Projekt RIESE - Daten - Grundlagen - Fragen

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  • Sorgnix
    Admin

    • 30.05.2000
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    #1

    Projekt RIESE - Daten - Grundlagen - Fragen



    Nein - hier geht´s nur ganz am Rande um den Zug ...

    Hier geht es eher um Statistik.
    Ein paar Daten zur Größe, ein paar Daten aus den Archiven
    Dann ein paar Fragen - wenn wir die Daten zusammengestellt haben


    Unten hängt ne kleine Tabelle an.
    Ich hab mir auf Basis des Buches von Dariusz Garba mal die Zahlen der "bekannten" Anlagen rausgeschrieben und in Tabellenform zusammengefaßt.

    Gibt es da noch Anlagen/Teile, die ich jetzt vergessen hab, deren Zahlen bekannt sind?


    Einige andere noch folgende Zahlen entstammen ebenfalls diesem Werk.
    Ich hab nix Aktuelleres - das Buch ist aus dem Jahr 2000.
    (das ist sonst nicht mein Thema, weil viel zu weit weg von hier ...)


    Wofür das alles? Kommt später.


    Aus selbigem Buch hab ich dann vermeintliche Zahlen aus einer "Führerbesprechung" aus Sep. 1944 - 7 Monate VOR Kriegsende, entnommen.

    bis zum Sep ´44 wurden für RIESE verbaut:

    - 257.000 m3 Stahlbeton
    (angebl. 10 % der Zement(Beton??)Menge, die in 44 im Reich zivil verbaut wurde)
    - 213.000 m3 Stollen erbaut (wohl Volumen)
    - 58 Km Straßen
    - 6 Brücken
    - 100 Km Rohrverlegung (was wohl als Kanäle angesehen werden kann)
    (Schmutzwasser bzw. Regenwasser für Straßen? 2 x 58 = "100")


    Riese hat bis dahin (Sep 44) angeblich 150 Mio RM gekostet.
    Als Vergleich wird das FHQ Adlerhorst genannt, was 15 Mio gekostet hat.
    (Schloß-Umbau, Bunkeranlagen ...)

    Der reine Schloßumbau in Fürstenstein dürfte "etwas" größer gewesen sein als der von Ziegenberg. Schloß Ziegenberg hat - so ich recht erinnere - das Volumen von 10 Eigentumswohnungen ... Fürstenstein ist dagegen ein Palast.
    Das allein dürfte etliches von den 150 Mio verschlungen haben.



    Dann werden im Buch noch so Zahlen genannt:

    - nach dem Krieg lagen an die 10 Mio Sack Zement a 50 Kg im Wald herum ...
    => das sind 50.000 Tonnen Zement


    Nachtrag:
    upps
    ... hier feht ne Null!
    es sind 500.000 Tonnen - rechnerisch ...
    Erklärung siehe Beitrag 5+9


    Wobei angeblich zusätzlich bereits 100 Waggons a 15 Tonnen = 1.500 Tonnen für den Wiederaufbau Warschaus schon abtransportiert waren.
    Der Rest liegt "versteinert" im Wald

    2.000 Waggons mit Ziegelsteinen sollen für den Wiederaufbau von Breslau abtransportiert worden sein. Nehmen wir da auch 15 T/Waggon an, so sind das 30.000 Tonnen - umgerechnet ca. 15. bis 17.000 m3 Steine


    Irgendwo bei Gluszyca soll ein "Haufen" von 40.000 m3 Schotter bzw. Betonkies rumgelegen haben (umgerechnet ca. 75.000 Tonnen)

    Dazu noch ca. 500 Tonnen Bewehrungsstahl



    Dazu noch geisterte in den aktuellen Berichten zum Goldzug rum, daß man seit Ewig auf der Suche nach noch "fehlenden" Stollen bzw. Hohlräumen mit einem Volumen von 160.000 m3 wäre ...
    WO kommt z.B. diese Zahl her??


    So.
    DAS sind die Zahlen.

    WER hat noch weitere Zahlen??
    Bzw. kann die Quellenlage benennen, wo die verschiedenen Werte so herkommen? Sind die Zahlen belegbar?? Archivdaten?


