Alte Nato-Flak-Stellung im Deister
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...es wird mal wieder Zeit für eine Deister-Wanderung fürchte ich - mit dem Mountain-Bike ist es mir ein wenig zu schattig... -
Interessant ! Da wandert man 2 mal im Jahr zum Annaturm, und nun weiss man auch, das man sich auf historischem Gelände befindet.
1-4) Bilder von der Aussichtsplattform des Annaturms.Einen Kommentar schreiben:
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So, dann wollen wir mal Leben in das alte Thema bringen-kommt Zeit, kommen neue Erkenntnisse. Die Dattel aus dem WK 2 war im Gebiet Annaturm. Dieser Aussichtsturm für Wanderer wurde in die Anlage integriert und diente scheinbar auch als Geräteträger. Die von mir ins Forum gestellten Betonteile gehören zu der Anlage. Der heutige Annaturm ist übrigens ein Neubau! Ursprünglich handelte es sich um eine Stahlgitterkonstruktion.
Die jetzt vorhandenen Flugsicherungsanlagen befinden sich übrigens alle auf dem Gelände der Dattel. Verteidigt wurde diese Anlage in den letzten Kriegstagen übrigens auch, einige deutsche Soldaten sind gefallen.
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sirene = luftschutz-bunker/keller ??Zitat von Deistergeistmit einer Sirene auf dem Dach. Da hatte ich zuerst an einen Bunker gedacht....
so´n ding wäre 100 meter luftlinie von mir entfernt, leider im besitz der RWE
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Der Wasserbehälter war noch im Wohngebiet, aber Nähe Waldrand.Einen Kommentar schreiben:
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hi...
war da eine bushaltestelle bzw. der anfang eines wanderweges in der nähe??
wenn ja, dann muss da diese türe sein...
mfg,
blAckyEinen Kommentar schreiben:
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In der nähe vom Göbel Denkmal ist mir ein Wasserbehälter aufgefallen, mit einer Sirene auf dem Dach. Da hatte ich zuerst an einen Bunker gedacht....
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ich hab gerade mal nachgefragt....so genau weiß sie´s auch nicht mehr, und ich kenne mich da leider garnicht aus. es muss da aber verschiedene spazierwege geben, unter anderem zu einem denkmal(?). das objekt liegt wohl eher in der nähe von springe, aber auf einem weg zum annaturm.....
mfg,
blAcky
ps: ich versuchs mal genauer rauszubekommen......Einen Kommentar schreiben:
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Sollte das Teil nicht im Bereich Springe sein, in der Nähe vom Göbel Denkmal?
Ich war in der Nähe vom Annaturm, da hat es schon einige Kilometer dazwischen.
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hi...
@thomas: genau in dem bereich ist diese "türe im berg" von der mir meine freundin erzählt hat !!!
mfg,
blAckyEinen Kommentar schreiben:
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Innerhalb des Walls habe ich noch eine Eisenstange zur Erdung gefunden. Die im Beton befindlichen Moniereisen können nach dem Rost zu urteilen durchaus 60 Jahre alt sein.
In dem ganzen Gebiet befinden sich HEUTE Sende und Empfangstürme, auch die grosse Radaranlage der DFS ist in der Nähe.
Für mich ist die Suche damit beendet.
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Gut, zurück zur Jägerleitstellung Dattel:
Ausfragen von Zeitzeugen: Null Ergebnis, nie gehört.
Kartenmaterial von den Experten gesichtet: Extrem ungenau, könnte überall im Bereich Deister, Springe, Altenhagen bei Springe gewesen sein. Auch Barsinghausen, bzw. Ortsteil Egestorf taucht auf.
Also ab ins Auto, in Richtung Springe-Altenhagen, wildfremde Menschen auf der Strasse angesprochen, zum Ortsbürgermeister geschickt, Haus nicht gefunden, nachgefragt, zum Ortschronisten gefahren....und der meint - die Dattel war bei Köllnischfeld im Deister. Er hat dort noch Baracken gesehen. ABER sicher ist er nicht....
Gut, das ehemalige Forsthaus Köllnischfeld ist nur wenige hundert Meter vom Annaturm entfernt, aber liegt in einer Senke am südlichen Deisterhang. Schlechte Stelle für Funkortung, oder? Also den Weg zum Deisterkamm rauf(schwitz), und erneut Betonreste gefunden. Ein quadratischer Wall von ca. 3 Meter Durchmesser, mit 4 Betonsockeln an den Ecken.
Ich denke, das ist es.
