Raketenstandort in Lohmen
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impi -
Alf
Ab wann weis ich nicht. Jedoch während Stationierung von Sowjetischen SS20 Raketen. Wurde dann an Y- Tours übergeben und vor ca.4 Jahren mit Beton versiegelt.Das Militärhistorische Museum in Dresden hätte es gern als Depot genutzt. Aber ich vermute mal das es dieselben Befehlsgeber waren die auch die Versiegelung von z.B Objekt 5001 Prenden auf dem Gewissen haben. Die Anlage Lohmen soll noch größer als Himmelfort gewesen sein.
Ich hatte gehofft auf diesem Wege vieleicht ein paar Technische Daten zu erhalten.Weil mans nu schlecht nachgucken kann .
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Lohmen
Hallo Alf,
zu Lohmen kann ich folgende Angaben machen:
Komplexlager KL-32 der NVA.
In Komplexlagern wurde so ziemlich alles eingelagert was für den Betrieb einer Armee so nötig ist. Waffen, Munition, Sanitätsartikel, Ersatzteile etc.
Treib -und Schmierstofflager TSL-24 der NVA.
Wie schon der Name sagt ein Tanklager für dies und das.
Eine Stationierung von SS-20 halte ich deshalb nicht für sinnvoll. Außerdem war es ja eine NVA Anlage und die NVA hatte keine SS20. Die waren im Besitz der Koljas und etwas weiter nördlich in Richtung Königsbrück stationiert.
Du kannst aber die Frage nochmal den Spezialisten in Sachen NVA und GSSD im DDR-Bunkerforum stellen. Kann ja sein das ja noch mehr rauskommt.
Viele Grüße, PatrickZuletzt geändert von patrick; 08.03.2002, 16:30.Kommentar
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?? was ausgegraben !Original geschrieben von Bingo
Hi Henry,
wo hast du das schon wieder ausgegraben?
Bingo
Lohmen ? Soll ich dier etwas über die neue Kläranlage oberhalb der Daubenmühle erzählen ?
Steht heute etwas im Gemeindeblatt
Gruß Henry
[Thomas KliebenschedelKommentar
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Alf
Kolja war wohl auch in Lohmen. Es soll kein Abschusspunkt sonder eher eine Wartungseinheit mit grossem Bunker gewesen sein.Ich werde wenns mein Schichtplan zuläßt mal bim MILHIST DD anfragen .Wenn ich mehr weiß, vieleicht auch zu den Anlagen in der Massenei bei Fischbach. Erfahrt ihr es auch.
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Erst ma ein Hallo an Alle
Die Anlage wurde gegen 1944 (genaue Daten folgen) von der Organisation Todt gebaut. Der ursprüngliche Zweck hängt mit dem Mineralölprogramm zusammen.
Aktiv war das Depot bis zur Auflösung der NVA-Kasserne im Jahre 1991. Zum Schluss waren eigentlich nur Klamotten drinne. Bis 1989 waren nich etwa SS20 sondern Sprengköpfe gelagert.
Das Interresante ist aber ein Gerücht, das ich bei der Armee in Pirna aufgeschnappt hab. Und zwar soll es einen Bunker mehr geben, welcher 1945 zugesprengt wurde. Vor der Sprengung sollen mehrere Waggons drinne verschwunden sein!
Auf jeden Fall steht das Gelände zum Verkauf, also wer Geld hat nix wie zuschlagen!
Noch nen schönen Gruß aus Sachsen
Blacky
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Hallo erstmal,
Bunker - zugesprengt - iss ok., aber mehrere Waggons, ich kenne zwar das Objekt nicht, aber bei mehreren Waggons müssen die Bunker ja wohl ganz schön groß gewesen sein
: , ich denke da nur mal so an verschiedene Stollenanlagen mit Eisenbahnzufahrt und deren Größe, gibt mir zu denken, glaub ich nicht dran.
Wie sieht es denn mit Vergleichsluftbildern von `45 und beispielsweise `75 aus?Gruß Uwe
....Und der Mensch heißt Mensch
weil er vergisst, weil er verdrängt....
H. Grönemeyer ( Mensch )Kommentar
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Alf
Laut Info aus gut unterichtetem Kreisen war da auch ein unterägiges Raketenlager .
Projekt von PBS Süd Dresden
Gebaut von Schachtbau Nordhausen.
Das dort keine "Silos " oder Abschussshelter waren, ist mir bekannt .Kommentar
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Hallo,
hört sich ja alles sehr interessant an, aber ist das Gelände frei begehbar, wird es noch genutzt, wenn ja, von wem???