    Wenn wir das zusammen haben, möchte ich mal ein paar Werte hinterfragen, gegenüberstellen, auf Plausibilität überprüfen.
    Ähhh, WIR machen das dann


    Gruß
    Jörg
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von Sorgnix; 13.09.2015, 22:39.
    Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hat
    zu tun mit der Blödheit ihrer Bewunderer ...

    (Heiner Geißler)
  • Sorgnix
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    • 30.05.2000
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    #2
    Die Beton-Frage

    Zitat von Sorgnix


    - nach dem Krieg lagen an die 10 Mio Sack Zement a 50 Kg im Wald herum ...
    => das sind 50.000 Tonnen Zement

    + 100 Wagons a 15 Tonnen = 1.500 Tonnen ... schon abtransportiert

    2.000 Wagons mit Ziegelsteinen ... 30.000 Tonnen ... 15. bis 17.000 m3 Steine

    ...40.000 m3 Schotter bzw. Betonkies (ca. 75.000 Tonnen)

    ... ca. 500 Tonnen Bewehrungsstahl
    Gewaltige Mengen ...


    Einige Stapel mit versteinerten Zementsäcken hab ich gesehen.
    Fotos mit noch mehr auch ...
    Aber hat sich mal jemand die Mühe gemacht, die einzelnen Stapel vor Ort wenigstens einigermaßen überschläglich in der Menge zu ermitteln??


    als Bauschaffender bin ich da etwas ungläubig.
    So eine Menge zu verarbeiteten, das erfordert auch eine gewisse Zeit.
    Und ob man sich da zentral derart bevorratet hat? In DER Zeit??
    Sicher, es herrschte auch dort "Planwirtschaft", es wurde zugeteilt.
    Aber lagert man solche - auch gegen Luftfeuchtigkeit - empfindlichen Baustoffe in DEN Mengen unter freiem Himmel?
    Eine Lieferung nach Bedarf/Verarbeitungsgeschwindigkeit schiene mir doch da etwas ratsamer ...
    Hat da jemand für die damalige Vorgehensweise ne schlüssige Begründung?


    Mit 51.500 Tonnen Zement kann man viel Beton mischen.
    Mörtel zum Mauern auch.
    Hat jemals jemand etwas von gelagertem KALK oder Sumpfkalkgruben in ähnlich spektakulären Dimensonen gehört??


    Bleiben wir beim Beton:
    Das übliche Mischungsverhältnis:
    300 Kg Zement - 1900 Kg Zuschläge - 180 Ltr. Wasser = 1 m3 Beton
    (keine Streitereien über das letzte Gramm!!)


    Mit 51.500 Tonnen Zement könnte man also theoretisch - Mauermörtel außen vor - 172.000 m3 Beton anmischen ...

    Das sind nochmal 66 % zusätzlich zu dem, was bis Sep 44 schon verbaut war.
    ... ungeachtet dessen, was von Sep 44 bis Kriegsende verarbeitet wurde ...

    Für die Zementmenge hätte man ca. 325.000 Tonnen Kies benötigt. (172.000 m3 )

    => also knapp über das 4-Fache von dem, was vor Ort lagerte.


    Nachtrag:
    ... und die Zahlen zu den errechneten Betonmengen jetzt einfach mit Faktor 10 multiplizieren ...
    Siehe Beitrag 5 - mir fehlte ne Null ...
    also wird es noch utopischer ...


    Sorry,
    aber Kies war mit Sicherheit einfacher zu bekommen als Zement. Und "sicherer" zu lagern.
    Ich hätte es eher verstanden, die Kiesmenge vorrätig zu haben.
    Wobei es auch da sicher verständlicher ist, den Kies nach Bedarf zu produzieren und anzuliefern. DA hab ich jetzt keine Verständnisprobleme.

    Nur eben beim Zement.
    So einfach nur zur Sicherheit "vollsaugen"?? Anderen u.U. das Kontingent abgraben, Engpässe anderswo heraufbewschören?
    Hätte wohl auch zu den Zeiten div. Konsequenzen nach sich ziehen können ...


    So.
    Meine Zahlen stehen und fallen mit der Zementmenge.
    LAG so viel vor Ort - oder nicht??

    Wenn dem so wäre, hätte man da mächtig was mit betonieren können ...


