Nato-Flarak-Stellung in der Region Hannover

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  • htim
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    Gebäude auf dem Gelände....
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    Zuletzt geändert von htim; 07.08.2006, 12:29.

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  • htim
    antwortet
    Nach über 2 Jahren habe ich mal wieder die Raketenstellung besucht, um die Veränderungen vor Ort zu dokumentieren.

    Die Anlage befand sich ja schon beim ersten Besuch in keinem besonders guten Zustand. Vieles wurde mittlerweile demontiert oder zerstört....

    1-2) Das kleine Trafohäuschen steht offen. Alles, was wie Kupfer aussah, wurde entfernt.

    3) Das Eingangstor.

    4) Das Wachhäuschen.

    5) Das Hinweisschild rechts neben der Auffahrt wurde demontiert.
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  • lefg
    antwortet
    Zitat von htim
    Hallo Schaumal571,
    nun ja, so mobil war diese Stellung auch nicht, eher Ortsfest. Für alle Raketen gab es Betonfundamente, teilweise auf Anhöhungen. Allerdings auch so viele, das diese m.M. nicht in den 64m2-Bunker gepasst hätten.

    Ich habe hier noch eine Luftbildaufnahme, als die Stellung noch in Betrieb war:
    Das ist ja eindeutig als HAWK-Stellung zu identifizieren, da bin ich sofort daheim. Auch das Bereitschaftsgebäude ungefähr in Bildmitte erscheint hier länger. Die Lauching-Aeras mit den Wetterschutzhauben über den Launchern sind typisch.
    Raketen wurden nicht in Bunkern gelagert. Auf jedem Startgestell lagen drei , d.h. 6x3=18 Stück. Die nächste Beladung und ein paar zur Reserve wurden in Alu-Behälter innerhalb von Erdwällen in der Nähe des Abschusses gelagert. Eine Batterie hatte ungefähr 40 Raketen nach meiner Erinnerung. Es gab zwei Abschusssektionen zu je drei Startgeräten.

    Die befahrbaren Erhöhungen waren waren die Standorte für die Radargeräte. Zu jeder Section gehörte ein Hochleistungs-Zielbeleuchtungradar (HPIR). Dann gab es das PAR für entfernte und in mittleren Höhen fliegende Ziele und das CWAR für näher und niedrieger fliegende. Weiter gab es noch das ROR für die Entfernungsmessung.

    Die Shelter mit den andern Geräten zur Feuerleitung standen auf LKW.

    HAWK war mobil. Mit Auslösung einer Movment Warnig Order konnte mit den Vorbereitungungen zur Verlegung begonnen werden. Da wurden die Abdeckungen von Kabelkanälen geöffnet, LKWs in die Nähe der Geräte gefahren usw. Dann kam die Execution Order. Wir waren in weniger als einer Stunde komplett aus der Stellung. Meistens waren wir bedeutend schneller.
    Das galt für alle bei der Nato assignierten Einheiten, auch für die niederländischen. Das wurde von ORE-Teams des AAFCE überprüft, dabei waren auch niederländische Kameraden.
    Zuletzt geändert von lefg; 16.06.2006, 08:49.

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  • lefg
    antwortet
    Zitat von htim
    Laut Internet-Recherche handelte es sich um eine HAWK-Stellung. Die kleinen Bereitschaftsräume können wohl mit der Aufstellung der einzelnen Squadrone in naheliegenden Kasernen begründet werden.
    Es ist natürlich einiges denkbar. Falls es dort einen anderen Schichtrythmus gab, die Soldaten nicht in der Stellung schliefen während der Schicht, brauchte man keine Schlafräume und damit weniger Platz im Bereitschaftsgebäude.

