an Geld sowie an Wohlbefinden,
kein Moos, kein Kies, kein Pfifferling,
ihr meint, dass es mir schlecht erging?
Ist es so um mich bestellt?
Bin ich noch da auf dieser Welt?
Verarmt und ohne Geld und Gut
und keinem meiner Freunde kommt
es auch nur einmal in den Sinn,
dass er was täte was mir frommt,
weil ich ein armer Teufel bin.
frei nach Francois Villon, Das kleine und das große Testament.
Sooo schlecht geht es mir zum Glück nicht, bin zwar oben schon etwas grau, aber noch putzmunter. Meine Ruhestandshobbys halten mich auf Trab. Vielleicht finde ich hier im Schatzsucher-Forum noch Gleichgesinnte, denn allein stehe ich vor einer Arbeit für Jahrzehnte. Im Berufsleben als Kardiologe hatte ich dafür keine Zeit. Vorrangig in meinem Interesse stehen die Archäologie, Geschichte (Heraldik) und die Geologie des Unterdevons der Eifel. Das weite Umfeld um Trier ist mit Bodendenkmälern übersät, wobei die wenigsten ergraben oder durch physikalische Maßnahmen wie Geomagnetik, -elektrik, -radar oder Laserscan untersucht worden sind, von Luftbildprospektionen ganz zu schweigen.
Von tausenden Stellen weiß man nur, hier liegt Siedlungsschutt.
Was im einzelnen gewesen ist, wie groß eines oder mehrere Gebäude waren, aus welcher Zeit sie stammen, wie ihre Umrisse sind, welche Funktion sie hatten? All das ist unbekannt!
Darauf angesprochen hört man von zuständiger Seite: Das ist undurchführbar, für die physikalischen Untersuchungen benötigen wir sehr teure Geräte, mehrere Fachleute zur Bedienung, das gibt der Etat nicht mehr her.
Luftbilder? die können sie sich ganz abschminken, wenn wir einen Hubschrauber oder wenigstens ein Sportflugzeug anschaffen, geht das nicht ohne einen Piloten und weitere Mitarbeiter.
Das wissen die Archäologen seit 20 Jahren und tun fast nichts.
Welch eine Verschwendung, Millionen von Euro für eine Super-Luxus- Luftbilderstellung aus dem Fenster zu werfen, wenn es für Tausend Euro auch geht. Es reicht doch, wenn die Kamera allein auf die Reise geht.
In der Weltraumtechnik wird es uns doch beispielhaft vorgemacht. Man schickt Sonden, Roboter oder Drohnen, die auf dem Mond oder den Planeten arbeiten.
Seit knapp 10 Jahren mache ich deshalb mit alternativer Technik Luftbilder im bodennahen Bereich (bis 100 m Höhe, im Ausnahmefall auch höher). Alternativ bedeutet, die Kamera geht ohne den Piloten mit einem Liftersystem in die Luft, im Gegensatz zu konventionell mit Großfluggerät. Leichte Baustoffe, die moderne Elektronik und speziell die heutige Digitalfototechnik sind wichtige Grundelemente der alternativen Luftbilderstellung.
Für die gezielte Dokumentation bei einer Grabung ist dies eigentlich unentbehrlich. Bei der Prospektion größerer Flächen ist der Pilot am Boden natürlich nicht so flott, wie der in der Luft, aber besser langsam als gar nicht.
Die Ergebnisse sind oft erst- und einmalige bedeutsame Dokumente, die einen wissenschaftlichen Beitrag zur Archäologie darstellen. Und diese Erfüllung ist uns möglich, weil das Fach selbst diese Methode noch weitgehend ignoriert.
Da die zu suchenden/untersuchenden Objekte meist außerhalb der Wohnsiedlungen liegen und die Untersuchungen fast immer vom öffentlichen Wegenetz ausgeführt werden können, gibt es auch keine Konflikte mit Anwohnern, Grundstückseigentümern oder Bodendenkmalpflegern. Luftbilder darf heute jeder machen, wobei die Intimsphäre der Mitmenschen natürlich respektiert werden sollte.
Meine Werkzeuge für die alternative Luftbilderstellung sind mehrere Einleiner-Fesseldrachen, ein Quadrokopter sowie zwei Teleskop-Einbein-Stative von bis zu 8 und 12 m Höhe und natürlich Digitalkameras, kompakt mit möglichst Intervallfunktion, ferner eine Sucherbildübertragung per Funk an einen Handmonitor zur Kontrolle der Aufnahme: www.grabungswoerterbuch.de
Mein erstes Luftbild mit einem Drachen und einer völlig unzureichenden Kamera habe ich mit 18 Jahren vor jetzt 52 Jahren in Berlin Frohnau auf dem Poloplatz geschossen. Der Auslöser wurde einmal von einem Gummibändchen bewegt, nachdem eine langsam brennende Zündschnur einen ihn haltenden Faden durchbrannte. Dann mußte ich zur Vorbereitung für die nächste Aufnahme den Drachen erst landen. Die Bilder waren fürchterlich verwackelt. Siehe das Foto unten.
Zur Technik und zu einigen meiner Luftbilder siehe hier:
Das ist jezt genug, allen gut Glück
Credi







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