    Hat jemand Verbrauchszahlen anderer Baustellen?
    Atlantikwall? Mittelwerk? Bunker Valentin o.ä.??


    EINE der Fragen, die wir mal diskutieren könnten


    Nacht!



    (der sich hoffentlich ob der späten Stunde nicht heftig verrechnet hat )
    Nachtrag:
    ... er hatte sich verrechnet ...
    Zuletzt geändert von Sorgnix; 13.09.2015, 10:37.
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    (Heiner Geißler)

    Kommentar

    • wobo
      Heerführer


      • 12.03.2013
      • 1192
      • Uelzen

      #3
      Hallo Leute
      Ich kann nur Angaben zu einer neueren Baustelle machen:
      Schleuse Uelzen 1 in Zuge des Elbe-Seitenkanal:... Stahlbeton B300 u. B450 = 103.000 m³, Betonstahl = 1.300 t.
      Zement und Zuschlagstoffe wurden lose angeliefert und in Silo gespeichert.

      PS: Als die WiFo-Hitzacker von den Einzeltanks abging und begann 5er Gruppen zu bauen, sollen dabei 1942 schon Betonpumpen
      eingesetzt worden sein. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, daß die dafür notwendigen Mischanlagen mit Sack-Zement
      betrieben wurden...

      Gruß Wolf
      Angehängte Dateien

      Kommentar

      • Sorgnix
        Admin

        • 30.05.2000
        • 26251
        • Pöhlde - (=> Süd-Nds.)
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        #4
        ... neue Bauwerke, dazu nicht unbedingt "Themenverwandt" zählen nicht

        Betonpumpen, Zementsäcke?
        Technisch gab es etliche Innovationen, die heute nicht unbedingt bekannt sind. Mit Sackware läßt sich immerhin recht genau portionieren.
        Oder eben auf den großen Haufen schütten.
        Schrapperanlagen waren nicht neu!



        Zur Sache:



        Wie es meist ist: Man fragt - und hinterher findet man Bücher in den eigenen Regalen, die man längst vergessen hatte ... - die dann zumindest einen Teil der Antworten geben ...




        => Seidler/Zeigert - Die Führerhauptquartiere

        Dessen Daten nehme ich mal als "nachgewiesen" an!


        Es sollte u.a. eine dem => Mittelwerk vergleichbare Produktionsanlage gebaut werden. UND ein FHQ natürlich ...
        "Block I und Block II - WAS diese Bezeichnungen im Detail bedeuten, ist unbekannt.


        Für RIESE waren 150 Mio RM kalkuliert.
        (4 x soviel wie für die Wolfsschanze. klar - halt + Produktionsanlagen)

        - Termin: ca. 600 Arbeitstage geplant, Fertig im Aug. 45
        - Es waren 359.100 m3 Beton GEPLANT
        - dafür hätten an 600 Arbeitstagen im Schnitt knapp 600 m3 Beton pro Tag verarbeitet werden müssen.

        => da ja irgendwann im April/Mai die Arbeiten eingestellt wurden, fehlen bis August somit ca. 100 Arbeitstage.


        Es KÖNNTEN also ca. 300.000 m3 Beton verarbeitet worden sein. Statistisch!
        "gelagert" war scheinbar noch Material für 170.000 m3 (siehe Berechnung Beitrag 1)
        => bzw. lagerte dort noch Material für eigentlich ca. 280 Arbeitstage!!


        Statistik führt nicht immer zur Zufriedenheit ...



        Das hieße theoretisch aber auch - Materialplanung als "richtig" vorausgesetzt - daß man bis Einstellung der Arbeiten ca. 190.000 m3 Beton verarbeitet/eingebaut hatte ... - knapp über die HÄLFTE also fertig.
        (wenn man den "Lagerbeton" als Berechnungsgrundlage nimmt)


        Zeigert versucht, die Menge von 360.000 m3 bildlich vorstellbar zu machen.

        => die "kleine" der 3 Gizeh-Pyramiden (Mykerinos) hat ca. 241.000 m3 Volumen
        (die Großen 2,2 bzw. 2,5 Mio!)

        => von der Chinesische Mauer könnte man damit ca. 3,5 KM bauen - bei einer Höhe von 16 Metern, unten 8, oben 5 m breit


        ... alles trotzdem recht schwer vorstellbar ... - denn das ist als "Massenbeton" gerechnet.
        Wir wollen doch aber größtenteils "Hüllenbauten" erstellen.





