert haben
        Zuletzt geändert von ogrikaze; 09.08.2010, 22:32.
        Gruß Sven

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        Eventuell vorhandene Rechtschreibfehler sind beabsichtigt und dienen der Unterhaltung.

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