Moin,
hast du auch eine Karte von der "Festung SYLT"? Daran hätte ich Interesse. habe vor Jahren mal in einem anderen Forum eine angeboten bekommen, aber der User ist nie in die Socken gekommen damit...
Gruß
MUHNS
"Das Wesen von Ebbe und Flut ist in einem Glas Wasser nicht ablesbar." (GUNKL)
Nach langer Zeit mal wieder auf Langeoog gewesen.
Schon als Kind vor über 30 Jahren haben ich dort meine
Sommerferien verbracht. Dabei sind mir auch "seltsame"
Betonstrassen aufgefallen, die scheinbar ins Nichts
führten. Leider sind diese Strassen von den Dünen
übererdet worden. Allerdings ist dort noch ein Sockel
eines Würzburg Riesen zu sehen.
1947 wurde auf dem Sockel eine Seenotbeobachtungsstation
eingerichtet. Ich vermue mal, das die Original Hütte verwendet wurde.
Nur die Antenne wurde entfernt. Weiter kann ich mich an einen Zugang
unterhalb des Sockels erinnern. Vielleicht ein Auswert-Raum ( Vermutung ) ?
Position : Gauss-Krüger Potsdam-Datum 2598033 ; 5958226
Auch interessant ist der ehemalige Flughafen. Leider wurde er nach dem Krieg
geschleift. Das Kommandanturgebäude scheint aber noch an Ort und Stelle
zu sein. Es beherbergt nun das Inselgymnasium.
Auch die Wohnungen bzw Häuser der Besatzungen sind noch vorhanden.
Typische Bauweise mit Kartoffelbunker ( Splitterschutzraum dicht am Haus )
befinden sich an der Stasse "Gerk sin Spoor".
Sag mal Kurt, kannst Du mir eine Ausgabe der Unterlagen speziell
über Langeoog zukommen lassen. Selbstverständlich gegen Kostenbeitrag.
Unkosten gibt es ja nicht. Es wären sonst "Keine Kosten.
Moin moin Kurt,
also mal zu Wangerooge. Wangerooge war die vorgelagerte Schutzinsel für den Kriegshafen Wilhelmshaven und hatte die Aufgabe Luftschutz sowie die Abwehr von seeseitigen Angriffen und war damit sehr starke befestigt, von 8,8 cm 10,5 cm und 15 cm Seezielgeschützen von leichten Waffen einmal abgesehen. Die Befestigung der Insel begann schon zu der Zeit des WK I und wurde immer weiter ausgebaut bis zum Ende des WK II mit 32 cm Kanonen von den vorgesehenen 3 wurde aber nur eine Kanone betriebsbereit aber an den Bettungen der anderen wurde gearbeitet. Heute sind die zum größten Teil von einem englischen Offizier gesprengten 100 Bunker kaum noch zu finden da, gewollt, von den Dünen überdeckt. Von der Batterie "Jade-Ost sind für das geübte Auge auf dem Weg in den Osten der Insel, zwischen Dünengürtel und Weg in der Höhe des Deiches, noch die Überreste zu finden sowie Schützengräben. Die noch intakten Bunker werden heute von der Jugend der Insel sowie der Krankenhausbunker genutzt, weiterhin sind noch die 2 Röhrenbunker für den zivilen Luftschutz erhalten und können besichtigt werden außerdem sind noch unzerstörte 8,8 Bunker sowie die Stände fpr 3,7cm/2cm vorhanden. Da ich seit meinem 6ten Lebensjahr längere Zeit auf der Insel verbrachte und auch heute noch abundzu anzutreffen bin kenne ich fast alle Bunker und wo nur ein kleines Loch zu sehen war war ich drin.
Noch am Rande meiner Ausführung: die lieben Besatzer fanden soviel Munition vor daß sie die Bunker vollstopften und dann in die Luft jagden aber da die Munition nicht zuende gind verbrachten sie die Reste auf Schiffe und versenkten sie in der Nordsee vor der Insel, kommt nach fast jedem Sturm wieder zurück. also Vorsicht und nicht den Unsinn machen mit dem Zeug wie wir im jugendlichem Alter (Bumm gemacht)
MfG
Kai
PS. wenn Du Karten aus der Zeit hast, ich habe für Wangerooge interesse.
PSS. das Heutige Cafe Pudding steht auf dem Sockel des Würzburgriesen.
PSSS. es gab mehrere verschiedene Radarsysteme auf der Insel, Freya, Würzburgriese, Wassermann sowie Versuchsgeräte. Decknamen der Insel im Luftverteidigungskreis war "Wal"
Speedy hat uns am 8.12.2007
nach schwerer Krankheit für immer verlassen.
In stillem Gedenken,
das SDE-Team
Danke erst mal für die vielen Informationen. Die Karten habe ich bei meinen letzten Archiv Besuche "nur" gesehen, nicht alls Kopie bestellt, werde ich aber im herbst nach holen.
bin auch ein sehr großer Wangerooge-Fan, nicht nur der Bunker wegen.
Hast Du Bilder von den Anlagen? Sonst stelle ich welche hier rein, da ich in einem meiner letzten Wangerooge-Urlaube die neue Digi an den Bunkern ausprobiert habe.
Hi
Es gibt doch ein SUPER BUCH.
Zeugnisse aus unheilvoller Zeit
von Hans Jürgen Jürgens.
Das ist ein Kriegstagebuch über die Ereignisse 1939-1945 im Bereich Wangerooge Spiekeroog Langeoog .
Das Buch ist sehr gut. Mit vielen Bildern und Karten auch eine Karte zu Batterien und Stellungen WO . Dort war aber jede Menge gewesen.Wassermann Gittermast im Bereich des Westturms . Stellung Wal mit 2 Würzburg Riesen im Bereich der Reithalle . Die Schweren Küstenbatterien Jade und so weiter. Buch liegt vor
MIKE
Wer kann denn was zu den Löchern im Außenbeton sagen? Ist mir sonst noch bei keiner Befestigung aufgefallen. Von Bombensplittern kann das ja wohl nicht stammen.
1. Bild: durch Sprengung, bzw. Bombeneinwirkung gekippter Bunker
2. Bild: selbes Objekt
3. Bild: Betonteile, welche nach der Sprengung eines Mun-Bunkers in den Dünen liegen.
4. Bild: Betonteile Mun-Bunker, im Hintergrund die Umzäunung des Sperrbereichs. Dort liegen unter Trümmern immer noch Mun-Reste. ACHTUNG!! BITTE NICHT BETRETEN!!!!!!
Noch ein paar Bilder eines gut erhaltenen Bunkers in der Nähe des Wasserwerks.
Auch hier sind die Vertiefungen im Beton deutlich zu erkenne. Vielleicht weiß Speedy mehr.
1. Bild: Außenansicht Objekt
2. Bild: Haupteingang
3. Bild: Lüftungsrohr mit Klappe
Das hatte ich mir beinahe schon gedacht, obwohl ich die Herstellung und Art dieser Tarnung als eine recht mühevolle einschätzen würde. Auch ist sie recht starr und wurde sicherlich durch zusätzliche Tarnmittel variiert, um sich auch dem Wechsel der Jahreszeiten anzupassen und somit eine schnelle Aufklärung durch den Feind vorzubeugen.
Stimmt´s, oder habe ich recht?
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