        ... mit dem Zementvorrat hätte also man recht lange betonieren können.

        Da Zeigerts rechnerischer Vergleich zum Volumen einer Pyramide nicht unbedingt als Zielführend ist, versuche ich mal im Maßstab dessen zu rechnen, was gebaut werden sollte.


        Was hätte man an Stollen damit ausbetonieren können??

        (siehe auch Tabelle im Dateianhang)


        1.
        Profil zweigleisiger Tunnel,
        => System Mittelwerk (siehe Bild 4)
        nicht standfestes Gebirge, Tunnel B, Südportal
        Halbkreissegment, Wandstärke/Boden: ca. 50 cm

        => ca. 9.400m Tunnel wären möglich gewesen

        5./6.
        Profil "einfacher" Stollen
        => System Wolfsberg, Tunnel vor Ort
        Als "Mittelding" aller bekannten Stollen gewählt.

        => zw. 28 und 34 Km möglich.
        Man beachte die Differenz von 6 Km bei einer Änderung der Wandstärke von 25 auf 30 cm! (letzte beide Zeilen in Tabelle)


        Theorie!!
        Es gibt natürlich auch noch massig Außenbauwerke! Die genannten Brücken, Bunker etc.
        Allein auf den Säuferhöhen! Das "Casino", die Betonmischanlage, das "Kraftwerk" ... (etliche hundert m3 und mehr)
        Selbst die Stützmauer für die Kurve am Hang unterhalb von Falkenberg (?) (siehe Bild 2+3) hat ein Volumen von mind. 500 m3 ...


        Da muß also irgendwo ein Mittelweg gefunden werden.
        Auch wenn die Arbeiten für "unterirdisch" forciert wurden, die für "über der Erde" eingestellt ...


        Nun kann man gern die Zahlen aus der anhängenden Tabelle sich durch den Kopf gehen lassen.
        WAS ist wenigstens als Hohlraum im "Rohbau" vorhanden gewesen, was ist schon fertig, was war noch gar nicht angefangen ...


        "Fertige" bzw. auch nur teilw. fertige Anlagen wurden umgehend in Betrieb genommen - siehe B3a-Woffleben. Rechts wurden Raketen produziert, links wurde gesprengt und gebaut ... - da lagen keine 50 m zwischen ...
        WEIL eben sicherer Produktionsraum fehlte.
        Es mag sein, daß nun der eine oder andere Tunnel "verloren" gegangen ist, die Spuren verwischt. Aber doch nicht von fertigen Anlagen? DAS hätte Spuren hinterlassen ... (?)


        Frohes Rechnen!
        Jörg
        Angehängte Dateien
        Zuletzt geändert von Sorgnix; 13.09.2015, 15:43.
        Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hat
        zu tun mit der Blödheit ihrer Bewunderer ...

        (Heiner Geißler)

        Kommentar

        • Makku
          Bürger


          • 01.09.2015
          • 120
          • Dortmund

          #5
          - nach dem Krieg lagen an die 10 Mio Sack Zement a 50 Kg im Wald herum ...
          => das sind 50.000 Tonnen Zement
          Nicht, dass 50.000 Tonnen schon viel wären... aber 10.000.000 x 50KG = 500.000.000
          = 500.000 Tonnen...

          Das macht das ganze noch mal etwas gewaltiger...

          Kommentar

          • desert-eagle († 2020)
            Heerführer


            • 19.04.2005
            • 3439
            • Kleve

            #6
            scheiß Nullen, sowas ist immer schnell passiert..
            ------------------------------------------------------------

            Hoffentlich wird es nicht so schlimm, wie es schon ist.
            Karl Valentin

            Ludger hat uns am 26.01.2020
            nach schwerer Krankheit für immer verlassen.
            In stillem Gedenken,
            das SDE-Team

            Kommentar

            • Siebken
              Heerführer


              • 12.01.2005
              • 6470
              • Nicht von dieser Welt.
              • XP Deus

