Bin dort vor 20 Jahren gewesen, liegt in einem malerischen alten großen Steinbruch. Auf alten Karten ist die Burg noch eingezeichnet.
Charlottenburg im Thüster Berg
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Hi Oldiegerd,
herzlich willkommen hier. Wir haben dich schon vorgestern bei den Portakollegen und an unserem letzten Stammtisch vermisst.
Leider habe ich zu Deiner Burg noch nichts finden können. Ist das eine Ruine oder existiert die Burg noch? Wie heisst denn der nächste (größere) Ort?
Gruß
Oelfussbang your head \m/ -
Naja, vielleicht gibt es etwas in den Heimatjahrbüchern des Kreises Gronau bzw. ein Kontakt mit dem Heimatverein bringt nähere Auskünfte. Leider sind ja die meisten Landesbibliographien erst mit Beständen ab Anfang der 90er online, aber auch andere Zeitschriftenaufsatz-Datenbanken wie JADE bringen keine Treffer ... Von Verbundkatalogen zu Büchern ganz zu schweigen.
Bleibt wohl also nur der Weg, die älteren Jahrgänger der Niedersächsischen Landesbibliographie in Druckform durchzugehen (viel Arbeit bei ungewissem Erfolg) oder halt, wie gesagt, mal die Ortschroniken/Heimatjahrbücher des Kreises etc.
So hatte ich damals zur "Grenzlerburg" bzw. "Gremslever Burg" ( http://www.schatzsucher.de/Foren/showthread.php?t=10907 ) auch erst dann Erfolg, als ich "Engere Heimat - Beitrag zur Geschichte der ehemaligen Ämter Liebenburg und Wöltingerode (des jetzigen Kreises Goslar" von 1917 durchgesehen hatte.
Also, einfach mal gucken, in welchem Kreis/Amt die Burg liegt/lag (Gronau?) und dann mal sehen. Liege ich denn mit Gronau richtig? Haben sich die Kreisgrenzen evtl. im Laufe der letzten 100 oder so Jahre geändert?
JérômeKommentar
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Hmmm,
nochmal etwas überlegt
An Orten in der Gegend, wenn ich mich nicht täusche, finde ich Langelsheim, Ahrenfeld, Salzhemmendorf, teils auch mit Verweisen auf früher bestehende Burgen. Aber keine Charlottenburg. Naja, wäre ja auch zu einfach gewesen. Allerdings hätte ich eine etwas gewagte Theorie: kommt "Charlotte" evtl. von den Karolingern? Komme nur darauf, weil ich zufällig einen Beitrag zu einer karolingisch-ottonischen Burg auf dem Kanstein gefunden habe:
Titel: Archäologie und Geschichte der karolingisch-ottonischen Burg auf dem Kanstein bei Langelsheim / Steinmetz, Wolf-Dieter
Wolf-Dieter Steinmetz. Mit einem historisch-siedlungsgeographischen Beitrag von Wolfgang Meibeyer
Reihe: Veröffentlichungen des Braunschweigischen Landesmuseums / 105
Druckort: Braunschweig
Jahr: 2002
Kann sich natürlich um eine ganz andere Burg handeln, da müßte man wohl den Beitrag einsehen. Aber die gewissen Namensähnlichkeit Charlotte <-> Karolinger fand ich interessant, evtl. mehr als nur ein Zufall ...
Hast Du denn Fotos? Dann immer her damit
Jérôme
P.S: im Langelsheimer Heimatmuseum läuft bis Dienstag anscheinend noch die Ausstellung "Burg auf dem Kanstein", siehe http://www.langelsheimer-marktanzeig.../allgemein.htmKommentar
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So, man muss nur das richtige Suchwort haben, dann wird man auch fündig
Kanstein scheint in diesem Fall das Zauberwort, und wenn es sich beim von Dir angeführten Steinbruch um einen Kalksteinbruch handelt, dann dürfte es sich wohl um die "Höhenburg" aus:
Rötting, Hartmut: Höhenburg und Kalksteinbruch. : Ein letzter Kampf um d. Kanstein? - In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen. - Hameln. - ISSN 0720-9835. - Jg. 8 (1988) S. 89-91 : 4 Abb.
handeln. Verstehe ich das richtig: sollte die Burg dem Steinbruch zum Opfer fallen? Was ist daraus geworden?
Weitere Publkationen neben den schon o.a.:
Linke, Friedrich Albert: Abschließende Untersuchungen auf dem Kanstein bei Langelsheim, Ldkr. Goslar. - In: Harz-Zeitschrift. - Braunschweig. - ISSN 0073-0882. - Jg. 36 (1984) S. 117-127 : 5 Abb., Taf. IV-VI.
Linke, Friedrich Albert: Ein Standbodengefäß vom Kanstein bei Langelsheim, Kr. Goslar. - In: Harz-Zeitschrift. - Braunschweig. - ISSN 0073-0882. - Jg. 31 (1979) S. 127-128 : 1 Abb.Kommentar
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Und zum "Thüster Berg" noch ein kleines Schmankerl am Rande: anscheinend sehen hier einige den "wahren" Teutoburger (Berg-)Wald, leiten Thüste vom germanischen Gott tuisto ab und kommen so, mit anderen Indizien, zu noch einer Theorie, wo denn nun die "Varusschlacht" stattgefunden haben mag
Siehe auch http://zocher-regel.bei.t-online.de/...Teutoburg.html
P.S: nein, ich bin kein Varus-Experte und habe keine Ahnung, wer "Recht" hat, bin aber immer wieder erstaunt, wenn ich von weiteren Theorien höre ...Kommentar
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Äh, kann es sein, dass mit dem Kanstein bei Langelsheim ein anderer "Kanstein" gemeint ist? Wie mir gerade erst auffiel, liegt Langelsheim ja im Landkreis Goslar und hat die PLZ 38685. Passt wohl nicht ganz zur PLZ von Ahrenfeld, 31020 oder
?
Habe gelesen, dass man die "Ahrenfelder Klippen", die im Thüster Berg liegen, auch als Kanstein bezeichnet, aber, wie gesagt, da wird es dann wohl mehrere Kansteine geben ...
Naja, wenn der hier gemeinte Kanstein nicht der bei Langelsheim ist, dann ist wohl nur der Artikel zu "Höhenburg und Kalksteinbruch" relevant ...
JérômeZuletzt geändert von jlandgr; 23.02.2004, 00:39.Kommentar



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