Divisionsschatz

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  • Phobos
    Heerführer


    • 04.06.2005
    • 1290
    • Magdeburg
    • F2

    #16
    Divisionsschatz

    In den allerseltensten Fällen handelte es sich um wirkliche Schätze, welche von Einheiten mitgeführt wurden. Aber - es gab Regimentskassen u.ä., je nach Einheit. Ein vorbildlicher Truppenkommandeur wird dafür sorgen in einer ausweglosen Situation ( und das war sie ja) bestimmte Materialien dem Feind nicht in die Hände fallen zu lassen. Das geht es mal simpel gesagt los bei der Schreibstube. Dienstsiegel, Tagebücher, Karten...naja eben alles was eine Kampfeinheit so mit sich führt im Tross-und das ist nicht wenig. Meist wollte man einfach beweglicher werden und den ganzen Krempel nicht mitführen. Funk - und Schlüsseltechnik, Code, Funktabellen usw. Das alles wollte man ja dem Gegner nicht einfach in die Hand drücken und Zeit zur Vernichtung war kaum - aber Spaten gab es ...
    Etliche Soldaten versteckten sich in Wäldern und wurden von Einheimischen gesehen, da entstanden auch schnell Gerüchte.
    Aber manchmal hat man eben auch ein wenig Glück...

    Kommentar

    • Roy O ' Bannon
      Ritter


      • 01.01.2007
      • 529
      • Siegburg NRW
      • Garrett ACE 250

      #17
      Eine gründliche Recherche über Gefechte und Rückzugswege habe ich bereits versucht. Aber ich bin ehrlich, ich weiß nicht so Recht wie ich das Gefecht am 11.04.1945 in das Gesamtbild einordnen kann.

      Eines weiß ich aber mit Sicherheit, in den Wirren der endlosen Rückzugskämpfe der deutschen Truppen gab es so viele versprengte Soldaten einheitslos welchen nichts anderes übrig blieb als sich widerum anderen Verbänden anzuschließen.

      So waren in dem besagten Tal versprengte Fallschirmjäger, normale Soldaten, Volkssturm und vor allem viele russische Kriegsgefangene welche die Dörfer plünderten. Was mich momentan so verwirrt ist die Tatsache, dass tatsächlich ein Haufen versprengter Fallschirmjäger dort gekämpft hat. Es gab in Ittenbach bei Bad Honnef die letzten Kämpfe des Fallschirmjäger-Regiment 6 wonach die Geschichte hier endet. Nach den Chroniken dieses Regiments enden bei Ittenbach die Kämpfe der Fallschirmjäger.

      Es wäre möglich dass einige sich absetzen konnten und so in die Wirren des Ruhrkessels wieder kamen.

      Dennoch liege ich doch mit der vermutung richtig, dass wenn man in aller Eile die damaligen Wertsachen schnellstmöglich an einer unscheinbaren Stelle vergräbt man wohl kaum als Soldat kilometerweit in den Wald läuft um diese dann irgendwo zu vergraben.
      Meiner Ansicht nach geschieht so etwas sehr schnell und wird an der nächstbesten Stelle erledigt.

      Ich bitte um eure Meinung!
      Wer die Gegenwart verstehen will... muss die Vergangenheit kennen!

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      • Powi
        Geselle


        • 10.08.2010
        • 68
        • Soest
        • -

        #18
        ...wie alt ist euer wald?

        Kommentar

        • Phobos
          Heerführer


          • 04.06.2005
          • 1290
          • Magdeburg
          • F2

          #19
          Divisionsschatz

          Wenn es sich um die letzten Kriegstage handelte hat der Landser zu tun gehabt nicht entdeckt zu werden. Die Luftüberlegenheit war erdrückend und Marschkolonnen auf der Straße dürften eine absolute Ausnahme gewesen sein. Also: Irgendwie versuchen auf Schleichwegen sein "Ziel" zu erreichen, was man auch immer darin verstand. Mein Vater war selbst darin involviert. Waldwege bzw. der Marsch direkt im Wald gaben eine gewisse Sicherheit. Solche Märsche waren dann auch entsprechend weit ab der üblichen Straßen. Vergraben oder Ausrüstung entsorgen entsprechend abgelegen. So kommt es oft, dass in Rückzugsgebieten die Kampfspuren entsprechend, unseres heutigen Verständnisses, irgendwo im Nirvana sich finden.
          Ausnahme: Nachts hatte man die Straßen oft für sich, der Amerikaner kämpfte nicht gern in der Nacht und igelte sich ein, in Orten wo nachts oft der Landser durchmarschierte. Mein alter Herr hat mir viele Geschichten davon erzählt. Leider lebt er nicht mehr.

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