              #7
              Und ich rege mich auf, wenn ich mal ein Sack Zement aus dem Baumarkt holen muss....
              "Man muss etwas machen, um selbst keine Schuld zu haben. Dazu brauchen wir einen harten Geist und ein weiches Herz. Wir haben alle unsere Maßstäbe in uns selbst, nur suchen wir sie zu wenig."
              Sophie Scholl/Jacques Maritain

              Kommentar

              • Lucius
                Heerführer


                • 04.01.2005
                • 5880
                • Annaburg;Sachsen-Anhalt
                • Viel zu viele

                #8
                Da fällt mir spontan die vermutete Anlage Mulenberg oberhalb von Dorfbach ein.
                Es gibt dort keinerlei bekannte Indizien für eine unterirdische Anlage,außer einer Schmalspur-Trasse ,einem verschütteten Steinbruch--und einem Zementlager im Wald.

                Oder in Hausdorf,wo wir letztes Jahr waren.Die völlig unter Wasser liegende gasdichte Stahltür.
                Mein Therapeut hat mir geraten, die Namen der Menschen, die ich hasse, auf kleine Zettel zu schreiben, sie ins Feuer zu werfen und zuzusehen, wie sie verbrennen. Das habe ich getan, und ich muss sagen, jetzt fühle ich mich viel besser.
                P.S. Was mache ich jetzt mit den Zetteln??

                Kommentar

                • Sorgnix
                  Admin

                  • 30.05.2000
                  • 26251
                  • Pöhlde - (=> Süd-Nds.)
                  • Große Nase, Augen, Ohren, Merlin, Whites XLT, Tesoro, Nokta Impact, Rutus, Minelab XTerra, OGF-L, UW 720C, Mariscope Spy, Chasing M2 Pro ...

                  #9
                  Zitat von Makku
                  Nicht, dass 50.000 Tonnen schon viel wären... aber 10.000.000 x 50KG = 500.000.000
                  = 500.000 Tonnen...

                  Das macht das ganze noch mal etwas gewaltiger...



                  ... wenigstens einer, der hier auch mal mitrechnet

                  Das war natürlich nur ein Test!


                  =>

                  upps.
                  ich geb´s zu - MEIN Fehler! Ich hab mich allerdings nicht verrechnet ...
                  Ich hab mich verguckt! gewollt ...
                  Weil mir die Zahl 500.000 zu utopisch aussah, die 50.000 eher ins Konzept paßte - ich WOLLTE die 50.000 sehen ... hielt das für einen Tipfehler und übernahm den Wert ohne nochmals zu prüfen
                  Sorry!!


                  Was so ne fehlende Null doch so anrichten kann ...


                  Somit sind die Berechnungen der möglichen Betonmenge hinüber!
                  Es wäre das ZEHNfache an Masse ...
                  Somit auch der damit theoretisch mögliche Stollenbau. Alles x 10.

                  Theoretisch.


                  Praktisch heißt das, daß die Zahl mit den "10 Mio" Säcken total hinfällig ist!


                  ... die reinen Berechnungen an sich aber nicht.
                  Die [falsch] ermittelte Betonmenge kann man immer noch in Bezug zum Möglichen setzen. Ganz umsonst war das nicht


                  Kommen also die ursprünglich gestellten Fragen wieder auf den Schirm:


                  - WER hat dieses Zahlenwerk in den Raum gestellt??
                  - hat mal wirklich jemand wenigstens ein paar der Sackstapel vor Ort gezählt, Mengenmäßig abgeschätzt?
                  - WER hat die fehlenden bzw. zu suchenden 163.000 m3 umbauten Raum in die Welt gesetzt??



                  Mein Weg der rechnerischen Näherung ist nicht unbedingt falsch.
                  Mit der Volumenzahl kann man immer noch überprüfen, wieviel an Hohlraum da gesucht wird.
                  z.B. hätte Tunnel B (oder eben A) vom Mittelwerk annähernd so ein Volumen. 1,8 Km lang ...


                  bleibt aber eben der Nachweis: WO kommen die Zahlen her??


                  ... die Christel will ich jetzt nicht extra fragen
                  (die gibt morgen neue Infos preis ...)


                  Gruß
                  Jörg
                  Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hat
                  zu tun mit der Blödheit ihrer Bewunderer ...

                  (Heiner Geißler)

                  Kommentar

                  • Robbells († 2021)
                    Heerführer


                    • 11.08.2004
                    • 2823
                    • Berlin
                    • nun ja ...ja auch ich hab einen MD 3009...