    Bei uns war normal immer eine von vier Batterien im 20 Minutenstatus. D.h., nach Alarmauslösung musste innerhalb dieser Zeit die Einheit feuerbereit sein mit einer Section. Dazu mussten die Leute in der Stellung present sein. Anfang der 70 dauerte eine Schicht zwischen 24 und 72 Stunden. Z.B. Freitagsmorgen um 07:30 raus aus der Kaserne und Fahrt in die Stellung, dann Montagsmorgens um 08:30 Rückfahrt in die Kaserne.

    Ich habe mal eine (aussergewöhnliche) Schicht im BOC 37 von mir beschrieben.
    Zuletzt geändert von lefg; 16.06.2006, 08:17.

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  • lefg
    antwortet
    Zitat von htim
    auf der Karte betrachtet, ist diese Anlage ein Teil eines "Gürtels" von FlaRak-Stellungen.
    Es hiess ja Eingangs, das Objekt liege im Raum Hannover, das kommt mir sehr weit östlich und nördlich vor für die Niederländer.
    Der Grundriß sowie die Ausstattung unterscheidet sich teilweise stark, daher gehe ich nicht von einem einheitlichen Bauplan aus.
    Die Blaupause wurde bei Bedarf abgeändert, das ist klar.
    Das Gelände ist eingezäunt, jedoch sehr lückenhaft. Auf Bild 1 kannst Du das Eingangstor erkennen
    Ich war etwas irretíert, bei uns stand das Postenhaus dichter an Tor. Beim Knipsen bekommt man immer den Zaun mit drauf. Den kann in diesem Fall natürlich schon jemand teilweise abgebaut haben.
    Zuletzt geändert von lefg; 16.06.2006, 08:19.

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  • lefg
    antwortet
    Zitat von htim
    Hier habe ich noch eine Luftbildaufnahme der Anlage, zusammengesetzt aus einzelnen Luftbildern.
    Die Stellung unterscheider sich etwas von den deutschen. Durch die Anordnung der Plattformen für die Abschussgeräte oben und rechts ist sie aber als HAWK-Stellung erkennbar.

    Ich bitte um die Koordinaten.
    Zuletzt geändert von lefg; 16.06.2006, 08:18.

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  • lefg
    antwortet
    Zitat von htim
    Blick in einen Heizungsraum
    Ah ja, der Heizungsraum, von draussen zugänglich. Dafür war die Standortverwaltung zuständig.
    Zuletzt geändert von lefg; 16.06.2006, 07:47.

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  • htim
    antwortet
    Zitat von lefg
    Weiss jemand definitiv, ob es eine NIKE oder eine HAWK-Stellung war?
    Laut Internet-Recherche handelte es sich um eine HAWK-Stellung. Die kleinen Bereitschaftsräume können wohl mit der Aufstellung der einzelnen Squadrone in naheliegenden Kasernen begründet werden.

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  • lefg
    antwortet
    Zitat von htim
    Hier noch ein großer Bunker, vermutlich zur Aufnahme der Raketen

    1) Aussenansicht
    2) Die Aufhängung des ca. 18cm starken Tores
    3) Blick in den Bunker. Die Maße sind ca. 8m x 8m.
    4) Beschriftung auf der Innenseite des Tores. Ja, mit viel Anstrengung kann man es wirklich bewegen.
    5) Noch mal Aussenansicht
    Für NIKE ist das zu klein, für HAWK macht es keinen Sinn, die Raketen in einem Bunker zu lagern. Auch die dicke Tür erstaunt mich. Man kann ja aber nicht alles wissen, andere Streitkräfte ander Sitten.

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  • lefg
    antwortet
    Zitat von htim
    Dieses Gebäude scheint mir der Sozialtrakt gewesen zu sein, da fast alles gefliest war.

    1) Das Gebäude von aussen.
    2) Der Flur im Gebäude
    Das erinnert mich sehr an meine Heimat, der FlaRakstelllung Belum vom Btl 37. Bei uns hiess es Bereitschaftsgebäude. Es enthielt Aufenthalts- und Unterrichtsraum, daneben die Küche, Schlaf- oder Ruheräume, sanitäre Anlagen, die Waffenkammer und das Wachlokal, den Fernmelderaum. Der Flur ist ein typischer Anblick.
    Zuletzt geändert von lefg; 16.06.2006, 07:52.

