Suche Dienstleister für hochpräzises LIDAR-Scanning

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  • BOBO
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    • 04.07.2001
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    #1

    Suche Dienstleister für hochpräzises LIDAR-Scanning

    Ich habe es mal in dieses Unterforum gepackt - falls es nicht passt, kann es ja gerne in einen anderen Bereich durch einen Moderator verschoben werden. Auch wenn der Hintergrund meiner Frage nicht zum Hobby passt, könnte das Thema und die Diskussion evtl. später für den Einen oder Anderen evtl. mal bei einem Schatzsuch-Projekt interessant sein. LIDAR hat ja auch stark Einzug in die Archäologie gehalten.

    Deshalb wende ich mich mit einer etwas speziellen Anfrage heute an Euch. Ich suche nach Unternehmen oder Dienstleistern, die mittels terrestrischem LIDAR (Laser-Scanning) einen privaten Hof oder Fahrweg hochpräzise einmessen können. Die gewünschte Auflösung sollte nahe 1 mm liegen (bzgl. Höhenangaben, bei X/Y würde 1 cm langen), da es um die detaillierte Kartografierung von Bodenabsenkungen, Unebenheiten, Rissen oder möglichen Beschädigungen durch benachbarte Bautätigkeit bzw. die Zufahrt (Wegerecht) über mein Grundstück geht.

    Genau genommen geht es darum, das direkt neben meinem (bzw. meiner Eltern) Grundstück ein Haus auf der Wiese gebaut werden soll. Der Bauherr hat auch Wegerecht über Teile unseres gepflasterten Hofes/Weges, und ich möchte den Ist-Zustand unseres Grundstücks (Hof, Zufahrt, umliegende Flächen) professionell dokumentieren, um später eventuelle Schäden nachweisen zu können. Eine reine Drohnenvermessung reicht mir nicht aus – ich brauche die hohe Genauigkeit eines stationären oder mobilen terrestrischen Scanners, idealerweise mit Erstellung eines digitalen Geländemodells (DGM), Punktwolke und ggf. Auswertung/Plänen.

    Was ich bisher herausgefunden habe
    Es gibt einige Anbieter in Deutschland, die terrestrisches LIDAR anbieten, z. B.:
    • CGNscan in Köln (Leica-Geräte, millimetergenau, stark im Bau- und Bestandsbereich)
    • Metrika360 (mehrere Standorte, Fokus auf präzise Gebäude- und Grundstückserfassung)
    • LOGXON (terrestrisch + mobile SLAM-Systeme)
    Andere Vermessungsbüros oder Spezialfirmen mit Leica, Riegl oder Faro-Scannern kommen sicher auch infrage. Die Technik ist grundsätzlich geeignet, da terrestrische Scanner im Nahbereich extrem dichte Punktwolken mit Sub-Millimeter-Genauigkeit liefern können (muss ja aber nicht - siehe oben im Text).

    Zur Kostenfrage:
    Ich habe recherchiert, dass für kleinere bis mittlere Flächen (z. B. 50–300 m²) mit Auswertung Preise ab ca. 500–3.000 € realistisch sind, bei größerem Aufwand oder detaillierter Analyse auch mehr. Manche Anbieter rechnen pro m² (ca. 1,5–6 €) oder bieten Pauschalen ab 790 € aufwärts. Das variiert stark je nach Aufwand, Anfahrt und gewünschten Lieferformaten (Punktwolke, CAD, BIM, Vorher-Nachher-Vergleich).

    Trotzdem würde ich gerne aus der Praxis hören, statt nur von Herstellerseiten oder allgemeinen Angeboten.

    Meine konkreten Fragen an euch
    Kennt jemand empfehlenswerte Dienstleister (vorzugsweise in Deutschland, gerne regional), die solche privaten Projekte mit hoher Präzision umsetzen? Besonders interessiert mich Erfahrung mit Außenflächen wie Höfen, Wegen, Gärten oder Schadensdokumentation.
    • Gab es bei euch schon ähnliche Projekte (z. B. Nachweis von Absenkungen durch Bautätigkeit, Nachbarschaftsstreitigkeiten, Versicherungsfälle)? Wie lief das ab? War die Genauigkeit von ca. 1 mm wirklich erreichbar und hilfreich?
    • Wie waren die Kosten in der Praxis? Gab es versteckte Aufpreise (z. B. für Datenverarbeitung, Berichte, Mehrfachscans)? Lohnt sich ein Festpreis-Angebot?
    • Tipps zur Vorbereitung: Was sollte ich dem Anbieter im Voraus liefern (Fotos, Skizzen, Flächenmaße)? Gibt es Dinge, auf die man achten muss (z. B. Zugänglichkeit, Bewuchs, Datenschutz)?
    • Alternativen: Hat jemand gute Erfahrungen mit Kombi aus LIDAR + Photogrammetrie oder anderen Methoden gemacht? Oder mit lokalen Vermessungsingenieuren, die entsprechende Geräte einsetzen?
    • Rechtliches: Wie belastbar sind solche Scans vor Gericht oder gegenüber Versicherungen? Gab es hier schon positive/negative Erfahrungen?
    Ich bin für jeden Tipp, Kontakt oder Erfahrungsbericht dankbar – auch wenn es nur „haben wir mal gemacht, war okay/teuer/enttäuschend“ ist. Gerne auch PM, falls ihr keine Firmennamen öffentlich nennen wollt.

