Ein schweres Sommergewitter mit anschließendem zweistündigem Dauerregen wurden mir beschert. Das Schloss und seine Umgebung waren eingehüllt in den Dunst dieses Sommergewitters. Ein bleibender Eindruck der sich in seiner Farbüppigkeit auf jedem einzelnen Foto wieder findet...
Eckdaten:
Das älteste Stück der Anlage sind die röm. Granitsäulen in der Brunnenhalle. Die Burg war von Kurfürst Ruprecht, dem späteren dt. Kaiser, militärisch gesichert. Aus dieser Zeit stammt der Ruprechtsbau. Die kriegerische Atmosphäre zur Zeit der Bauernkriege und Reformation ließ weitere Befestigungen entstehen. Gleichzeitig wurde die Anlage um den Bibliotheksbau und den Frauenzimmerbau erweitert. Auch der Gläserne Saalbau (er war bei meinem Besuch leider vollständig eingerüstet) gehört ebenfalls in diese Epoche. Eine Zeit, in der die alte Feste zur prächtigen Residenz aufblühte, begann 1530 und endete mit dem Ausbruch des 30jährigen Krieges. In der Phase entstand der Ottheinrichsbau. Ein halbes Jahrhundert später entstand dann der Friedrichsbau.
Den Ausklang der Renaissancebaufreude bildet der Englische Bau, den der Winterkönig Friedrich V. für seine engl. Gemahlin errichten ließ.
Das vielbesungene Heidelberger Fass, in einem Gebäude neben dem Englischen Bau, wurde erst 1751 unter Karl Theodor aufgestellt. Mit seinem über 220.000 Litern Rauminhalt sollte es den Zehnten der Weinernte im Pfälzer Land als kurfürstlichen Anteil aufnehmen.
Quelle: Knaurs Kulturführer Deutschland 1985
Die Fotos haben alle einen leichten Rotstich, weil ich damals mit einem völlig unnötigen Filter und auch mit dem falschen Weißabgleich fotografiert habe.
Dann habe ich sie noch herrlich verkitscht und jetzt setze ich sie euch vor!
Ich hoffe, ihr habt Spaß beim Betrachten und ich bekomme jede Menge interessante Geschichten von Euch zu diesem Thema geliefert, denn mein Zugang zu den deutschen Burgen und Schlössern ist leider nur auf´s Internet beschränkt.
Fotos von Schloss Heidelberg


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