Gruß Uwe
Gruß Uwe
....Und der Mensch heißt Mensch
weil er vergisst, weil er verdrängt....
H. Grönemeyer ( Mensch )Kommentar
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Lohmen
Hallo Freunde,
ich war heute mal dort und mußte leider feststellen das die ganze Anlage zubetoniert ist. Das allerdings richtig!!!:mad:
Die beiden Haupteingänge waren massiv zugegossen. Ca. 1 Meter dick!
Ich hatte auch den Eindruck das die Buwe noch längere Zeit drin war. Es waren allerhand neue Installationen da und alle Fenster waren auch neu.
Die Sache mit dem Raketenlager und die Projektierung durch das PBS würde mich natürlich interessieren.
Viele Grüße, PatrickKommentar
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PeMü
DACHS 7
hey leute,
ca. 200 meter nördlich der bundeswehranlage befand sich in einer steilwand des steinbruchrestloches die eigentliche anlage DACHS 7, die auf das III. reich zurückgeht. sehr alte anwohner sprechen davon, daß damals angeblich hier eine V2-produktion geplant war. im näheren umfeld lagen noch vier kleindestillationsanlagen, OFEN 11 bis 14. betreiber war die gasolin berlin.
nach kriegsende brachten die russen nach inspektion der anlage mehrere mit sprengmittel beladene eisenbahnwaggons im zugangsstollen zur detonation, infolge dessen verstürzten sehr große teile der steilwand des steinbruches und verschlossen das stollenportal unter großen massen von blockwerk.
zu DDR-zeiten interessierte sich die Stasi und die NVA wieder für diese anlage. es wurden mehrere suchstollen nacheinander aufgefahren, bis man endlich das kammersystem von DACHS 7 wieder angeschossen hatte. die alte anlage war aber nach gründlicher untersuchung für eine erneute militärische verwendung unbrauchbar, da das ohnehin schon poröse gebirge (sandstein) aufgrund der schweren russischen sperrsprengung extrem zerrüttet ist. ein erneuter ausbau und eine entsprechende sicherung der alten stollen wäre viel zu teuer gekommen. ein von mir 1999 bei einer geländebegehung befragter augenzeuge war damals über diesen neuen suchstollen mal "kurz" und etwas "illegal" in dem kammersystem von DACHS 7. er sprach davon, daß es dort aufgrund der sprengungen schlimm aussehen muß. alle stollenwände seien stark geschwärzt, wahrscheinlich verrußt.
aus dem grund der nicht gegebenen bergsicherheit fuhr ca. in den jahren 1984 bis 1986 der schachtbau nordhausen eine neue anlage ca. 200 meter südlich von DACHS 7 in einer anderen steilwand dieser vielen steinbruchrestlöcher auf. etliche anwohner aus den umliegenden ortschaften waren damals beim ausbau der neuen anlage und der installation der bewetterungstechnik und elektroeinbauten über ihre betriebe eingebunden. sie wurden damals zur absoluten schweigepflicht vergattert. die NVA nutzte diese anlage dann als depot für militärische ausrüstung. ob hier wirklich nukelare sprengköpfe gelagert wurden, läßt sich nicht eindeutig belegen. das stollensystem ist relativ groß.
nach der polit. wende in der DDR betrieb die bundeswehr bis im jahr 2000 die anlage als depot weiter, bevor sie aus finanziellen gründen aufgegeben wurde. alle eingänge wurden massiv verwahrt. die anlage ist beräumt und steht heute zum verkauf. im umfeld existierte auch der im volksmund sogenannte "bärenstollen", in dem schwach radioaktiver müll aus krankenhäusern der region (isotopenbehandlung von krebs) und aus dem nahegelegenen kernforschungszentrum rossendorf zwischengelagert wurde. den auffahrungszeitpunkt dieses "bärenstollens" konnte ich 1999 leider nicht recherchieren. es ist aber anzunehmen, daß er auf die zeit weit vor dem WK II zurückgeht, da im gesamten gebiet etliche kleinere hohlräume in die sandsteinwände getrieben wurden. es handelt sich hier mit großer sicherheit um kleinstlager für bergbausprengstoffe, die während des betriebes der ehemaligen steinbrüche im 18. / 19. jahrhundert benutzt wurden.
ich hoffe, euch mit diesen informationen weitergeholfen zu haben.
viele grüße
PeMüKommentar





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