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Hallo,
sehr interessant. Aber wir brauchen mehr als Gerüchte. Das Luftwarnamt hatte gerüchteweise auch kilometerlange Bunkeranlagen, alte Kohlestollen wurden dafür genutzt.....alles voll mit Fahrzeugen....
Grundsätzlich ist natürlich NICHTS unmöglich, und Baupläne können wir uns ja nicht ansehen. Beim Bau der Wasser und Abwasserversorgungsleitung ist natürlich auch viel Abraum angefallen, vom Strassenbau gar nicht zu reden.
Feiern im alten Steinbruch!? Das klingt plausibel, das Teil wird auch "Teufelsküche" genannt. Die HJ hat viel im Deister gemacht, laut Artikeln in der DLZ. Und GERMANENKULT war ja zu bestimmten Zeiten sehr modisch in Deutschland.
Wäre schön, wenn du an der Sache dranbleibst. Wir können unsere Erkenntnisse und Unterlagen ja bei Gelegenheit besprechen.
Glück auf!Einen Kommentar schreiben:
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[QUOTE=Deistergeist]Hallo,
es handelt sich bei der Nato Rampe um die Friedensstellung. Im Ernstfall wäre die Truppe in ihr Einsatzgebiet verlegt worden. Im Deister waren innerhalb des Zaunes also nur die Fahrzeuge abgestellt. [QUOTE]
Zu der Deisterstellung kann ich folgendes berichten: Während der Bauphase der Anlage fuhr ein dreiviertel jahr LKW um LKW mit Erdaushub von der Anlage weg. Als die Anlage fertig wurde, konnte man unter ballonartigen Gebilden / Schutzschirmen bestückte Raketenabschußrampen sehen, wenn man Glück hatte. DAs Gelände war bebaut. Die Abschußrampen mit Betonfundamenten ausgeführt. im weiteren Areal der Anlage waren noch bis vor ca. 10 Jahren betonierte Belüftungsschächte ( ca. ein Meter im Quadrat mit Schlitzen und Gittern). Irgendwann waren die Dinger weg.
Ein Bekannter von mir hat im Warnamt III in Rodenberg gearbeitet. Der fühlte sich peinlich berührt, als ich ihn freiraus angesprochen habe, welchen Zweck das Warnamt erfüllte, was für Aufgaben er dort hatte, welche Ziele und ganz besonders, was denn das Warnamt mit der Raktenstation auf dem Deisterkamm zu tun hat. Letzteres war natürlich erstmal ein Bluff. Aber er hat "gewirkt". Er sagte, er dürfte darüber nicht sprechen und wäre zur Geheimhaltung verpflichtet... blabla....
und daß 10 Jahre nach dem kalten Krieg. Aha. ich denke, es gab eine Verbindung zwischen Warnamt Rodenberg und der Raktenstation auf dem Deister, den Bunkeranlagen in Bad Münder und ganz besonders den MunBunkerkomplex in Hülsede. Desweiteren weiß ich aus absolut sicherer Quelle, daß der Abbau der gleisanlage Bad Nenndorf - Rodenberg - Lauenau - Hameln, die ja schon lange nicht mehr benutzt wurde, erst dann stattgefunden hat, als die militärischen Anlagen nicht mehr in Betrieb waren. Die MunAnlage in Hülsede muß auch etwas Besonderes gewesen sein (sie hatte keine eigene Feuerwehr, die örtliche freiwillige Feuerwehr hatte aber die strikte Anweisung, in einem Brandfall nicht auf das Gelände vorzurücken, sondern sich zurückzuhalten. Das kenn ich sonst nur von Munster Kampfmittelräumung). Na, wie auch immer, ich werde mich jetzt wohl aufs Faktensammeln beschränken und natürlich auf Begehungen.
Zu dem kleinen Steinbruch am Nordmannsturm, weiß ich, daß BDM und HJ dort ihre Sonnenwendfeiern und dergleichen abgehalten haben. Ich denke, daß der Platz im Steinbruch als Ort des geselligen Beisammenseins von militärischen und zivilangestellten der Streitkräfte der BW (vielleicht auch Nato) genutzt wurde. Vielleicht haben sie da ihre Bergfeste gefeiert oder eine Übung "stilvoll" ausklingen lassen.
So, das wäre es erstmal für heute abend,
Gruß, Threeseven
PS: Weiß einer, ob man mit Infrarotaufnahmen von oben Bunkerkomplexe ausmachen kann?Einen Kommentar schreiben:
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Weitere Nachforschungen erst im Herbst. Die Zecken sind echt eine Plage, und etwas weniger Grünzeug wäre auch hilfreich.
MfG RasenmähergeistEinen Kommentar schreiben:
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