                    #10
                    grübel....

                    ich wollte das mit den Zementsäcken mal Überschlagen können.

                    Dabei ist dieser Tunnelrechner enstanden..

                    So mal fürs grobe.

                    Gruss Robbells

                    Hoffe mal das klappt mit den Anhang.
                    Angehängte Dateien

                    ++++Fotowettbewerbsgewinner Februar 2019, Januar 2020 und Oktober 2020 ++++

                    Robbels hat uns am 10.08.2021
                    völlig überraschend für immer verlassen.
                    In stillem Gedenken,
                    das SDE-Team

                    Kommentar

                    • Sorgnix
                      Admin

                      • 30.05.2000
                      • 26251
                      • Pöhlde - (=> Süd-Nds.)
                      • Große Nase, Augen, Ohren, Merlin, Whites XLT, Tesoro, Nokta Impact, Rutus, Minelab XTerra, OGF-L, UW 720C, Mariscope Spy, Chasing M2 Pro ...

                      #11
                      Du nimmst es mir hoffentlich nicht übel, wenn ich Deiner Tabelle nicht ganz folgen kann ...
                      Einige Formeln und Wege hab ich nachvollziehen können - alle jedoch nicht
                      ... vor allem: WAS willst Du mit "ccm"??


                      Aber NETT, das Du Dir die Arbeit gemacht hast, diese hier so einfach zur Verfügung stellst

                      Ich für mich hab allerdings beschlossen, nicht unbedingt alles zu veröffentlichen.
                      EIN Ergebnis aus den Erfahrungen der Vergangenheit - und, die Einstellung bekräftigend, aus diesem Thread ...

                      Ich hab dazu Tabellen für so ziemlich jede Gelegenheit erstellt
                      - ins Forum kommen von mir nur PDF mit Zahlen.
                      Der Fehler wurde mir ja auch so nachgewiesen ...
                      Und ich hab mich dabei noch zurückgehalten, wollte das Forum nicht gleich "fluten" mit Zahlen ... das Obige war eigentlich nur ne Grundlage ...



                      Die Resonanz an solchen Problemen mit zu experimentieren, selber zu rechnen, sich mit der Thematik überhaupt auseinander zu setzen, die ist scheinbar nicht so hoch.
                      Man erkennt das an den Zugriffszahlen der Dateianhänge - die Bilder wollten mehr Leute anschauen. Die Tabellen nicht mal die Hälfte ...
                      In der Beziehung muß ich sagen: "Früher war das hier - und anderswo - besser" ...


                      Folglich werde ich das Rätsel für mich allein lösen.
                      Ihr lest dann von mir in der polnischen BILD ...


                      Gruß
                      jörg

                      Makku und Robbells haben natürlich ein Recht auf weitere Info - die haben immerhin mitgemacht
                      Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hat
                      zu tun mit der Blödheit ihrer Bewunderer ...

                      (Heiner Geißler)

                      Kommentar

                      • Makku
                        Bürger


                        • 01.09.2015
                        • 120
                        • Dortmund

                        #12
                        Brauchste nicht allein lösen... man muss nur erst mal Deine Informationsflut verarbeiten und nach Anhaltspunkten suchen... u.a. suchst Du nach weiteren Zahlen:

                        Vermutlich kennst Du den link schon, aber sicherheitshalber zeige ich den mal hier , weil Du ja auch andere Quellen hinzuziehen willst...wobei ... da werden auch die Autoren genannt, die Du erwähnt hast (Seidler+Zeigert)...aber egal ;-)

                        Da werden die Ausmaße des Projekts Riese genannt:

                        - auf ca. 200.000 m^2 soll die Anlage gekommen sein (insgesamt)
                        - es ist die Rede von ca. 360.000 m^3 Beton
                        - ich bin kein Bau-Experte , aber einfach überschlagen (Jörg hat es ausführlicher berechnet) würde der Gesamtbedarf an Beton 720.000 t betragen, was im übrigen einer Anzahl von 14.400.000 50-kg-Säcken entspricht. (Annahme, dass 1 m^3 Beton 2 t wiegt, was ein vorsichtiger, weil abgerundeter Wert ist und nicht berücksichtigt, dass ggf. noch Stahl mit eingearbeitet wurde).