    Das Ziel ist, einen zuverlässigen Partner zu finden, der nicht nur scannt, sondern auch verständliche Auswertungen liefert, die man bei Bedarf weiterverwenden kann (z. B. für Gutachter oder Anwälte). Noch besser wäre, wenn hier ein User ist, der damit wirklich Arbeitet oder sauberen Kontakt herstellen kann.

    Vielen Dank schon mal im Voraus für eure Unterstützung! Ich halte den Thread gerne auf dem Laufenden, falls ich Angebote einhole oder Entscheidungen treffe.
    MfG BOBO

    Das menschliche Haar wächst mit 4,6 Yoctometer pro Femtosekunde
  • Sorgnix
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    #2
    Mit Kanonen auf Spatzen ...

    WAS soll so ein Detailaufmaß bringen??

    Nebenbei: Du kannst es noch so genau machen - dann solltest Du es auch noch notariell bestätigen lassen.
    Und bei Gericht hinterlegen, und, und, und ...
    Und was nutzt das hinterher??

    Wie lang ist der Weg denn bzw. wie lang der Bereich mit dem Wegerecht?
    Und was, wenn sich der Weg nun um den besagten 1 mm gesetzt hat?? Oder wg. mir 3 cm?
    Oder es sich 2 Schlaglöcher auftun?

    Was willst Du gegen die Behauptung Deines Gegners hinterher machen, wenn er sagt, DU
    hättest den Weg ebenfalls befahren und dabei - zumindest einen Teil - der Schäden selbst verursacht?
    Welches Gutachten soll das dann belegen? Wie die Anteile aufteilen?

    ich habe das Gefühl, hier möchte ein wohlmeinender Anwohner den Streß der Zukunft planen ...

    Zum Wegerecht sind die Datenbanken wohlgefüllt ...


    Den Zustand des Weges solltest Du VOR Beginn der Baumaßnahme GEMEINSAM mit dem
    Nachbarn dokumentieren lassen! Am besten 1 x WEIT vor Beginn der Maßnahme, wg. mir 1 Jahr vorher.
    Dann mit Beginn der Maßnahme - als Vergleich zum vorherigen Gutachten, ob sich da nicht auch von
    allein binnen des Jahres schon Veränderungen eingestellt haben ...
    Der Genauigkeitsfaktor??
    ... den Weg mit der Kamera und mit System dokumentieren. Vor allem die WegeRÄNDER. Eventuelle
    Risse, kleine Senken, Pfützen etc. Wg. mir das dazu auch alles mal "fluten" - oder bei Regen.
    BEIDE Male.
    ... und das kann man dann nach 5 Jahren nochmal machen. Und wenn es dann grobe Veränderungen
    gibt, dann kann man ja reden.
    Ob Dir dabei aber ein mm-genaues Aufmaß hilft, wage ich zu bezweifeln. Vor allem, wenn der Weg
    binnen der Zeit gemeinsam genutzt wurde.
    Da reicht schon der Umzugs-LKW, der Dir mal ne neues Sofa geliefert hat. Da kann man ja mal die
    Behauptung aufstellen, daß genau DER damals massiv überladen war ...

    Zurück zur Frage: Wie lang ist der Weg? Wie viel Fläche?
    ... und was kostet es, diese Fläche mal eben neu zu pflastern - im Vergleich zum Lidar-Gutachten ...

    WAS fuhr denn bislang über den Weg??
    ,,, und sollte sich dort eh schon die eine oder andere Delle befinden, so ist mit diesen sowieso die
    Grundlage für weitere Setzungen gelegt. Das ist Naturgesetz ...

    Es ist dazu die Frage, wie das Wegerecht geregelt ist.
    Es gibt ja auch ein Recht bzw. Pflicht für einen Unterhalt.
    Da kann man den Nachbarn dran beteiligen. Was man VORHER regeln sollte.
    So er sich weigert, auf sein reines Recht den Weg zu benutzen besteht, kann
    man ihm den Weg ja gern lassen - mit einen halben m tiefen Löchern.
    ... neben diesem baust Du Dir halt einen neuen - mit Zaun dazwischen ...


    Also: Ein paar Details bitte, bevor mit die Phantasie durchgeht.

    Gruß
    Jörg

    Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hat
    zu tun mit der Blödheit ihrer Bewunderer ...

    (Heiner Geißler)

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    • BOBO
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      #3
      Danke Jörg für Deine Antwort.
      Mir geht es rein um den Nachweis, in wie weit Beschädigung des gepflasterten Weg/Hof durch Baufahrzeuge, Schwertransport, Kran ggf. dann erfolgt sind, wenn der Bau abgeschlossen ist.
      Dato wird seit über 20 Jahren der Weg nur durch unsere eigenen PKW befahren. Wegerecht wurde notariell geregelt. Auch das Beschädigungen durch den Nachbar getragen werden müssen, auch wenn dies nicht durch den Nachbarn, sondern durch die Baufirmen verursacht werden. Ich könnte jetzt hier LuBi's und Fotos einstellen, davon will ich aber absehen.
      Und bzgl. Stress für die Zukunft ... dazu kann ich nur schreiben, das der Grundstein durch die neuen Nachbarn gelegt wurden. Alles hier aufzuschlüsseln, würde den Thread sprengen.
      Ich favorisiere gezielt bei der Thematik LIDAR zu bleiben.
      Trotzdem begrüße ich Deine Expertise zum Problemfall. Dazu würde ich Dir mal privat paar Bilder die Tage zukommen lassen und mal mit Dir telefonieren.
      MfG BOBO

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