Link: Napoleon, Schlachtfeldfunde

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • fleischsalat
    Moderator

    • 17.01.2006
    • 7795
    • Niedersachsen

    #16
    Echt interessant! Was sind denn das für Kugeln mt dem Loch drin? Gab doch mal Doppelte Kanonenkugeln für Schiffe, oder?
    Willen braucht man. Und Zigaretten!

    Kommentar

    • Drusus
      Heerführer


      • 31.08.2005
      • 3464
      • München, Bayern
      • Goldmaxx, was sonst?? ;)

      #17
      Zitat von fleischsalat
      Echt interessant! Was sind denn das für Kugeln mt dem Loch drin? Gab doch mal Doppelte Kanonenkugeln für Schiffe, oder?
      Hi Fleischsalat,

      das sind Hohlkugeln (Granaten). Die waren mit Schwarzpulver gefüllt und wurden aus Haubitzen und Mörsern verschossen. In das Loch kam ein hohler Holzpflock, aus welchen wiederum Zündschnüre ragten. Von der Länge des Holzpflocks hing es ab, wann das Geschoss explodierte. Optimal sollte dies ganz knapp vor und über den feindlichen Soldaten passieren. Auch wurden solche Geschosse verwendet, um Gebäude in Barnd zu schiessen.

      Im Anhang kannst Du ein paar Fragmente einer ca. 15cm großen Hohlkugel (wahrscheinlich aus einer franz. 6 Inch Haubitze) sehen, die ich mal fand. Hier schlug das Geschoss wohl auf den Boden auf und explodierte erst dann, da die Splitter alle in unmittelbarer Nähe lagen.

      Und auf dem 3. Bild siehst Du unter C eine Sonderform der Hohlkugel, die Granat-Kartätsche - besser bekannt als Schrapnell. Hier waren noch Blei- oder Stahlkugeln in der Hohlkugel. Diese Art von Geschoss wurde aber zu Zeiten der Koalitionskriege (1792 - 1815) einzig und allein von den Engländern eingesetzt.

      Viele Grüße,
      Günter

      PS: mit Stangen und Ketten verbundene Kugeln gab es auch. Diese wurden bei Seeschlachten eingesetzt, um die Takelage zu zerstören.
      Angehängte Dateien
      Zuletzt geändert von Drusus; 01.07.2007, 23:51.
      Quis custodiet ipsos custodes?

      Kommentar

      Lädt...