                        Mir persönlich fällt es schwer, den Betonbedarf allgemeingültig zu ermitteln. Ich könnte mir vorstellen, dass die Wände und Decken in Bereich des Projekts, wo die Führungsriege untergebracht werden sollte, deutlich dicker und somit Ressourcen-intensiver geplant /gefertigt wurde. Wird ja auch erwähnt: Rund 5000 m^2 sollen bombensicher konstruiert werden.

                        Während dann ein Tunnel eben Ressourcen-schonender fertiggestellt werden konnte (oder?)

                        Das ganze gepaart mit dem Größenwahn des NS-Regimes bzw. dem Hang zu großen Bauten macht die Sache nicht einfacher.

                        Dazu kommt noch der Wahrheitsgehalt der überlieferten Informationen. Reduziert man diese um einige Mythen bzw. Übertreibungen rund um das Projekt "Riese", erhält man vlt. schnell ein ganz anderes Bild.

                        Hier passt vlt. noch ein Link aus einem anderen Beitrag von mir ganz gut rein, der evt. Annahmen zum Fertigstellungsgrad relativiert.

                        Baubeginn wird da auf November 1943 datiert und ab August 1944 sollen die Arbeiten auf
                        die unterirdischen Bereiche forciert werden. Gebaut wurde bis Mai 1945. Geplantes Ende war August 1945.

                        Obwohl ich nicht viel Ahnung vom "Bauen" habe, stelle ich mal folgende Behauptung auf:
                        Der Ausbau oberirdisch geht deutlich schneller, als der unterirdische Ausbau.

                        Wenn also 10 Monate gleichermaßen ober- und unterirdisch gearbeitet wurde und dann 9 Monate schwerpunktmäßig unterirdisch, dürfte sich der Fertigstellungsgrad entsprechend verringern bzw. nicht gleichverteilt auf die Zeitspanne angerechnet werden.

                        Interessant ist aber auch, dass zur kompletten Fertigstellung ein "Personalbedarf" von 9.500 errechnet wurde. In anderen Beiträgen war zu lesen, dass aber 20.000 Arbeiter daran beteiligt waren, von denen 5.000 ermordet wurden. Das oben verlinkte Dokument aus August 1944 sagt aber auch, dass "hierdurch (gemeint ist der Schwerpunktwechsel auf unterirdische Arbeiten) frei werdende Arbeitskräfte ...im Bereich Berchtesgarden und Zeppelin bei Bunkerbauten Verwendung finden" sollten...

                        Letztendlich sind da ganz schön viele Variablen im Umlauf, die eine Lösung bzw. Annäherung nur schwer realisierbar machen...

                        Kommentar

                        • Sorgnix
                          Admin

                          • 30.05.2000
                          • 26251
                          • Pöhlde - (=> Süd-Nds.)
                          • Große Nase, Augen, Ohren, Merlin, Whites XLT, Tesoro, Nokta Impact, Rutus, Minelab XTerra, OGF-L, UW 720C, Mariscope Spy, Chasing M2 Pro ...

                          #13
                          Informationsflut??
                          ... aber ich hatte doch erst mit Grundlagen angefangen ...

                          Stimmt schon, so ein Thema ist ja auch umfangreich.


                          Die Daten Deiner Info-Links sind u.a. Bestandteil meiner Zahlen.
                          Zeigert hat noch jede Menge schöne Tabellen im Buch. Die Grafiken mit dem Arbeitskräfteeinsatz hab ich in einer solchen Darstellung auch noch nie gesehen. SEHR aufschlußreich!

                          Wobei man die reinen Zahlen nun auch nicht unbedingt so hoch bewerten sollte.
                          Es ging gegen Kriegsende, es wurden Leute ohne Ende einfach nur noch verschoben, die "Produktivität" ist nur mit extremer Vorsicht als Berechnungsgrundlage hernehmbar ...


                          Ich habe z.B. die monatlichen Vortriebszahlen bzw. Stollenausbruchsleistung div. Projekte hier liegen. Die kann man auch gern auf die Leistung pro Arbeitskraft umrechnen.
                          Aber auch das endet meist nur in Theorie.

