Unbekannte Bleigeschosse

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  • Alpenkraxler
    Ratsherr


    • 09.08.2010
    • 249
    • Nürnberg

    #1

    Unbekannte Bleigeschosse

    Hallo liebe Sondel-Gemeinde,

    ich habe diese 3 deformierten Bleigeschosse gefunden, das ganz rechte hat oben ein Loch. Sind das Vorderladergeschosse, militärisch oder Jagdlich verwendet? Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: IMG_20260116_190734.jpg
Ansichten: 74
Größe: 100,0 KB
ID: 2118718 Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_20260116_185922.jpg Ansichten: 0 Größe: 101,9 KB ID: 2118717
  • Zardoz
    Heerführer


    • 27.02.2004
    • 4135
    • Hasufurth
    • 6.Sinn

    #2
    Beim unteren Bild .....
    Von links nach rechts....
    Flintenlaufgeschoss - jagdlich, bis heute in Gebrauch.

    Spitzgeschoss für das Bayer. Infanteriegewehr, 1858. (Podewils)

    Bayerisches Wallbüchsengeschoss nach Podewils.

    Gruß
    Zardoz
    Das Dilemma der Menschheit ist, dass die Idioten so selbstsicher und die Intelligenten so voller Zweifel sind. (Oscar Wilde)

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    • Alpenkraxler
      Ratsherr


      • 09.08.2010
      • 249
      • Nürnberg

      #3
      Danke für deine schnelle Zuordnung, Zardoz! Waren an den Geschossen Kartuschen dran, evtl. aus Papier? Wär toll, wenn du von den kompletten Geschossen und Waffen eine Abbildung posten könntest.....

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      • Zardoz
        Heerführer


        • 27.02.2004
        • 4135
        • Hasufurth
        • 6.Sinn

        #4
        Bekommst du.....

















        .50 Smith M1857 / .50 Gallagher.52 Sharps Linnen / .54 Starr / .56 Merrill.577 Enfield M1863 ¦ .577 Enfield M1863 1 ¦ .45 Whitworth Charger + Bullets.45 Colt Hazard.36 Colt London, Hayes-Patent .36…


        Gruß
        Zardoz
        Das Dilemma der Menschheit ist, dass die Idioten so selbstsicher und die Intelligenten so voller Zweifel sind. (Oscar Wilde)

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        • Alpenkraxler
          Ratsherr


          • 09.08.2010
          • 249
          • Nürnberg

          #5
          Danke für deine Arbeit und die vielen Links! Doch leider gibt es größtenteils nur Erklärungen und die meisten Bilder kommen nur vom mittleren Geschoss vom Podewill-Gewehr 1858.
          Vom Geschoss, das du als Bayerisches Wallbüchsengeschoss indentifiziert hast, kommt leider gar nichts.Auch auf Google kein Treffer, ich habe es mal auf einem Schlachtfeld des 30-jährigen Krieges gefunden. Eigentlich bestanden dort die Funde nur aus Musketenkugeln, aber dieses Geschoss war doch recht ungewöhnlich...

          Vielleicht hast du in einem Buch eine Abbildung, wie das gesamte Geschoss mal ausgesehen hat und warum da ein Loch durchgeht. Es wäre sehr freundlich von dir, wenn du diese Abbildung (bitte kein Link mehr) posten könntest.
          Die Waffe müsste entweder mit einem Lunten-, Rad- oder Steinschloßgewehr stammen, wenn das letztere in die Zeitperiode des 30-jährigen passt....

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          • Zardoz
            Heerführer


            • 27.02.2004
            • 4135
            • Hasufurth
            • 6.Sinn

            #6
            Es sind beides Podewil Geschosse.
            Beim letzteren ging meine Vermutung in Richtung der bayerischen Wallbüchse M 1831, N/1839 oder M 1842, auf Podewil aptiert.
            Der Unterschied zur "normalen" Podewil Patrone ist da nur das Kaliber.

            Für das Gewehr und die Wallbüchse gab es die "Explosivgeschosse ".
            Diese wurden im Feldzug 1866 auch eingesetzt.
            Die genaue Bezeichnung lautete "Brandgeschoss nach Podewils"
            Es war praktisch ein Podewilsgeschoss mit Aushöhlung, mit Pulver, Zündpille und einem Schlagbolzen (Aufschlagzünder)
            War in erster Linie gedacht um auf Munitionswägen ect. zu schießen.

            Aus dem 30 jährigen Krieg sind derlei Geschosse nicht.
            Weder für Stein, Rad oder Lungenschloss .
            Aus dieser Zeit und bis 1829, sind die Rundkugeln.
            Eine andere Form der Geschosse kam erst mit dem Charrins Pfeilgeschoss, 1829 auf.

            Gruß
            Zardoz


            Das Dilemma der Menschheit ist, dass die Idioten so selbstsicher und die Intelligenten so voller Zweifel sind. (Oscar Wilde)

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            • Alpenkraxler
              Ratsherr


              • 09.08.2010
              • 249
              • Nürnberg

              #7
              Danke für deine interessanten Ausführungen, Zardoz! Das Flintenlaufgeschoß wog übrigens genau 23gr, das entspricht dem Kaliber 16/70. Die gab/gibt es von 9 bis 40,5 gr. und wenn jemand im Wald eine recht kurze Messinghülse von einem Gewehr finden sollte, dann war sie von diesem Geschoss....

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