ich habe diese 3 deformierten Bleigeschosse gefunden, das ganz rechte hat oben ein Loch. Sind das Vorderladergeschosse, militärisch oder Jagdlich verwendet?
Unbekannte Bleigeschosse
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Unbekannte Bleigeschosse
Hallo liebe Sondel-Gemeinde,
ich habe diese 3 deformierten Bleigeschosse gefunden, das ganz rechte hat oben ein Loch. Sind das Vorderladergeschosse, militärisch oder Jagdlich verwendet?Stichworte: - -
Beim unteren Bild .....
Von links nach rechts....
Flintenlaufgeschoss - jagdlich, bis heute in Gebrauch.
Spitzgeschoss für das Bayer. Infanteriegewehr, 1858. (Podewils)
Bayerisches Wallbüchsengeschoss nach Podewils.
Gruß
ZardozDas Dilemma der Menschheit ist, dass die Idioten so selbstsicher und die Intelligenten so voller Zweifel sind. (Oscar Wilde)🥰 1👍 1 -
Danke für deine schnelle Zuordnung, Zardoz! Waren an den Geschossen Kartuschen dran, evtl. aus Papier? Wär toll, wenn du von den kompletten Geschossen und Waffen eine Abbildung posten könntest.....Kommentar
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Das Dilemma der Menschheit ist, dass die Idioten so selbstsicher und die Intelligenten so voller Zweifel sind. (Oscar Wilde)👍 1Kommentar
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Danke für deine Arbeit und die vielen Links! Doch leider gibt es größtenteils nur Erklärungen und die meisten Bilder kommen nur vom mittleren Geschoss vom Podewill-Gewehr 1858.
Vom Geschoss, das du als Bayerisches Wallbüchsengeschoss indentifiziert hast, kommt leider gar nichts.Auch auf Google kein Treffer, ich habe es mal auf einem Schlachtfeld des 30-jährigen Krieges gefunden. Eigentlich bestanden dort die Funde nur aus Musketenkugeln, aber dieses Geschoss war doch recht ungewöhnlich...
Vielleicht hast du in einem Buch eine Abbildung, wie das gesamte Geschoss mal ausgesehen hat und warum da ein Loch durchgeht. Es wäre sehr freundlich von dir, wenn du diese Abbildung (bitte kein Link mehr) posten könntest.
Die Waffe müsste entweder mit einem Lunten-, Rad- oder Steinschloßgewehr stammen, wenn das letztere in die Zeitperiode des 30-jährigen passt....Kommentar
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Es sind beides Podewil Geschosse.
Beim letzteren ging meine Vermutung in Richtung der bayerischen Wallbüchse M 1831, N/1839 oder M 1842, auf Podewil aptiert.
Der Unterschied zur "normalen" Podewil Patrone ist da nur das Kaliber.
Für das Gewehr und die Wallbüchse gab es die "Explosivgeschosse ".
Diese wurden im Feldzug 1866 auch eingesetzt.
Die genaue Bezeichnung lautete "Brandgeschoss nach Podewils"
Es war praktisch ein Podewilsgeschoss mit Aushöhlung, mit Pulver, Zündpille und einem Schlagbolzen (Aufschlagzünder)
War in erster Linie gedacht um auf Munitionswägen ect. zu schießen.
Aus dem 30 jährigen Krieg sind derlei Geschosse nicht.
Weder für Stein, Rad oder Lungenschloss .
Aus dieser Zeit und bis 1829, sind die Rundkugeln.
Eine andere Form der Geschosse kam erst mit dem Charrins Pfeilgeschoss, 1829 auf.
Gruß
Zardoz
Das Dilemma der Menschheit ist, dass die Idioten so selbstsicher und die Intelligenten so voller Zweifel sind. (Oscar Wilde)Kommentar
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Danke für deine interessanten Ausführungen, Zardoz! Das Flintenlaufgeschoß wog übrigens genau 23gr, das entspricht dem Kaliber 16/70. Die gab/gibt es von 9 bis 40,5 gr. und wenn jemand im Wald eine recht kurze Messinghülse von einem Gewehr finden sollte, dann war sie von diesem Geschoss....Kommentar



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