Stahl -perfekt?

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  • Rotti
    Heerführer

    • 16.09.2000
    • 1832
    • Im finstren Bayern / M
    • Minelab Relic Hawk, Whites DFX /E , White´s XLT

    #1

    Stahl -perfekt?

    Aalso:Vorab -hier sind Tips gefragt, die jemand bereits öfter praktiziert hat, und die 100% funktionieren, keine "hab mal gehört´s..." Sorry, aber der Zusammenhang wird gleich hergestellt.
    Nehmen wir mal an, man hat beim Suchen&wühlen einen Gegenstand aus Stahl gefunden.(Zum Beispiel ein Bajonett oder wie hier in unserem Fall einen Säbel).Die Dinger sehen zumeist aus wie Schwein, und wenn man sie dann im Entroster hatte, bleiben bekanntermaßen die obligatorischen Rostlöcher,Narben und Poren zurück.Je nachdem wie angefressen das Ding war...Das Zuschmieren mit "Flüssigstahl " scheidet aus, weil danach kein elektrolytisches verchromen mehr möglich ist.Vor dem Schutzgasgerät hier neben mir hab ich Bammel, weil das "Opfer" sich evtl. verziehen könnte, oder noch weiteren Schaden nehmen könnte.Und dann isses hin. Außerdem ist es eine Syssiphusarbeit, jedes Loch einzeln zu schließen.Wie isses mit Silberhartlot bzw. Neusilber?Wie heiß kann man so ein Werkstück machen,ohne daß es spröde wird?Geht evtl. Karosseriezinn?Vor allem:Wenn man´s heiß genug hat,um das Füllmaterial zu schmelzen und es auf der einen Seite aufzutragen läuft´s doch auf der Anderen wieder weg oder?Kann an fast jedes Werkzeug ran,also ruhig auch Tips nennen, die etwas mehr oder hohen Aufwand erforden.(Ich musses ja nicht zahlen,hehe;-))!Das Ergebnis sollte nur absolut 100%ig werden -bei entsprechendem Aufwand und Fertigkeit des "Restaurators"-.
    Also-Metaller vor!
    Und wenn der ganze Schnee verbrennt-
    die Asche bleibt uns doch!
  • Cowboy

    #2
    Probiers doch mal mit elektrolytischer Eisenabscheidung.
    Sollte doch möglich sein,das Stück mit einer ordentlich
    dicken ,elektrolytisch abgeschiedenen Eisenschicht zu
    versehen,die kann dann anschließend mit jedem anderen Metall beschichtet werden.
    Bei sehr ungleichmäßigen Objekten wie durchlöcherten
    Säbeln usw. muß man wohl durch Hilfsanoden den Eisenauftrag steuern.
    Übrigens 100 % ig funktionierende Sachen gibt's eh
    nur wenige,in dem Bereich der Restauration usw.
    schon gar nicht.Ausprobieren und dazulernen .

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    • Heerführer

      • 25.11.2000
      • 3670
      • 76829 Landau / Pfalz
      • OGF - L + W

      #3
      Hallo Rotti,

      ich hab mal in einem Betrieb gearbeitet, da wurden geteilte Gußformen zur Flaschenherstellung repariert, da immer die Kanten abgenutzt waren.

      Das wär vielleicht was für Dich.

      Das Verfahren nennt sich Flammspritzen.

      Mit Hilfe einer Flamme wurde flüssiges Metallpulver aufgespritzt, ähnlich wie mit einer Spritzpistole.
      Diese Verfahren gibt es auch in der elektrischen Variante.
      Die Geräte hierzu sind schweineteuer, aber es gibt Betriebe, die sich darauf spezialisiert haben. Siehe Branchenbuch oder "Wer liefert was" unter Flammspritzen.

      Vorteil: Keine nennenswerte Erwärmung des Werkstücks, es können alle möglichen Metalle aufgetragen werden (Ich kenne es mit Stahl,Zink, Alu, Zinn und Blei. Bestimmt geht auch Kupfer), Bei zuwenig Auftrag kann jederzeit "nachgespritzt werden" und geringe Kosten.

      Nachteil: Nicht jeder kann das, die Optik unterscheidet sich vom Grundmaterial (egal bei nachfolgender Beschichtung), die nachfolgende Verchrombarkeit muß geklärt werden, die Härte ist geringer als das Grundmaterial.

      Laß es Dir mal durch den Kopf gehen...

      Erfolgwünschenderweise, Wigbold
      Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen.
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben, zu leben.

      Mark Twain



      ... weiter neue Wege gehen !

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      • Heerführer

        • 16.09.2000
        • 1832
        • Im finstren Bayern / M
        • Minelab Relic Hawk, Whites DFX /E , White´s XLT

        #4
        Aha!

        Habt Dank,Ihr Ratsherren.Auf beides wär ich jetzt auf Anhieb nicht so ohne weiteres gekommen...bin mal gespannt, was da noch so alles reinkommt! ;-))
        CU
        Le Rott
        Und wenn der ganze Schnee verbrennt-
        die Asche bleibt uns doch!

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        • die Undes

          #5
          hy

          Flammspritzen ist so neu nicht. gab es schon früher speziel zum auftrag für Zinn auf Autokarrosserie.
          (zB. Porsche. Übergang von Kotflügel zur Seitenwand.)
          Habe selbst nur Erfahrung mit Silberlot.
          Habe nen alten Motoradtank mit Silberlot geglättet und anschließend verchromen lassen.
          Ging einwandfrei und hält nun schon 3 Jahre.
          Bei beiseitigem Auftrag hängt es wohl nur davon ab wie du vorgehst.
          Lege den Säbel auf den Rücken, und trage beide Seiten gleichzeitig auf.
          Ist zugegbenerweise ziemlich knifflig, aber müßte funktionieren.

          Tschau Torsten

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          • Cowboy

            #6
            Ach übrigens: Flüssigstahl Bei entsprechender Behand-
            lung ist auch das elektrolytische Beschichten von
            Kunststoffen möglich.
            Zwar etwas mehr Aufwand,aber machbar.(Verchromen!)

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