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  • lefg
    antwortet
    Zitat von htim
    Hier ein Blick übers Gelände:

    2) Wegen der großen Einfahrt vielleicht eine Fahrzeug-Werkstatt
    4) Dieses Gebäude ist verm. der Sozialtrakt
    5) Blick auf eine Plattform, auf der (lt. Luftbilder) eine Raketenanlage stand.
    Das war die Assy, sie gehörte zum Bereich Technik, Wartung und Innstandsetzung. Sie war Sitz des Supervisors, des Technischen Leiters und seiner Mannschaft in einer FlaRak-Stellung.

    Das Bereitschaftsgebäude erscheint sehr klein, unsere bei HAWK waren länger, wir hatten auch bis zu 40 Mann auf Schicht.

    Weiss jemand definitiv, ob es eine NIKE oder eine HAWK-Stellung war?

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  • htim
    antwortet
    Zitat von lefg
    Hallo,
    das Objekt interessiert mich. Mir war nicht bekannt, das die Niederländer so weit vorne in Niedersachsen eine FlaRak-Stellung hatten. Ich bin selbst ein alter Hawkie.

    Kann mir bitte jemand die Koordinaten (GoogleEarth) für dit Position liefern?

    Alle FlaRak-Stellungen waren eigentlich nach einer Blaupause der US-Army gebaut.

    Was mich irretiert, ist das Fehlen des Zaunes.
    Hallo lefg,
    auf der Karte betrachtet, ist diese Anlage ein Teil eines "Gürtels" von FlaRak-Stellungen. Es gibt weitere Anlagen in unterschiedlichen Erhaltungsstufen in der Nähe.

    Der Grundriß sowie die Ausstattung unterscheidet sich teilweise stark, daher gehe ich nicht von einem einheitlichen Bauplan aus.

    Das Gelände ist eingezäunt, jedoch sehr lückenhaft. Auf Bild 1 kannst Du das Eingangstor erkennen.
    Zuletzt geändert von htim; 16.06.2006, 07:20.

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  • lefg
    antwortet
    Zitat von htim
    Weiter geht' auf dem Gelände.

    1) Ein Gebäude, in dem verm. eine ELT-Verteilung war.
    2) Anhand der Öffnung und des Lüftungsgitters war hier verm. ein Diesel- o.ä.-Aggregat installiert.
    Das ist ein Gebäude SEA Typ A, für Stromerzeugungsanlagen. Hinter jedes Doppeltor war Platz für einen mobilen Stromerzeuger 30kVA/50Hz oder 56 kVA/400Hz. Der SEA stand auf einer absenkbaren Ladebrücke.
    Zuletzt geändert von lefg; 16.06.2006, 07:13.

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  • lefg
    antwortet
    Zitat von htim
    Heute kommt mal mein erster Begehungsbericht. Das Objekt ist eine Nato Flarak-Stellung in der Region Hannover, die von den Niederlanden betrieben wurde. Obwohl ganz in meiner Nähe, kannte ich diese Anlage nicht. Leider aber einige andere, wie man an den folgenden Bildern erkennen kann.

    1) Der Eingangsbereich
    2) Das Wach-Häuschen
    Hallo,

    das Objekt interessiert mich. Mir war nicht bekannt, das die Niederländer so weit vorne in Niedersachsen eine FlaRak-Stellung hatten. Ich bin selbst ein alter Hawkie.

    Kann mir bitte jemand die Koordinaten (GoogleEarth) für dit Position liefern?

    Alle FlaRak-Stellungen waren eigentlich nach einer Blaupause der US-Army gebaut.

    Was mich irretiert, ist das Fehlen des Zaunes.

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  • sepp
    antwortet
    auffi!
    weitere infos gibts bei www.reservistenkameradschaft-duelmen.de

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