                          Ein Bautagebuch wurde auf JEDER Baustelle geführt ...
                          ... und auch an div. Stellen weitergeleitet!

                          Die Daten von Riese liegen sicher auch irgendwo in nem Archiv - nur WO??
                          Es gibt Bergämter, die haben noch immer ungesichtete Aktenberge im Keller liegen. Aus vergangenen Jahrhunderten ... - wie auch der jüngeren Vergangenheit. Und durch die vielen Auslagerungen liegt da auch schon mal was in einer Region, die überhaupt nichts mit dem eigentlichen Zuständigkeitsbereich zu tun hat ...


                          "Grundlagen" sind ja nunmal erforderlich, um ne Diskussion aufzubauen.
                          Allerdings dann auch etwas höher. Auf dem Niveau des "Goldfiebers" kommt man da ja auch nicht weiter ...
                          An der Resonanz ist trotzdem zu erkennen, daß da bei der "großen Masse" das Interesse wohl eher "anders" gelagert ist ...
                          Die Schlagzeile "Gold", mit ein paar bunten Bildchen garniert, läßt sich halt leichter konsumieren ... Das Hinterfragen steht scheinbar ganz weit hinten an ...


                          Meine Grundeinstellung:
                          Ein paar Dinge hab ich mir da vor Ort anschauen dürfen. Bauzustände, Größenordnung etc.
                          Wenn ich das mit dem Vergleiche, was ich binnen der letzten Jahre vor meiner Haustür gesehen habe, selbst das ominöse Jonastal, dann kann ich nur sagen: Phantasie hat das Ding erst groß gemacht - die Realität vor Ort sicher nicht ...


                          Trotzdem rechne ich gern rum ...
                          ist ja vielleicht ab und an nicht schlecht, die kursierenden Theorien mit ein wenig Praxis zu hinterfragen.
                          Was natürlich nicht heißt, das nicht doch irgendwo noch ein unentdecktes Loch sich verstecken kann. Meiner Meinung nach halt aber eben in anderen Dimensionen. Und vor allem: anderen Inhalten ...


                          später mal mehr


                          Gruß
                          jörg
                          Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hat
                          zu tun mit der Blödheit ihrer Bewunderer ...

                          (Heiner Geißler)

                          Kommentar

                          • desert-eagle († 2020)
                            Heerführer


                            • 19.04.2005
                            • 3439
                            • Kleve

                            #14
                            Zitat von Makku;

                            - es ist die Rede von ca. 360.000 m^3 Beton
                            - [B
                            ich bin kein Bau-Experte[/b] , aber einfach überschlagen (Jörg hat es ausführlicher berechnet) würde der Gesamtbedarf an Beton 720.000 t betragen, was im übrigen einer Anzahl von 14.400.000 50-kg-Säcken entspricht. (Annahme, dass 1 m^3 Beton 2 t wiegt, was ein vorsichtiger, weil abgerundeter Wert ist und nicht berücksichtigt, dass ggf. noch Stahl mit eingearbeitet wurde).
                            Du wirfst mit m² und m³, den Tonnen und den Säcken mit Zement nur so um dich, deswegen muß ich hier jetzt mal einschreiten.
                            Für 360.000 m³ Beton benötigst du 360.000 x 300 kg Zement = 108.000.000 kg Zement.
                            Das entspricht 108000 Tonnen Zement ~ und das sind 2.160.000 Sack Zement a´50kg.
                            Du berücksichtigst bei deiner Beton-Rezeptur nicht die Zuschlagstoffe wie den Betonkies.
                            ------------------------------------------------------------

                            Hoffentlich wird es nicht so schlimm, wie es schon ist.
                            Karl Valentin

                            Ludger hat uns am 26.01.2020
                            nach schwerer Krankheit für immer verlassen.
                            In stillem Gedenken,
                            das SDE-Team

                            Kommentar

                            • Makku
                              Bürger


                              • 01.09.2015
                              • 120
                              • Dortmund

                              #15
                              @desert-eagle:
                              Das stimmt... wo du es sagst... aber meine Entschuldigung habe ich ja schon dazu geschrieben ;-) bin halt kein Experte...

                              Also nennen wir es "Gesamtbedarf an Material"... vlt. war es auch Instant-Beton, vorgemixt ;-)

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